Pflegehilfsmittel: Kostenlose Produkte für die häusliche Pflege

Pflegehilfsmittel

Pflegen Sie zu Hause einen Angehörigen mit anerkanntem Pflegegrad? Dann haben Sie bzw. der Pflegebedürftige einen gesetzlichen Anspruch auf kostenlose Pflegehilfsmittel. Dazu gehören sämtliche Produkte, welche die häusliche Pflege ermöglichen und erleichtern. Einen Anspruch darauf haben alle Versicherten mit anerkanntem Pflegegrad. Erfahren Sie hier mehr über technische Pflegehilfsmittel, die 40 Euro Pauschale (bis September 2020 infolge der Corona-Pandemie 60 Euro) für Pflegehilfsmittel zum Verbrauch und wie Sie Ihr Pflegepaket beantragen.

Inhaltsverzeichnis

Monatlich kostenlose Pflegehilfsmittel!
So einfach geht's

Pflegehilfsmittel Definition

Pflegehilfsmittel sind im sogenannten Hilfsmittelverzeichnis der gesetzlichen Kranken- und Pflegekassen bzw. im Hilfsmittelkatalog der privaten Kassen gelistet. Für alle darin aufgeführten Produkte übernehmen die Kassen die Kosten bzw. überlassen sie leihweise. Gesetzliche Grundlage dafür ist das Elfte Buch im Sozialgesetzbuch § 40 SGB XI.

Man unterscheidet zwischen technischen Pflegehilfsmitteln und zum Verbrauch bestimmten Pflegehilfsmitteln. Sie alle haben gemeinsam, dass sie die häusliche Pflege ermöglichen und erleichtern.

Im Hilfsmittelverzeichnis der gesetzlichen Krankenversicherung sind die Geräte und Produkte nach Gruppen geordnet. Die zur Pflege bestimmten Hilfsmittel finden Sie vorwiegend in den Produktgruppen (PG) 50 bis 54 (s. Quelle 2):

Die Pflegehilfsmittel der Produktgruppen 50, 52 und 53 gelten als technische Hilfsmittel, die die Pflegekasse bevorzugt leihweise zum Gebrauch überlässt. Die Pflegehilfsmittel der Produktgruppe 51 enthalten wiederverwendbare Hygieneprodukte und die Produktgruppe 54 die Pflegehilfsmittel zum Verbrauch.

Pflegehilfsmittelverzeichnis: Produktgruppen im Überblick

PG Pflegehilfsmittel Beispiele
50 Pflegehilfsmittel zur Erleichterung der Pflege Technische Pflegehilfsmittel, z. B. Pflegebetten mit Zubehör
51 Pflegehilfsmittel zur Körperpflege/Hygiene Wiederverwendbare Hygieneprodukte, z. B. Waschsysteme, Duschwagen, Urinflaschen, saugende wiederverwendbare Bettschutzunterlagen
52 Pflegehilfsmittel zur selbständigeren Lebensführung/Mobilität Technische Pflegehilfsmittel, z. B. Notrufsysteme wie der Hausnotruf
53 Pflegehilfsmittel zur Linderung von Beschwerden Technische Pflegehilfsmittel, z. B. Lagerungsrollen
54 Zum Verbrauch bestimmte Pflegehilfsmittel Hygieneprodukte zur einmaligen Nutzung, z B. Bettschutzeinlagen, Desinfektionsmittel für Flächen und Hände, Einweghandschuhe, Schutzschürzen, Mundschutz
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Pflegehilfsmittel vs. Hilfsmittel: Was ist der Unterschied?

Die Begriffe Pflegehilfsmittel bzw. Hilfsmittel können mitunter Verwirrung stiften. pflege.de klärt auf, wo genau die Unterschiede liegen und welche Kostenträger zahlen:

  1. Hilfsmittel sind Geräte oder Produkte, die zum Ausgleich einer Behinderung dienen, dieser vorbeugen oder zum Behandlungserfolg beitragen, z. B. Brillen, Hörgeräte, Prothesen, Kompressionsstrümpfe oder Rollstühle, aber auch ärztlich verordnete Inkontinenzeinlagen. Hilfsmittel, die als medizinisch notwendig eingestuft und von einem Arzt verordnet werden, zahlt die Krankenkasse. Grundlage dafür ist das Sozialgesetzbuch SGB V.
  2. Pflegehilfsmittel erleichtern oder ermöglichen die häusliche Pflege. Technische Pflegehilfsmittel sind u. a. Pflegebetten, Lagerungshilfen, Hebegeräte oder Notrufsysteme. Zum Verbrauch bestimmte Pflegehilfsmittel sind z. B. Einmalhandschuhe oder Betteinlagen. Für Pflegehilfsmittel ist keine ärztliche Verordnung notwendig, dafür aber ein anerkannter Pflegegrad (bis 2017 Pflegestufe) sowie ein Antrag bei der Pflegekasse. Grundlage hierfür ist das Sozialgesetzbuch SGB XI.
  3. Doppelfunktionale Hilfsmittel können sowohl Hilfsmittel als auch Pflegehilfsmittel sein, z. B. Bade- und Toilettenhilfen oder Behindertenfahrzeugen. Ist die Abgrenzung nicht klar, regelt offiziell die Hilfsmittelrichtlinie RidoHiMi (s. Quelle 3) die Aufteilung der Kosten zwischen den Kranken- und Pflegekassen. Meist wird vorab aber „intern“ eine Regelung zur Kostenaufteilung gefunden, da die Pflegeversicherung an die Krankenkasse angeschlossen ist.

Kostenträger: Pflegehilfsmittel und Hilfsmittel im Überblick

Funktion Voraussetzung  Kostenträger
Hilfsmittel Ausgleich einer Behinderung ärztliche Verordnung Krankenkasse
Pflegehilfsmittel Erleichterung der häuslichen Pflege anerkannter Pflegegrad Pflegekasse
Doppelfunktionale Hilfsmittel Ausgleich einer Behinderung und Erleichterung der häuslichen Pflege anerkannter Pflegegrad und ärztliche Verordnung Krankenkasse und Pflegekasse teilen sich i. d. R. die Kosten

Was sind technische Pflegehilfsmittel?

Technische Pflegehilfsmittel finden Sie in den Produktgruppen 50 bis 53 im Hilfsmittelverzeichnis. Sie erleichtern die Pflege, ermöglichen eine selbstständige Lebensführung sowie die Körperpflege oder lindern Beschwerden. Dazu gehören:

1. Pflegehilfsmittel zur Erleichterung der Pflege

Folgende Produkte zählen zu den technischen Pflegehilfsmitteln, die die Pflege erleichtern und von der Pflegekasse vorzugsweise als Leihgabe zur Verfügung gestellt werden:

  • Pflegebetten
  • Pflegebettenzubehör
  • Pflegebettzurichtungen
  • Spezielle Pflegebett-Tische
  • Pflegeliegestühle

2. Pflegehilfsmittel zur Körperpflege/Hygiene

Technische, wiederverwendbare Pflegehilfsmittel mit dem Fokus auf die Körperpflege von Pflegebedürftigen, für deren Kosten die Pflegekasse aufkommt bzw. die sie leihweise zur Verfügung stellt, sind:

  • Waschsysteme
  • Duschwagen
  • Wiederverwendbare Produkte zur Hygiene im Bett, z. B. Bettpfannen, Urinflaschen, Urinschiffchen, aber auch waschbare Bettschutzeinlagen (ebenfalls erhältlich über die curabox von pflege.de)

3. Pflegehilfsmittel zur selbständigeren Lebensführung/Mobilität

In der Produktgruppe zur Erleichterung der selbstständigen Lebensführung finden sich Notrufsysteme für den häuslichen Bereich. Sie gelten als technisches Pflegehilfsmittel, für das die Pflegekasse bei anerkanntem Pflegegrad aufkommt.

