Themenwelt Seniorennotruf

Notruf- und Assistenzsysteme für Senioren geben Sicherheit. Sie unterstützen ältere Menschen in ihrem Alltag, warnen vor Gefahren, schützen bei beginnender Demenz und benachrichtigen im Notfall automatisch Angehörige oder den Rettungsdienst. Damit geben sie insbesondere den Angehörigen älterer Menschen ein gutes Gefühl, wenn sie nicht in der Nähe sein können. pflege.de zeigt, welche Möglichkeiten Sie haben, sich selbst oder ein pflegebedürftiges Familienmitglied zu schützen.

Seniorennotruf und Assistenzsysteme

Inhaltsverzeichnis

Senioren Notruf: Was ist das?

Plötzlich gestürzt und nicht mehr in der Lage, aufzustehen? Für viele Senioren ist dies ein Szenario, das ihnen Angst bereitet. Denn mit zunehmendem Alter steigt das Risiko zu stürzen, weil die Muskelkraft, das Seh- und Hörvermögen, die Reaktionsschnelligkeit und die Koordinationsfähigkeit allmählich nachlassen. Nicht zuletzt haben viele Senioren mit chronischen Krankheiten zu kämpfen. Diese lassen Notfälle, in denen sie schnelle Hilfe benötigen, immer wahrscheinlicher werden.

Ingenieure und Techniker entwickeln und optimieren daher seit mehr als 30 Jahren Notrufsysteme für Senioren. Dabei kann man zwischen verschiedenen Arten unterscheiden:

  • Hausnotruf: Der Hausnotruf wird üblicherweise über das Festnetz im Haus abgesetzt.
  • Mobiler Notruf: Der mobile Notruf kann von überall aus abschickt werden, ist also nicht auf das Haus und den Garten beschränkt.
  • Seniorenhandys: Das sind seniorengerechte Smartphones, die mit einer Notruf-App bzw. einem Notfallknopf ausgestattet sind.
  • Demenz-Ortungssysteme: Ein GPS-Sender, den Menschen mit Demenz bei sich tragen, ermöglicht die kontinuierliche Überwachung.
  • Warnmelder: Das sind z. B. Rauchmelder, Gasmelder, Wassermelder oder sog. Herdwächter.
  • Ambient Assisted Living: AAL vernetzt verschiedene Sicherheitssysteme zu einem intelligenten Haus bzw. einem intelligenten Notrufsystem für das Zuhause von Senioren.
Tipp
Finden Sie das passende Notrufsystem für Ihren Bedarf

Manchmal fragen sich alleinlebende, ältere Menschen: Was ist, wenn ich stürze und niemand bekommt es mit? Auch Angehörige treibt oft die Angst um, dass ein geliebter Mensch unbemerkt stürzt. Abhilfe schaffen können Notrufsysteme, die es als mobile Version gibt, mit App für Angehörige oder als klassischen Hausnotruf inkl. Verbindung zu einer 24h-Notrufzentrale. Welches das für Sie passende Modell ist, können Sie in nur vier Minuten über den kostenlosen Notruflotsen von pflege.de herausfinden.

Wie funktioniert ein Senioren Notruf?

Sowohl beim Hausnotruf als auch beim mobilen Notruf tragen Senioren einen Sender mit Notfallknopf bei sich. Sollte ihnen etwas passieren, drücken sie darauf.

Dadurch löst das Gerät einen Alarm in einer Notrufzentrale aus, die sofort versucht, mit dem Betroffenen Kontakt aufzunehmen. Sollte dies nicht möglich sein oder ein Unfall bzw. Notfall vorliegen, informieren die Mitarbeiter des Notrufdienstes Angehörige, Bekannte, den Hausarzt und/oder Sanitäter – je nach Bedarf und Einsatz.

Mobiler Notruf: Notfallknopf, Notrufarmband, Seniorenhandy

Mobile Notrufe eignen sich für Menschen, die noch relativ aktiv und mobil sind, aber für den Notfall vorsorgen möchten. Der Notrufknopf bzw. Notfallknopf (oder Notknopf) für Senioren ist in der Regel geschickt versteckt und fällt dem flüchtigen Betrachter nicht ins Auge. Der Sender befindet sich unauffällig in einer Brosche oder an einem Clip an der Kleidung. Es gibt auch das Notrufarmband oder einen Anhänger an einer Kette, ein Notrufhalsband. So können Sie ihn rund um die Uhr bei sich tragen. Damit der Notrufknopf Senioren in allen Situationen retten kann, ist er in der Regel wasserdicht.

