Plattformlift: Komfortabler Treppenlift für bewegungseingeschränkte Senioren

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Treppenlift Plattformlift Rollstuhllift

Auf Knopfdruck im Rollstuhl bequem die Treppe überwinden? Ein Plattformlift macht’s möglich und bewahrt Betroffenen so ihre Unabhängigkeit und Bewegungsfreiheit. Wie ein klassischer Sitzlift lässt sich auch ein Plattformlift in viele Einfamilienhäuser integrieren und bietet sogar für Bewohner ohne Handicap Vorteile: Aufgrund seiner hohen Tragkraft kann ein Plattformlift auch als Lastenaufzug genutzt werden. pflege.de gibt Antworten auf alle Fragen zum Einsatz eines Plattformlifts im Innen-und Außenbereich sowie zur Montage und Finanzierung.

Inhaltsverzeichnis

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Vielleicht haben Sie schon einmal in einem öffentlichen Gebäude einen Plattformlift gesehen. Häufig findet man sie hier, um gehbehinderten Menschen den barrierefreien Zugang zu Behörden oder Schulen zu ermöglichen. Genauso können Plattformlifte auch in Privathaushalten installiert werden. Statt des Stuhls wie beim klassischen Sitzlift besitzen Plattformlifte eine namensgebende Metallplattform. Dadurch eignet sich diese Art von Treppenlift vor allem für den Transport von Rollstühlen und anderen Gehhilfen. Plattformlifte sind auch unter der Bezeichnung „Rollstuhllifte“ oder „Behindertenlifte“ bekannt.

Was ist ein Plattformlift?

Plattformlifte bzw. Rollstuhllifte sind ähnlich wie Sitzlifte aufgebaut. Sie bestehen aus folgenden Elementen:

  1. Transporteinheit mit Sicherheitsvorkehrungen
  2. Bedienungselemente am Lift und an den Stationen
  3. Motor bzw. Elektroantrieb
  4. Fahrbahnsystem (Schienen oder Rohre), an denen die Transporteinheit die Treppe herauf- bzw. herunterfährt.

Zu 1: Plattformlifte bieten ausreichend Platz, um den Lift mit einem Rollstuhl befahren zu können. Eine automatisch betriebene Rampe oder eine Plattform, die auf den Boden herunterfährt, ermöglicht es bewegungseingeschränkten Menschen und Rollstuhlfahrern, den Lift selbstständig und sicher zu befahren. Während der Fahrt sorgen Sicherheitsbügel für die nötige Sicherheit. Wird der Plattformlift nicht gebraucht, kann die Plattform platzsparend nach oben geklappt werden.

Zu 2: Wird ein solcher Behindertenlift im Innenraum genutzt, so erfolgt die Steuerung mittels einer Fernbedienung oder eines Funksensors. Damit können Nutzer via Knopfdruck die Stellfläche für den Rollstuhl herunterklappen oder den Lift aus einer anderen Etage zu sich rufen. Zusätzliche Steuerungseinheiten am Lift und an jedem Haltepunkt erlauben die Bedienung während der Fahrt.

Zu 3: Der Elektroantrieb von Plattformliften zieht sich die benötigte Energie entweder direkt aus Stromnetz oder aus Akkus, die am Stromnetz angeschlossen sind. Bei manchen Modellen springen die Akkus nur im Notfall bzw. bei Stromausfall ein.

Zu 4: Die Fahrbahn für Plattformlifte bzw. Rollstuhllifte kann in einer Steigung bis zu 70 Grad angebracht werden und überwindet so auch steile Treppenanstiege.

Da Rollstuhllifte im Vergleich zu Sitzliften mehr Gewicht transportieren müssen, haben sie eine viel höhere Tragkraft als Sitzlifte. Dabei sind 150 kg Tragkraft Standard, Premium-Modelle schaffen bis zu 250 kg und 300 kg. Neben bewegungseingeschränkten Bewohnern profitieren auch andere Familienmitglieder davon. Sie können damit zum Beispiel Pflegehilfsmittel, Einkäufe oder Mobiliar ohne großen Aufwand in höhere Etagen transportieren. Dies bedeutet für viele eine enorme Entlastung.

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Plattformlifte: sicherer Transport für bewegungseingeschränkte Menschen

 

Sobald Nutzer mit ihrem Rollator oder Rollstuhl auf die Plattform mit rutschfestem Belag gefahren sind, klappen Sicherheitsbügel hoch. Bei den meisten Lift-Modellen fahren die Auffahrrampen seitlich als kleine Schutzwände hoch, die ein Abrutschen oder Wegrollen des Rollstuhls verhindern. Zusätzlich sorgen Haltegriffe dafür, dass man sich während der Fahrt festhalten kann und sich sicher fühlt. Erst nachdem die Sicherheitselemente geschlossen sind, kann der Aufzug per Knopfdruck an der Bedieneinheit in Bewegung gesetzt werden. In Deutschland sind Treppenlifte für Rollstühle generell hohen Sicherheitsstandards unterworfen. Ein Notstopp-Schalter bietet Nutzern Sicherheit, da sie den Lift damit in einer gefährlichen Situation anhalten können. Bei der sog. Totmann-Steuerung muss man als Nutzer Hebel bzw. Taste während der Fahrt gedrückt halten, damit sich der Lift bewegt.