4. Pflegehilfsmittel zur Linderung von Beschwerden

Zu den Pflegehilfsmitteln zur Linderung von Beschwerden zählen Lagerungsrollen und -halbrollen. Sie dienen der Unterstützung von Entlastungslagerungen und Lageveränderungen sowie der Stabilisierung von Lagepositionen des Pflegebedürftigen, insbesondere im Bett.

Info

MDK Gutachten gilt als Antrag

Der MDK bzw. ein von der Pflegekasse beauftragter Gutachter gibt im Rahmen seiner Begutachtung zur Feststellung der Pflegebedürftigkeit konkrete Empfehlungen zur Hilfsmittel- und Pflegehilfsmittelversorgung ab. Bei Pflegehilfsmitteln, die den Zielen des § 40 SGB XI dienen, gelten die Empfehlungen jeweils als Antrag auf Leistungsgewährung, sofern Sie ihnen zustimmen.

Was sind Pflegehilfsmittel zum Verbrauch?

Die Pflegehilfsmittel zum Verbrauch (PG 54) sollten auf Grund der Beschaffenheit des Materials oder aus Hygienegründen nur einmal verwendet werden. Sie alle dienen einer besseren Infektionsprophylaxe und sollen die Hygienebedingungen bei der häuslichen Pflege verbessern. Dazu gehören im Detail:

1. Bettschutzeinlagen

Bettschutzeinlagen, auch Bettschutzauflagen oder Bettschutzunterlagen genannt, sollen Körperflüssigkeiten aufnehmen. Sie schützen dadurch nicht nur das Bett und dessen Bezug, sondern ermöglichen dem Pflegebedürftigen zugleich einen höheren Liegekomfort und Trockenheit. Neben den einmal zu nutzenden Bettschutzeinlagen gibt es auch waschbare, wiederverwendbare Bettschutzunterlagen, die in manchen Pflegepaketen wie der curabox ebenfalls enthalten sind.

2. Schutzbekleidung bzw. Schutzschürzen

Einwegschürzen schützen Pflegepersonen vor Verunreinigungen. Sie bestehen aus transparentem Kunststoff, sind wasserfest und feuchtigkeitsabweisend.

3. Einmalhandschuhe

Einweghandschuhe erfüllen zwei wichtige Aufgaben: Zum einen schützen sie Pflegebedürftige vor Keimen und Verunreinigungen, zum anderen schützen sie alle Beteiligten aktiv vor Infektionen oder ansteckenden Krankheiten. Das macht sie zu unersetzbaren Hilfsmitteln in der Pflege. Es gibt sie in verschiedenen Materialien wie Nitril, Vinyl und Latex, die je nach Hautverträglichkeit Verwendung finden und unterschiedlich wirksam schützen.

Auch Fingerlinge sind ein anerkanntes Hilfsmittel, dennoch raten Experten eher zu Handschuhen für den Pflegealltag.

4. Desinfektionsmittel für Hände

Händedesinfektion dient dem hygienischen Schutz vor Keimen und macht einen wesentlichen Teil der Risikoverringerung von Infektionskrankheiten aus. Sie sollten Händedesinfektionsmittel (z. B. Sterilium) daher im Pflegealltag regelmäßig und entsprechend der Gebrauchsanweisungen nutzen. Damit schützen Sie auch Ihren Pflegebedürftigen bestmöglich.

5. Desinfektionsmittel für Flächen

Flächendesinfektionsmittel wird in allen Bereichen angewendet, in denen die Gefahr besteht, dass Flächen mit Krankheitserregern bedeckt sein könnten. Sie können die Desinfektionsmittel sowohl im Sanitärbereich als auch in solchen Räumen nutzen, in denen Lebensmittel verarbeitet werden. Betroffene Bereiche sollten regelmäßig und großflächig mit Flächendesinfektionsmittel behandelt werden, um das Risiko einer Infektion zu minimieren.

6. Mundschutz/Masken

Ein Mundschutz bzw. Mund-Nasenschutz (MSN) oder Maske schützt sowohl Pfleger als auch Pflegebedürftige vor Krankheitserregern. Er ist schon in dem Moment ratsam, in dem der Pflegebedürftige oder die Pflegeperson erkältet ist und es schnell zu einer Erkrankung kommen kann.

 

 

 

Wer hat Anspruch auf kostenlose Pflegehilfsmittel?

Um Pflegehilfsmittel zu beziehen und die Kosten erstattet zu bekommen, benötigen Versicherte oder ihre Angehörigen keine ärztliche Bescheinigung (Rezept). Sie können den Antrag auf Kostenübernahme einfach bei der Pflegekasse stellen. Dafür gelten drei Voraussetzungen:

  1. Der Pflegebedürftige hat einen anerkannten Pflegegrad.
  2. Der Pflegebedürftige lebt zu Hause oder bei der Familie, in einer WG oder in einer Einrichtung für Betreutes Wohnen.
  3. Der Pflegebedürftige wird (auch) von Angehörigen, Freunden oder Bekannten gepflegt.
Bonus
Vorfrankiertes Antragsformular für kostenlose Pflegehilfsmittel

 

Pflegehilfsmittel: Kostenübernahme

Für Pflegehilfsmittel ist die Pflegekasse zuständig. Der Gesetzgeber schreibt vor, dass die Pflegeversicherungen die technischen Geräte (PG 50-53) vorrangig leihweise zur Verfügung stellen.

40 Euro Pauschale für Pflegehilfsmittel zum Verbrauch

Bei Pflegehilfsmitteln zum Verbrauch gibt es eine Pauschale bzw. einen maximalen monatlichen Erstattungsbetrag: Die Pflegekasse übernimmt jeden Monat bis zu 40 Euro (bis September 2020 max. 60 Euro) für zum Verbrauch bestimmte Pflegehilfsmittel komplett, sofern ein Pflegegrad vorliegt. Wenn Sie mehr Pflegehilfsmittel benötigen, müssen Sie alle Kosten, die über den 40 Euro liegen, selbst bezahlen.

Info

40 Euro Pauschale steigt zeitlich begrenzt auf 60 Euro

Seit dem 04. Mai 2020 ist die neue COVID-19-Versorgungsstrukturen-Schutzverordnung des Bundesministeriums für Gesundheit in Kraft getreten (s. Quelle 1). Diese Verordnung ist bis auf Weiteres bis Ende September diesen Jahres gültig. Ziel ist die Sicherstellung der Versorgung durch zum Verbrauch bestimmte Pflegehilfsmittel.

Hintergrund sind die aufgrund der Corona-Pandemie enorm gestiegenen Produkt- und Rohstoffkosten, z. B. bei Handschuhen, Desinfektionsmitteln und Mundschutz. Außerdem herrscht eine Rohstoffknappheit, teilweise waren bzw. sind Produkte nicht mehr verfügbar. Dies hat zur Folge, dass eine Versorgung der Pflegebedürftigen im Rahmen der monatlichen Pauschale in Höhe von 40 Euro zuletzt kaum bzw. gar nicht mehr möglich war. Daher wurde der Pauschalbetrag rückwirkend zum 1. April 2020 von 40 Euro auf 60 Euro angehoben. Mehr unter pflege.de/curabox-corona/

Pflegehilfsmittel zum Verbrauch rechnen die zugelassenen Dienstleister fast immer direkt mit der jeweiligen Pflegekasse ab. Bestellen Sie für sich oder Ihren Angehörigen eine Pflegehilfsmittelbox (z. B. die curabox), dessen Wert die 40 Euro Pflegehilfsmittelpauschale nicht überschreitet, bekommen Sie die Produkte kostenlos nach Hause geliefert und müssen sich um nichts weiter kümmern.