Auch ein Seniorenhandy eignet sich als Sender für den mobilen Notruf. Es gibt spezielle Seniorenhandys mit Notruftasten. Ein Smartphone für Senioren können Sie mit einer Notruf-App ausstatten, die ähnlich funktioniert wie ein Notrufknopf für Senioren. Bei Betätigung der Notruftaste auf dem Tastenfeld ruft die App automatisch Hilfe und übermittelt die Ortungsdaten vom Standort des Handys an die Notrufzentrale.

Tipp
Telefone speziell für Senioren

Zusätzlich zum mobilen Seniorentelefon ist es empfehlenswert, auch beim Festnetztelefon ein entsprechend altersgerechtes Modell zu wählen. Neben größeren Tasten und einem lauteren Klingelton besitzen spezielle Seniorentelefone auch eigens dafür vorgesehene Notruftasten.

Notrufsystem für zuhause: Hausnotruf, Funk Notruf

Notrufsysteme für Senioren übermitteln in der klassischen Variante, dem Hausnotruf, den Notruf via Funk vom Handsender an die Basisstation. Die Basisstation des Notrufsystems alarmiert die eingespeicherte Telefonnummer. Nimmt die Person am anderen Ende der Leitung den Notruf entgegen, kann sie mit dem Hilfesuchenden sprechen.

Im Allgemeinen gehören zum Lieferumfang eines solchen Funk-Notruf-Systems Halsband und Armband für den Sender. So kann der Hilfebedürftige den Sender immer bei sich tragen. Die Reichweite eines Funk-Notruf-Systems beträgt in einem Gebäude zwischen 30 und 50 Meter. Mikrofon und Lautsprecher sind jedoch in der Regel so konfiguriert, dass eine Kommunikation aus jedem Raum der Wohnung oder des Hauses möglich ist. In großen Wohneinheiten installieren die Anbieter ggf. zwei Stationen.

Wie funktioniert ein Senioren Notruf ohne Festnetz?

Die Tatsache, dass immer mehr Menschen keinen Festnetzanschluss mehr haben oder über das Internet telefonieren, hat dazu geführt, dass einige Anbieter Hausnotrufgeräte anbieten, die nicht per Funk, sondern über das Mobilfunknetz, per GSM, übertragen.

Modelle, die per Dect senden, bestehen aus einem Sender und einem Empfänger, der in die Steckdose gesteckt wird. Diese Geräte sind vor allem darauf ausgelegt, dass der Betroffene mit Angehörigen auch außerhalb der Hörweite, aber immer noch im Haus oder in der Wohnung, Kontakt aufnehmen kann.

AAL-Assistenzsysteme für die Überwachung von Senioren zuhause

Über die Notruf-Funktion hinaus gehen intelligente Assistenzsysteme, die auch unter dem Oberbegriff AAL (Ambient Assisted Living) zusammengefasst werden. Gemeinhin versteht man darunter intelligente Technik, die ältere Personen im Alltag unterstützt.

Auch für Menschen, die einen Angehörigen zuhause pflegen, können diese Assistenzsysteme eine enorme Erleichterung sein. So können etwa Sturzsensoren in Bodenbelägen feststellen, ob eine Person für längere Zeit auf dem Boden liegt, und ein Matratzensensor registriert, ob das Bett belegt ist oder nicht. Im Notfall schlägt der Sensor Alarm und informiert Verwandte bzw. die Notrufzentrale.

Die Sensoren können unsichtbar überall im Haus angebracht sein: in der Dusche, in Decken und Wänden. Die Technik überprüft das Bewegungsprofil des Bewohners und schlägt bei Abweichungen Alarm, einen sogenannten passiven Notruf.

Bewegungssensoren sind zuverlässiger als Notrufgeräte, die gerade ältere Menschen gern vergessen und daher nicht regelmäßig tragen. Außerdem stigmatisieren sie weniger, weil sie keiner bewusst wahrnimmt.

