Der Homelift: komfortabler Senkrechtlift fürs eigene Zuhause

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Treppenlift Homelift Senkrechtlift

Sie möchten Ihr Wohnumfeld barrierefrei gestalten, weil die Treppe allmählich zum Hindernis wird? Doch das Treppenhaus ist so eng oder verwinkelt, dass der Einbau eines Treppenlifts nicht infrage kommt? Dann ist der Einbau eines Homelifts in Ihr Zuhause die Lösung und vermutlich die beste Alternative, um künftig mühelos die Etagen wechseln zu können. Die Kabine eines solchen Lifts ist meist groß genug für einen Rollstuhl, so dass ihn auch Menschen mit starken Mobilitätseinschränkungen nutzen können. pflege.de erklärt, was ein Homelift ist, mit welchen Kosten man rechnen muss und gibt Tipps zur Auswahl und zum Kauf.

Inhaltsverzeichnis

Was ist ein Homelift?

Ein Homelift wird oft auch als „Senkrechtlift“, „Behindertenaufzug“ oder „Hauslift“ bezeichnet. Er transportiert Personen und Gegenstände von einer Etage senkrecht nach oben in die nächste und zurück. Im Grunde kann ein Homelift als Privataufzug verstanden werden. Technisch unterscheidet er sich allerdings von einem „normalen“ Aufzug, den man aus öffentlichen Gebäuden, Hotels usw. kennt.

Klassische Senkrechtaufzüge bestehen aus einem gemauerten oder betonierten Aufzugsschacht, in dem die Kabine von einer Haltestation zur nächsten fährt. Die meisten Wohnhäuser und Eigenheime haben jedoch nur selten Platz für den Einbau eines solchen Schachts, daher wäre der nachträgliche Einbau mit aufwändigen Bauarbeiten verbunden. – Dafür ist ein Homelift die komfortable Alternative.

Ein Homelift erfüllt den Zweck eines Senkrechtaufzugs und ist durch eine selbsttragende Konstruktion ohne große Umbauarbeiten zu realisieren. Im Gegensatz zum klassischen Senkrechtaufzug braucht ein Homelift auch keinen extra Technikraum, da alle für den Betrieb notwendigen technischen Elemente wie Motor oder Hebesystem in der Anlage selbst untergebracht sind. Bei Hydraulikanlagen steht das Hydraulikaggregat manchmal auch separat in einem Hauswirtschaftsraum oder einem Schrank – dadurch ist die Anlage leiser. Homelifte sind grundsätzlich für den Außen- und Innenbereich geeignet und können dabei Höhen bis zu 17 m überwinden und bis zu sieben Haltestellen erreichen. Eine Tragkraft von 300 kg ist für einen Homelift im Allgemeinen kein Problem, bei den meisten Modellen liegt sie deutlich darüber und kann bis zu 600kg aufgestockt werden. Selbst für den Transport von schweren Elektrorollstühlen und deren Fahrer sind Homelifte eine sichere Liftvariante.

Info

Homelift als Transportmittel für die ganze Familie

Neben der gewonnenen Selbstständigkeit, Mobilität und Sicherheit für bewegungseingeschränkte Menschen bietet ein Homelift auch großen Komfort für andere Personen im Haushalt. Sind Sie z. B. pflegender Angehöriger, schafft ein Lift im Haus eine enorme Entlastung: Sie können von Pflegehilfsmitteln und Beatmungsgeräten über Getränkekisten bis hin zum Rollator alles vergleichsweise einfach und ohne großen Kraftaufwand nach oben und unten transportieren.

Homelift Kaufratgeber: Darauf sollten Sie beim Kauf eines Homelifts achten

Ein Homelift ist eine Investition über mehrere Tausend Euro, so dass Sie sich für die Entscheidung Zeit nehmen sollten. Die Checkliste von pflege.de soll Ihnen helfen, die Modelle und Angebote der Hersteller zu vergleichen und das für Sie oder Ihren Angehörigen richtige Modell zu finden.

