Testament & letzter Wille

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Testament & letzter Wille

Wenn im Erbfall kein Testament vorhanden ist, regelt der Gesetzgeber die Erbfolge – zwingend notwendig ist ein Testament also nicht. Mit einem Testament können Sie jedoch sicherstellen, dass Ihr Erbe wirklich den Personen zukommt, denen Sie es vermachen möchten. pflege.de informiert über verschiedene Formen von Testamenten, wann ein Notar empfehlenswert ist – und worauf Sie beim Verfassen unbedingt achten sollten.

Inhaltsverzeichnis

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Testament-Definition: Was ist ein Testament?

Ein Testament – auch letzter Wille genannt –  ist eine einseitige Willenserklärung des Erblassers, mit der er Regelungen für den Fall seines Todes trifft. Der Erblasser kann darin u. a. Erben bestimmen, einen Ehepartner oder Verwandte von der gesetzlichen Erbfolge ausschließen, Vermächtnisse oder Auflagen anordnen oder Testamentsvollstrecker einsetzen. Das Testament wird erst im Falle seines Todes wirksam, zu Lebzeiten kann es jederzeit widerrufen werden. Es ist eine Form der Verfügung von Todes wegen.

 

Info

Die Verfügungen von Todes wegen unterteilen sich in:

  1. Ordentliche Testamente: Darunter fallen privatschriftliche Testamente als Einzeltestamente oder Ehegattentestamente sowie öffentliche Testamente, die vor dem Notar erklärt werden.
  2. Außerordentliche Testamente: Darunter fallen sog. Nottestamente, die unter Anwesenheit von Zeugen mündlich erklärt werden können, wenn der Erblasser nicht mehr dazu in der Lage ist, ein privatschriftliches oder notarielles Testament zu verfassen.
  3. Erbverträge: Erbverträge werden zwischen Erblasser und Vermächtnisnehmer vor einem Notar geschlossen. Mit einem Erbvertrag bindet sich der Erblasser stärker als bei einem Testament, da er diesen Vertrag in der Regel nicht frei und einseitig widerrufen kann.
Tipp

Wenn Ihnen am Herzen liegt, dass Ihre Wünsche auch dann bedacht werden, wenn Sie selbst keine Entscheidungen mehr treffen können, sollten Sie nicht nur Ihr Testament verfassen. Auch durch weitere Vollmachten und Verfügungen – etwa eine Patientenverfügung oder eine Vorsorgevollmacht – stellen Sie sicher, dass Sie im Fall von Krankheit und Pflegebedürftigkeit die Behandlung erhalten, die Sie festgelegt haben.

Erbfolge mit Testament oder Erbfolge ohne Testament?

Jeder sollte für sich die Entscheidung treffen, ob er ein Testament verfassen möchte oder nicht. Denn in Deutschland ist niemand verpflichtet ein Testament aufzusetzen, da die Erbfolge durch das Bürgerliche Gesetzbuch (BGB) auch ohne Testament geregelt ist.

Erbfolge ohne Testament

In den Paragraphen §§ 1924-1928 BGB ist die gesetzliche Erbfolge ohne Testament wie folgt geregelt:

  1. Zunächst erben die Verwandten 1. Ordnung: Kinder und Enkel
  2. Gibt es keine Verwandten 1. Ordnung, sind die Verwandten 2. Ordnung erbberechtigt: Eltern und deren Abkömmlinge, also Geschwister, Neffen und Nichten
  3. Gibt es keine Verwandten 2. Ordnung, erben die Verwandten 3. Ordnung: Großeltern, Onkel und Tanten, Vettern und Cousinen
  4. Gibt es keine Verwandten 3. Ordnung, erben die Verwandten 4. Ordnung: Urgroßeltern bzw. deren Abkömmlinge