Info

AAL-Systeme bei der Pflege von Demenzkranken

Warnmelder wie Wasser-, Gas- oder Rauchmelder, aber auch Herdwächter, die bei allzu großer Hitze über dem Herd anspringen und Alarm auslösen, können Leben retten. Vor allem für Angehörige von Menschen mit beginnender Demenz bieten diese Alarmsysteme Sicherheit, da die Warnmelder Sie sofort alarmieren, wenn zu Hause etwas nicht stimmt.

Viele Demente neigen dazu, das Haus zu verlassen und nicht mehr zurückzufinden. Dafür entwickelten findige Köpfe eine Fußmatte oder Lichtschranken, die erkennen, ob jemand die Haustür öffnet und das Haus verlässt. In diesem Fall senden die technischen Wächter ein Signal an Ihr Mobiltelefon. Sofort können Sie sich auf die Suche nach dem Vermissten machen. Spezielle Demenz-Ortungssysteme, die den genauen Aufenthaltsort des Demenzkranken übermitteln, verschaffen Angehörigen zusätzliche Sicherheit.

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Was kostet ein Notrufknopf bzw. Notrufsystem?

Dienstleister verlangen für Senioren Notrufe Gebühren für den Anschluss und eine monatliche Pauschale für den Notrufdienst mit Rund-um-die-Uhr-Besetzung.

  • Die Anschlussgebühr gängiger Hausnotrufe liegt ca. zwischen 10 und 80 Euro.
  • Neben dieser einmaligen Gebühr fallen zusätzlich Kosten für den Betrieb von etwa 20 bis 30 Euro Euro pro Monat an.

Notrufknopf Kostenübernahme

Ein Hausnotruf ist ein offiziell anerkanntes Hilfsmittel für Senioren. Grundlage hierfür ist das Sozialgesetzbuch SGB XII. Die Pflegekasse zahlt bei anerkannter Pflegebedürftigkeit, bereits ab Pflegegrad 1 des Betroffenen, einen Zuschuss von monatlich bis zu 23 EuroDie meisten Anbieter bleiben bei den Monatskosten innerhalb dieses Rahmens. Hinzu kommt die Anschlussgebühr von einmalig 10,49 Euro für die Installation.

Informieren Sie sich hier zum Thema Pflegeleistungen für Notrufsysteme.

AOK, DAK, Barmer, TK: Notfallknopf beantragen

Ihre Pflegekasse übernimmt die Kosten für den Hausnotruf nur dann anteilig, wenn ein Pflegegrad anerkannt ist und der Pflegebedürftige die meiste Zeit des Tages allein lebt.

Einen entsprechenden Antrag für einen Hausnotruf erhalten Sie entweder bei Ihrer zuständigen Kasse wie AOK, DAK, Barmer und TK oder direkt bei einem Anbieter. Häufig arbeiten die Pflegeversicherungen mit festen Vertragspartnern zusammen. Informieren Sie sich also am besten im Vorfeld bei Ihrer Kasse oder gehen Sie zunächst den Weg über den Notruflotsen.

Die zuständige Pflegekasse prüft Ihren Antrag und Sie erhalten im positiven Fall eine Kostenübernahmeerklärung. Haben Sie den Antrag über einen Anbieter gestellt, erhält dieser die Entscheidung der Pflegekasse.

Sobald die Kostenübernahme bewilligt ist, prüft der Anbieter die technischen Voraussetzungen und stimmt einen Liefertermin mit Ihnen ab. An diesem erhalten Sie auch eine Einweisung in das Gerät.

Notrufdienste im Überblick

Notrufsysteme gibt es auf dem deutschen Markt von verschiedenen Anbietern, darunter private wie Libify und Zembro sowie Wohlfahrtsorganisationen. Diese Verbände bieten einen Hausnotruf für Senioren an:

  • Johanniter Hausnotruf
  • Malteser Hausnotruf
  • DRK Hausnotruf (Deutsches Rotes Kreuz)
  • ASB Hausnotruf (Arbeiter Samariter Bund)
  • Sonotel Hausnotruf
  • Caritas Hausnotruf
  • Engelschutz Hausnotruf
  • Geocare Hausnotruf

Seniorennotruf Test und Preisvergleich

Erfahren Sie mehr über die Anbieter im direkten Vergleich im Ratgeber Hausnotruf.

