Pflegehilfsmittel zum Verbrauch

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Pflegehilfsmittel

Pflegen Sie zu Hause einen Angehörigen mit anerkanntem Pflegegrad? Dann haben Sie bzw. der Pflegebedürftige einen gesetzlichen Anspruch auf Pflegehilfsmittel zum Verbrauch, die entweder Ihnen die Pflege oder dem Patienten den Alltag erleichtern. Dieser Anspruch gilt sowohl für pflegebedürftige ältere Menschen als auch für pflegebedürftige Kinder und Erwachsene.

Inhaltsverzeichnis

Monatlich kostenlose Pflegehilfsmittel!
So einfach geht's

Zum Verbrauch bestimmte Pflegehilfsmittel nehmen einen Sonderstatus unter den Hilfsmitteln für Senioren ein. Versicherte oder ihre Angehörigen brauchen dafür keine ärztliche Bescheinigung (Rezept), um die Kosten erstattet zu bekommen, sondern können den Antrag auf Kostenübernahme einfach bei der Pflegekasse stellen. Dabei gelten drei Voraussetzungen:

  • Der Pflegebedürftige hat einen anerkannten Pflegegrad.
  • Der Pflegebedürftige lebt zu Hause, in einer WG oder in einer Einrichtung für Betreutes Wohnen.
  • Der Pflegebedürftige wird (auch) von Angehörigen, Freunden oder Bekannten gepflegt.
Bonus
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Welche Produkte unter die zum Verbrauch bestimmten Pflegehilfsmittel fallen und wie Sie die Kostenübernahme richtig beantragen, erklärt Ihnen pflege.de.

Info

Kostenübernahme durch die Pflegekasse: rechtliche Grundlage

Nach § 40 Abs. 1 Sozialgesetzbuch Elf (SGB XI) haben Versicherte der gesetzlichen Pflegeversicherung Anspruch auf die Versorgung mit Pflegehilfsmitteln, „die zur Erleichterung der Pflege oder zur Linderung der Beschwerden des Pflegebedürftigen beitragen oder ihm eine selbstständigere Lebensführung ermöglichen.“ Zu den Pflegehilfsmitteln, die zum Verbrauch bestimmt sind, führt das Gesetz in Absatz 2 auf: „Die Aufwendungen der Pflegekassen für zum Verbrauch bestimmte Pflegehilfsmittel dürfen monatlich den Betrag von 40 Euro nicht übersteigen. Die Leistung kann auch in Form einer Kostenerstattung erbracht werden.“

Was sind zum Verbrauch bestimmte Pflegehilfsmittel?

Im sogenannten Hilfsmittelverzeichnis der gesetzlichen Kranken- und Pflegekassen sind Produkte gelistet, die zur Leistungspflicht der Kassen gehören. Das heißt: Für alle darin gelisteten Produkte übernehmen die Kassen die Kosten bzw. überlassen sie leihweise. Die Geräte und Pflegeprodukte sind nach Produktgruppen geordnet, darunter auch die Pflegehilfsmittel zur Erleichterung der häuslichen Pflege. Die zur Pflege bestimmten Hilfsmittel finden Sie im sog. Pflegehilfsmittelkatalog, der vorwiegend die Produktgruppen (PG) 50 bis 54 umfasst. Die Produktgruppen 50 bis 54 im Detail sind:

  • PG 50: Pflegehilfsmittel zur Erleichterung der Pflege
  • PG 51: Pflegehilfsmittel zur Körperpflege/Hygiene
  • PG 52: Pflegehilfsmittel zur selbständigeren Lebensführung/Mobilität
  • PG 53: Pflegehilfsmittel zur Linderung von Beschwerden
  • PG 54: Zum Verbrauch bestimmte Pflegehilfsmittel
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Die Pflegehilfsmittel der Produktgruppen 50, 52 und 53 gelten als technische Hilfsmittel, die die Pflegekasse bevorzugt leihweise zum Gebrauch überlässt. Die Pflegehilfsmittel der Produktgruppe 51 enthalten Hygieneprodukte und die Produktgruppe 54 die Pflegehilfsmittel zum Verbrauch. Diese Pflegehilfsmittel der PG 54 sollten auf Grund der Beschaffenheit des Materials oder aus Hygienegründen nur einmal verwendet werden.

