Blasenkrebs

Blasenkrebs

Blasenkrebs ist eine Art von Krebs im Alter, die bei Frauen seltener vorkommt als bei Männern. Bei Frauen nahm Blasenkrebs im Jahr 2016 den 14. Platz in der Liste der häufigsten Krebserkrankungen ein. Bei Männern hingegen stand Blasenkrebs viel weiter oben in der Liste: Hier war Blasenkrebs die vierthäufigste Krebserkrankung.(1)

pflege.de informiert Sie nach einer Übersicht der verschiedenen Blasenkrebsarten über die Risikofaktoren und Symptome bei Blasenkrebs sowie über entsprechende Diagnostikverfahren und Behandlungsmöglichkeiten. Dabei gibt pflege.de Ihnen nützliches Pflegewissen an die Hand.

Inhaltsverzeichnis

Arten von Blasenkrebs

Blasenkrebs, auch Harnblasenkrebs oder Harnblasenkarzinom genannt, umfasst bösartige Tumore der Harnblase. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) teilt Tumore im harnableitenden System, und damit auch die Tumore der Harnblase, in zwei Arten ein. Entscheidend für die Einteilung ist, ob der Tumor die Muskelschicht der Harnblase durchdringt:

  1. Nicht-muskelinvasiver Blasentumor: Das Tumorwachstum ist auf die Blasenschleimhaut begrenzt. Der Tumor wächst innerhalb der Harnblase.
  2. Muskelinvasiver Blasentumor: Der Tumor wächst durch die Muskelschicht der Harnblase in das umliegende Gewebe ein.(2)

Nicht-muskelinvasive Blasentumore

Das Wachstum von nicht-muskelinvasiven Blasentumoren ist auf die Blasenschleimhaut im Inneren der Blase begrenzt. Dazu gehören:

  • Nicht-invasive papilläre Tumore: Der Tumor wächst warzenförmig in die Blase hinein. Es handelt sich um eine frühe Form vom Blasenkrebs.
  • Flächig wachsender Blasenkrebs: Diese Art von Blasenkrebs im Inneren der Blase wird „Carcinoma in situ“ genannt und beschreibt Krebs am Ort seiner Entstehung. Der Tumor wächst sehr flächig auf der Harnblasenschleimhaut, hat ein hohes Risiko für einen fortschreitenden Verlauf und für Rezidive, was die Rückkehr von Krebs meint.
  • Gut differenzierte nicht-invasive Blasentumore: Die Tumorzellen sind den gesunden Zellen des Blasengewebes noch recht ähnlich in Aussehen und Funktion. Hierbei handelt es sich um sogenannte Low-Grade-Karzinome, die vergleichsweise langsam wachsen.
  • Schlecht bis undifferenzierte nicht-invasive Blasentumore: Die Tumorzellen sind den gesunden Zellen des Blasengewebes nicht mehr ähnlich und erfüllen keine Funktion einer gesunden Harnblasenzelle mehr. Dann ist die Rede von sogenannten High-Grade-Karzinomen. Dies spricht für ein aggressiveres und schnelleres Wachstum des Blasenkarzinoms.

Zu nicht-muskelinvasiven Blasenkrebs zählt auch die Klassifikation „T1“: Der Tumor durchbricht die Blasenschleimhaut und wächst in das Bindegewebe ein.(2)(3) Die untenstehende Infografik verdeutlicht die unterschiedlichen Tumorarten.

Muskelinvasiver Blasenkrebs

Der muskelinvasive Blasenkrebs wächst in die Muskelschicht der Blase ein und breitet sich zunehmend in folgenden Schritten aus:

  • T2: Der Tumor wächst in die Muskelschicht der Harnblase ein.
  • T3: Der Tumor wächst in umliegendes Fettgewebe ein.
  • T4: Der Tumor befällt umliegendes Gewebe und Organe – bei Männern vorwiegend die Prostata, bei Frauen die Gebärmutter oder Scheide.(2)(3)
Info

Einordnung des Harnblasentumors

Mit T1 bis T4 wird der vorhandene Tumor für Mediziner näher beschrieben. Diese Einordnung entspricht der sogenannten TNM-Klassifikation, zu der Sie mehr im Abschnitt Behandlung & Prognose von Blasenkrebs lesen.

Aufbau und Funktionen der Harnblase

Die Harnblase ist ein Hohlorgan, das sich im kleinen Becken befindet. In unmittelbarer Nähe befinden sich bei Frauen die Gebärmutter und die vordere Scheidenwand, beim Mann die Prostata. Im Inneren ist die Blase mit einer widerstandsfähigen Schleimhaut ausgekleidet.