Häufig gestellte Fragen

Welche Notrufdienste gibt es?

Es gibt unterschiedliche Arten von Notrufsystemen:

  • Der klassische Hausnotruf zur Nutzung im eigenen Zuhause.
  • Der mobile Notruf zur flexiblen Nutzung auch für unterwegs. Eine Erweiterung hierzu bieten Seniorenhandys (seniorengerechte Smartphones). Diese sind mit einer Notruf-App bzw. einem Notfallknopf ausgestattet.
  • Demenz-Ortungssysteme ermöglichen die örtliche Überwachung von Menschen mit Demenz und erhöhen somit deren Sicherheit. Hierfür trägt der Demenzkranke einen GPS-Sender bei sich.
  • Warnmelder werden im eigenen Zuhause angebracht und alarmieren bei größeren Gefahren, wie z. B. bei Rauch-, Gas- oder Wasseraustritt.
  • Ambient Assisted Living (AAL-Systeme) kombiniert mehrere Geräte und Funktionen zu einem intelligenten Notrufsystem.

Was ist ein Notrufknopf?

Ein Hausnotrufsystem besteht immer aus mindestens zwei Geräten:

  1. Sendegerät mit Notrufknopf
  2. Empfangsgerät

Der Notrufknopf befindet sich am Sendegerät, wie z. B. an einem Armband oder er wird als Halskette getragen. Im Notfall wird per Knopfdruck die Hausnotrufzentrale alarmiert, die sich dann im nächsten Schritt mit dem Träger über das Empfangsgerät in Verbindung setzt. Bei Bedarf wird im letzten Schritt Hilfe geschickt.

Was ist ein Notrufarmband?

Das Notrufarmband ist eine Möglichkeit, den Notrufknopf immer am Körper zu tragen. Der Notrufknopf befindet sich an einem Armband und wird wie eine Uhr am Handgelenk getragen.

Was ist eine Notrufkette?

Eine Notrufkette kombiniert eine Halskette mit dem Notrufknopf. Sie ist eine einfache Möglichkeit, den Sender des Hausnotrufsystems immer am Körper zu tragen.

Was ist ein Dect Notruf?

Hausnotrufsysteme, die den Notruf per Dect senden, bestehen aus einem Sender und einem Empfänger, der in die Steckdose gesteckt wird. Diese Geräte sind vor allem darauf ausgelegt, dass der Träger mit Angehörigen auch außerhalb der Hörweite mithilfe einer Freisprech-Funktion Kontakt aufnehmen kann.

Was ist ein GSM Notruf?

Die Abkürzung GSM steht für Global System for Mobile Communications. In Haushalten ohne Festnetzanschluss wird der Notruf über das Mobilfunknetz per GSM übertragen.

Was kostet ein Notrufknopf?

Die einmalige Anschlussgebühr gängiger Hausnotrufsysteme liegt ca. zwischen 10 und 80 Euro. 

Daneben fallen zusätzlich monatliche Betriebskosten von etwa 20 bis 30 Euro an.

Welche Kasse übernimmt die Kosten für ein Notrufsystem?

Ein Hausnotruf ist ein Hilfsmittel für Senioren. Bei anerkanntem Pflegegrad zahlt die Pflegekasse des Betroffenen einen Zuschuss zum Hausnotruf bis zu 23 Euro pro Monat. Die meisten Anbieter bleiben bei den Monatskosten innerhalb dieses Rahmens. Des Weiteren bezuschusst die Pflegekasse die Installationsgebühren einmalig mit 10,49 Euro, sofern eine Pflegebedürftigkeit anerkannt wurde.

Wie kann man einen Notrufknopf beantragen?

Den Antrag für ein Hausnotrufsystem erhalten Sie entweder bei Ihrer zuständigen Pflegekasse oder direkt bei einem Anbieter. Häufig arbeiten die Pflegeversicherungen mit festen Vertragspartnern zusammen. Informieren Sie sich also am besten im Vorfeld bei Ihrer Kasse oder nutzen Sie unseren Notruflotsen.