Zu den zum Verbrauch bestimmten Pflegehilfsmitteln gehören:

    • Saugende Bettschutzeinlagen zum einmaligen Gebrauch
      Bettschutzeinlagen (auch Bettschutzauflagen genannt) sollen Körperflüssigkeiten aufnehmen und schützen dadurch nicht nur das Bett und dessen Bezug, sondern ermöglichen dem Pflegebedürftigen zugleich einen höheren Liegekomfort und Trockenheit.
    • Schutzbekleidung/Schutzschürzen
      Einwegschürzen schützen Pflegepersonen vor Verunreinigungen. Sie bestehen aus transparentem Kunststoff, sind wasserfest und feuchtigkeitsabweisend.
    • Einmalhandschuhe
      Einweghandschuhe erfüllen zwei wichtige Aufgaben: Zum einen schützen sie Pflegebedürftige vor Keimen und Verunreinigungen, zum anderen schützen sie alle Beteiligten aktiv vor Infektionen oder ansteckenden Krankheiten. Das macht sie zu unersetzbaren Hilfsmitteln in der Pflege. Fingerlinge sind zwar ein anerkanntes Hilfsmittel, dennoch raten Experten eher zu Handschuhe für den Pflegealltag.
  • Desinfektionsmittel für Hände
    Händedesinfektion dient dem hygienischen Schutz vor Keimen und macht einen wesentlichen Teil der Risikoverringerung von Infektionskrankheiten aus. Sie sollten Händedesinfektionsmittel daher im Pflegealltag regelmäßig und entsprechend der Gebrauchsanweisungen nutzen. Damit schützen Sie auch Ihren Pflegebedürftigen bestmöglich.
  • Desinfektionsmittel für Flächen
    Flächendesinfektionsmittel wird in allen Bereichen angewendet, in denen die Gefahr besteht, dass Flächen mit Krankheitserregern bedeckt sein könnten. Sie können die Desinfektionsmittel sowohl im Sanitärbereich als auch in solchen Räumen nutzen, in denen Lebensmittel verarbeitet werden. Betroffene Bereiche sollten regelmäßig und großflächig mit Flächendesinfektionsmittel behandelt werden, um das Risiko einer Infektion zu minimieren.
  • Mundschutz und Fingerlinge
    Ein Mundschutz schützt sowohl Pfleger als auch Pflegebedürftige vor Krankheitserregern. Er ist schon in dem Moment ratsam, in dem der Pflegebedürftige oder die Pflegeperson erkältet ist und es schnell zu einer Erkrankung kommen kann.

Anspruch auf kostenlose Pflegehilfsmittel?

Die Pflegekasse übernimmt jeden Monat bis zu 40 Euro für zum Verbrauch bestimmte Pflegehilfsmittel komplett, sofern eine Pflegestufe bzw. ein Pflegegrad vorliegt. Wenn Sie mehr Pflegehilfsmittel benötigen, müssen Sie alle Kosten, die über den 40 Euro liegen, selbst bezahlen. Pflegehilfsmittel zum Verbrauch (Produktgruppe 54) rechnen die zugelassenen Leistungserbringer fast immer direkt mit der Pflegekasse ab. Bestellen Sie für sich oder Ihren Angehörigen eine Hilfsmittelbox (z. B. die curabox), dessen Wert die 40 Euro Pflegehilfsmittel-Pauschale nicht überschreitet, bekommen Sie die Produkte kostenlos nach Hause geliefert und müssen sich um nichts weiter kümmern.

Info

Neuregelung der Pflegehilfsmittelpauschale seit 01.01.2015

Mit der Einführung des Ersten Pflegestärkungsgesetzes (PSG I) haben sich die monatlichen Höchstbeträge, die die gesetzlichen Pflegekassen bei der Anschaffung von Pflegehilfsmitteln zum Verbrauch übernehmen, erhöht. Seit dem 1. Januar 2015 beträgt die Zuzahlung für Pflegehilfsmittel zum Verbrauch 40 Euro pro Monat statt wie zuvor höchstens 31 Euro


Kostenübernahme durch die Pflegekasse: Pflegehilfsmittel beantragen

Pflegehilfsmittel zum Verbrauch muss der Arzt nicht verschreiben. Sie als pflegender Angehöriger müssen lediglich für den Pflegebedürftigen einen entsprechenden Antrag bei der Pflegekasse stellen, damit sie die Kosten übernimmt. Anbieter wie die curabox stellen einen solchen Antrag zur Verfügung. Die Genehmigung der Kasse folgt bei anerkannter Pflegestufe bzw. Pflegegrad normalerweise innerhalb von vier Wochen. Aber auch Versicherte ab Pflegegrad 1 haben Anspruch auf Pflegehilfsmittel zum Verbrauch. Der Antrag muss bei positiver Rückmeldung von der Kasse in der Regel nur einmal gestellt werden und der Pflegebedürftige bekommt daraufhin monatlich die benötigten Hilfsmittel zugesandt. In Ausnahmefällen kann die Genehmigung zeitlich begrenzt sein.

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Sonderfall wiederverwendbare Bettschutzeinlagen

Beantragen Sie im Formular, das Sie an die Pflegekasse zur Kostenübernahme für Pflegehilfsmittel zum Verbrauch stellen, zusätzlich wiederverwendbare bzw. waschbare Bettschutzunterlagen (PG 51). Die gehören zwar streng genommen nicht zu den zum Verbrauch bestimmten Hilfsmitteln, doch einige Pflegekassen erstatten die Kosten für zwei bis drei Unterlagen pro Jahr zusätzlich. Der Vorteil: Waschbare Bettschutzeinlagen verursachen weniger Müll und sind in der Regel besser verarbeitet als Wegwerfeinlagen. Sie als Antragsteller müssen lediglich 10 Prozent der Kosten, maximal jedoch 25 Euro pro Hilfsmittel, zuzahlen. Eine Ausnahme bilden Versicherte, die von der Zuzahlung befreit sind.