Die Funktion der Blase ist, den Urin zu sammeln, der zuvor in beiden Nieren gebildet wurde. Der Urin gelangt durch die beiden Harnleiter in die Harnblase. Dort verbleibt er, bis der Mensch einen Harndrang verspürt und daraufhin die Blase entleert. Dazu ist die Entspannung des Schließmuskels am unteren Ende der Harnblase notwendig. Der Urin fließt dann aus der Blase durch die Harnröhre, die sich an das untere Ende der Harnblase anschließt.

Blasenkrebs: Alter, Häufigkeit & Statistik

Männer erkranken im Vergleich zu Frauen dreimal so oft an Blasenkrebs. Dreiviertel aller Neuerkrankungen an einem muskelinvasiven Blasenkarzinom betrifft Männer.
Am muskelinvasiven Blasenkrebs erkranken Männer durchschnittlich im Alter von 74 Jahren und Frauen etwas später mit 77 Jahren. Damit gehört Blasenkrebs bei den Männern zu den häufigsten Arten von Krebs im Alter.

Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über die Anzahl der jährlichen Neuerkrankungen und das durchschnittliche Erkrankungsalter von Betroffenen mit muskelinvasiven Blasenkarzinomen.(1)

Neuerkrankungen 2016 in Deutschland (muskelinvasiv) Durchschnittliches Erkrankungsalter
Männer 12.200 74 Jahre
Frauen 4.250 77 Jahre
Gesamt 16.450

Diese Krebsstatistik klammert nicht-invasive Blasenkrebsformen aus, weil sie als nicht bösartig klassifiziert sind: Laut Angaben des Zentrums für Krebsregisterdaten (ZfKD) am Robert Koch-Institut (RKI) kamen im Jahr 2016 in Deutschland weitere 13.500 Erkrankungsfälle hinzu, die an einem nicht-muskelinvasiven Blasentumor erkrankt sind. Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über Alters- und Geschlechterverteilung von Betroffenen mit nicht-muskelinvasiven Blasenkarzinomen.(1)

Neuerkrankungen 2016 in Deutschland (nicht-muskelinvasiv) Durchschnittliches Erkrankungsalter
Männer 10.540 74 Jahre
Frauen 2.970 75 Jahre
Gesamt 13.510

Symptome von Blasenkrebs

Für Blasenkrebs gibt es in Deutschland kein geregeltes Screening zur Früherkennung. Deshalb ist es wichtig, mögliche Anzeichen für Blasenkrebs zu kennen.

Wichtiger Hinweis Anzeichen für Blasenkrebs abklären lassen

Alle genannten Anzeichen können auch auf andere Ursachen zurückzuführen sein. Wenn Sie jedoch die aufgeführten Anzeichen bei sich oder Ihrem zu pflegenden Angehörigen feststellen, zögern Sie nicht und vereinbaren Sie einen Termin beim Hausarzt. Der Arzt kann beispielsweise mithilfe von Urintests schon erste Aussagen zu den Symptomen treffen.

Blasenkrebs: Erste Warnsignale

Folgende Symptome können erste Warnsignale für Blasenkrebs sein:

  • Blut im Urin ohne Schmerzen: Eine Rot- oder Braunfärbung des Urins kann auf eine Blutung in der Blase hindeuten.
  • Nicht sichtbares Blut im Urin: Nicht sichtbares Blut kann mit einem Urintest festgestellt werden.
  • Häufiger Harndrang: Beim Wasserlassen kommen nur geringe Mengen Urin.
  • Erschwerte Blasenentleerung: Die Blasenentleerung wird durch einen schwächeren Harnstrahl oder verzögertes Wasserlassen erschwert.(4)(5)

Blasenkrebs: Anzeichen einer fortgeschrittenen Erkrankung

Folgende Symptome können auf Blasenkrebs im fortgeschrittenen Erkrankungsstadium hinweisen:

  • Verändertes Wasserlassen: Betroffene müssen häufig Wasserlassen und verspüren dabei Schmerzen.
  • Schmerzen: Wenn der Urin aus der Niere nicht mehr abfließen kann, kommt es zu einem sogenannten Nierenstau. Schmerzen treten dann vor allem im Unterleib und in der Nierengegend im unteren, seitlichen Rücken auf.
  • Schwellungen und Lymphstau: Wenn der Blasentumor umliegende Venen oder Lymphbahnen abdrückt, kann es zu Schwellungen und Lymphstau kommen.
  • Knochenschmerzen: Schmerzende Knochen können ein Anzeichen für Knochenmetastasen sein.(2)(4)(5)

Unterscheiden sich die Symptome bei Männern und Frauen?