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Erstelldatum: 6102.10.82|Zuletzt geändert: 0202.70.12
Bildquelle
© Matthias Buehner / Fotolia.com
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„Ein Notrufsystem braucht man nicht erst, wenn man alt ist, sondern wenn man alt werden möchte“ - So überzeugen Sie Ihren Angehörigen von einem Notrufsystem

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Notrufgeräten hängt manchmal etwas Negatives an. Ein Hausnotrufsystem, ein mobiler Notruf oder Notruf-Handys werden mit hohem Alter und vor allem mit Hilflosigkeit assoziiert. „So etwas brauche ich noch nicht. Ich bin ja noch nicht so alt!“ ist die Aussage vieler Senioren. Angehörige hingegen sind ständig in Sorge, wenn ihre Eltern oder Großeltern alleine leben. „Ich habe heute noch gar nichts von meinem Angehörigen gehört, hoffentlich ist alles in Ordnung!“, „Was ist, wenn ihm etwas passiert, er aber keine Hilfe rufen kann?“ – Kennen Sie das auch aus Ihrer Familie?

Notrufsystem für Senioren Vorteile

Die psychische Belastung von Angehörigen ist nicht zu unterschätzen. Viele haben schon ein schlechtes Gewissen, wenn sie nur kurz einmal einkaufen, zeitweise nicht erreichbar sind oder mal in den Urlaub fahren. pflege.de hat zehn Argumente gesammelt, die Ihnen helfen können, Ihre älteren Familienmitglieder von den vielen Vorteilen eines Notrufsystems zu überzeugen.

1. „Mit einem Notrufsystem kannst du länger in Deinem eigenen Zuhause wohnen bleiben“

Der Herzenswunsch der meisten Menschen ist es, im Alter so lange wie möglich zuhause wohnen zu bleiben: in der Nähe der Familie, in Gesellschaft Bekannter und Nachbarn sowie in der gewohnten Umgebung alt zu werden. Ein Sturz oder Schlaganfall, der nicht schnell behandelt wird, kann jedoch weitreichende Folgen haben und Betroffene zu einem Umzug in eine Pflegeeinrichtung zwingen.

Ein Notrufgerät hilft, dass Senioren im Falle eines Sturzes, Schlaganfalls oder anderer Notfälle schnelle Hilfe rund um die Uhr erhalten – und das sowohl zuhause als auch unterwegs dank eines mobilen Notrufs oder Notruf-Smartphones. So können sie länger selbstständig in ihrem eigenen Zuhause wohnen bleiben.

2. „Du hast die Gewissheit, dass zu jeder Zeit unmittelbar Hilfe kommt“

Laut Statistik stürzt jede dritte Person über 65 Jahre einmal pro Jahr, bei den über 80-Jährigen ist es schon jeder Zweite. Viele Menschen quält die Angst, dass sie nach einem Sturz oder bei akuter Gefahr nicht mehr in der Lage sind, zum Telefon zu greifen und ihre Angehörigen anzurufen. Ein Notrufsystem gibt Senioren die Gewissheit, dass mit einem einzigen Knopfdruck zu jeder Zeit Hilfe kommt – auch wenn Angehörige weiter weg wohnen oder gerade verreist sind.

Ihre Angehörigen können den Notrufknopf z. B. wie eine Uhr am Handgelenk oder wie eine Kette um den Hals tragen und so bei einem Schwächeanfall oder Sturz den Knopf drücken mit dem Wissen, dass innerhalb kürzester Zeit Hilfe kommt. Auch für Ausflüge außerhalb der Wohnung, den Spaziergang im Wald oder die Fahrradfahrt am Fluss ist dank eines mobilen Notrufs mit GPS-Funktion Hilfe zu jeder Zeit gewährleistet. Die ideale Notruflösung kann man zudem auf die persönlichen Gewohnheiten und Präferenzen Ihres Angehörigen anpassen. Für jeden Zweck gibt es die passende Lösung!

3. „Notrufsysteme sind sehr einfach zu bedienen. Dafür brauchst Du kein technisches Verständnis“

„Von moderner Technik habe ich keine Ahnung“ – so die Ausrede mancher älterer Menschen, die sich noch gegen ein Notrufsystem wehren. Fakt ist aber: Die Bedienung eines Notrufsystems – egal ob Hausnotruf, mobiler Notruf oder Notruf-Smartphone – ist denkbar einfach, unkompliziert und nichts mehr als ein Knopfdruck. Zudem gibt es einen technischen Service, bei dem Experten das Gerät vor Ort installieren und freischalten.