Ehegatten gelten nicht als Verwandte, verfügen jedoch über ein gesetzliches Erbrecht und haben neben den Verwandten der 1. Ordnung grundsätzlich Anspruch auf mindestens ein Viertel des Nachlasses. Haben die Eheleute keinen Ehevertrag abgeschlossen und lebten in einer sog. Zugewinngemeinschaft, erbt der überlebende Ehepartner die Hälfte des Vermögens. Gibt es neben dem Ehegatten oder eingetragenen Lebenspartner keine Erben 1. Ordnung, erhöht sich dessen Erbteil auf zwei Drittel. Auf die gesamte Erbschaft hat der Ehepartner Anspruch, wenn weder Verwandte erster noch zweiter Ordnung noch Großeltern vorhanden sind.
Das gesetzliche Erbrecht des Ehepartners endet, wenn eine Scheidung eingereicht wird – und zwar genau dann, wenn der Scheidungsantrag dem Ehegatten zugestellt wurde.

Info

Was ist eine Zugewinngemeinschaft?

Für Ehen gilt in Deutschland generell der Güterstand der Zugewinngemeinschaft, wenn die Ehepartner in einem Ehevertrag nicht etwas anderes vereinbart haben. Bei der Zugewinngemeinschaft bleiben die Vermögen während der Ehe getrennt, jedoch kann ein Ehegatte allein über das jeweilige Vermögen nicht gänzlich frei verfügen.

Im Erbrecht ohne Testament ist die Erbfolge durch zwei Prinzipien definiert:

  • Stammesprinzip

Im Erbrecht ohne Testament gilt: Es erben lediglich die gesetzlichen Erben, und zwar nach dem sog. Stammesprinzip. Dabei bilden die Erben, die über denselben Abkömmling mit dem Erblasser verwandt sind, jeweils einen Stamm. An die Stelle eines zur Zeit des Erbfalls bereits verstorbenen Abkömmlings treten dessen Abkömmlinge – bei einem verstorbenen Sohn wären das dessen Kinder bzw. die Enkel des Erblassers. Jeder Stamm erbt grundsätzlich zu gleichen Teilen.

  • Repräsentationsprinzip

Zudem gilt das Repräsentationsprinzip: So können etwa Enkelkinder nicht erben, solange ein Elternteil – Sohn oder Tochter des Erblassers – noch lebt. Entsprechendes gilt für weiter entfernte Verwandte.

Info

Erbolge

Sind keine Erben vorhanden, fällt Ihr Erbe an den Staat.

Die Verteilung des Erbes / die Erbquote

Die Erbquote ist abhängig davon, wie viele Erben der jeweiligen Ordnung vorhanden sind. Drei Beispiele für die Verteilung des Erbes, je nach Anzahl und Ordnung der Erben:

  1. Der Erblasser hinterlässt Ehefrau (Zugewinngemeinschaft), zwei Kinder, zwei Enkelkinder (Kinder des einen Kindes), zwei Geschwister und beide Eltern.
    Die Verteilung: Die Kinder erhalten jeweils ein Viertel des Erbes, die Ehefrau erhält die Hälfte. Enkelkinder, Geschwister und Eltern erhalten nichts, da sie Erben der 2. Ordnung sind.
  2. Der Erblasser hinterlässt ein Kind und zwei Enkelkinder. Die Ehefrau und ein zweites Kind sind bereits verstorben.
    Die Verteilung: Das lebende Kind erhält die Hälfte des Erbes, der Erbteil des verstorbenen Kindes geht auf dessen zwei Kinder über. Diese erhalten dann jeweils ein Viertel des Erbes.
  3. Der Erblasser hinterlässt einen Ehepartner (Zugewinngemeinschaft) und zwei Eltern.
    Die Verteilung: Der Ehepartner erhält zwei Drittel, die Eltern des Erblassers erben gemeinsam ein Drittel.