Service für Angehörige: Produkte über einen Pflegehilfsmittel Versand bestellen

Sie können die Pflegehilfsmittel zum Verbrauch lokal in Drogerien, Sanitätshäusern oder Apotheken kaufen. Dann allerdings müssen Sie selbst vorab den Antrag auf Pflegehilfsmittel-Erstattung bei Ihrer Pflegekasse einreichen und jeden Monat neu an die Beschaffung denken. Leichter und komfortabler ist es, wenn Sie die Pflegehilfsmittel bei einem Online-Dienstleister bestellen. Dazu wählen Sie das auf Ihre Bedürfnisse zugeschnittene monatliche Paket aus und beauftragen den Online-Dienstleister, die ausgewählten Pflegehilfsmittel Monat für Monat an Sie zu schicken. Der Dienstleister übernimmt für Sie sowohl die Verrechnung mit der Pflegekasse als auch die Beantragung der Pflegehilfsmittel bei der Kasse vor der ersten Lieferung. Dazu bekommen Sie vorab das passende Formular zugeschickt, das Sie lediglich unterschreiben und an den Dienstleister zurückschicken müssen. Alles Weitere übernimmt der Service-Anbieter für Sie. Sie müssen sich um nichts mehr kümmern und haben mehr Zeit für sich und Ihren Angehörigen.

Die Hilfsmittel-Pakete (in der Regel 4-6 Varianten) sind so konzipiert, dass die Kosten die zugesicherten 40 Euro nicht übersteigen und somit komplett von der Pflegekasse erstattet werden. Sie bekommen das Hilfsmittel-Paket dann bequem Monat für Monat automatisch nach Hause geliefert.

  1. Sie schicken Ihr einmalig ausgefülltes Formular portofrei per Post an den Online-Anbieter.
  2. Der Anbieter kümmert sich für Sie um den gesamten „Papierkram“
  3. Der Anbieter sorgt für die Genehmigung bei Ihrer Pflegekasse und die staatlich garantierte Kostenübernahme.
  4. Sie erhalten monatlich Ihre kostenfreie Box mit den Pflegehilfsmitteln Ihrer Wahl und brauchen sich um nichts mehr zu kümmern
  • Regelmäßige und komfortable Lieferung der Pflegehilfsmittel zum Verbrauch bis zur Haustüre.
  • Mehr Zeit für Angehörige durch den Wegfall der Besorgungen.
  • Einfacher Prozess: Beantragung und Kommunikation mit der Krankenkasse werden komplett übernommen.
  • Haben Sie einmal den Antrag unterschrieben, müssen Sie sich um nichts weiter kümmern. Die Rechnung sowie den Erstattungsantrag bei der Pflegekasse übernimmt der Anbieter für Sie.
  • Ändert sich Ihr Bedarf, so können Sie die Zusammenstellung der Hilfsmittel auch jederzeit ändern und Ihren individuellen Bedürfnissen anpassen.
Tipp

curabox von pflege.de – Pflegehilfsmittel zum Verbrauch können Sie z. B. über Ihre individuelle curabox von pflege.de beziehen. Stellen Sie sich dazu Ihr individuelles Hilfsmittelpaket zusammen und füllen Sie einmalig das entsprechende Formular für die Kostenübernahme durch die Pflegekasse aus. pflege.de kümmert sich um die Genehmigung bei der Pflegekasse Ihres Angehörigen. Sie müssen nichts weiter unternehmen. Ohne Aufwand und „kostenfrei“ erhalten Sie bei Genehmigung automatisch jeden Monat Ihre optimale curabox-Variante nach Hause geliefert.

Antrag auf Kostenübernahme: Pflegehilfsmittel zum Verbrauch richtig beantragen

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Vorfrankiertes Antragsformular für kostenlose Pflegehilfsmittel

Möchten Sie den Zuschuss für Pflegehilfsmittel selbst bei der Pflegekasse Ihres Angehörigen und nicht über einen komfortablen Online-Dienst stellen, so müssen Sie den Antrag auf Kostenübernahme ausfüllen und an Ihre Pflegekasse zurückschicken. Ein solcher Antrag auf Kostenübernahme besteht aus:

  • einem Formular zur Kostenübernahme für Pflegehilfsmittel (Anlage 4) und
  • der Erklärung zum Erhalt von Pflegehilfsmitteln (Anlage 2).

Sie füllen zunächst vor dem Kauf die Pflegehilfsmittel Anlage 4 aus. Der Versicherte oder Sie als Bevollmächtigter unterschreiben ihn. Auf der Anlage 4 des Pflegehilfsmittel Vordrucks geben Sie an, welche Pflegehilfsmittel zum Verbrauch Sie monatlich brauchen. Sollten Sie später weitere oder andere Produkte benötigen, können Sie dies nachträglich ändern. Auf der Anlage 2 des Pflegehilfsmittel Vordrucks bestätigen Sie den Erhalt der zum Verbrauch bestimmten Pflegehilfsmittel. Anlage 2 muss der Pflegebedürftige bzw. Empfänger ebenfalls unterschreiben.