Grundsätzlich unterscheiden sich die Anzeichen von Blasenkrebs bei Männern und Frauen nicht voneinander. Die Symptome können allerdings unterschiedlich gedeutet werden: Treten die genannten Beschwerden bei Männern auf, denken sie eher an eine Erkrankung der Prostata, während Frauen zunächst eine Blasenentzündung im Sinn haben können.(5)

Ursachen und Risikofaktoren von Blasenkrebs

Die Entstehung von Blasenkrebs lässt sich nicht auf eine exakte Ursache zurückführen. Krebs entwickelt sich meistens aus einem Zusammenspiel unterschiedlicher Umstände. Folgende Faktoren können das Risiko für Blasenkrebs jedoch erwiesenermaßen erhöhen:

  • Aktives und passives Zigarettenrauchen: Das Risiko, an Blasenkrebs zu erkranken, steigt mit der Anzahl der täglich gerauchten Zigaretten und der Dauer des Rauchens bemessen an den Jahren.
  • Unausgewogene Ernährung: Studien weisen darauf hin, dass eine fettreiche und obstarme Ernährung das Erkrankungsrisiko erhöhen kann.
  • Chronische Entzündungen der Harnblase: Chronische Blasenentzündungen oder Blasensteine begünstigen die Entstehung von Harnblasenkarzinomen.(2)

Hinzu kommen weitere Risikogruppen: Zum Beispiel Menschen, die mit bestimmten Krebstherapien behandelt wurden und Personen, die im Beruf krebserregenden Stoffen ausgesetzt waren.

Risikogruppen: Blasenkrebs als Spätfolge einer früheren Krebstherapie

Ein höheres Erkrankungsrisiko besteht auch als Spätfolge bestimmter Krebstherapien.

  • Spätfolge einer Strahlentherapie: Wurde das kleine Becken bestrahlt, beispielweise im Rahmen einer Behandlung von Gebärmutterhalskrebs oder Prostatakrebs, besteht ein erhöhtes Erkrankungsrisiko. Blasenkrebs als Spätfolge von Bestrahlung ist vor allem nach Bestrahlungstechniken möglich, die heute als veraltet gelten.
  • Chemo-Medikament: Blasenkrebs kann durch die Einnahme verschiedener Arzneistoffe ausgelöst werden. Dazu gehört auch Cyclophosphamid, das als wachstumshemmendes Zytostatikum in Chemotherapien bei verschiedenen Krebserkrankungen eingesetzt wird.(2)

Risikogruppen: Blasenkrebs als Berufskrankheit

Dass bestimmte Stoffe Blasenkrebs hervorrufen können, ist seit vielen Jahren bekannt. Selbst wenn einige krebserregende Stoffe heute weniger im Berufsalltag vorkommen, kann der berufsbedingte Kontakt auch Jahrzehnte später zu Harnblasenkrebs führen und als Berufskrankheit festgestellt werden.

Risikogruppen für Blasenkrebs: Gefährdete Berufsgruppen

Folgende Berufsgruppen gelten aufgrund ihres Kontakts zu krebserregenden Stoffen als gefährdet, an Blasenkrebs zu erkranken:

  • Maler und Lackierer
  • Beschäftigte der Gummi-Industrie
  • Steinkohlebergleute
  • Fahrzeugführer von Autos, zum Beispiel Taxifahrer und Fahrer von Lieferwagen
  • Hochofenarbeiter und Schmelzer(2)
Info

Chemische Risikostoffe für Harnblasenkrebs

Zu den berufsbedingten chemischen Risikostoffen für Blasenkrebs zählen vor allem:

  • Aromatische Amine: Aromatische Amine sind chemische Verbindungen. Sie werden vor allem in der chemischen Industrie verwendet, um beispielsweise Farbstoffe, Kunstharze, Pestizide, Arzneimittel oder Kunststoffe herzustellen oder zu verarbeiten. Aromatische Amine können in fester und flüssiger Form vorliegen oder als Dämpfe. Sie gelangen also über die Haut und die Atemwege in den Körper.(6)
  • Azofarbstoffe: Azofarbstoffe sind Färbemittel, die beispielsweise zum Färben von Wollfasern (Säurefarbstoff), Anfärben von Kunststofffasern (Dispersionsfarbstoff) oder Färben von Textilien (Beizenfarbstoff) eingesetzt werden. Wenn Azofarbstoffe in den Körper gelangen, werden sie in der Leber gespalten. Durch die Spaltung werden ebenfalls aromatische Amine im Körper freigesetzt. Lösliche Azofarbstoffe können über die Lunge, den Magen-Darm-Trakt oder die Haut in den Körper gelangen.(6)

Risikogruppen: Blasenkrebs durch Vererbung?