 

Erbfolge mit Testament

Wenn Sie Ihren letzten Willen in einem Testament festhalten, besteht „Testierfreiheit“. Das heißt: Sie können Ihre Erben und weitere Anordnungen frei bestimmen – diese Freiheit ist nach Art. 14 des Grundgesetzes geschützt. Wenn Sie also nicht nur Ihre Kinder und Enkel bedenken wollen, sondern auch Ihre Lebenspartnerin, gute Freunde oder den Nachbarn einbeziehen möchten, sollten Sie für eine Erbschaft mit Testament sorgen.

In Ihrem Testament könne Sie auch gesetzliche Erben von der Erbfolge ausschließen bzw. enterben oder ihren quotenmäßigen Anteil am Erbe senken. Wenn Sie einen ganzen Stamm von der Erbfolge ausschließen – also etwa ein Kind inklusive dessen Nachkommen –, erhöhen sich die Erbteile der übrigen gesetzlichen Erben. Wenn Sie einen nahen Angehörigen im Testament ausschließen, kann der Enterbte jedoch oftmals einen Pflichtteil geltend machen.

  • Pflichtteil bei Testament

Durch den Testament-Pflichtteil sichert der Gesetzgeber nahen Angehörigen eine gesetzliche Mindestbeteiligung am Nachlass und setzt so Ihrer Testierfreiheit als Erblasser eine Grenze. Auch wenn der Erblasser im Testament seine Kinder vom Erbe ausschließt, steht diesen ein Pflichtteil trotz Testament zu. Der Pflichtteil steht ausschließlich Abkömmlingen, Eltern und Ehegatten bzw. eingetragenen Lebenspartnern des Erblassers zu. Grundsätzlich kann der Anspruch auf einen Pflichtteil nur geltend gemacht werden, wenn ein eigentlich Erbberechtigter von der Erbfolge ausgeschlossen wurde. Es kann jedoch auch vorkommen, dass ein Verwandter oder Ehepartner bedacht wurde, aber dennoch einen Anspruch auf einen Pflichtteil hat, z. B. wenn der Erbteil vom Erblasser eingeschränkt wurde.

Der Pflichtteil ist ein reiner Geldanspruch und wird auch immer als solcher ermittelt. Die Höhe des Pflichtteils, die sog. Pflichtteilsquote, beträgt die Hälfte des Wertes des gesetzlichen Erbteils, den der Pflichtteilsberechtigte erhalten würde, wenn er nicht enterbt worden wäre.

Gesetzlicher Erbteil x 0,5 = Pflichtteil

 

Hat also etwa ein Kind Anspruch auf einen gesetzlichen Erbteil von 1/2 (50 Prozent), so beträgt seine Pflichtteilsquote 1/4 (25 Prozent).

Wichtig: Der Anspruch auf den Pflichtteil ist nur schwer außer Kraft zu setzen. Gerichte tendieren dazu, ihn erst dann aufzuheben, wenn der Pflichtteilberechtigte etwa eine Straftat gegen den Erblasser begangen hat.

  • Testament: Alleinerbe

Sie können in Ihrem Testament bestimmen, dass eine bestimmte Person Alleinerbe Ihres Vermögens werden soll. Gibt es jedoch noch weitere Verwandte mit einem Anspruch auf einen Pflichtteil, werden diese auch bedacht und deren Pflichtteil vom Erbe des Alleinerben abgezogen.

Bei gemeinschaftlichen Testamenten, wie beispielsweise dem Berliner Testament, ist es üblich, dass sich Ehegatten gegenseitig per Testament zum Alleinerben bestimmen. Erst nach dem Tod des Letztversterbenden treten die Kinder des Ehepaars das Erbe an.

Testament: Welche Arten gibt es?