Info

Kostenübernahme durch die Pflegekasse: rechtliche Grundlage

Nach § 40 Abs. 1 Sozialgesetzbuch Elf (SGB XI) haben Versicherte der gesetzlichen Pflegeversicherung Anspruch auf die Versorgung mit Pflegehilfsmitteln, „die zur Erleichterung der Pflege oder zur Linderung der Beschwerden des Pflegebedürftigen beitragen oder ihm eine selbstständigere Lebensführung ermöglichen.“ Zu den Pflegehilfsmitteln, die zum Verbrauch bestimmt sind, führt das Gesetz in Absatz 2 auf: „Die Aufwendungen der Pflegekassen für zum Verbrauch bestimmte Pflegehilfsmittel dürfen monatlich den Betrag von 40 Euro nicht übersteigen. Die Leistung kann auch in Form einer Kostenerstattung erbracht werden.“

Pflegehilfsmittel bei der Kasse beantragen: AOK, Barmer, Knappschaft, TK, IKK

Um (technische) Pflegehilfsmittel von der Pflegekasse zur Verfügung gestellt zu bekommen oder die 40 Euro Pauschale für Pflegehilfsmittel zum Verbrauch zu erhalten, müssen Sie jeweils einen Antrag stellen. Viele Anbieter für Hilfsmittel übernehmen dies alternativ für Sie.

Im Rahmen der Pflegebegutachtung wird der Gutachter des MDK oder von MEDICPROOF bereits konkrete Empfehlungen zur Pflegehilfsmittelversorgung abgeben. Sie gelten i. d. R. bereits als Antrag auf Leistungsgewährung, sofern Sie ihnen zustimmen.

Antrag auf Kostenübernahme für Pflegehilfsmittel zum Verbrauch

Für die Pflegehilfsmittel zum Verbrauch besteht ein Antrag auf Kostenübernahme aus:

  • einem Formular zur Kostenübernahme für Pflegehilfsmittel (Anlage 4) und
  • der Erklärung zum Erhalt von Pflegehilfsmitteln (Anlage 2).
Bonus
Vorfrankiertes Antragsformular für kostenlose Pflegehilfsmittel

Sie füllen zunächst vor dem Kauf die Pflegehilfsmittel Anlage 4 aus. Der Versicherte oder Sie als Bevollmächtigter unterschreiben ihn. Auf der Anlage 4 des Pflegehilfsmittel Vordrucks geben Sie an, welche Pflegehilfsmittel zum Verbrauch Sie monatlich brauchen. Sollten Sie später weitere oder andere Produkte benötigen, können Sie dies nachträglich ändern.

Auf der Anlage 2 des Pflegehilfsmittel Vordrucks bestätigen Sie den Erhalt der zum Verbrauch bestimmten Pflegehilfsmittel. Anlage 2 muss der Pflegebedürftige bzw. Empfänger ebenfalls unterschreiben.

Tipp
Waschbare Bettschutzeinlagen extra beantragen

Beantragen bei der Pflegekasse zusätzlich wiederverwendbare bzw. waschbare Bettschutzunterlagen (PG 51). Die gehören zwar streng genommen nicht zu den zum Verbrauch bestimmten Hilfsmitteln, doch einige Pflegekassen erstatten die Kosten für zwei bis drei Unterlagen pro Jahr zusätzlich. Der Vorteil: Waschbare Bettschutzeinlagen verursachen weniger Müll und sind in der Regel besser verarbeitet als Wegwerfeinlagen. Sie als Antragsteller müssen lediglich 10 Prozent der Kosten, maximal jedoch 25 Euro pro Hilfsmittel, zuzahlen. Eine Ausnahme bilden Versicherte, die von der Zuzahlung befreit sind. In vielen Fällen kann die Zuzahlung auch vom Anbieter übernommen werden. 

Die Genehmigung der Kasse folgt bei anerkanntem Pflegegrad normalerweise innerhalb von vier Wochen. Der Antrag muss bei positiver Rückmeldung von der Kasse in der Regel nur einmal gestellt werden und der Pflegebedürftige bekommt daraufhin monatlich die benötigten Hilfsmittel zugesandt. In Ausnahmefällen kann die Genehmigung zeitlich begrenzt sein.

Tipp
Überprüfen Sie die Laufzeit

Überprüfen Sie, für welche Laufzeit die Pflegekasse Ihren Antrag auf Kostenübernahme bewilligt hat. Manche Kassen genehmigen auf einen unbegrenzten Zeitraum, andere lediglich für ein Jahr. Bei jährlicher Laufzeit müssen Sie daran denken, rechtzeitig einen neuen Antrag zu stellen. Einige Dienstleister, wie die curabox, erinnern Sie auf Wunsch.

Pflegehilfsmittel zum Verbrauch online bestellen

Pflegehilfsmittel zum Verbrauch muss der Arzt nicht verschreiben. Sie als pflegender Angehöriger oder als Pflegebedürftiger müssen lediglich einen entsprechenden Antrag bei der Pflegekasse stellen, damit sie die Kosten übernimmt. Anbieter wie die curabox stellen einen solchen Antrag zur Verfügung.

Bonus
Antragsformular für kostenlose Pflegehilfsmittel
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  • Kostenloser Postversand dank vorfrankiertem Formular
  • Gesetzlichen Anspruch mit drei einfachen Fragen prüfen
Info

Pflegehilfsmittel als Privatversicherter bestellen

Den Vorab-Antrag auf Kostenübernahme durch die Pflegeversicherung können nur Versicherte der gesetzlichen Kranken- und Pflegekassen einreichen. Sind Sie privat versichert, erhalten Sie von Ihrem Dienstleister eine Rechnung. Die Rechnung reichen Sie dann wie gewohnt bei Ihrer privaten Versicherung oder der Ihres Angehörigen ein.

Pflegepaket/Pflegehilfsmittelbox online bestellen

Sie können die Pflegehilfsmittel zum Verbrauch lokal in Drogerien, Sanitätshäusern oder Apotheken kaufen. Dann allerdings müssen Sie selbst vorab den Antrag auf Pflegehilfsmittel-Erstattung bei Ihrer Pflegekasse einreichen und jeden Monat neu an die Beschaffung und Abrechnung denken. Leichter und komfortabler kann es sein, wenn Sie die Pflegehilfsmittel bei einem Online-Dienstleister bestellen.

Dazu wählen Sie die auf Ihre Bedürfnisse zugeschnittene monatliche Pflegehilfsmittelbox bzw. das Pflegepaket aus und beauftragen den Online-Dienstleister, die Pflegehilfsmittel Monat für Monat an Sie zu schicken. Der Dienstleister übernimmt für Sie sowohl die Verrechnung mit der Pflegekasse als auch die Beantragung der Pflegehilfsmittel bei der Kasse vor der ersten Lieferung.

