Gedächtnistraining für Senioren: Rätsel & Gehirnjogging

Gedächtnistraining für Senioren

Eine PIN fürs Konto, die Telefonnummer der Tochter oder der Türcode für die Garage: Der Alltag verlangt unserer Merkfähigkeit eine ganze Menge ab. Manchmal schon in jungen Jahren, aber vor allem im Alter lässt unsere Gehirnleistung merklich nach. Das kann für Betroffene sehr frustrierend sein. Abhilfe schaffen sollen sog. Gehirnjogging oder Gedächtnistraining, die sich unter Senioren mittlerweile zu wahren Trendsportarten entwickelt haben. Quiz, Rätsel und Spiele machen meistens auch noch richtig Spaß, bringen Abwechslung und Schwung in das Leben von Senioren. pflege.de stellt verschiedene Übungen vor, die sich entweder gemeinschaftlich spielen lassen oder mit denen Senioren allein ihr Gedächtnis trainieren.

Inhaltsverzeichnis

Was ist Gedächtnistraining für Senioren?

Beim Gedächtnistraining geht es darum, Alltagsfähigkeiten gezielt zu trainieren, sich z. B. Zahlen besser zu merken oder Sprach- oder Gedächtnisstörungen entgegenzuwirken, wie etwa nach einem Schlaganfall, bei Demenz oder im Alter. Gedächtnistraining wirkt sich außerdem positiv aus, weil es Spaß, Erfolgserlebnisse und gemeinsame Zeit in den Alltag bringen kann.

Übungen zum Gedächtnistraining oder Gehirnjogging für ältere Menschen liegen im Trend: Es gibt eine Fülle von Websites, Büchern und Spielen für geistig fitte Senioren, aber auch für Menschen mit Demenz.

Tipp
Den Kopf fit halten: Mit diesen 5 Tipps zum regelmäßigen Gedächtnistraining

Genauso wie Bewegung im Alltag die Muskeln trainiert, sollte auch das Gedächtnis trainiert und beansprucht werden. So klappt’s mit dem regelmäßigen Gedächtnistraining:

  1. Machen Sie Übungen, die Ihnen Spaß machen.
  2. Bauen Sie in die mentalen Übungen auch Bewegungsübungen ein, die Sie z. B. auch beim Seniorensport machen.
  3. Besuchen Sie Spiele-Gruppen und trainieren Sie gemeinsam.
  4. Überfordern Sie sich nicht.
  5. Machen Sie lieber mehrere kleine Einheiten als eine lange.

Gedächtnistraining im Seniorenheim

Die Aktivierung der Bewohner ist für Senioren- und Pflegeheime Auftrag und Verpflichtung zugleich. Es mangelt in den Einrichtungen nicht an Bingo-Nachmittagen, Rätsel- und Gehirnjoggingstunden. Die Effekte sind ebenso eindrücklich wie berührend: Gehirntrainings verbessern nicht nur das Denkvermögen der Bewohner. Sie werden auch lebhafter, erzählen mehr und fühlen sich allgemein wohler.

Gedächtnistraining für Demenzkranke

Es braucht nicht nur Beschäftigung bei Demenz – demente Menschen können durchaus kleine Herausforderungen bestehen. Zu den Klassikern der Aktivierung bei Demenz zählt die sog. 10-Minuten-Aktivierung, die Ute Schmidt-Hackenberg entwickelte (s. Quelle 1). Auch wenn mit dieser Aktivierung eher professionelle Betreuungskräfte in den Altenheimen angesprochen sind, können Sie diese Aktivierung genauso gut als pflegender Angehöriger zuhause durchführen. Die 10-Minuten-Aktivierung zielt darauf ab, die Sinne anzuregen sowie Körper und Geist zu aktivieren. Es können positive Erinnerungen über verschiedene Wege aus dem Langzeitgedächtnis wachgerufen werden, die der Betroffene erlebt hat.

Info

Zeitlich kurze Einheiten planen

Die 10 Minuten sind eine gute Richtschnur für Sie: Viele Menschen mit Demenz können sich oftmals nicht länger konzentrieren. Auch wenn das Gedächtnistraining Spaß macht – schieben Sie, wenn möglich, lieber mehrere kleine Einheiten am Tag ein.

Gedächtnistraining bei Demenz – Ideen für Übungen

Berücksichtigen Sie beim Gedächtnistraining von Demenzerkrankten drei Dinge:

  • Sinne
  • Geist
  • Körper

Bei Demenz ungeeignet ist bspw., als Beschäftigung aus der Zeitung vorzulesen. Aktuelle Nachrichten eignen sich i. d. R. nicht, weil gerade das Kurzzeitgedächtnis von Demenzerkrankten nachlässt. Somit können viele Betroffene nicht einordnen, wer z. B. aktuell Bundeskanzler oder Bundeskanzlerin ist oder was derzeit in der Welt geschieht.