Tipp

Überprüfen Sie, für welche Laufzeit die Pflegekasse Ihren Antrag auf Kostenübernahme bewilligt hat. Manche Kassen genehmigen auf einen unbegrenzten Zeitraum, andere lediglich für ein Jahr. Bei jährlicher Laufzeit müssen Sie daran denken, rechtzeitig einen neuen Antrag zu stellen. Einige Dienstleister, wie die curabox, erinnern Sie auf Wunsch.

Online Pflegehilfsmittel kaufen: Wie rechnen Sie bei Privatversicherten ab?

Den Vorab-Antrag auf Kostenübernahme durch die Pflegeversicherung können nur Versicherte der gesetzlichen Kranken- und Pflegekassen einreichen. Sind Sie privat versichert, erhalten Sie von Ihrem Dienstleister eine Rechnung. Die Rechnung reichen Sie dann wie gewohnt bei der privaten Versicherung Ihres Angehörigen ein.

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Erstelldatum: .82.106102|Zuletzt geändert: .6.809102
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„Nutzen Sie Ihren Anspruch auf kostenlose Pflegehilfsmittel!“

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Justyna Mehls
 
Justyna Mehls
Kundenbetreuerin bei der curabox

Justyna Mehls ist Kundenbetreuerin bei der curabox, einem Service von pflege.de, der kostenlose Pflegehilfsmittel an Pflegebedürftige schickt und diese direkt mit der Pflegekasse abrechnet. Die bedürftigen Familien zu unterstützen und sie rund um das Thema Pflegehilfsmittel für die häusliche Pflege zu beraten, ist Justyna eine Herzensangelegenheit.

Justyna Mehls beschreibt die Pflegehilfsmittel für die häusliche Pflege und appelliert an Familien, ihren gesetzlichen Anspruch auf Pflegehilfsmittel zu nutzen um sich damit den Pflegealltag zu erleichtern.

„…und wenn zwischenzeitlich Fragen auftauchen, rufen Sie mich gerne jederzeit an!“ – So beende ich meist meine Erstgespräche zur Beratung rund um die kostenlosen Pflegehilfsmittel, die anerkannt Pflegebedürftigen zustehen. Dieser Satz ist nicht nur eine Floskel, ich meine dies aufrichtig und ehrlich. Ich mache jeden Tag wieder die Erfahrung, dass viele Angehörige nicht wissen, was Ihnen gesetzlich zusteht, wenn es plötzlich um die Pflege der Liebsten geht. Und mein größtes Anliegen in meinem Beruf ist, Familien über ihren gesetzlichen Anspruch aufzuklären.

Laut § 40 Abs. 2 SGB XI haben anerkannt Pflegebedürftige nämlich Anspruch auf Pflegehilfsmittel zum Verbrauch im Wert von bis zu 40 Euro pro Monat, die von der Pflegekasse voll erstattet werden. Dazu gehören folgende sechs Produkte:

  1. Bettschutzeinlagen zum Einmalgebrauch
  2. Einmalhandschuhe
  3. Händedesinfektionsmittel
  4. Flächendesinfektionsmittel
  5. Mundschutz
  6. Einwegschutzschürzen.

Welches Hilfsmittel für welchen Zweck?

Mein größtes Anliegen? Familien über ihren gesetzlichen Anspruch aufzuklären!
Justyna Mehls

Diese sechs Pflegehilfsmittel sollen pflegende Angehörige bei der täglichen Pflege ihrer Angehörigen, Nachbarn und Freunde unterstützen und sowohl den Pflegebedürftigen als auch sich selbst schützen. Ein Mundschutz hilft beispielsweise präventiv dabei, die Ansteckungsgefahr bei Krankheit oder in der Grippesaison möglichst gering zu halten. Einwegschutzschürzen leisten gute Dienste, wenn Angehörige ihre pflegebedürftigen Eltern oder Ihren Partner auch duschen oder baden, und Desinfektionsmittel finden im häuslichen Bereich vielfach Verwendung: Sterilium desinfiziert die Hände und Bacillol unterstützt bei der hygienischen Reinigung von Oberflächen und Hilfsmitteln. Solche praktischen Tipps gebe ich auch gerne an Familien weiter. In den meisten Telefongesprächen schildern mir Familien kurz das Krankheitsbild oder den Pflegebedarf ihres Angehörigen, so dass wir danach gemeinsam überlegen, welche Hilfsmittel bei der täglichen Pflege individuell helfen können. Bei Inkontinenz empfehle ich zum Beispiel meistens eine Kombination aus Einmalhandschuhen, Desinfektionsmittel und Bettschutzeinlagen.