Die Vererbung spielt bei Blasenkrebs eine untergeordnete Rolle. Bei vererbbaren genetischen Syndromen ist das Risiko für Blasenkrebs jedoch deutlich erhöht. Dazu gehört das sogenannte Lynch-Syndrom (auch HNPCC-Syndrom), das zum einen das Risiko für Darmkrebs maßgeblich erhöht, aber auch das Risiko für bösartige Blasentumore.(2)

Diagnose & Erkennung von Blasenkrebs

Hausärzte oder Frauenärzte sind in der Regel die erste Anlaufstelle, wenn Sie oder Ihr zu pflegender Angehöriger Probleme beim Wasserlassen haben oder andere der genannten Symptome aufweisen. Haus- oder Frauenärzte können erste Untersuchungen durchführen:

  • Anamnese: Befragung zu den Beschwerden, Vorerkrankungen und Medikamenten
  • Körperliche Untersuchung: Abtasten vom Bauch und der Nierengegend
    • Zusätzlich beim Mann: Abtasten der Prostata über den Enddarm
    • Zusätzlich bei der Frau: Abtasten der Blase durch die Scheide
  • Urinuntersuchung: Untersuchung auf nicht sichtbares Blut im Urin(3)

Untersuchungsmöglichkeiten bei Verdacht auf Blasenkrebs

Wenn erste Tests und Untersuchungen den Verdacht auf Blasenkrebs erhärten, erfolgt in der Regel eine Überweisung zum Urologen oder in eine urologische Ambulanz. Dort stehen spezielle Diagnostikverfahren zur Verfügung. Folgende Untersuchungen können in Frage kommen, um Veränderungen der Harnwege oder Blasenkrebs zu erkennen:

  • Ultraschall
  • Blasenspiegelung (sogenannte Zytoskopie)
  • Erweiterte Form der Blasenspiegelung (sogenannte transurethrale Resektion)
  • Gegebenenfalls weitere bildgebende Verfahren(2)

Ultraschall-Untersuchung

Bei einer Ultraschall-Untersuchung werden Nieren, Harnleiter und Blase beurteilt und auf Veränderungen untersucht. Wenn Blasenkrebs mit der Ultraschall-Untersuchung nicht ausgeschlossen werden kann, werden weitere Untersuchungen veranlasst.

Blasenspiegelung: Die Zytoskopie

Eine Blasenspiegelung (Zytoskopie) ist eine endoskopische Untersuchung von Harnröhre und Blase mit einem biegsamen Schlauch, der über die Harnröhre eingeführt wird. Am vorderen Ende hat der Schlauch eine kleine Videokamera, mit der die Blasenschleimhaut auf sichtbare Veränderungen untersucht wird. Die Untersuchung dauert nur wenige Minuten. Bei Bedarf können während der Untersuchung schmerzfrei Gewebeproben entnommen werden. Anschließend werden die Gewebeproben im Labor auf Zellveränderungen untersucht. Die Blasenspiegelung kann mit örtlicher Betäubung oder einem leichten Beruhigungsmittel erfolgen.

Erweiterte Form der Blasenspiegelung: Die transurethrale Resektion

Bei der transurethralen Resektion (kurz: TUR) handelt es sich um eine erweiterte Form der Blasenspiegelung, genauer gesagt um einen operativen Eingriff ohne Bauchschnitt. Vorteilhaft an dieser Methode ist, dass Diagnostik und Therapie in einem Schritt erfolgen können: Es ist möglich, größere Mengen an Gewebeproben zu entnehmen. So werden kleine Blasentumore, die oberflächlich auf der Blasenschleimhaut gewachsen sind, während der TUR entfernt.(2)

Für dieses Verfahren ist in der Regel eine Teil- oder Vollnarkose notwendig, weil der Eingriff zwischen 20 und 60 Minuten dauern kann und größere Instrumente erforderlich sind.(3)

Tumormarker bei Blasenkrebs?