Sie können auf unterschiedliche Arten Ihr Testament verfassen – mündlich oder schriftlich, mit oder ohne Notar. Um Unklarheiten zu vermeiden und das Konfliktpotential zu begrenzen, sind jedoch nicht alle Varianten gleichermaßen empfehlenswert. Ein Überblick über die Möglichkeiten, ein Testament zu verfassen:

  • Privates Testament / Handschriftliches Testament

Ein privates Testament ist ein handgeschriebenes Testament ohne Notar. Sie dürfen für Ihren letzten Willen keine Schreibmaschine und keinen Computer verwenden, sondern müssen Tinte (oder Kugelschreiber) und Papier benutzen und ihr Testament von Anfang bis Ende handschriftlich und persönlich verfassen. Zudem müssen Sie Ihr Testament mit Ihrer Unterschrift abschließen. Andernfalls ist Ihr Testament unwirksam.
Ein handschriftliches Dokument können Sie überall und jederzeit selbst verfassen, sofern Sie testierfähig sind: Das heißt, Sie sind älter als 16 Jahre und fähig, die Tragweite Ihrer Entscheidungen vollständig zu erfassen (sind also nicht durch eine Erkrankung, z. B. Demenz, eingeschränkt). Im Zweifelsfalle sollten Sie das Gutachten eines Facharztes, z. B. eines Neurologen, einholen.

 

Expertenmeinung
Michael Klatt
Michael Klatt
Rechtsanwalt

Mein Praxistipp:
Ein privates Testament kann selbst geschrieben werden, ohne dass es der Beurkundung eines Notars bedarf. Wer sichergehen will, kann den Text zusätzlich von einer neutralen Person unterschreiben lassen und damit von einem Zeugen bekunden lassen, dass der Text in der vorliegenden Form vom Erblasser verfasst wurde.

Vorteile und Nachteile von handschriftlichen / privaten Testamenten:

  • Sie können das handschriftliche Testament zu jeder Gelegenheit, an jedem Ort schreiben.
  • Sie können das handschriftliche Testament jederzeit ändern, vernichten und ein neues Testament aufsetzen.
  • Sie müssen keine Notargebühren für Ihr privates Testament zahlen.
  • Sie können Ihr selbst verfasstes Testament auch nachträglich von einem Anwalt überprüfen lassen.
  • Sie müssen sich mit dem geltenden Erbrecht auseinandersetzen, z. B. mit der Erbfolge oder den Pflichtteilen, was durchaus juristischen Sachverstand erfordert.
  • Sie müssen selbst sicherstellen, dass Ihr Testament sicher verwahrt und auffindbar ist, so dass es nicht von jemandem unterschlagen oder vernichtet werden kann.
  • Sie müssen klar und eindeutig formulieren, damit Ihr letzter Wille auch wirklich unanfechtbar ist, und folgende Aspekte berücksichtigen:
    Wen bestimmen Sie zu Ihren Erben? Möchten Sie einzelnen Personen bestimmte Gegenstände zukommen lassen? Welche Pflichtteilberechtigten sind zu berücksichtigen? Gibt es noch Schenkungen, Lebensversicherungen oder dergleichen?
Info

Wer kann erben?

Sie können nur Menschen oder juristische Personen (Vereine, Gesellschaften etc.) als Erben einsetzen. Soll Ihr Hund nach Ihrem Tod gut versorgt sein, müssen Sie einen Menschen oder eine juristische Person bestimmen, die dafür Sorge trägt.

 

  • Notarielles Testament / Öffentliches Testament

Tipp

Ein Notar sucht Personen, die ein Testament verfassen wollen, bei Bedarf auch zu Hause, im Krankenhaus oder im Pflegeheim auf.

Ihren letzten Willen können Sie dem Notar mündlich oder schriftlich mitteilen. Anschließend setzt er ein rechtsgültiges Testament auf, liest es Ihnen vor und unterschreibt es mit Ihnen gemeinsam. Der Notar ist dazu verpflichtet, Sie umfassend zu belehren und aufzuklären sowie das Testament zu prüfen. So können Sie sichergehen, dass Ihr Testament rechtswirksam ist. Nach der Beurkundung übergibt der Notar das Testament an das Nachlassgericht zur amtlichen Verwahrung. Für die Erstellung durch den Notar fallen Notargebühren an. Fordern Sie das notarielle Testament aus der Verwahrung zurück, widerrufen Sie das Testament gleichzeitig. Wollen Sie Ihr notarielles Testament ändern, fallen erneut Notargebühren an.