Info
Waschbare Bettschutzeinlagen

Gemäß der Rückmeldung vieler Familien erweisen sich bei Inkontinenz auch die waschbaren Bettschutzeinlagen als sehr hilfreich. Die sind aus einem angenehmen textilen Vlies und verrutschen nicht so leicht wie die Einmal-Bettschutzeinlagen aus Polyethylen und Zellstoff. Viele Betroffene finden das angenehmer und fühlen sich damit sicherer. Die waschbaren Bettschutzeinlagen gehören zu einer anderen Produktgruppe (PG 51), werden aber von der Pflegekasse zusätzlich zur curabox genehmigt. Wenn Patienten gesetzlich nicht zuzahlungsbefreit sind, müssen sie einen Eigenanteil von max. 2,60 Euro pro Bettschutzeinlage bezahlen. Die Pflegekasse genehmigt bis zu vier Bettschutzeinlagen pro Jahr.

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„Ich möchte die Menschen ermutigen, ihren gesetzlichen Anspruch zu nutzen“

Expertenmeinung
Justyna Mehls
Justyna Mehls

Mein Praxistipp:
Den Zuschuss für die Pflegehilfsmittel von bis zu 40 Euro pro Monat bekommen Pflegebedürftige zusätzlich zu anderen Pflegeleistungen und werden beispielsweise nicht vom Pflegegeld oder der Pflegesachleistung abgezogen. Nutzen Sie daher Ihren Anspruch!

Neben der Beratung zum individuellen Bedarf an Pflegehilfsmitteln, steht meistens auch die Aufklärung über den gesetzlichen Anspruch im Fokus. Im Kontakt mit Familien merke ich jeden Tag wieder, dass Aufklärungsbedarf über die rechtlichen Ansprüche besteht. Viele wissen nicht, dass ihnen die Pflegehilfsmittel bei anerkanntem Pflegegrad kostenlos zustehen und kaufen Einmalhandschuhe etc. auf eigene Kosten im Drogeriemarkt. Dabei leisten Pflegende ohnehin schon Großes, so dass die Arbeit und finanzielle Belastung zumindest durch kostenlose Hilfsmittel etwas erleichtert werden kann. Daher ist es mir ein besonderes Anliegen, Menschen zu bestärken und sie zu ermutigen, auf ihren Anspruch zu bestehen.

Wichtig zu wissen ist, dass nur die sechs beschriebenen Hilfsmittel zur sog. Produktgruppe 54 gehören und demnach monatlich von der Pflegekasse voll erstattet werden. Viele Familien fragen mich beispielsweise auch nach Verbandmaterial oder Körperlotionen – diese Produkte sind im Hilfsmittelkatalog der Pflegekassen jedoch nicht gelistet und müssen daher privat finanziert werden.

Info
curabox: Was ist das eigentlich?

Die curabox ist ein kostenloser Service von pflege.de für Familien mit pflegebedürftigen Angehörigen. Die curabox beinhaltet Pflegehilfsmittel zum Verbrauch (PG 54), die monatlich in Höhe von 40 Euro von der Pflegekasse finanziert werden. pflege.de berät Familien zu ihrem individuellen Bedarf, übernimmt die Abrechnung mit der Pflegekasse und liefert die Box monatlich an die Familien aus. Mehr Informationen zur curabox.

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Die größten Sorgen von pflegenden Angehörigen? Der bürokratische Aufwand!

Eines der Themen, welches viele Angehörige am meisten bewegt, ist die Abrechnung mit den Pflegekassen. Viele pflegende Angehörige kümmern sich neben Familie und Beruf um die Pflege der Eltern, Großeltern, Freunde oder Ehepartner, so dass sie wenig Zeit haben und ohnehin stark ausgelastet sind. Sie bewegen Fragen wie „Wie beantrage ich die Pflegehilfsmittel bei der Pflegekasse?“, „Was passiert, wenn sich der Bedarf an Pflegehilfsmitteln ändert?“ und „Wie komme ich an das Geld von der Pflegekasse?“ – All diese Fragen beantworte ich gerne und kann sie den Familien sogar komplett abnehmen, indem ich die Kostenübernahme für sie beantrage und die Hilfsmittel direkt mit der Pflegekasse verrechne. Sie müssen sich dann um nichts kümmern und bekommen die Hilfsmittel, die Sie brauchen, Monat für Monat von uns nach Hause geschickt.

Wenn sich im Laufe der Monate einmal der Bedarf ändert, sei es der Pflegebedarf an sich oder weil man in der Grippezeit kurzfristig einen Monat lang Mundschutze braucht, die man sonst nicht nutzt, kann ich das auf kurzem Wege organisieren. Zudem empfehle ich allen Familien, gerade zu Beginn die Pakete durchzuwechseln und unterschiedliche Produkte auszuprobieren, damit man merkt, womit man gut arbeiten kann und was einem selbst, aber auch den Pflegebedürftigen hilft.

Wenn unterschiedliche Personen bei der Pflege mithelfen, kann man zum Beispiel auch Monat für Monat die Handschuhgrößen variieren, so dass sowohl für die Enkelin in Größe S als auch für den Pfleger in Größe L Einmalhandschuhe vorhanden sind. So kann man jeden Bedarf abdecken und jede Pflegeperson kann die Pflegehilfsmittel nutzen. Falls man von allem zu viel hat, kann man auch einen Monat mal ganz pausieren.