Tipp
„Spielregeln“ für das Gedächtnistraining mit dementen Menschen

Wenn Sie mit Demenzerkrankten spielen oder trainieren, sollten Sie neben der Zeit noch weitere Dinge im Auge behalten:

  1. Seien Sie klar und deutlich: Sprechen Sie laut, deutlich und in einfachen Sätzen.
  2. Blickkontakt: Nehmen Sie Blickkontakt auf: berühren Sie auch einmal sanft am Arm oder der Hand.
  3. Geduldig bleiben: Seien Sie geduldig, wenn der Angesprochene nicht gleich reagiert.
  4. Zwischen den Zeilen lesen: Beobachten Sie seine Reaktionen genau: Hat er noch Spaß, ist eher irritiert oder sogar verärgert?
  5. Sicherheit und Wohlbefinden: Sorgen Sie für eine ruhige und behagliche Atmosphäre.

Die Sinne aktivieren

Die menschlichen Sinne können Sie mit einfachen Mitteln aktivieren und schärfen.

Sehen: Schärfen Sie gemeinsam das Sehen im Alltag, indem Sie die Aufmerksamkeit auf eine bestimmte Farbe oder ein Muster lenken. Dafür eignen sich bspw. bunte Farben sowie einfache Muster wie Linien, Kreise oder Dreiecke. Ist der Blick Ihres Spielpartners für eine Farbe oder ein Muster geschärft, wird er sie konzentriert und aufmerksam in der Umgebung finden können.

Hören: „Geräusche erkennen“ können Sie schnell und einfach mit Alltagsgegenständen umsetzen. Ihr Spielpartner soll dabei erraten, welches Geräusch Sie machen. Das kann z. B. das Rascheln von Laub, das Klingen von Glas, das Kratzen eines Kugelschreibers auf Papier oder das Zischen einer Wasserflasche sein. Hierbei werden verschiedene Erinnerungen aus dem Langzeitgedächtnis wachgerufen.

Fühlen: Den Tastsinn können Sie spielerisch leicht mit „Gegenstände erfühlen“ aktivieren. Wenn er mag, schließt Ihr Spielpartner die Augen. Sie können bspw. Erinnerungen zur Natur wachrütteln, indem Sie Schätze aus dem Wald mitbringen, etwa Zapfen, Blätter, Steine, Holz und Moos.

Oder aber Sie lassen z. B. Steine und Holzstücke vergleichen. Was ist härter, was weicher? Was ist glatter und was ist rauer?

Riechen: Geben Sie Ihrem Angehörigen z. B. ein wohlduftendes Stück Seife oder ein frisches Lavendelkissen. So können Sie Erinnerungen an Jahreszeiten oder Wäsche aus dem Langzeitgedächtnis über den Geruchsinn aktivieren.

Das Gedächtnis aktivieren

Sprichwörter zu Ende zu bringen, kann das Langzeitgedächtnis von Menschen mit Demenz aktivieren. Dabei wird Vergangenes wieder lebendig:

  • Morgenstund‘ hat (Lösung: Gold im Mund.)
  • Was Hänschen nicht lernt, (Lösung: lernt Hans nimmermehr.)
  • Früh übt sich, (Lösung: was ein Meister werden will.)
  • Aller Anfang ist (Lösung: schwer.)
  • Man muss die Feste feiern, (Lösung: wie sie fallen.)
  • Nichts wird so heiß gegessen, (Lösung: wie es gekocht wird.)
  • Wenn die Katze aus dem Haus ist, (Lösung: tanzen die Mäuse auf dem Tisch.)
  • Wer anderen eine Grube gräbt, (Lösung: fällt selbst hinein.)

Den Körper aktivieren

Wenn wir Finger und Hände durch Gymnastik bewegen, wirkt sich das positiv auf unsere kognitiven Leistungen aus. Händegymnastik erfordert die sog. Auge-Hand-Koordination, die sich mit etwas Übung verbessern lässt. Die folgenden drei Übungen stammen aus dem Buch „Aktivieren mit Handgymnastik – Fingerspiele für Menschen mit und ohne Demenz“ von Birgit Henze (2016) (s. Quelle 2).