Info

Testament für Blinde

Für blinde Menschen ist das notarielle Testament die einzige Form, in der sie ihren letzten Willen festlegen können.

Vorteile und Nachteile eines Notariellen Testaments im Überblick:

  • Ein notarielles Testament ist besonders beweiskräftig und außerdem rechtssicher formuliert.
  • Der Notar berät Sie, hilft Ihnen bei Formulierungen, klärt Sie über Bedingungen und Konsequenzen Ihrer Wünsche auf.
  • Der Notar dokumentiert Ihre Testierfähigkeit.
  • Ein notarielles Testament sorgt dafür, dass Ihr letzter Wille sicher bei Gericht aufbewahrt wird.
  • Gibt es ein notarielles Testament, benötigen die Erben keinen Erbschein.
  • Für ein notarielles Testament entstehen Notargebühren, die sich nach dem Gesamtwert des Nachlasses richten.
  • Sie können Ihr notarielles Testament nur durch den erneuten Gang zum Notar verändern.
Info

Was ist ein Erbschein?

Der Erbschein ist eine öffentliche Urkunde, in der festgehalten wird, wer Erbe ist, welchen Verfügungsbeschränkungen dieser unterliegt und in welchem Verhältnis zueinander mehrere Personen erben. Ein Gericht stellt den Erbschein aus, wenn er beantragt wird. Er wird in der Regel erst dann notwendig, wenn die Erben ihren Anspruch nicht anders nachweisen können. Die Antragstellung des Erbscheins bedeutet auch, dass der Antragsteller das Erbe annimmt und ggf. Schulden übernimmt.

 

  • Mündliches Testament: Nur im Notfall

Der letzte Wille sollte mündlich nur im akuten Notfall verfasst werden, etwa, wenn der Erblasser in Lebensgefahr schwebt oder schwer verletzt ist. Solche Testamente werden deswegen auch als Not-testamente bezeichnet. Doch auch in einem solchen Notfall gelten bestimmte Bedingungen:

  • Es müssen drei Zeugen anwesend sein („Drei-Zeugen-Testament“), ein Bürgermeister und zwei Zeugen („Bürgermeister-Testament“) oder es wird auf hoher See vor drei Zeugen errichtet („Seetestament“).
  • Die Zeugen dürfen keine Verwandten sein und auch nicht im Testament begünstigt werden.
  • Die Zeugen müssen das Testament unverzüglich durch eine Amtsstelle beglaubigen lassen.
  • Der Erblasser kann das mündliche Testament widerrufen. (Und sollte das auch tun, wenn sich seine Verfassung verbessert.)
  • 14 Tage nachdem der Erblasser wieder in der Lage ist, ein Testament aufzusetzen oder einen Notar damit zu beauftragen, verliert das mündliche Testament seine Gültigkeit.
  • Berliner Testament / Ehegattentestament

Ein Berliner Testament ist ein gemeinsames Testament von Eheleuten. Beide Partner setzen sich dabei gegenseitig als Erbe ein – es ist ein Testament auf Gegenseitigkeit. Stirbt der eine Partner, so erbt der andere das gesamte Vermögen und kann frei darüber verfügen. Kinder und weitere mögliche Erben müssen zu Lebzeiten des verbleibenden Partners auf ihren Pflichtteil verzichten. Sie werden sog. Schlusserben, wenn auch der zweite Partner verstirbt.

Vollmachten und Verfügungen
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Vollmachten & Verfügungen

Partner, die ein Testament nach dem Berliner Modell aufgesetzt haben, können die jeweils eigene Erklärung widerrufen, solange beide Partner noch am Leben sind. Dazu muss der jeweilige Ehegatte jedoch einen Notar aufsuchen und seinen Widerruf beurkunden lassen, auch wenn die Eheleute das Testament selbst verfasst haben, es also ein privates Testament ist. Nach dem Tod eines Ehepartners kann das Testament nicht mehr verändert werden.