Tipp
Mein Tipp an Familien

Ich empfehle Familien immer, dass sie sich mit Gleichgesinnten austauschen sollen und sich auch proaktiv zu Fragen informieren – entweder bei uns oder bei den Kassen und Verbänden. Alle haben ihr Leben lang Beiträge in die Pflegekasse einbezahlt, so dass sie jetzt bei Bedarf auch Leistungen in Anspruch nehmen sollen, die ihnen zustehen. Dabei muss man kein schlechtes Gewissen haben.

Expertenmeinung
Justyna Mehls
Justyna Mehls

Was sind die beliebtesten Produkte?

Handschuhe und Desinfektionsmittel, da sie einfach in vielfältigen Pflegesituationen die häusliche Pflege erleichtern.

Was sind die häufigsten Fragen von Familien? Welche Produkte für ihre individuelle Pflegesituation wirklich empfehlenswert sind. Und wie die Beantragung und Verrechnung bei der Kasse abläuft. Viele haben “Angst” vor dem bürokratischen Verwaltungs- und dem damit verbundenen Zeitaufwand, den wir ihnen aber komplett abnehmen können. Was liegt Kunden am meisten am Herzen? Dass ihre Angehörigen gut versorgt werden und es Hilfsmittel für ihre pflegerischen Tätigkeiten gibt. Bettschutzeinlagen erleichtern ja bei Inkontinenz auch die Versorgung im Alltag und es muss nicht jedes Mal das Bettzeug komplett gewaschen und neu bezogen werden. Wie findet man heraus, welche Produkte für den eigenen Pflegealltag am besten geeignet sind? Im Gespräch mit einem Berater oder durchs Ausprobieren. Die ersten beiden Lieferungen können von allem etwas beinhalten, so dass man herausfinden kann, was am besten zum persönlichen Pflegebedarf passt. Danach kann man seine individuelle Box zusammenstellen, die auf den eigenen Bedarf zugeschnitten ist.

Info
Unterschied zwischen Pflegehilfsmitteln zum Verbrauch und Inkontinenzmaterial

Ich erlebe sehr oft, dass Familien im Rahmen unserer curabox Inkontinenzmaterial in Form von Windeln oder Einlagen beziehen möchten. Die Inkontinenzschutzmittel gehören nicht zu der Produktgruppe 54 und können deshalb nicht in diesem Zuge in Anspruch genommen werden. Wir verweisen deshalb gerne an die entsprechenden Pflegekassen, um sich dort hinsichtlich entsprechender Kooperationspartner zu informieren.

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Erstelldatum: .01.507102|Zuletzt geändert: .52.609102
Erfahrungsbericht

Die curabox ist wirklich eine große Hilfe für uns

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Christa Martens
 
Christa Martens

Christa Martens pflegt und betreut ihren Lebensgefährten Günther Schmidt, der Pflegegrad 3 hat und bettlägerig ist. Zunächst hat sie die Pflege ihres Lebensgefährten allein bewerkstelligt. Seit September 2017 wird sie durch einen ambulanten Pflegedienst unterstützt.

Christa Martens pflegt ihren Lebensgefährten zuhause und erhält jeden Monat die curabox mit verschiedenen Pflegehilfsmitteln zum Verbrauch kostenfrei zugesendet: Inkontinenzunterlagen, Einmalhandschuhe und Desinfektionsmittel kommen im Pflegealltag von Frau Martens fast jeden Tag zum Einsatz. Für pflege.de berichtet sie, welche Pflegehilfsmittel-Produkte aus der curabox in welchen Pflegesituationen für sie nützlich sind.

Mein Name ist Christa Martens und ich bin am 01. Oktober 1938 geboren. Seit Anfang 2017 pflege und betreue ich meinen Lebensgefährten Günther Schmidt, der am 25. November 1930 geboren wurde. Im Mai 2017 hat er Pflegegrad 3 bekommen und ist zudem zu 100 Prozent als schwerbehindert eingestuft worden. Er ist chronisch krank und leidet an Morbus ulcerosa, einer Reizdarmerkrankung. Nach mehreren Krankenhausaufenthalten (zuletzt Ostern 2018) ist er mittlerweile auch bettlägerig. Für mich ist das nicht immer einfach. Zunächst habe ich die Pflege allein übernommen. Seit September 2017 bekommen wir Hilfe durch einen ambulanten Pflegedienst. Pflegehilfsmittel zum Verbrauch verwenden wir täglich. Die curabox ist daher sehr willkommen bei uns.

Hilfsmittel Martens Lebensgefährte

Günther Schmidt wird von seiner Lebensgefährtin zuhause gepflegt.