Dazu bekommen Sie vorab das passende Formular zugeschickt, das Sie lediglich unterschreiben und an den Dienstleister zurückschicken müssen. Inzwischen ist das Unterschreiben vielfach auch per Online-Signatur möglich. Alles Weitere übernimmt der Service-Anbieter für Sie. Sie müssen sich, auch später, um nichts mehr kümmern und haben mehr Zeit für sich und Ihren Angehörigen.

Die Pflegehilfsmittelboxen (in der Regel 4-6 Varianten) sind oftmals so konzipiert, dass die Kosten die zugesicherten 40 Euro (bis September 2020 max. 60 Euro) nicht übersteigen und somit komplett von der Pflegekasse erstattet werden. Sie bekommen die Hilfsmittelbox dann bequem Monat für Monat automatisch nach Hause geliefert.

Der Antrag funktioniert ganz einfach:

  1. Sie schicken Ihr einmalig ausgefülltes Formular portofrei per Post an den Online-Anbieter.
  2. Der Anbieter kümmert sich für Sie um den gesamten „Papierkram“.
  3. Der Anbieter sorgt für die Genehmigung bei Ihrer Pflegekasse und die staatlich garantierte Kostenübernahme.
  4. Sie erhalten monatlich Ihre kostenfreie Box mit den Pflegehilfsmitteln Ihrer Wahl und brauchen sich um nichts mehr zu kümmern
Vorteile eines Online-Antrags
  • Regelmäßige und komfortable Lieferung der Pflegehilfsmittel zum Verbrauch bis zur Haustüre.
  • Mehr Zeit für Angehörige durch den Wegfall der Besorgungen.
  • Einfacher Prozess: Beantragung und Kommunikation mit der Krankenkasse werden komplett übernommen.
  • Haben Sie einmal den Antrag unterschrieben, müssen Sie sich um nichts weiter kümmern. Die Rechnung sowie den Erstattungsantrag bei der Pflegekasse übernimmt der Anbieter für Sie.
  • Ändert sich Ihr Bedarf, so können Sie die Zusammenstellung der Hilfsmittel auch jederzeit ändern und Ihren individuellen Bedürfnissen anpassen.
Tipp
curabox von pflege.de

Pflegehilfsmittel zum Verbrauch können Sie z. B. über Ihre individuelle curabox von pflege.de beziehen – mit Markenprodukten wie z. B. Sterilium. Stellen Sie sich dazu Ihr individuelles Hilfsmittelpaket zusammen und füllen Sie einmalig das entsprechende Formular für die Kostenübernahme durch die Pflegekasse aus. pflege.de kümmert sich um die Genehmigung bei der Pflegekasse Ihres Angehörigen. Sie müssen nichts weiter unternehmen. Ohne Aufwand und „kostenfrei“ erhalten Sie bei Genehmigung automatisch jeden Monat Ihre optimale curabox-Variante nach Hause geliefert.

Häufig gestellte Fragen

Was sind Pflegehilfsmittel?

Pflegehilfsmittel sind Produkte, die die häusliche Pflege erleichtern oder einen positiven Einfluss auf die Selbstständigkeit des Pflegebedürftigen haben, z. B. durch eine Linderung der Beschwerden.

Welche Pflegehilfsmittel werden von der Krankenkasse bezahlt?

Im Hilfsmittelverzeichnis bzw. Hilfsmittelkatalog der gesetzlichen und privaten Krankenversicherungen sind alle Hilfsmittel aufgelistet, die von der Krankenkasse bezuschusst oder leihweise von der Pflegekasse zur Verfügung gestellt werden. Darin enthalten sind alle technischen und für die Hygiene vorgesehenen Pflegehilfsmittel für Pflegebedürftige mit anerkanntem Pflegegrad.

Für Pflegehilfsmittel zum Verbrauch übernimmt die Pflegekasse Kosten von bis zu 40 Euro monatlich.

Was sind Pflegehilfsmittel zum Verbrauch?

Pflegehilfsmittel zum Verbrauch sind Hygieneprodukte, die aufgrund des Materials oder aus Hygienegründen nur 1x verwendet werden sollten. Dazu zählen:

  • Saugende Bettschutzeinlagen zum einmaligen Gebrauch
  • Schutzbekleidung/ Schutzschürzen
  • Einmalhandschuhe
  • Desinfektionsmittel für Hände
  • Desinfektionsmittel für Flächen
  • Mundschutz und Fingerlinge

Wer hat Anspruch auf Pflegehilfsmittel?

Anspruch auf Pflegehilfsmittel haben Versicherte,

  1. bei denen eine Pflegebedürftigkeit und somit einer der Pflegegrade 1-5 festgestellt wurde,
  2. die in einem häuslichen Umfeld gepflegt werden und
  3. deren Pflege (zum Teil) von einem Angehörigen oder einem ambulanten Pflegedienst übernommen wird.

Welche Pflegehilfsmittel gibt es bei Pflegegrad 1?

Bei Pflegegrad 1 werden folgende Pfleghilfsmittel bezuschusst:

  • Zuschüsse für Anschluss und Betrieb eines Hausnotrufsystems, ein sog. technisches Pflegehilfsmittel (monatlich bis zu 23 Euro),
  • die Pauschalförderung von zum Verbrauch bestimmten Pflegehilfsmitteln von monatlich max. 40 Euro und
  • Pflegehilfsmittel, die im Hilfsmittelverzeichnis bzw. Hilfsmittelkatalog der Krankenversicherung gelistet sind.

Welche Pflegehilfsmittel gibt es bei Pflegegrad 2?

Bei Pflegegrad 2 werden folgende Pfleghilfsmittel bezuschusst:

  • Anschluss und Betrieb eines Hausnotrufsystems, ein „technisches Pflegehilfsmittel“ (monatlich bis zu 23 Euro für den Betrieb),
  • monatlich zum Verbrauch bestimmte Hilfsmittel im Wert von maximal 40 Euro wie z. B. Bettschutzeinlagen, Einmalhandschuhe und Desinfektionsmittel,
  • medizinische Hilfsmittel für Senioren und Pflegehilfsmittel, die im Hilfsmittelverzeichnis bzw. Hilfsmittelkatalog aufgeführt sind.

Welche Pflegehilfsmittel gibt es bei Pflegegrad 3?

Wurde der Pflegegrad 3 bei einem Versicherten bescheinigt, erhält dieser Zuschüsse für Pflegehilfsmittel. Dies können sein:

  • die Pauschalförderung von zum Verbrauch bestimmten Hilfsmitteln von monatlich 40 Euro,
  • Zuschüsse für Anschluss und Betrieb eines Hausnotrufsystems, eines sogenannten technischen Pflegehilfsmittels (bis zu 23 Euro monatlich) und
  • Pflegehilfsmittel, die in dem jeweiligen Hilfsmittelverzeichnis bzw. Hilfsmittelkatalog gelistet sind.

Welche Pflegehilfsmittel gibt es bei Pflegegrad 4?

Bei Versicherten mit Pflegegrad 4 besteht Anspruch auf:

  • monatlich bis zu 40 Euro für zum Verbrauch bestimmte Hilfsmittel wie z. B. Einmalhandschuhe, Desinfektionsmittel und Bettschutzeinlagen,
  • Zuschüsse für technische Hilfsmittel wie z. B. den Betrieb eines Hausnotrufsystems (monatlich bis zu 23 Euro) sowie
  • die im Hilfsmittelverzeichnis bzw. Hilfsmittelkatalog gelisteten Pflegehilfsmittel.

Welche Pflegehilfsmittel gibt es bei Pflegegrad 5?