Akkus bzw. ein Notstromaggregat gehören mittlerweile bei den meisten Liftmodellen zum Standard, damit der Lift auch im Falle eines Stromausfalls funktioniert. Sensoren verhindern, dass der Lift während der Fahrt auf ein Hindernis auffährt: Das Gerät stoppt sofort, bspw. wenn ein Kleidungsstück droht, sich einzuklemmen. Auch die Einhaltung bestimmter Wartungsfristen gibt der Gesetzgeber in der Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV) vor. Sie gilt für Plattform- und Treppenlifte, bei denen eine Absturzgefahr über 3 m besteht. Für Anlagen mit einer geringeren Förderhöhe empfiehlt sich eine regelmäßige Wartung jedoch ebenso. Wie oft Sie den Plattformlift überprüfen lassen sollten, gibt der entsprechende Hersteller in der Betriebsanleitung zum Lift vor. Ansonsten gilt für Plattformlifte die allgemeine Empfehlung, das System einmal pro Jahr warten zu lassen, sofern keine anderen Probleme auftauchen.

Sicherheitszertifikate für Rollstuhllifte

Folgende Siegel können die Sicherheit von Plattformliften zertifizieren:

  • GS-Prüfsiegel: Es belegt, dass eine unabhängige Prüfstelle ein Baumuster auf seine Sicherheit bewertet, geprüft und zertifiziert hat.
  • TÜV-Siegel: Auch der TÜV prüft anhand eines Baumusters, ob der Lift sicher ist.
  • ISO-Norm: Der Hersteller bestätigt, dass er sich an die Auflagen der Internationalen Organisation für Normung hält.
  • CE-Zeichen: Hier hat ebenfalls ein Sachverständiger das Produkt vorher geprüft. Der Hersteller bestätigt hiermit, dass er beim Inverkehrbringen der Ware gewisse Sicherheitsvorschriften einhält. Jeder Plattformlift, der in Deutschland eingebaut wird, muss laut Maschinenverordnung eine CE-Kennzeichnung tragen.

Einbau und Montage: Wie viel Platz muss für einen Plattformlift vorhanden sein?

Ein Plattformlift kann wie jede Treppenlift-Ausführung mehrere Stockwerke überwinden und ebenso mehrere Haltestellen haben – an geraden Treppen genauso wie an kurvigen. Allerdings dürfen Sie bei Ihrer Entscheidung einen wichtigen Aspekt nicht außer Acht lassen: Eine Plattform, auf die ein Rollstuhl passen muss, ist selbstverständlich größer als ein Sitz. Entsprechend benötigt ein Plattformlift mehr Platz im Treppenhaus und am Anfang und Ende der Treppe als der klassische Sitzlift. Die Standardgröße der Plattform beträgt für die Benutzung mit einem Rollstuhl 80 x 100 cm. Das Treppenhaus muss also eine Mindestbreite von einem Meter aufweisen. Bedenken Sie zudem, dass die Plattform bei einem gewundenem Stufenverlauf auch um die Kurven passen muss. Bei einer Biegung von mehr als 60 Grad ist ein Einbau meist nur noch nach größeren Umbaumaßnahmen möglich oder Sie wählen dann einen Kurvenlift, der jedoch keine Plattform für den Transport eines Rollstuhls bietet.

Für wen ist die Anschaffung eines Plattformlifts sinnvoll?

Oft stellen sich Betroffene und ihre Angehörigen die Frage, ob sie sich einen platzsparenden und vergleichsweise günstigen Sitzlift oder gleich einen teureren Plattformlift einbauen sollen. Stehen Sie auch vor dieser Entscheidung, welcher Treppenlift der richtige für Sie ist? Dann sollten Sie folgende Punkte abwägen: Ein Sitzlift ist für Sie oder Ihren Angehörigen gut geeignet, wenn Sie als bewegungseingeschränkter Mensch aus eigener Kraft und ohne Probleme vom Rollstuhl auf den Lift steigen können. Schaffen Sie oder Ihr Angehöriger das nicht oder nur unter großen Anstrengungen, ist die Anschaffung eines Plattformlifts wahrscheinlich die sinnvollere Alternative. Auch wenn Sie oder Ihr Angehöriger im Moment noch so mobil sind, dass Sie auf einen Sitz umsteigen können, eine Verschlechterung des Zustands aber absehbar ist, sollten Sie sich gleich für einen Plattformlift entscheiden.

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Treppenlift-Ratgeber: Welches Modell für welchen Zweck?