Die curabox – Ein Angebot, das wir dankend angenommen haben

Als ich vor ein paar Monaten im Internet nach Themen zur Pflege und Pflegeheimen gesucht habe, bin ich auf die Seite pflege.de gestoßen. Ich habe mich dort länger umgeschaut und nach Infos gesucht und schließlich über ein Formular um Rückruf gebeten. Kurze Zeit später meldete sich eine Mitarbeiterin von pflege.de telefonisch bei mir. Sie erklärte mir, welche Möglichkeiten wir zur Unterstützung in der Pflege haben und dass wir monatlich die curabox mit Hilfsmitteln im Wert von bis zu 40 Euro kostenlos erhalten können. Das geht, weil in unserem Fall ein gesetzlicher Anspruch auf Pflegehilfsmittel zum Verbrauch besteht. Dieses Angebot des 40 Euro-Pflegepakets haben wir natürlich dankend angenommen. Seitdem freue ich mich darüber, die Pflegehilfsmittel gratis mit der curabox jeden Monat zugesendet zu bekommen – und das ganz unauffällig in einem neutralen Paket per Post. Die curabox ist eine große finanzielle Hilfe für uns. Und die Produkte in der curabox erleichtern uns den Pflegealltag sehr. Für mich sind vor allem die Desinfektionsmittel, die Bettschutzeinlagen und die Einmalhandschuhe ein großer Zugewinn.

Hilfsmittel Martens Hund

Ein neues Familienmitglied bringt Leben in den Pflegealltag.

So sieht mein Pflegealltag aus

Unser Tag beginnt für mich damit, dass ich aufstehe und mich wasche und anziehe. Dann bereite ich das Frühstück vor und mache meinen Schatz anschließend untenherum frisch. Da er währenddessen im Bett liegt und das Laken beim Waschen nicht feucht werden soll, benutze ich dafür die Einweg-Bettschutzeinlagen aus der curabox. Diesen Tipp, Einweg-Unterlagen zu verwenden, habe ich von den Mitarbeitern des Pflegedienstes bekommen. Und der Rat war wertvoll: Würde ich diese Unterlagen nicht nutzen, hätte ich jede Woche einen Berg Weißwäsche zu waschen. Die Unterlagen sind durch die weiche Oberfläche sehr bequem und wenn sie schmutzig werden, werfe ich sie einfach weg.

Nach dem Waschen frühstücken wir zusammen am Betttisch. Danach räume ich ab, mache das Bad sauber und bringe die Wohnung in Ordnung. Je nach Bedarf kommt dann auch das Flächen-Desinfektionsmittel zum Einsatz. Zwischenzeitlich ist der Pflegedienst da und übernimmt die Grundpflege meines Mannes. Ich kümmere mich derweil um den Einkauf und bereite anschließend das Mittagessen zu. Nach dem Essen räume ich ab, spüle das Geschirr und mache anschließend eine halbe Stunde Pause. Später bereite ich den Kaffee für uns beide vor, den wir dann am Nachmittag zusammen genießen.

Würde ich die Bettschutz-Unterlagen nicht nutzen, hätte ich jede Woche einen Berg Weißwäsche zu waschen.
Christa Mertens

Wenn es Günther gut geht, unterhalten wir uns über alles und jedes oder jeden. Viel spricht er aber mittlerweile nicht mehr, ich sitze dann oft nur am Bett und halte seine Hand. Das ist nicht immer einfach für mich. Irgendwann habe ich mit ihm darüber gesprochen. Dass ich mich auch einmal von der Pflegesituation ablenken muss, hat er gleich verstanden. Wir haben deshalb gemeinsam beschlossen, einen Hund zu kaufen und nun haben wir einen quirligen Cocker-Pudel-Mischling, der Leben in die Bude bringt. Er ist vier Monate alt und tut mir und unserem Alltag sehr gut.

Einmalwaschlappen wären hilfreich! Die Hilfsmittelpauschale und ihre Grenzen

Unsere Abende sehen so aus: Um 18.00 Uhr mache ich uns das Abendessen und räume anschließend auf. Um 19.30 Uhr kommt der Pflegedienst und macht meinen Schatz für die Nacht fertig. Dabei kommen natürlich nochmal die Pflegehilfsmittel zum Verbrauch zum Einsatz, denn auch für die Arbeit des Pflegedienstes sind Einmalhandschuhe und Desinfektionsmittel sehr wichtig. Diese werden jedoch meist zusätzlich vom Pflegedienst mitgebracht.

Hilfsmittel Martens Portrait

Unzertrennlich: Christa Martens und ihr Lebensgefährte Günther Schmidt.

Ich sehe derweil ein bisschen fern oder mache Kreuzworträtsel. Oft koche ich meinem Liebling noch einen Tee oder stelle ihm einen Becher Wasser für die Nacht hin. Manchmal muss ich ihm vor dem Schlafen noch einmal beim sauber machen helfen. Was mir dabei sehr hilft, sind Waschlappen für den einmaligen Gebrauch. Die muss ich allerdings selbst kaufen. Leider gehören die Einmalwaschlappen nämlich noch nicht zur Hilfsmittelpauschale, also dem gesetzlichen Anspruch für Pflegebedürftige, die zuhause gepflegt werden. Ich finde es natürlich trotzdem gut, dass ich als pflegende Angehörige per Gesetz mit Hilfsmitteln zum Verbrauch unterstützt werde. Die curabox ist dabei für mich eine tolle Lösung.