Arme strecken

Die Übungen sollten langsam durchgeführt und je dreimal wiederholt werden:

  1. Abwechselnd die Arme nach oben strecken und wieder auf dem Tisch ablegen.
  2. Abwechselnd die Arme nach vorne strecken und wieder auf dem Tisch ablegen.
  3. Abwechselnd die Arme seitlich strecken und wieder auf dem Tisch ablegen.
Finger ziehen

Die Übungen werden zuerst mit der rechten Hand, danach mit der linken Hand durchgeführt:

Mit der rechten Hand werden nacheinander alle Finger der linken Hand einzeln von unten nach oben ausgestrichen und an der jeweiligen Fingerkuppe sanft nach oben gezogen. Begonnen wird am Daumen. Es folgen Zeige-, Mittel-, Ring- und kleiner Finger.

Klavier spielen

Die Finger beider Hände spielen auf dem Tisch auf einem imaginären Klavier. Dabei bewegen sie sich voneinander weg und wieder zusammen.

Variation: Die Hände werden vom Tisch gehoben und die Finger spielen in der Luft Klavier. Auch hier werden die Hände voneinander wegbewegt und finden wieder zusammen.

Bei beiden Varianten kann sich der Oberkörper im Rhythmus der Hände mitbewegen und „zur Musik wiegen“.

Buch-Empfehlung

  • Thomas Lotz (2020). Wer erinnert sich? Die fünfziger Jahre. Rätseln. Singen. Erzählen. Zurückblicken. Ausgabe mit CD. Schott Music Verlag, rund 25 €
  • Ulrich Baer (2020). Aktivierungskarten für Senioren. Spiele, Geschichten, Bilder, Lieder. Mit Online Material zum Download. Schott Music Verlag, rund 20 €
  • Birgit Henze (2016). Aktivieren mit Handgymnastik – Fingerspiele für Menschen mit und ohne Demenz, Band 1. Schlütersche, rund 20 €
Tipp
Lassen Sie sich zu Pflege & Beschäftigung bei Demenz schulen

Wenn Sie mehr zum Umgang mit Demenzerkrankten erfahren möchten, können Sie sich kostenlos schulen lassen. In Pflegeschulungen geben Ihnen Pflege-Experten wertvolle Tipps für die Pflege und Beschäftigung bei Demenz an die Hand – auch individuell auf Ihre Pflege-Situation zugeschnitten. Pflegeschulungen sind für pflegende Angehörige und Pflege-Interessierte kostenlos, weil die Pflegekassen die Kosten tragen.

Gedächtnistraining nach einem Schlaganfall

Neben Sprachstörungen gehören Aufmerksamkeitsstörungen zu den unsichtbaren Folgen, an denen viele Betroffene nach einem Schlaganfall leiden. Empfehlenswert ist, eine Reha nach einem Schlaganfall zu machen. Dazu kann auch die logopädische Therapie gehören, die das Ziel verfolgt, das Sprechvermögen wiederherzustellen.

Am besten erholt sich das Gehirn, wenn Betroffene in den ersten drei Monaten nach dem Schlaganfall mit leichten Übungen beginnen. Dabei sollten Betroffene ihre eigene Belastungsgrenze feststellen, aber nicht überschreiten.

Info

Demenz & Schlaganfall: Zwei Erkrankungen – zwei Umgangsformen

Im Gegensatz zu Menschen mit Demenz können Schlaganfallpatienten gefördert werden, indem Sie als Angehöriger gemeinsam mit dem Betroffenen in der Zeitung lesen und Ihr Angehöriger den Inhalt des Artikels zusammenfasst. Dabei wird das Kurzzeitgedächtnis trainiert.

Kleine Gedächtnisübungen für Schlaganfall-Patienten

Eine Übung für das Gedächtnistraining nach einem Schlaganfall können Sie einfach mit Alltagsgegenständen durchführen: Legen Sie Gegenstände auf den Boden. Ihr Angehöriger prägt sich diese ein und schließt danach die Augen. Sie entfernen dann einen Gegenstand. Er öffnet die Augen – welcher Gegenstand fehlt? Beginnen Sie mit nur zwei bis drei Gegenständen und steigern Sie die Anzahl schrittweise, z. B. auf fünf bis sechs. Passen Sie die Schwierigkeit immer individuell an.

Hat Ihr Angehöriger mögliche Sprachstörungen überwunden, können Sie auch gemeinsam Gedichte auswendig lernen, die er dann wiedergibt. So fördern Sie die Gedächtnisleistung.

Tipp
Selbsthilfegruppen bei Schlaganfall

Auf der Seite der Stiftung Deutsche Schlaganfall Hilfe können Sie in Ihrer Region nach Selbsthilfegruppen suchen. In vielen dieser Gruppen werden spezielle Übungen durchgeführt, die auf Betroffene nach einem Schlaganfall zugeschnitten sind.