  • Welche Größe hat die Anlage inklusive des selbsttragenden Schachtgestells?
  • Transportiert der Homelift die Personen auf einer Plattform mit nach oben offenem Fahrkorb oder in einer Kabine?
  • Wie groß sind die Kabinenabmessungen? Reicht die Größe für Ihre Zwecke?
  • Welche Türabmessungen hat der Homelift? Passt unter anderem ein Rollstuhl hindurch?
  • Haben Sie die Wahl zwischen unterschiedlichen Verkleidungen des Gestells? Meist kommen Glas oder Metallausfachungen zum Einsatz. Welches Material passt besser zum Haus?
  • Wie laut ist der Lift im Betrieb? Lassen Sie sich die Lautstärke am besten an einem Referenzlift vorführen.
  • Sagt Ihnen die Anordnung der Bedienung zu? Ist das Bedientableau selbsterklärend und intuitiv bedienbar? Gibt es zusätzlich zu den Bedientableaus im Lift und an jeder Haltestelle die Möglichkeit, den Aufzug per Funk oder via Sprachmodul zu steuern?
  • Gibt es optische Anzeigen?
  • Setzen sich die Bedienelemente kontrastreich ab?
  • Welche Energieversorgung ist verbaut? Die meisten Homelifte sind elektrisch betrieben. Oft reicht sogar nur eine herkömmliche Steckdose als Anschluss aus. Manche Modelle sind autark, da sie ihre Energie aus Solarzellen erhalten.
  • Welcher Antrieb passt zu Ihrem Homelift? Weit verbreitete Antriebsvarianten für Homelifte sind Hydraulik- und Spindelantriebe. Hydraulisch betriebene Lifte sind häufig sehr leise, Spindelantriebe hingegen wartungsarm.
  • Welche maximale Förderhöhe brauchen Sie? Wie viele Etagen soll der Lift überwinden? Für Behindertenlifte ist die Förderhöhe laut Maschinenrichtlinie auf maximal 20 m begrenzt.
  • Mit welcher Fahrgeschwindigkeit bewegt sich der Lift? Behindertenlifte dürfen laut Maschinenrichtlinie etwa 15 cm/sec zurücklegen.
  • Ist ein Spiegel im Liftraum vorgesehen? Dieser erleichtert dem Rollstuhlfahrer beim Rückwärtsfahren aus dem Lift das Erkennen von Hindernissen, die hinter ihm liegen.
  • Ist die Beleuchtung im Lift ausreichend? Testen Sie auch dies an einem Referenzlift.
Treppenlift
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Treppenlift-Ratgeber: Welches Modell für welchen Zweck?
Tipp

Machen Sie eine Probefahrt mit einem Homelift oder dem bereits präferierten Modell! So finden Sie am schnellsten heraus, ob die Bedienung, die Geräuschentwicklung im Betrieb, die Größe und alle Eigenschaften des Lifts Ihren Erwartungen entsprechen und ob Sie und Ihr Angehöriger sich dabei wohlfühlen.

Senkrechtlift außen anbringen – Tipps zum Einbau

Senkrechtlifte gibt es sowohl für den Innen- als auch für den Außenbereich. Manche Modelle montiert der Fachmann direkt an die Außenwand, andere wiederum sind komplett freistehend. Eine Außenaufstellung ist immer dann empfehlenswert, wenn innen kein oder nur wenig Platz für den Lift vorhanden ist oder der Einbau eines Homelifts große Umbaumaßnahmen mit Nutzungsänderungen von Räumen zur Folge hätte. Von außen muss der Zugang zu den einzelnen Etagen über die Hauswand erfolgen. Dazu nutzen Einbaufirmen in vielen Fällen bestehende Balkontüren oder Fensteröffnungen, so dass sich die Umbauten innerhalb des Hauses im Rahmen halten. Optisch können Sie Behindertenaufzüge außen an die Fassade des Hauses anpassen: Wenn etwa die Profile des Schachtsystems an die Fensterrahmen farblich und im Material angeglichen werden, sieht hinterher nur noch der Experte, dass die Liftanlage erst nachträglich angedockt wurde.

Entscheiden Sie sich dafür, den Behindertenlift außen anzubringen, so müssen alle verbauten Materialien unbedingt korrosionsbeständig sein.