Menschen mit Pflegegrad 5 haben Anspruch auf Pflegehilfsmittel der Pflegeversicherung und medizinische Hilfsmittel der Krankenversicherung. Sie erhalten somit:

  • monatlich bis zu 40 Euro für zum Verbrauch bestimmte Hilfsmittel wie z. B. Einmalhandschuhe, Desinfektionsmittel und Bettschutzeinlagen,
  • Zuschüsse für technische Hilfsmittel wie z. B. den Betrieb eines Hausnotrufsystems (monatlich bis zu 23 Euro) sowie
  • Pflegehilfsmittel, die im Hilfsmittelverzeichnis bzw. Hilfsmittelkatalog gelistet sind.

Wie beantrage ich Pflegehilfsmittel?

  1. Sie beantragen die Kostenübernahme für Pflegehilfsmittel bei Ihrer Pflegekasse.
  2. Eine Vorlage für einen solchen Antrag können Sie von der Krankenkasse erhalten.
  3. Sie können die Pflegehilfsmittel über einen Dienstleister bestellen, wie z. B. über curabox von pflege.de. Hier übernehmen wir für Sie die Antragstellung. Sie füllen dafür einmalig ein Formular aus und der Kundenservice übernimmt alles Weitere in Ihrem Namen. Sie erhalten im Anschluss monatlich ein Pflegepaket mit Pflegehilfsmitteln zum Verbrauch im Wert von 40 Euro.

Wo beantrage ich Pflegehilfsmittel?

Die Kostenübernahme für Pflegehilfsmittel beantragen Sie bei der Pflegekasse. Eine Vorlage für den Antrag auf Pflegehilfsmittel stellt Ihnen Ihre Kasse zur Verfügung. Sofern Sie die Pflegehilfsmittel über einen Dienstleister, wie z. B die curabox von pflege.de erhalten, kann dieser die Antragstellung für Sie übernehmen. Privatversicherte reichen die Rechnung für Ihr Pflegepaket im Nachgang wie gewohnt bei Ihrer Kasse ein.

Was ist die curabox?

Die curabox ist ein Service von pflege.de, über den Sie Pflegehilfsmittel zum Verbrauch kostenlos und an Ihren persönlichen Bedarf angepasst erhalten.

Ihr individuelles Hilfsmittelpaket können Sie online zusammenstellen. Der Antrag auf Kostenübernahme bei Ihrer Pflegekasse wird für Sie übernommen. Sofern der Antrag von der Kasse bestätigt wird, erhalten Sie die curabox monatlich kostenfrei nach Hause geliefert.

Wie kann man sich die Pauschale von 40 Euro auszahlen lassen?

Die Auszahlung der 40 Euro Pauschale für Pflegehilfsmittel zum Verbrauch ist per Überweisung am Monatsanfang oder rückwirkend durch Einreichen der Rechnungen bei der Pflegekasse möglich. Eine nachträgliche Erstattung erfolgt nur nach Vorlage der Quittungen.

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Erstelldatum: 6102.10.82|Zuletzt geändert: 0202.70.12
Bildquelle
Bild 1: © Birgit Reitz-Hofmann / Fotolia.com, Bild 2: © Kzenon / Fotolia.com
Quelle 1: Bundesministerium für Gesundheit: Covid-19-VSt-SchutzV
https://www.bundesgesundheitsministerium.de/fileadmin/Dateien/3_Downloads/Gesetze_und_Verordnungen/GuV/C/COVID-19-VSt-SchutzV.pdf (letzter Abruf 15.06.2020)
Quelle 2: Hilfsmittelverzeichnis des GKV Spitzenverbandes
https://hilfsmittel.gkv-spitzenverband.de/hmvAnzeigen_input.action (letzter Abruf 15.06.2020)
Quelle 3: Richtlinien des GKV-Spitzenverbandes
https://www.kbv.de/media/sp/Richtlinien_doppelfunktionale_Hilfsmittel.pdf (letzter Abruf 17.06.2020)
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Justyna Mehls
Kundenbetreuerin bei der curabox

Justyna Mehls ist Kundenbetreuerin bei der curabox, einem Service von pflege.de, der kostenlose Pflegehilfsmittel an Pflegebedürftige schickt und diese direkt mit der Pflegekasse abrechnet. Die bedürftigen Familien zu unterstützen und sie rund um das Thema Pflegehilfsmittel für die häusliche Pflege zu beraten, ist Justyna eine Herzensangelegenheit.

Justyna Mehls beschreibt die Pflegehilfsmittel für die häusliche Pflege und appelliert an Familien, ihren gesetzlichen Anspruch auf Pflegehilfsmittel zu nutzen um sich damit den Pflegealltag zu erleichtern.

„…und wenn zwischenzeitlich Fragen auftauchen, rufen Sie mich gerne jederzeit an!“ – So beende ich meist meine Erstgespräche zur Beratung rund um die kostenlosen Pflegehilfsmittel, die anerkannt Pflegebedürftigen zustehen. Dieser Satz ist nicht nur eine Floskel, ich meine dies aufrichtig und ehrlich. Ich mache jeden Tag wieder die Erfahrung, dass viele Angehörige nicht wissen, was Ihnen gesetzlich zusteht, wenn es plötzlich um die Pflege der Liebsten geht. Und mein größtes Anliegen in meinem Beruf ist, Familien über ihren gesetzlichen Anspruch aufzuklären.

Laut § 40 Abs. 2 SGB XI haben anerkannt Pflegebedürftige nämlich Anspruch auf Pflegehilfsmittel zum Verbrauch im Wert von bis zu 40 Euro pro Monat, die von der Pflegekasse voll erstattet werden. Dazu gehören folgende sechs Produkte:

  1. Bettschutzeinlagen zum Einmalgebrauch
  2. Einmalhandschuhe
  3. Händedesinfektionsmittel
  4. Flächendesinfektionsmittel
  5. Mundschutz
  6. Einwegschutzschürzen.

Welches Hilfsmittel für welchen Zweck?

Mein größtes Anliegen? Familien über ihren gesetzlichen Anspruch aufzuklären!
Justyna Mehls

Diese sechs Pflegehilfsmittel sollen pflegende Angehörige bei der täglichen Pflege ihrer Angehörigen, Nachbarn und Freunde unterstützen und sowohl den Pflegebedürftigen als auch sich selbst schützen. Ein Mundschutz hilft beispielsweise präventiv dabei, die Ansteckungsgefahr bei Krankheit oder in der Grippesaison möglichst gering zu halten. Einwegschutzschürzen leisten gute Dienste, wenn Angehörige ihre pflegebedürftigen Eltern oder Ihren Partner auch duschen oder baden, und Desinfektionsmittel finden im häuslichen Bereich vielfach Verwendung: Sterilium desinfiziert die Hände und Bacillol unterstützt bei der hygienischen Reinigung von Oberflächen und Hilfsmitteln. Solche praktischen Tipps gebe ich auch gerne an Familien weiter. In den meisten Telefongesprächen schildern mir Familien kurz das Krankheitsbild oder den Pflegebedarf ihres Angehörigen, so dass wir danach gemeinsam überlegen, welche Hilfsmittel bei der täglichen Pflege individuell helfen können. Bei Inkontinenz empfehle ich zum Beispiel meistens eine Kombination aus Einmalhandschuhen, Desinfektionsmittel und Bettschutzeinlagen.