Gedächtnis trainieren mit Bewegung

Bewegung aktiviert den Körper und steigert die Denkfähigkeit. Das liegt daran, dass körperliche Aktivität die Durchblutung anregt und somit auch die Durchblutung des Gehirns. Aus diesem Grund zählt regelmäßige Bewegung auch zur Demenzprävention (s. Quelle 3). Regelmäßige Bewegung: Das kann Seniorensport in der Gruppe sein – oder aber mehr Bewegung im Alltag. Wenn möglich, entscheiden Sie sich lieber für die Treppen als für den Fahrstuhl. Auch regelmäßige Spaziergänge an der frischen Luft oder Gymnastik zuhause tun gut. Empfehlenswert sind 20 Minuten Bewegung am Tag.

Koordinationsübungen: Bewegt das Gehirn trainieren

Es braucht Übung, um neues Wissen oder neue Bewegungen zu verinnerlichen. Probieren Sie bspw. diese Koordinationsübung, die ein harmonisches Zusammenspiel von Auge und Hand erfordert. Lassen Sie sich nicht verunsichern, wenn der erste Durchgang etwas holperig verläuft. Wie bei allem gilt: Übung macht den Meister!

Teilen Sie Ihrem Spielpartner die Anweisungen zu den einzelnen Buchstaben mit:

  • A: Die linke Hand berührt das rechte Knie.
  • B: Die rechte Hand berührt das linke Knie.
  • C: Die linke Hand berührt die linke Schulter.
  • D: Die rechte Hand berührt das rechte Knie.

Lesen Sie nun die Buchstaben in einer regelmäßigen Geschwindigkeit vor. Ihr Spielpartner führt die jeweilige Bewegung aus:

A A A B B B C C C D D D A A A B B B B C C C D D D

A A C C C D D D A B B B C C A B B C C A A C D D C B B

A D C A D A B C D A A B C C C D A B C D D D C B A C A C B C D A C

Gehirnjogging & Konzentrationsspiele für Senioren: Übungen für das Gedächtnistraining im Alter

Denksport & Spielespaß: Gehirnjogging ist eine Spielart des Gedächtnistrainings, die sich gut allein erledigen lässt. Vor allem bei bewegungseingeschränkten Menschen sorgen solche Spiele für Kurzweil. Im Internet lassen sich eine Menge Inspirationen für Gedächtnistrainings finden – vom Onlinespiel bis zur Brettspiel-Empfehlung:

  • Kostenlos online spielen: Den erfolgreichen Klassiker Sudoku gibt es bspw. kostenlos für das Smartphone, Tablet oder den Computer. Die Schwierigkeitsstufe lässt sich einstellen.
  • Kostenlos online finden & ausdrucken: Mental-aktiv-Übungen bieten jeden Monat neue Übungen, etwa zu Konzentration, Schnelligkeit, Aufmerksamkeit und geistiger Beweglichkeit. Es gibt Varianten für Einsteiger und Fortgeschrittene, die sich kostenlos abrufen und ausdrucken lassen.
  • Spiele-Empfehlungen: Im Internet finden sich viele Empfehlungen für Brett- oder Gesellschaftsspiele für geistige Fitness. „Der große und der kleine Baum“ ist ein Legespiel, das Konzentration mit Spielespaß verbindet.
Info

Gedächtnistraining auf dem Senioren-Tablet

Es gibt viele Gedächtnisspiele, die online gespielt werden können. Dafür eignen sich z. B. Senioren-Tablets. Diese sind speziell auf die Bedürfnisse von älteren Menschen zugeschnitten. Sie lassen sich einfach bedienen, ermöglichen Videotelefonie und bieten sogar eine integrierte Notruffunktion.

Bei vorhandenem Pflegegrad (ab Pflegegrad 1) bezuschusst die Pflegekasse das 24-Stunden-Notrufsystem i. d. R. mit 23 € monatlich. Kosten, die darüber hinausgehen, lassen sich übrigens als haushaltsnahe Dienstleistungen steuerlich absetzen.

Zahlen merken

Gedächtniskünstler haben besondere Methoden, um sich Nummern zu merken. Sie verbinden Zahlen mit Bildern und merken sich die Abfolge mit Hilfe einer Geschichte: Eine 1 wird zur Kerze, eine 2 zum Schwan, eine 4 zum Kleeblatt und eine 6 zum Rüssel eines Elefanten.

Ist Ihre PIN-Nummer 6124, so ginge die z. B. Geschichte so: Ein Elefant (6) balanciert eine Kerze (1), ein Schwan (2) kommt dazu und trägt ein Kleeblatt (4) im Schnabel: 6124.