Bilder: ©Christa Martens

Erstelldatum: .41.209102|Zuletzt geändert: .82.509102
Bildquelle© Christa Martens
Bildquelle© Robert Kneschke / Fotolia.com
Interview

Pflegehilfsmittel gratis nach Hause geschickt bekommen – 7 Fragen zur Pflegehilfsmittel-Pauschale und zur curabox

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Justyna Mehls
Im Interview
Justyna Mehls
Kundenbetreuerin bei der curabox

Justyna Mehls ist Kundenbetreuerin bei der curabox, einem Service von pflege.de, der kostenlose Pflegehilfsmittel an Pflegebedürftige schickt und diese direkt mit der Pflegekasse abrechnet. Die bedürftigen Familien zu unterstützen und sie rund um das Thema Pflegehilfsmittel für die häusliche Pflege zu beraten, ist Justyna eine Herzensangelegenheit.

Personen mit anerkanntem Pflegebedarf haben einen monatlichen Anspruch auf Pflegehilfsmittel zum Verbrauch im Wert von bis zu 40 Euro. Die Kosten übernimmt die Pflegekasse des Versicherten. Für diesen Betrag können Versicherte u. a. Mundschutz, Desinfektionsmittel für Flächen & Hände oder Bettschutzeinlagen erhalten. Die curabox ist ein Service von pflege.de., der diese Hilfsmittel individuell zusammenstellt und jeden Monat kostenlos verschickt. Die 7 häufigsten Fragen zur curabox beantwortet Justyna Mehls.

1. Ist die curabox wirklich kostenlos?

Ja. Und das steht so auch im Gesetz: Gemäß § 78 Absatz 1 in Verbindung mit § 40 Absatz 2 SGB XI stehen Versicherten bei Erfüllung aller Voraussetzungen für 40 Euro Pflegehilfsmittel zum Verbrauch gesetzlich zu. Ohne Paragrafen ausgedrückt heißt das: Einen Anspruch haben diejenigen Versicherten, die einen anerkannten Pflegegrad haben und die zuhause gepflegt werden.

Sollten Sie privat versichert sein, so erhalten Sie wie gewohnt eine Rechnung, welche Sie zunächst bei pflege.de begleichen. Anschließend ist diese bei Ihrer Kasse voll erstattungsfähig. Die Versandkosten der curabox werden in jedem Fall von pflege.de übernommen – ob Sie gesetzlich oder privat versichert sind.

2. Was genau ist in der curabox enthalten?

In der curabox enthalten sind Pflegehilfsmittel gemäß der Produktgruppe 54 des Hilfsmittelverzeichnisses der Krankenkassen und Pflegekassen. Zu der Produktgruppe 54 gehören

  • Bettschutzeinlagen zum Einmalgebrauch
  • Handschuhe
  • Hände- und Flächendesinfektionsmittel
  • Mundschutz und
  • Schutzschürzen.
curabox-Kunden schätzen, dass die Hände- und Flächendesinfektionsmittel unterschiedliche Farben haben und deswegen bei älteren und sehbehinderten Menschen leicht auseinandergehalten werden können.
Justyna Mehls

3. Sind die waschbaren Bettschutzeinlagen auch in der curabox enthalten?

Nicht ganz. Die waschbaren Bettschutzeinlagen gehören zu den Hilfsmitteln der Produktgruppe 51 und werden neben der curabox zusätzlich von pflege.de angeboten. Bis zu vier Bettschutzeinlagen werden pro Jahr von der Pflegekasse genehmigt und können entsprechend geliefert werden.

Die Lieferung erfolgt in einem separaten Paket, das genauso unauffällig aussieht wie die curabox.

Wir hören immer wieder, dass die Bettschutzeinlagen gerade bei offenen Wunden sehr hilfreich sind. Sie tragen außerdem dazu bei, dass nicht so viel Schmutzwäsche entsteht.
Justyna Mehls

4. Bieten Sie auch Inkontinenzschutzmittel an?

Nein. Das Inkontinenzmaterial gehört zu einer anderen Pauschale und kann deshalb nicht im Rahmen der curabox angeboten werden. Mein Tipp: Lassen Sie sich ein Rezept vom Hausarzt verschreiben. Damit können Sie die Hilfsmittel wie Inkontinenzmaterialien über die Apotheke oder ein Sanitätshaus beziehen.

Inkontinenzmittel können zusätzlich zu den kostenlosen Pflegehilfsmitteln genutzt werden. Der Anspruch auf Pflegehilfsmittel zum Verbrauch (z.B. durch die curabox) und der Anspruch auf Inkontinenzmaterialien durch ein Rezept vom Arzt schließen sich nicht aus.

5. Kann ich den Inhalt meiner curabox ändern?

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Bildquellepflege.de
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