Ohne Notrufgerät müsste mancher Betroffener bei einem Notruf mittels eines Festnetztelefons wohl zunächst seine Brille suchen, zum Telefon eilen und dann in Panik womöglich noch die Telefonnummern 110 oder 112 vergessen. Ehe endlich Hilfe alarmiert wird, kann wertvolle Zeit verloren gehen. Mit einem Notrufsystem kann Ihr Angehöriger zu jeder Zeit mit nur einem Knopfdruck Hilfe rufen – ohne dafür eine Nummer zu tippen oder seine Brille suchen zu müssen.

4. „Ein Notrufsystem ist nicht so teuer, wie du denkst. Es gibt sogar Zuschüsse von der Pflegekasse“

Manch ein Senior kann sich nicht vorstellen, was ein Notrufsystem kostet und winkt daher den Vorschlag seiner Angehörigen mit den Worten „zu teuer“ ab. Ein Notrufgerät muss aber nicht viel kosten: Einen klassischen Hausnotruf gibt es mit anerkanntem Pflegegrad schon ab 0,00 € pro Monat, ohne Pflegegrad ab 20 € pro Monat. Das sind rund 0,70 € pro Tag – für ein sicheres Gefühl nicht viel Geld. Zudem kann man die Kosten für ein Notrufsystem als haushaltsnahe Dienstleistungen von der Steuer absetzen.

Und falls Ihr Angehöriger Angst hat, dass er durch Verträge lange an einen Hausnotruf gebunden ist, können Sie ihn auch hierzu beruhigen: Dank kurzer Kündigungsfristen behält er seine Flexibilität bei und hat stets die volle Kostenkontrolle.

5. „Ein Notrufsystem braucht man nicht erst, wenn man alt ist, sondern wenn man alt werden möchte“

„Ein Notrufsystem brauche ich noch nicht. Vielleicht mal später, wenn ich alt bin“ – Vielleicht denkt Ihr Angehöriger das auch. Fakt ist aber, dass ein Sturz, Schlaganfall oder Herzinfarkt plötzlich kommt und nicht selten schon mit 70 Jahren oder sogar früher. Wer rechtzeitig vorgesorgt hat, kann in jeder Situation Hilfe alarmieren und im Notfall wertvolle Zeit sparen. Bei einem Schlaganfall zählt ja zum Beispiel jede Minute. So können bei einer schnellstmöglichen Versorgung Spätfolgen vermieden werden, was den Betroffenen länger selbstständig bleiben und älter werden lässt.

6. „Ein Notruf ist nichts, wofür Du Dich schämen musst und was andere auf den ersten Blick sehen. Es gibt auch unauffällige Varianten wie schicke Uhren oder normale Smartphones“

Ein Notrufgerät muss keinesfalls mit einem Stigma behaftet sein. Sollte Ihr Angehöriger gehemmt sein, dass andere Personen seinen Bedarf auf den ersten Blick erkennen könnten, so beruhigen Sie ihn. Es gibt viele Notruflösungen in einem unauffälligen und dezenten Design wie schicke Uhren, schlichte Armbänder oder normale Smartphones mit einem kleinen Notrufknopf auf der Geräte-Rückseite. Dabei ist die Notruffunktion nicht auf den ersten Blick ersichtlich.

Manche Personen fühlen sich zunächst auch mit einem sog. passiven Notruf wohler. Das bedeutet: Sie drücken täglich zu einem vereinbarten Zeitraum auf eine Taste am Notrufgerät, um zu signalisieren, dass es ihnen gut geht („Mir-geht-es-gut-Taste“). Sollte zum vereinbarten Zeitpunkt kein Signal eingehen, nimmt die Notrufzentrale Kontakt mit Ihrem Angehörigen auf. Damit stigmatisieren diese passiven Lösungen weniger und Senioren fühlen sich damit manchmal wohler.