Werden Sie kreativ: Finden Sie für die Zahlen eigene Bilder, die Ihnen gefallen. So können Sie ganz individuelle Geschichten erzählen.

Rätsel für Senioren

Kreuzworträtsel oder Bilderrätsel lassen sich gut allein lösen. Es gibt aber auch Rätsel für Senioren, die sich gemeinsam spielen lassen:

  • Teekesselchen bieten Rätselspaß für Jung & Alt – auch in der Gruppe. Sie lesen zwei Umschreibungen vor und die Gruppe errät den Begriff.
  • Berühmte Filme und ihre Hauptdarsteller oder Jahreszeiten und ihre Besonderheiten: Sie stellen Fragen und die Senioren-Gruppe versucht die passende Antwort zu finden. Sämtliche Spielideen hierfür liefert bspw. die Internetseite Mal-alt-werden.

Buch- & Spiele-Empfehlungen

  • Birgit Ebbert (2016). Rätselgeschichten für Senioren. Zum Knobeln und Mitraten für das Gedächtnistraining. Verlag an der Ruhr, rund 15 €
  • Bussenius & Weißenberg (2017). Filmklassiker – ein heiteres Quizspiel für Senioren. Verlag an der Ruhr, rund 17 €
  • Der große und der kleine Baum von F-Hein-Spiele, rund 15 €

Gedächtnisspiele in der Senioren-Gruppe: 5 Beispiele fürs gemeinschaftliches Gehirnjogging

Gemeinsam mit anderen ein Spiel zu spielen, trainiert nicht nur mental, sondern auch sozial. Im Gegensatz zum Kreuzworträtsel führt das Spielen in einer Gruppe zu Geselligkeit und Austausch.

  1. Eines der bekanntesten Gedächtnisspiele in der kleinen Gruppe ist Memory. Es gibt einfache und komplexe Variationen. Wem es schwerfällt, die Karten umzudrehen, tippt oder zeigt nur darauf.
  2. Genauso gehört „Stadt-Land-Fluss“ in das Spiele-Repertoire vieler Menschen. Voraussetzung ist, dass die Teilnehmer schreiben können.
  3. Wer es musikalisch mag, kann Lieder erraten. In der Gruppe macht das besonders Spaß, wenn jemand schon nach den ersten Takten den Musiktitel errät.
  4. „Ich packe meinen Koffer und nehme mit…“ fordert und fördert das Gedächtnis. Alle eingepackten Gegenstände der anderen Teilnehmer werden wiederholt. Man selbst darf noch einen Gegenstand dazu legen.
  5. „Bilder raten“ ist ein sehr vielfältiges und kreatives Spiel. Zu einem Bild werden in der Gruppe – gemeinsam oder gegeneinander – z. B. passende Liedtiteln, Märchen, Sprichwörter, Filmtitel gesucht.
    Beispiele:
  • Als Spielleiter drucken Sie ein Bild aus, auf dem ein Huhn mit verbundenen Augen zu sehen ist. Nun geben Sie den Hinweis: „Wir suchen ein Sprichwort“. Die Lösung dieses Bilderrätsels ist das Sprichwort „Ein blindes Huhn findet auch mal ein Korn“.
  • Als Spielleiter drucken Sie ein Bild aus, auf dem ein Koffer vor einem Wahrzeichen der Stadt Berlin, z. B. dem Brandenburger Tor, steht. „Wir suchen ein Lied aus den 50er-Jahren“. Die Lösung des Rätsels ist das Lied „Ich hab‘ noch einen Koffer in Berlin“.
Tipp
Material vom Bundesverband für Gedächtnistraining e. V.

Ob Gedächtnistraining für Menschen mit oder ohne Demenz, als Buch oder CD: Der Bundesverband Gedächtnistraining e. V. bietet in seinem Online-Shop eine Fülle an Material.

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Erstelldatum: 0202.11.71|Zuletzt geändert: 0202.11.71
Quelle 1: Schmidt Hackenberg, U. (2013)
10-Minuten-Aktivierung als Methode. Ergänzt um die Körperspreche der Dementen. Vincentz Network.
Quelle 2: Henze, B. (2016)
Aktivieren mit Handgymnastik – Fingerspiele für Menschen mit und ohne Demenz, Band 1. Hannover: Schlütersche.
Quelle 3: Alzheimer Forschung Initiative e. V. (o. J.)
www.alzheimer-forschung.de/alzheimer/vorbeugen/bewegung/ (letzter Abruf am 17.11.2020)
Bildquelle
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