Sicherheitsbestimmungen für Homelifte und Senkrechtlifte

Ab einer Förderhöhe von 3 m muss der Homelift von einem Sachverständigen, meist von Dekra oder TÜV, nach dem Einbau abgenommen werden. Seriöse Einbaufirmen organisieren diese Abnahme für Sie, so dass Sie sich um nichts kümmern müssen. Ab 3 m Förderhöhe sind im Übrigen auch wiederkehrende Prüfungen der Aufzuganlage vorgeschrieben. Wenn eine Baugenehmigung erforderlich ist, brauchen Sie einen Architekten bzw. Bauvorlageberechtigten, der die entsprechenden Anträge stellt und für die Einhaltung der rechtlichen Vorschriften verantwortlich ist. Er überprüft dann z. B. auch bei größeren Deckenöffnungen die Statik des Hauses. Sollten Sie selbst keinen Architekten kennen, vermittelt Ihnen in der Regel der Liftbauer einen kompetenten Planer in Ihrer Nähe.


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Homelift: Kosten und Fördermöglichkeiten

Ein Homelift kostet in der Regel mehr als ein Treppenlift und die Preise bewegen sich zwischen 18.000 und 40.000 Euro – je nach der Größe der Anlage. Die Preisspanne ist breit, da auch die Homelifte sehr unterschiedlich sind: Von der Überwindung einer Etage mit einem Fahrkorb bis hin zum komfortablen Kabinenlift bis in den vierten Stock ist alles möglich. Zusätzliches Geld kostet ein Architekt. Benötigen Sie den Planungsexperten zur Statikprüfung, geht das ebenfalls mit Mehrkosten einher.

Treppenlift Kosten
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Treppenlift: Preise und Kostenübernahme im Überblick

Dennoch ist der Einbau eines Homelifts eine gute Alternative zum Heimplatz oder dem Umzug in eine barrierefreie Wohnung, so dass sich die Kosten innerhalb von ein paar Jahren lohnen können. Daneben fördern unterschiedliche Anlaufstellen die Treppenlift-Kosten wie zum Beispiel:

  • Die KfW: Sie unterstützt Homelifte über ihr Programm „Altersgerecht Umbauen“ mit Zuschüssen oder einem zinsgünstigen Darlehen.
  • Die Pflegekasse: Pflegebedürftige können unter bestimmten Voraussetzungen bis zu 4.000 Euro Zuschuss iM Rahmen der Wohnraumanpassung erhalten.
  • Daneben gibt es noch zahlreiche weitere staatliche und institutionelle Förderprogramme, die Sie unter Umständen in Anspruch nehmen können.
Tipp

Seriöse Homelifte-Hersteller erkennen Sie daran, dass sie sich vor der Angebotserstellung vor Ort ein Bild von der Einbausituation machen. Denn der Liftbauer muss den Homelift immer individuell anpassen. Auch ist nicht unbedingt an jeder Stelle eine Liftmontage möglich. Nur wenn der Fachmann die Lage vor Ort kennt, kann er Ihnen eine vernünftige Kostenschätzung geben.

Senkrechtlift gebraucht kaufen – eine Alternative zum Neukauf?

Weil Homelifte immer Maßanfertigungen sind, gibt es nur selten Senkrechtlifte gebraucht zu kaufen. Darüber hinaus muss eine Liftanlage hohen Sicherheitsanforderungen entsprechen, weshalb man gebrauchte Homelifte ausschließlich über einen Fachbetrieb kaufen und montieren lassen sollte. Bedenken Sie, dass der Gebrauchtkauf eines Homelifts Risiken birgt:

  • Je nach Alter des Homelifts kann der Verschleiß an den Einzelteilen hoch sein; manchmal ist es schwierig, Ersatzteile für einen gebrauchten Lift zu bekommen.
  • Bei älteren Modellen entspricht die Sicherheitseinrichtung am Lift gegebenenfalls nicht mehr den aktuell gültigen Standards.
  • Ältere Homelifte können einen deutlich höheren Energieverbrauch als moderne Modelle haben.
  • Bei einem Homelift ist eine regelmäßige Wartung Pflicht. Lassen Sie sich die regelmäßige Wartung unbedingt vom Voreigentümer bestätigen.
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Gebrauchter Treppenlift – lohnt sich die Anschaffung?

Legen Sie die Kauf- und Modernisierungskosten genau gegenüber und checken Sie, wie viel Sie wirklich sparen. Gebrauchte Senkrechtlifte sind zwar in der Anschaffung günstiger als neue Homelifte, können aber nach der Inbetriebnahme durch die genannten Aspekte einiges an Mehrkosten verursachen.

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Erstelldatum: .82.106102|Zuletzt geändert: .7.809102
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