Plattformlift für Außenbereiche

Damit sich ältere Menschen trotz ihrer Bewegungseinschränkung nicht nur im Haus bzw. in der Wohnung barrierefrei über mehrere Etagen bewegen können, sondern auch von draußen ohne Hilfe ins Haus kommen, gibt es auch Plattformlifte für den Außenbereich. Sie müssen im Gegensatz zu den Innenliften wetterfest sein: Alle Materialien müssen Regen und Schnee sowie einer hohen Luft- oder Kondensationsfeuchtigkeit standhalten. Ein Korrosionsschutz ist daher bei einem Plattformlift außen unerlässlich. Häufig liefern die Hersteller auch eine Abdeckhaube als zusätzlichen Wetterschutz mit. Eine Haube verhindert auch, dass sich Schmutz und Staub auf der Transporteinheit ansiedeln.

Info

Lift verschmutzt draußen schneller

Achten Sie bei Ihrer Entscheidung für einen Rollstuhllift im Außenbereich darauf, dass die Liftanlage keine Nischen oder verwinkelte Ecken hat. Darin sammelt sich ansonsten gern Laub, das Sie oder helfende Hände vor Inbetriebnahme des Plattformliftes mühsam entfernen müssen. War der Aufzug länger nicht in Gebrauch, können Insekten oder sogar Vögel solche Ecken als Nistplätze nutzen.


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Plattformlifte: Kosten und Förderungsmöglichkeiten

Plattformlifte kosten ungefähr 9.000 bis 10.500 Euro bei einer geraden Treppe und um die 16.500 Euro, wenn sie eine 90-Grad-Kurve überwinden müssen. Bei einer Treppe mit 180-Grad-Kurve steigt der Preis für einen Plattformlift auf bis zu 18.000 Euro an. Der Grund: Je komplizierter das Schienensystem ist, desto aufwändiger ist die Montage und der Einbau. Die Kosten für Außenlifte sind üblicherweise noch höher, da sich die wetterfesten Materialien sowie der zusätzliche Korrosionsschutz im Preis niederschlagen. Mit ca. 1.000 Euro Mehrkosten müssen Nutzer für einen Behindertenlift für außen rechnen. Da durch die genannten Umstände Plattformlift-Preise stark variieren, raten Verbraucherschützer potenziellen Käufern, sich bis zu drei Kostenvoranschläge von unterschiedlichen Anbietern einzuholen. Ausführliche Infos zu den Plattformlift-Kosten finden Sie auch im Beitrag Kosten und Kostenübernahme von Treppenliften.

Treppenlift Kosten
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Treppenlift: Preise und Kostenübernahme im Überblick
Tipp

Unternehmen, die Ihnen ohne Vor-Ort-Besichtigung ein Angebot erstellen, sollten Sie mit Vorsicht genießen. Denn ein Rollstuhl-Treppenlift ist fast immer eine Maßanfertigung. Je komplizierter und individueller das Modell und die Montage sind, desto teurer wird es. Nur wenn sich das Montageunternehmen ein Bild von der Einbausituation gemacht hat, kann es eine vernünftige Kostenschätzung abgeben.

Plattformlift gebraucht kaufen?

Plattformlifte gibt es auch gebraucht zu kaufen, wenn auch nicht so häufig wie Sitzlifte. Das liegt vor allem daran, dass generell weniger Plattformlifte als Sitzlifte verkauft werden und Hersteller nicht so viele gebrauchte Plattformlifte zurücknehmen. Dennoch lohnt es sich, sich über gebrauchte Modelle zu informieren.

Tipp

Auch Privatleute bieten gebrauchte Plattformlifte immer wieder günstig an. Müssen Sie als Käufer den Lift selbst ab- und wiederaufbauen, sollten Sie lieber die Finger davon lassen. Aus Sicherheitsgründen sollte ein Plattformlift ausschließlich von Fachkräften montiert werden. Außerdem brauchen Sie für das Beantragen von Zuschüssen in der Regel eine ordentliche Rechnung für den Plattformlift.

Zuschüsse und Finanzierungshilfen für Rollstuhllifte, Plattformlifte und Behindertenlifte

Der Staat und unterschiedliche Gesundheitsträger stellen Fördermittel für den Kauf eines Plattformlifts zur Verfügung. Informieren Sie sich frühzeitig bei unterschiedlichen Anlaufstellen, ob und in welcher Höhe das Liftsystem für Sie oder Ihren Angehörigen finanziell gefördert wird:

  • Pflegekasse: Sie oder Ihr pflegebedürftiger Angehöriger erhalten für barrierefreie Umbauten im Haus, darunter auch Hilfsmittel wie Treppenlifte, bis zu 4.000 Euro, wenn der Bedarf unter bestimmten Voraussetzungen von der Pflegekasse genehmigt wurde.
  • KfW-Förderbank: Die KfW-Förderbank vergibt für den altersgerechten Umbau entweder einen Zuschuss von bis zu 6.500 Euro oder ein zinsvergünstigtes Darlehen.
  • Förderbank des Bundeslands, in dem Sie oder der Betroffene wohnen: Nachfragen lohnt sich.
  • Berufsgenossenschaft: Hier können Sie nach Unterstützung eines Treppenlifts im Falle eines Arbeitsunfalls nachfragen.
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Erstelldatum: .82.106102|Zuletzt geändert: .7.809102
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