Info
Waschbare Bettschutzeinlagen

Gemäß der Rückmeldung vieler Familien erweisen sich bei Inkontinenz auch die waschbaren Bettschutzeinlagen als sehr hilfreich. Die sind aus einem angenehmen textilen Vlies und verrutschen nicht so leicht wie die Einmal-Bettschutzeinlagen aus Polyethylen und Zellstoff. Viele Betroffene finden das angenehmer und fühlen sich damit sicherer. Die waschbaren Bettschutzeinlagen gehören zu einer anderen Produktgruppe (PG 51), werden aber von der Pflegekasse zusätzlich zur curabox genehmigt. Wenn Patienten gesetzlich nicht zuzahlungsbefreit sind, müssen sie einen Eigenanteil von max. 2,60 Euro pro Bettschutzeinlage bezahlen. Die Pflegekasse genehmigt bis zu vier Bettschutzeinlagen pro Jahr.

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„Ich möchte die Menschen ermutigen, ihren gesetzlichen Anspruch zu nutzen“

Expertenmeinung
Justyna Mehls
Justyna Mehls

Mein Praxistipp:
Den Zuschuss für die Pflegehilfsmittel von bis zu 40 Euro pro Monat bekommen Pflegebedürftige zusätzlich zu anderen Pflegeleistungen und werden beispielsweise nicht vom Pflegegeld oder der Pflegesachleistung abgezogen. Nutzen Sie daher Ihren Anspruch!

Neben der Beratung zum individuellen Bedarf an Pflegehilfsmitteln, steht meistens auch die Aufklärung über den gesetzlichen Anspruch im Fokus. Im Kontakt mit Familien merke ich jeden Tag wieder, dass Aufklärungsbedarf über die rechtlichen Ansprüche besteht. Viele wissen nicht, dass ihnen die Pflegehilfsmittel bei anerkanntem Pflegegrad kostenlos zustehen und kaufen Einmalhandschuhe etc. auf eigene Kosten im Drogeriemarkt. Dabei leisten Pflegende ohnehin schon Großes, so dass die Arbeit und finanzielle Belastung zumindest durch kostenlose Hilfsmittel etwas erleichtert werden kann. Daher ist es mir ein besonderes Anliegen, Menschen zu bestärken und sie zu ermutigen, auf ihren Anspruch zu bestehen.

Wichtig zu wissen ist, dass nur die sechs beschriebenen Hilfsmittel zur sog. Produktgruppe 54 gehören und demnach monatlich von der Pflegekasse voll erstattet werden. Viele Familien fragen mich beispielsweise auch nach Verbandmaterial oder Körperlotionen – diese Produkte sind im Hilfsmittelkatalog der Pflegekassen jedoch nicht gelistet und müssen daher privat finanziert werden.

Info
curabox: Was ist das eigentlich?

Die curabox ist ein kostenloser Service von pflege.de für Familien mit pflegebedürftigen Angehörigen. Die curabox beinhaltet Pflegehilfsmittel zum Verbrauch (PG 54), die monatlich in Höhe von 40 Euro von der Pflegekasse finanziert werden. pflege.de berät Familien zu ihrem individuellen Bedarf, übernimmt die Abrechnung mit der Pflegekasse und liefert die Box monatlich an die Familien aus.

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Die größten Sorgen von pflegenden Angehörigen? Der bürokratische Aufwand!

Eines der Themen, welches viele Angehörige am meisten bewegt, ist die Abrechnung mit den Pflegekassen. Viele pflegende Angehörige kümmern sich neben Familie und Beruf um die Pflege der Eltern, Großeltern, Freunde oder Ehepartner, so dass sie wenig Zeit haben und ohnehin stark ausgelastet sind. Sie bewegen Fragen wie „Wie beantrage ich die Pflegehilfsmittel bei der Pflegekasse?“, „Was passiert, wenn sich der Bedarf an Pflegehilfsmitteln ändert?“ und „Wie komme ich an das Geld von der Pflegekasse?“ – All diese Fragen beantworte ich gerne und kann sie den Familien sogar komplett abnehmen, indem ich die Kostenübernahme für sie beantrage und die Hilfsmittel direkt mit der Pflegekasse verrechne. Sie müssen sich dann um nichts kümmern und bekommen die Hilfsmittel, die Sie brauchen, Monat für Monat von uns nach Hause geschickt.

Wenn sich im Laufe der Monate einmal der Bedarf ändert, sei es der Pflegebedarf an sich oder weil man in der Grippezeit kurzfristig einen Monat lang Mundschutze braucht, die man sonst nicht nutzt, kann ich das auf kurzem Wege organisieren. Zudem empfehle ich allen Familien, gerade zu Beginn die Pakete durchzuwechseln und unterschiedliche Produkte auszuprobieren, damit man merkt, womit man gut arbeiten kann und was einem selbst, aber auch den Pflegebedürftigen hilft.

Wenn unterschiedliche Personen bei der Pflege mithelfen, kann man zum Beispiel auch Monat für Monat die Handschuhgrößen variieren, so dass sowohl für die Enkelin in Größe S als auch für den Pfleger in Größe L Einmalhandschuhe vorhanden sind. So kann man jeden Bedarf abdecken und jede Pflegeperson kann die Pflegehilfsmittel nutzen. Falls man von allem zu viel hat, kann man auch einen Monat mal ganz pausieren.

Tipp
Mein Tipp an Familien

Ich empfehle Familien immer, dass sie sich mit Gleichgesinnten austauschen sollen und sich auch proaktiv zu Fragen informieren – entweder bei uns oder bei den Kassen und Verbänden. Alle haben ihr Leben lang Beiträge in die Pflegekasse einbezahlt, so dass sie jetzt bei Bedarf auch Leistungen in Anspruch nehmen sollen, die ihnen zustehen. Dabei muss man kein schlechtes Gewissen haben.

Expertenmeinung
Justyna Mehls
Justyna Mehls

Was sind die beliebtesten Produkte?

Handschuhe und Desinfektionsmittel, da sie einfach in vielfältigen Pflegesituationen die häusliche Pflege erleichtern.

Was sind die häufigsten Fragen von Familien? Welche Produkte für ihre individuelle Pflegesituation wirklich empfehlenswert sind. Und wie die Beantragung und Verrechnung bei der Kasse abläuft. Viele haben “Angst” vor dem bürokratischen Verwaltungs- und dem damit verbundenen Zeitaufwand, den wir ihnen aber komplett abnehmen können. Was liegt Kunden am meisten am Herzen? Dass ihre Angehörigen gut versorgt werden und es Hilfsmittel für ihre pflegerischen Tätigkeiten gibt. Bettschutzeinlagen erleichtern ja bei Inkontinenz auch die Versorgung im Alltag und es muss nicht jedes Mal das Bettzeug komplett gewaschen und neu bezogen werden. Wie findet man heraus, welche Produkte für den eigenen Pflegealltag am besten geeignet sind? Im Gespräch mit einem Berater oder durchs Ausprobieren. Die ersten beiden Lieferungen können von allem etwas beinhalten, so dass man herausfinden kann, was am besten zum persönlichen Pflegebedarf passt. Danach kann man seine individuelle Box zusammenstellen, die auf den eigenen Bedarf zugeschnitten ist.

Info
Unterschied zwischen Pflegehilfsmitteln zum Verbrauch und Inkontinenzmaterial

Ich erlebe sehr oft, dass Familien im Rahmen unserer curabox Inkontinenzmaterial in Form von Windeln oder Einlagen beziehen möchten. Die Inkontinenzschutzmittel gehören nicht zu der Produktgruppe 54 und können deshalb nicht in diesem Zuge in Anspruch genommen werden. Wir verweisen deshalb gerne an die entsprechenden Pflegekassen, um sich dort hinsichtlich entsprechender Kooperationspartner zu informieren.