Es gibt bislang keine Schnelltests als Blut- oder Urinuntersuchungen, die Blasenkrebs zuverlässig ausschließen oder erkennen können. Es gibt zwar freiverkäufliche Tumormarker-Tests, jedoch konnte deren Untersuchungsqualität in Studien bislang nicht eindeutig nachgewiesen werden.(2)

Weitere Diagnostik beim nicht-muskelinvasiven Blasenkrebs

Wenn nicht-muskelinvasive Karzinome in der Harnblase an mehreren Stellen entstanden sind, kann eine Untersuchung der gesamten Harnwege notwendig sein. Damit wird abgeklärt, ob sich weitere Tumore in den Nieren oder Harnleitern befinden. Dazu kommen die Computertomographie (kurz: CT), die Magnetresonanztomographie (kurz: MRT) oder eine Röntgen-Kontrastmitteluntersuchung in Frage.(3)

Weitere Diagnostik beim muskelinvasiven Blasenkrebs

Wenn der Blasenkrebs bereits in die Muskelschicht der Harnblase eingewachsen ist, kann es auch sein, dass sich bereits Tochtergeschwülste (Metastasen) im Körper ausgebreitet haben. Die Metastasen-Suche kann beispielsweise mit einer Computertomographie (kurz: CT), einer Magnetresonanztomographie (kurz: MRT) oder einer Knochenszintigraphie erfolgen.(3)

Tipp
Frühzeitig rechtliche Vorsorge treffen

Grundsätzlich sollte rechtliche Vorsorge keine Frage von Diagnosen sein. Doch manchmal geben sie die notwendige Überzeugungskraft, sich mit einem Thema auseinanderzusetzen. Treffen Sie rechtliche Vorsorge am besten frühzeitig:

Patientenverfügung: Hierin halten Sie fest, welche medizinischen Maßnahmen ergriffen oder unterlassen werden, wenn Sie die Entscheidung nicht mehr treffen können. Eine Patientenverfügung entlastet Angehörige, weil Sie selbst die Entscheidung im Voraus treffen.

Vorsorgevollmacht: Hierin bestimmen Sie die Person, die in Ihrem Sinne entscheidet, wenn Sie es nicht mehr können.

Überlebenschancen: Prognose von Blasenkarzinomen

Bei Männern wird Blasenkrebs im Vergleich zu Frauen häufiger in einem frühen Krebsstadium festgestellt, das heißt in Krebsstadium 1 oder 2. Deshalb ist die Chance für Männer, fünf Jahre nach der Diagnosestellung noch zu leben, höher als bei Frauen.

Die relative 5-Jahres-Überlebensrate liegt bei 55 Prozent bei Männern und 45 Prozent bei Frauen. Das bedeutet, dass 55 Prozent der Männer und 45 Prozent der Frauen fünf Jahre nach der Diagnose noch leben. Diese relative Rate berücksichtigt, dass Menschen nicht nur an Krebs versterben und bezieht die Gesamtbevölkerung mit ein.

Grundsätzlich wird die Prognose stark davon beeinflusst, in welchem Krebsstadium Blasenkrebs diagnostiziert wird. Je früher Blasenkrebs entdeckt wird, desto besser die Prognose.(1)

Stadien & Verlauf von Blasenkrebs

Für die Entscheidungen hinsichtlich der geeigneten Therapiemaßnahmen ist eine Einteilung des Blasentumors in das TNM-Klassifikationssystem notwendig. Dafür werden Untersuchungen durchgeführt, mit denen es möglich ist, folgende Kriterien zu beurteilen: Die Tumorgröße (T), den Befall von Lymphknoten mit Krebszellen (N für Nodus=Knoten) und das Vorhandensein von Tochtergeschwüren im Körper, sogenannte Metastasen (M). Anschließend wird anhand der vorliegenden Daten der Blasenkrebs in ein Krebsstadium zwischen 0 und 4 eingeteilt.(7)

Wohin streut Blasenkrebs?