7. „Im Notfall bist Du keine Sekunde auf Dich allein gestellt, sondern wirst die ganze Zeit von einem Experten am Telefon betreut, bis Hilfe vor Ort eintrifft“

Häufig geraten ältere Menschen bei einem Sturz oder Notfall in Panik und wissen nicht, was sie tun sollen. Nach Drücken des Notrufknopfes meldet sich unmittelbar eine freundliche und kompetente Person aus der Notrufzentrale, die Ihren Angehörigen mit Namen begrüßt, ihn beruhigt und durch ein paar Fragen die Situation einzuschätzen versucht. Je nach Situation verständigt sie Sie als Angehörigen, einen Hintergrunddienst oder den Rettungswagen und bleibt dabei die ganze Zeit am Telefon, bis Hilfe eingetroffen ist. So haben die betroffenen Senioren einen Experten am Ohr, der Anleitungen zu den Erstmaßnahmen geben kann oder ihm gut zuspricht und ihn beruhigt, bis Hilfe eintrifft. Auch das ist viel wert, da ältere Menschen damit zu keiner Zeit vollkommen auf sich alleine gestellt sind.

8. „Es steht nicht immer gleich ein Rettungswagen vor der Tür. Auf Wunsch kannst Du auf Knopfdruck auch Deine Familie verständigen“

Vielleicht lehnen ein paar ältere Menschen ein Notrufsystem auch aus Scham ab, dass Nachbarn in Notfällen den Rettungswagen vor der Tür sehen könnten, der ihre Hilfsbedürftigkeit signalisiert. Es kann jedoch jeder selbst entscheiden, wer im Notfall benachrichtigt werden soll: Angehörige, Nachbarn, der Bereitschaftsdienst des Notrufanbieters oder der Rettungswagen. Das heißt: Ältere Menschen müssen keine Sorge haben, dass immer sofort der Rettungsdienst mit Martinshorn kommt. Nach Eingang des Notrufs verschafft sich der Mitarbeiter der Notrufzentrale zunächst einen Eindruck der Situation und verständigt nur dann den Rettungsdienst, wenn ein medizinischer Notfall vorliegt.

9. „Die Notrufzentrale weiß sofort, wer Du bist und wo Du wohnst. Das spart wertvolle Zeit und gibt Dir Sicherheit“

Ein weiteres Argument, das für die einfache und bequeme Handhabung eines Notrufsystems spricht, ist, dass der Senior im Falle eines Notrufs nicht mehr erklären muss, wie er heißt, wo er wohnt und welche Hilfe benötigt wird. Zumal es auch sein kann, dass sich Personen im Falle eines Schlaganfalls nicht mehr gut artikulieren können. Jedes Notrufgerät ist in der Notrufzentrale registriert, so dass der zuständige Mitarbeiter bei Eingang des Notrufs sofort die „Kundendatei“ vor Augen hat und Betroffene mit Namen begrüßt. In der Datei sind außerdem seine Adresse, Wohnsituation, Vorerkrankungen und Angaben zu Medikamenten hinterlegt, die eine schnelle und angemessene Versorgung garantieren.

10. „Du möchtest unabhängig bleiben und, in deinen Worten, ’niemandem zur Last fallen‘? Dann solltest Du aber auch Verantwortung für Dich selbst übernehmen!“

Jeder Mensch kann nur solange selbstständig und unabhängig bleiben, solange er Verantwortung für sich selbst übernimmt. Daher ist die Akzeptanz für ein Notrufsystem so wichtig und der einzig richtige Schritt, um für sich selbst vorzusorgen und unabhängig zu bleiben. Überzeugen Sie Ihren Angehörigen, dass er das Notrufgerät auch Ihnen zuliebe nutzen sollte, damit Sie sich weniger Sorgen machen und stets die Sicherheit haben, dass er im Fall des Falles gut versorgt wird.

Bei Installation des Notrufsystems können Betroffene entscheiden, wer im Notfall benachrichtigt werden soll: Angehörige, der Bereitschaftsdienst des Notrufanbieters oder der Rettungsdienst. So können ältere Menschen ihre Angehörigen auch bewusst entlasten und sie außen vor lassen, sofern sie das wünschen.

Erstelldatum: 7102.80.7|Zuletzt geändert: 0202.40.9
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