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Erstelldatum: 7102.50.01|Zuletzt geändert: 9102.11.91
Erfahrungsbericht

Die curabox ist wirklich eine große Hilfe für uns

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Christa Martens
 
Christa Martens

Christa Martens pflegt und betreut ihren Lebensgefährten Günther Schmidt, der Pflegegrad 3 hat und bettlägerig ist. Zunächst hat sie die Pflege ihres Lebensgefährten allein bewerkstelligt. Seit September 2017 wird sie durch einen ambulanten Pflegedienst unterstützt.

Christa Martens pflegt ihren Lebensgefährten zuhause und erhält jeden Monat die curabox mit verschiedenen Pflegehilfsmitteln zum Verbrauch kostenfrei zugesendet: Inkontinenzunterlagen, Einmalhandschuhe und Desinfektionsmittel kommen im Pflegealltag von Frau Martens fast jeden Tag zum Einsatz. Für pflege.de berichtet sie, welche Pflegehilfsmittel-Produkte aus der curabox in welchen Pflegesituationen für sie nützlich sind.

Mein Name ist Christa Martens und ich bin am 01. Oktober 1938 geboren. Seit Anfang 2017 pflege und betreue ich meinen Lebensgefährten Günther Schmidt, der am 25. November 1930 geboren wurde. Im Mai 2017 hat er Pflegegrad 3 bekommen und ist zudem zu 100 Prozent als schwerbehindert eingestuft worden. Er ist chronisch krank und leidet an Morbus ulcerosa, einer Reizdarmerkrankung. Nach mehreren Krankenhausaufenthalten (zuletzt Ostern 2018) ist er mittlerweile auch bettlägerig. Für mich ist das nicht immer einfach. Zunächst habe ich die Pflege allein übernommen. Seit September 2017 bekommen wir Hilfe durch einen ambulanten Pflegedienst. Pflegehilfsmittel zum Verbrauch verwenden wir täglich. Die curabox ist daher sehr willkommen bei uns.

Hilfsmittel Martens Lebensgefährte

Günther Schmidt wird von seiner Lebensgefährtin zuhause gepflegt.

Die curabox – Ein Angebot, das wir dankend angenommen haben

Als ich vor ein paar Monaten im Internet nach Themen zur Pflege und Pflegeheimen gesucht habe, bin ich auf die Seite pflege.de gestoßen. Ich habe mich dort länger umgeschaut und nach Infos gesucht und schließlich über ein Formular um Rückruf gebeten. Kurze Zeit später meldete sich eine Mitarbeiterin von pflege.de telefonisch bei mir. Sie erklärte mir, welche Möglichkeiten wir zur Unterstützung in der Pflege haben und dass wir monatlich die curabox mit Hilfsmitteln im Wert von bis zu 40 Euro kostenlos erhalten können. Das geht, weil in unserem Fall ein gesetzlicher Anspruch auf Pflegehilfsmittel zum Verbrauch besteht. Dieses Angebot des 40 Euro-Pflegepakets haben wir natürlich dankend angenommen. Seitdem freue ich mich darüber, die Pflegehilfsmittel gratis mit der curabox jeden Monat zugesendet zu bekommen – und das ganz unauffällig in einem neutralen Paket per Post. Die curabox ist eine große finanzielle Hilfe für uns. Und die Produkte in der curabox erleichtern uns den Pflegealltag sehr. Für mich sind vor allem die Desinfektionsmittel, die Bettschutzeinlagen und die Einmalhandschuhe ein großer Zugewinn.

Hilfsmittel Martens Hund

Ein neues Familienmitglied bringt Leben in den Pflegealltag.

So sieht mein Pflegealltag aus

Unser Tag beginnt für mich damit, dass ich aufstehe und mich wasche und anziehe. Dann bereite ich das Frühstück vor und mache meinen Schatz anschließend untenherum frisch. Da er währenddessen im Bett liegt und das Laken beim Waschen nicht feucht werden soll, benutze ich dafür die Einweg-Bettschutzeinlagen aus der curabox. Diesen Tipp, Einweg-Unterlagen zu verwenden, habe ich von den Mitarbeitern des Pflegedienstes bekommen. Und der Rat war wertvoll: Würde ich diese Unterlagen nicht nutzen, hätte ich jede Woche einen Berg Weißwäsche zu waschen. Die Unterlagen sind durch die weiche Oberfläche sehr bequem und wenn sie schmutzig werden, werfe ich sie einfach weg.

Nach dem Waschen frühstücken wir zusammen am Betttisch. Danach räume ich ab, mache das Bad sauber und bringe die Wohnung in Ordnung. Je nach Bedarf kommt dann auch das Flächen-Desinfektionsmittel zum Einsatz. Zwischenzeitlich ist der Pflegedienst da und übernimmt die Grundpflege meines Mannes. Ich kümmere mich derweil um den Einkauf und bereite anschließend das Mittagessen zu. Nach dem Essen räume ich ab, spüle das Geschirr und mache anschließend eine halbe Stunde Pause. Später bereite ich den Kaffee für uns beide vor, den wir dann am Nachmittag zusammen genießen.

Würde ich die Bettschutz-Unterlagen nicht nutzen, hätte ich jede Woche einen Berg Weißwäsche zu waschen.
Christa Mertens

Wenn es Günther gut geht, unterhalten wir uns über alles und jedes oder jeden. Viel spricht er aber mittlerweile nicht mehr, ich sitze dann oft nur am Bett und halte seine Hand. Das ist nicht immer einfach für mich. Irgendwann habe ich mit ihm darüber gesprochen. Dass ich mich auch einmal von der Pflegesituation ablenken muss, hat er gleich verstanden. Wir haben deshalb gemeinsam beschlossen, einen Hund zu kaufen und nun haben wir einen quirligen Cocker-Pudel-Mischling, der Leben in die Bude bringt. Er ist vier Monate alt und tut mir und unserem Alltag sehr gut.

Einmalwaschlappen wären hilfreich! Die Hilfsmittelpauschale und ihre Grenzen

Unsere Abende sehen so aus: Um 18.00 Uhr mache ich uns das Abendessen und räume anschließend auf. Um 19.30 Uhr kommt der Pflegedienst und macht meinen Schatz für die Nacht fertig. Dabei kommen natürlich nochmal die Pflegehilfsmittel zum Verbrauch zum Einsatz, denn auch für die Arbeit des Pflegedienstes sind Einmalhandschuhe und Desinfektionsmittel sehr wichtig. Diese werden jedoch meist zusätzlich vom Pflegedienst mitgebracht.

Hilfsmittel Martens Portrait

Unzertrennlich: Christa Martens und ihr Lebensgefährte Günther Schmidt.

Ich sehe derweil ein bisschen fern oder mache Kreuzworträtsel. Oft koche ich meinem Liebling noch einen Tee oder stelle ihm einen Becher Wasser für die Nacht hin. Manchmal muss ich ihm vor dem Schlafen noch einmal beim sauber machen helfen. Was mir dabei sehr hilft, sind Waschlappen für den einmaligen Gebrauch. Die muss ich allerdings selbst kaufen. Leider gehören die Einmalwaschlappen nämlich noch nicht zur Hilfsmittelpauschale, also dem gesetzlichen Anspruch für Pflegebedürftige, die zuhause gepflegt werden. Ich finde es natürlich trotzdem gut, dass ich als pflegende Angehörige per Gesetz mit Hilfsmitteln zum Verbrauch unterstützt werde. Die curabox ist dabei für mich eine tolle Lösung.