Wenn sich einzelne Krebszellen aus dem muskelinvasiven Blasentumor ablösen und sich anschließend mit dem Blutstrom oder in den Lymphgefäßen im Körper verteilen, können sich in anderen Geweben und Organen Metastasen bilden. Blasenkrebs kann hauptsächlich Metastasen in folgenden Organen und Geweben bilden:

  • Lunge
  • Leber
  • Knochen(8)

Behandlung und Therapie von Harnblasenkarzinomen

Die sogenannte S3-Leitlinie „Harnblasenkarzinom“ ist eine Empfehlung für die Früherkennung, Diagnose, Therapie und Nachsorge von Blasenkrebs. Sie basiert auf den aktuellen Erkenntnissen der Medizin und zielt darauf ab, eine angemessene Gesundheitsversorgung zu empfehlen. Nach dieser Leitlinie richtet sich die Behandlung hauptsächlich nach der Art, Größe und Ausdehnung des Blasenkarzinoms.(2)

Wichtiger Hinweis Überblick zu Behandlungsoptionen

Die folgenden Behandlungsoptionen sind als Übersicht der Möglichkeiten zu verstehen, nicht aber als individuelle Therapieempfehlung. Die Entscheidung über Ihre eigene Krebstherapie treffen Sie in enger Abstimmung mit Ihrem behandelnden Arzt.

Therapie des nicht-muskelinvasiven Blasenkarzinoms

Nicht-muskelinvasive Blasenkarzinome wachsen oberflächlich an der Blasenschleimhaut. Sie können in vielen Fällen während der transurethralen Resektion (kurz: TUR), einem operativen Verfahren per Blasenspiegelung unter Vollnarkose, entfernt werden. Ziel ist es, das gesamte Tumorgewebe zu entfernen. War das nicht möglich oder handelt es sich um einen Tumor, der ein hohes Entartungsrisiko hat, kann das ein Fortschreiten oder eine Wiederkehr des Blasenkrebs zur Folge haben. Dann kann eine sogenannte Spülungsbehandlung in Frage kommen. Dabei werden Chemo-Medikamente – sogenannte Zytostatika – direkt in die Blase eingespült, sodass die Chemotherapie lokal wirken kann.(9)

Operation bei Blasenkrebs: Blasenentfernung

Weil muskelinvasive Blasenkarzinome auch außerhalb der Blase wachsen, erfordern sie in der Regel eine umfassendere Behandlung.

Bei muskelinvasiven Blasenkarzinomen ist meist eine Operation notwendig, bei der die Harnblase samt nahegelegener Lymphknoten und gegebenenfalls auch benachbarter Organe entfernt wird.

  • Bei Männern kann das neben der Harnblase die Prostata, die Samenblase sowie Teile von Samen- und Harnleiter betreffen.
  • Bei Frauen kann neben der Harnblase und Teilen der Harnleiter auch die Entfernung der Gebärmutter, Eierstöcke und Eileiter sowie der vorderen Scheidenwand notwendig sein.

In Abhängigkeit von der Größe des Tumors kann die Operation auch laparoskopisch, das heißt mit der sogenannten Schlüssellochmethode, durchgeführt werden.(2)

Alternative zur Blasenentfernung

Bei einem kleinen muskelinvasiven Blasentumor gibt es neben der operativen Blasenentfernung auch eine Alternative, mit der die Blase erhalten werden soll. Der Tumor wird zunächst mit einer transurethralen Resektion (TUR) entfernt und anschließend mit einer Radiochemotherapie behandelt. Dabei werden Chemo- und Strahlentherapie miteinander kombiniert. Experten weisen jedoch darauf hin, dass diese Behandlung starke Nebenwirkungen auslöst, was eine stabile körperliche Verfassung erfordert.(7)

Chemotherapie bei Blasenkrebs

Eine Chemotherapie kann vor und/oder nach der Blasenentfernung in Frage kommen. Ziel ist es, entweder den Tumor vor der Operation zu verkleinern oder Krebszellen, die nach der Operation im Körper verblieben sind, zu zerstören.(2)

Immuntherapie

Die Immuntherapie kann bei fortgeschrittenem Blasenkrebs eingesetzt werden, um die Tumorzellen mithilfe des Immunsystems gezielt zu zerstören. Sie ist auch unter dem Begriff zielgerichtete Krebstherapie geläufig.(10)

Rückkehr von Blasenkrebs: Der Rezidiv

Ob der Blasenkrebs nach abgeschlossener Behandlung wieder auftritt, kann von folgenden Faktoren abhängen:

  • Anzahl der Tumore in der Blase: Wie viele Tumorherde gibt es?
  • Aggressivität des Tumors: Wie schnell und zerstörend wächst der Tumor?
  • Eindringtiefe: Wie tief ist der Tumor in das Blasengewebe eingewachsen?