Bilder: ©Christa Martens

Erstelldatum: 9102.20.41|Zuletzt geändert: 0202.40.8
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© Christa Martens
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© Robert Kneschke / Fotolia.com
Interview

Pflegehilfsmittel gratis nach Hause geschickt bekommen – 7 Fragen zur Pflegehilfsmittel-Pauschale und zur curabox

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Justyna Mehls
Im Interview
Justyna Mehls
Kundenbetreuerin bei der curabox

Justyna Mehls ist Kundenbetreuerin bei der curabox, einem Service von pflege.de, der kostenlose Pflegehilfsmittel an Pflegebedürftige schickt und diese direkt mit der Pflegekasse abrechnet. Die bedürftigen Familien zu unterstützen und sie rund um das Thema Pflegehilfsmittel für die häusliche Pflege zu beraten, ist Justyna eine Herzensangelegenheit.

Personen mit anerkanntem Pflegebedarf haben einen monatlichen Anspruch auf Pflegehilfsmittel zum Verbrauch im Wert von bis zu 40 Euro. Die Kosten übernimmt die Pflegekasse des Versicherten. Für diesen Betrag können Versicherte u. a. Mundschutz, Desinfektionsmittel für Flächen & Hände oder Bettschutzeinlagen erhalten. Die curabox ist ein Service von pflege.de., der diese Hilfsmittel individuell zusammenstellt und jeden Monat kostenlos verschickt. Die 7 häufigsten Fragen zur curabox beantwortet Justyna Mehls.

1. Ist die curabox wirklich kostenlos?

Ja. Und das steht so auch im Gesetz: Gemäß § 78 Absatz 1 in Verbindung mit § 40 Absatz 2 SGB XI stehen Versicherten bei Erfüllung aller Voraussetzungen für 40 Euro Pflegehilfsmittel zum Verbrauch gesetzlich zu. Ohne Paragrafen ausgedrückt heißt das: Einen Anspruch haben diejenigen Versicherten, die einen anerkannten Pflegegrad haben und die zuhause gepflegt werden.

Sollten Sie privat versichert sein, so erhalten Sie wie gewohnt eine Rechnung, welche Sie zunächst bei pflege.de begleichen. Anschließend ist diese bei Ihrer Kasse voll erstattungsfähig. Die Versandkosten der curabox werden in jedem Fall von pflege.de übernommen – ob Sie gesetzlich oder privat versichert sind.

2. Was genau ist in der curabox enthalten?

In der curabox enthalten sind Pflegehilfsmittel gemäß der Produktgruppe 54 des Hilfsmittelverzeichnisses der Krankenkassen und Pflegekassen. Zu der Produktgruppe 54 gehören

  • Bettschutzeinlagen zum Einmalgebrauch
  • Handschuhe
  • Hände- und Flächendesinfektionsmittel
  • Mundschutz und
  • Schutzschürzen.
curabox-Kunden schätzen, dass die Hände- und Flächendesinfektionsmittel unterschiedliche Farben haben und deswegen bei älteren und sehbehinderten Menschen leicht auseinandergehalten werden können.
Justyna Mehls

3. Sind die waschbaren Bettschutzeinlagen auch in der curabox enthalten?

Nicht ganz. Die waschbaren Bettschutzeinlagen gehören zu den Hilfsmitteln der Produktgruppe 51 und werden neben der curabox zusätzlich von pflege.de angeboten. Bis zu vier Bettschutzeinlagen werden pro Jahr von der Pflegekasse genehmigt und können entsprechend geliefert werden.

Die Lieferung erfolgt in einem separaten Paket, das genauso unauffällig aussieht wie die curabox.

Wir hören immer wieder, dass die Bettschutzeinlagen gerade bei offenen Wunden sehr hilfreich sind. Sie tragen außerdem dazu bei, dass nicht so viel Schmutzwäsche entsteht.
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4. Bieten Sie auch Inkontinenzschutzmittel an?

Nein. Das Inkontinenzmaterial gehört zu einer anderen Pauschale und kann deshalb nicht im Rahmen der curabox angeboten werden. Mein Tipp: Lassen Sie sich ein Rezept vom Hausarzt verschreiben. Damit können Sie die Hilfsmittel wie Inkontinenzmaterialien über die Apotheke oder ein Sanitätshaus beziehen.

Inkontinenzmittel können zusätzlich zu den kostenlosen Pflegehilfsmitteln genutzt werden. Der Anspruch auf Pflegehilfsmittel zum Verbrauch (z.B. durch die curabox) und der Anspruch auf Inkontinenzmaterialien durch ein Rezept vom Arzt schließen sich nicht aus.

5. Kann ich den Inhalt meiner curabox ändern?

Ja, das geht ganz unkompliziert. Der Inhalt der curabox kann jeden Monat angepasst werden. Teilen Sie uns Ihren Änderungswunsch einfach zum Ende des Monats mit. Das geht entweder telefonisch oder per E-Mail. Ab dem darauffolgenden Monat wird die curabox dann bereits mit der neuen Zusammenstellung geliefert.

Wenn gewollt, erstellen wir also jederzeit individuelle curaboxen mit genau den Produkten, die der Kunde haben möchte. Natürlich müssen diese Produkte in der Produktgruppe 51 und/oder 54 aufgelistet und genehmigt sein.

Ein großer Vorteil bei der curabox ist, dass die Handschuhgrößen im monatlichen Wechsel geliefert werden können, wenn zum Beispiel Vater und Tochter die Mutter pflegen.
Justyna Mehls
Pflegehilfsmittel gratis: 7 Fragen zur curabox Justyna Mehls

Unterstützt Familien, Pflegehilfsmittel gratis zu beziehen: curabox-Kundenbetreuerin Justyna Mehls

6. Wir vermissen unsere curabox. Wann kommt sie bei mir zuhause an?

Sie erhalten von uns jeden Monat eine E-Mail mit einer Sendungsverfolgungsnummer, so dass Sie den Liefertermin der curabox stets im Blick haben. Die Pakete bekommen Sie Anfang, Mitte oder Ende des Monats, das bestimmen Sie selbst. Den Turnus können Sie übrigens jeden Monat ändern. Melden Sie sich einfach zum Ende des Monats für den Folgemonat.

Übrigens: Die curabox kommt sehr termingenau an. Mit Lieferschwierigkeiten haben wir glücklicherweise nicht zu kämpfen, da wir zuverlässige Partner haben. Wenn sich doch einmal eine Verzögerung ergibt, fassen wir persönlich für Sie bei unseren Lieferanten nach und erfragen den exakten Sendungsstatus.

7. Ich benötige die curabox nicht jeden Monat. Welche Alternativen können Sie mir bieten?

Das ist kein Problem. Wir stellen gerne individuelle Sendungsintervalle für Sie ein. Auch wenn die Lieferung für eine kurze Zeit ausgesetzt werden soll, können wir dies berücksichtigen. Sie erhalten Ihre curabox dann ganz einfach auf Abruf. Kontaktieren Sie uns rechtzeitig, um die Lieferung zu reaktivieren, damit die curabox wieder zum gewünschten Zeitpunkt bei Ihnen ankommt.

 

Erstelldatum: 9102.70.71|Zuletzt geändert: 9102.80.41
Bildquelle
pflege.de
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