Das Risiko für ein Rezidiv, das heißt für eine Wiederkehr des Blasenkrebs, liegt in den ersten fünf Jahren nach abgeschlossener Behandlung zwischen 50 und 70 Prozent.(8) Aus diesem Grund ist die regelmäßige Teilnahme an den Untersuchungen zur Krebsnachsorge wichtig, über die der behandelnde Arzt informiert.

Blasenersatz: Künstlicher Ausgang und künstliche Blase

Wurde die Blase operativ entfernt, muss danach eine dauerhafte Harnableitung angelegt werden. Dafür gibt es zwei Optionen:

  1. Harnableitung über die Bauchdecke: Urostoma als künstlicher Ausgang
  2. Harnableitung im Körperinneren: Künstliche Blase

Urostoma: Der künstliche Ausgang

Beim sogenannten Urostoma handelt es sich um eine Harnableitung durch die Bauchdecke. Die Enden der beiden Harnleiter werden durch die Bauchdecke nach außen gelegt, ähnlich wie bei einem künstlichen Darmausgang. Auf der Bauchdecke wird um den künstlichen Ausgang herum eine Klebeplatte angebracht, an der ein Auffangbeutel für den Urin befestigt wird.(2)

Tipp
Umgang mit dem Urostoma schon im Krankenhaus erlernen

In der Regel wird Ihnen bereits im Krankenhaus gezeigt, wie Sie das Urostoma zuhause pflegen. Dazu gehört das theoretische und praktische Wissen darüber,

  • wann Sie die Klebeplatte und den Beutel wechseln sollten.
  • wie Sie die Größe und Form der Klebeplatte anpassen.
  • wie Sie den Versorgungswechsel korrekt durchführen.
  • wie Sie den Urin aus dem Beutel ablassen.

Nutzen Sie die Zeit während des Krankenhausaufenthaltes, um all Ihre Fragen zum Umgang mit dem Urostoma zu stellen. Für die erste Zeit nach dem Krankenhausaufenthalt erhalten Sie Versorgungsmaterial vom Krankenhaus oder ein Hilfsmittelrezept, mit dem Ihnen die entsprechenden Materialien zur Urostoma-Versorgung ärztlich verordnet werden.(11)

Die Versorgung des Urostomas

Das Material, das Sie zur Stomaversorgung benötigen, ist im Hilfsmittelverzeichnis gelistet. Für die Kostenübernahme durch die Krankenkassen muss das Stoma-Material ärztlich verschrieben werden.

Sollten Sie die Versorgung des Urostomas nicht allein oder mithilfe von pflegenden Angehörigen durchführen können, kann mit einer ärztlichen Verordnung für Behandlungspflege ein ambulanter Pflegedienst die Versorgung des Urostomas übernehmen. Dafür ist es nicht zwangsläufig notwendig, dass ein anerkannter Pflegegrad vorliegt.

Tipp
Nutzen Sie Ihren Anspruch auf Pflegehilfsmittel!

Sollte bereits ein Pflegegrad festgestellt worden sein, besteht gegebenenfalls ein Anspruch auf kostenfreie Pflegehilfsmittel zum Verbrauch. Dann können Sie Pflegehilfsmittel wie Desinfektionsmittel und Einmalhandschuhe, die eine hygienische Versorgung des Urostomas erleichtern, in der curabox monatlich nach Hause geliefert bekommen. Voraussetzung dafür ist, dass die Pflege zuhause stattfindet.

 

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Die künstliche Harnblase

Eine Alternative zum Ausgang durch die Bauchdecke ist ein neuer, künstlich angelegter Speicher für den Urin im Körperinneren. Er kann auf unterschiedliche Arten angelegt werden:

  • Ersatzblase aus Dünndarmgewebe: Aus Teilen des Dünndarmgewebes wird eine künstliche Blase angelegt. Diese künstliche Blase speichert den Urin und gibt ihn über die Harnröhre ab. Das kommt dem normalen Wasserlassen am nächsten.
  • Bauchnabelblase: Aus Darmgewebe wird ein künstlicher Speicher gebildet, der mit einem Ventil im Bauchnabel abgedichtet ist. Der Urinspeicher muss mehrmals täglich mit einem Katheter entleert werden.
  • Enddarmblase: Die beiden Harnleiter werden in den Enddarm eingepflanzt, sodass der Urin von dort aus gemeinsam mit dem Stuhlgang ausgeschieden werden kann.(2)

Häufig gestellte Fragen

In welche Organe metastasiert Blasenkrebs? Wohin streut Blasenkrebs?

Blasenkrebs kann hauptsächlich Metastasen in folgenden Organen und Geweben bilden:

  • Lunge
  • Leber
  • Knochen

Welche Beschwerden können bei Blasenkrebs auftreten?

Es gibt erste Warnzeichen für Blasenkrebs und außerdem Symptome, die in einem fortgeschrittenen Stadium auftreten können:

  • Sichtbar oder unsichtbares Blut im Urin
  • Häufiger Harndrang und erschwerte Blasenentleerung
  • Schmerzen im Unterbauch und Nierengegend
  • Knochenschmerzen

Weitere Symptome lesen Sie im Abschnitt Symptome von Blasenkrebs.

Was ist Blasenkrebs beziehungsweise ein Blasenkarzinom?

Blasenkrebs umfasst bösartige Tumore der Harnblase. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) teilt Tumore im harnableitenden System, und damit auch die Tumore der Harnblase, in zwei Arten ein. Entscheidend für die Einteilung ist, ob der Tumor die Muskelschicht der Harnblase durchdringt:

  1. Nicht-muskelinvasive Blasentumore: Das Tumorwachstum ist auf die Blasenschleimhaut begrenzt. Der Tumor wächst innerhalb der Harnblase.
  2. Muskelinvasive Blasentumore: Der Tumor wächst durch die Muskelschicht der Harnblase in das umliegende Gewebe ein.

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Erstelldatum: 1202.50.82|Zuletzt geändert: 1202.70.9
(1)
Zentrum für Krebsregisterdaten (ZfKD) & Gesellschaft der Epidemiologischen Krebsregister in Deutschland e. V. (GEKID) (2020)
www.krebsdaten.de/Krebs/DE/Content/Publikationen/Krebs_in_Deutschland/kid_2019/krebs_in_deutschland_2019.pdf?__blob=publicationFile (letzter Abruf am 25.05.2021)
(2)
Leitlinienprogramm Onkologie (Deutsche Krebsgesellschaft, Deutsche Krebshilfe, AWMF) (2020)
www.leitlinienprogramm-onkologie.de/fileadmin/user_upload/Downloads/Leitlinien/Blasenkarzinom/Version_2.0/LL_Harnblasenkarzinom_Langversion_2.0.pdf (letzter Abruf am 25.05.2021)
(3)
Krebsinformationsdienst des Deutschen Krebsforschungszentrums (dkfz) (2020)
www.krebsinformationsdienst.de/tumorarten/harnblasenkrebs/diagnostik.php (letzter Abruf am 25.05.2021)
(4)
Deutsche Krebsgesellschaft (DKG) (2021)
www.krebsgesellschaft.de/onko-internetportal/basis-informationen-krebs/krebsarten/andere-krebsarten/blasenkrebs/symptome.html (letzter Abruf am 25.05.2021)
(5)
Krebsinformationsdienst des Deutschen Krebsforschungszentrums (dkfz) (2020)
www.krebsinformationsdienst.de/tumorarten/harnblasenkrebs/was-ist-harnblasenkrebs.php (letzter Abruf am 25.05.2021)
(6)
Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung Spitzenverband (DGUV) (2019)
https://publikationen.dguv.de/widgets/pdf/download/article/3520 (letzter Abruf am 25.05.2021)
(7)
Krebsinformationsdienst des Deutschen Krebsforschungszentrums (dkfz) (2020)
www.krebsinformationsdienst.de/tumorarten/harnblasenkrebs/behandlung-invasiv.php (letzter Abruf am 25.05.2021)
(8)
Deutsche Krebsgesellschaft (DKG) (2021)
www.krebsgesellschaft.de/onko-internetportal/basis-informationen-krebs/krebsarten/andere-krebsarten/blasenkrebs/erkrankungsverlauf.html (letzter Abruf am 25.05.2021)
(9)
Krebsinformationsdienst des Deutschen Krebsforschungszentrums (dkfz) (2020)
www.krebsinformationsdienst.de/tumorarten/harnblasenkrebs/behandlung-nichtinvasiv.php (letzter Abruf am 25.05.2021)
(10)
Deutsche Krebsgesellschaft (DKG) (2021)
www.krebsgesellschaft.de/onko-internetportal/basis-informationen-krebs/krebsarten/weitere-krebsarten/blasenkrebs/therapie-des-fortgeschrittenen-harnblase.html (letzter Abruf am 25.05.2021)
(11)
Gabriele Gruber (Hrsg.) (2017)
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