Die Vorteile und Nachteile des Berliner Testaments im Überblick:

  • Ein Berliner Testament können Eheleute selbst handschriftlich aufsetzen, für das Verfassen ist kein Notar notwendig.
  • Der überlebende Ehepartner ist wirtschaftlich abgesichert.
  • Die Erbschaft wird an die gemeinsamen Kinder weitergegeben (nach dem Tod des zweiten Partners).
  • Das Testament kann nach dem Tod des ersten Partners nicht mehr geändert werden.
  • Es wird eine doppelte Erbschaftssteuer fällig: Einmal zahlt der überlebende Ehepartner, ein weiteres Mal die Schlusserben.

 

Testament-Kosten

Was kostet ein Testament? Die Antwort ist abhängig davon, ob Sie ein privates Testament selbst verfassen oder ein notarielles Testament erstellen lassen möchten.

  • Testament-Kosten: Privates Testament

Die Erstellung eines privaten Testaments ist kostenfrei. Falls Sie jedoch sichergehen wollen und Ihr Testament von einem Anwalt prüfen lassen, müssen Sie mit bis zu 190 Euro für die anwaltliche Erstberatungen (gem. § 34 I Rechtsanwaltsvergütungsgesetz) rechnen.

  • Testament-Kosten: Notarielles Testament

Die Kosten für ein notarielles Testament sind abhängig von Vermögen und Verbindlichkeiten des Erblassers. Denn die Höhe der Notarkosten für die Anfertigung eines Testaments berechnet sich nach dem Geschäftswert: Von dem gesamten Vermögen des Erblassers werden eventuelle Schulden abgezogen (maximal bis zur Hälfte des Wertes des Aktivvermögens) und auf dieser Grundlage die Gebühr berechnet.

Geschäftswert/Vermögen Gebühren für Einzeltestament Gebühren für Gemeinschaftstestament (Ehepaare)
10.000 Euro 75 Euro 150 Euro
25.000 Euro 115 Euro 230 Euro
50.000 Euro 165 Euro 330 Euro
250.000 Euro 535 Euro 1.070 Euro
500.000 Euro 935 Euro 1.870 Euro

Die genannten Gebühren umfassen die gesamte Leistung des Notars, also rechtliche Beratung, Entwurfsfertigung und Beurkundung. Hinzu kommen Auslagen des Notars und die Mehrwertsteuer.

Testament richtig selber schreiben / verfassen

Wie schreibt man ein Testament? Die Antwort auf diese Frage ist einfach hinsichtlich der Form-Vorschriften, die ein Testament verlangt. Die Anforderungen an ein Testament sind im Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB) in § 2247 klar geregelt. Folgende Anforderungen muss ein persönliches Testament bzw. dessen Verfasser erfüllen:

  • Das gesamte Testament muss eigenhändig und persönlich zu Papier gebracht und unterschrieben sein.
  • Das Testament sollte mit „Testament“ oder „letzter Wille“ überschrieben sein.
  • Es muss Datum (Tag, Monat und Jahr) und den Ort enthalten, am dem es niedergeschrieben wurde.
  • Die Unterschrift sollte Vornamen und den Familiennamen des Erblassers enthalten. Hat der Erblasser in anderer Form unterschrieben und reicht diese Unterschrift zur Feststellung der Urheberschaft aus, kann das Testaments aber dennoch gültig sein.
  • Nur wer volljährig und des Lesens mächtig ist, kann ein Testament verfassen.
  • Minderjährige, die mindestens 16 Jahre alt sind, haben können ebenfalls ein Testament erreichten. Allerdings müssen sie die selbst verfasste Schrift einem Notar übergeben und ihr Testament persönlich gegenüber dem Notar erklären. Der Zustimmung der Eltern als gesetzliche Vertreter bedarf es nicht.
  • Der Verfasser eines Testaments muss testierfähig, also im Vollbesitz seiner geistigen Kräfte sein. Daran fehlt es, wenn jemand aufgrund einer psychischen oder kognitiven Einschränkung nicht in der Lage ist, die Bedeutung eines Testaments nachzuvollziehen.
  • Ergeben sich Zweifel an der Gültigkeit eines Testaments, weil Angaben zu Zeit und/oder Ort fehlen, so ist das Testament nur dann gültig, wenn sich Zeit und Ort anderweitig feststellen lassen (z. B. durch Zeugen).
  • Benötigt ein Verfasser Schreibhilfe durch eine andere Person, darf diese allenfalls unterstützen, jedoch nicht die Hand führen und das Niedergeschriebene dadurch gestalten.
    Ist eine Person gar nicht mehr fähig, ein Testament zu schreiben, muss das Testament beim Notar errichtet werden.
Expertenmeinung
Michael Klatt
Michael Klatt
Rechtsanwalt

Mein Praxistipp
Eine wesentliche Funktion des Testaments ist seine Beweiskraft als rechtliche Urkunde: Mit Hilfe des Testaments muss es möglich sein, die rechtlichen Verhältnisse zu klären. Genau hier liegt jedoch häufig ein Problem bei Testamenten: Der Wille des Erblassers lässt sich nicht klar aus dem Text herauslesen und bedarf deshalb der Auslegung. Bei der inhaltlichen Gestaltung eines Testaments ist deshalb wichtig, dass der Wille des Verstorbenen deutlich und ohne Zweifel zum Ausdruck kommt – am besten in Form von kurzen Sätzen, die einfach formulierte Regelungen enthalten.

Damit keine Unklarheiten entstehen, sollte das handgeschriebene Testament gut lesbar sein. Auch Unleserlichkeit kann dazu führen, dass ein Testament nichtig ist. Sie können sowohl in Schreibschrift als auch in Druckbuchstaben schreiben. Maßgeblich ist, dass die charakteristischen Eigenheiten Ihrer Handschrift zu erkennen sind. Ihr privates Testament muss nicht formvollendet formuliert sein und darf auch Rechtschreibfehler enthalten. Allerdings sollte es in Form eines Fließtextes verfasst sein (nicht in Stichpunkten) und keine großen Zeilenabstände enthalten.

Um ein Testament richtig zu erstellen, müssen Sie zudem unbedingt den gesetzlich vorgeschriebenen Pflichtteil bedenken. Falls Sie gesetzliche Erben übergehen, können diese das Testament anfechten. Schwierig kann es allerding werden, wenn Sie viele Erben berücksichtigen wollen und einzelne Gegenstände an bestimmte Personen vermachen wollen. Denn das Erbrecht unterscheidet zwischen Erbe und Vermächtnis.

Auch Menschen, die unter gesetzlicher Betreuung stehen, können testierfähig sein und ein Testament verfassen. Es bedarf dazu keiner Zustimmung des Betreuers. Die Testierfähigkeit eines Menschen endet erst dann, wenn etwa eine Demenz vorliegt.

Tipp

Beim Unterschreiben Ihres Testaments sollten Sie besonders darauf achten, dass Ihre Signatur tatsächlich am Ende des Testaments steht und keine Zusätze erst anschließend aufgeführt sind. Es sind nämlich nur solche Ausführungen gültig, die vor Ihrer Unterschrift stehen. Fällt Ihr Testament länger aus, sollten Sie deshalb die Seiten durchnummerieren und tatsächlich erst nach dem gesamten Text unterschreiben. Allerdings sollte Ihre Unterschrift auch nicht abgehängt auf einer Seite erscheinen, sondern klar dem vorausgehenden Text zugeordnet sein.

Erbe und Vermächtnis

Das Erbrecht unterscheidet zwischen Erbe und Vermächtnis:

  • Der Erbe hat einen Anspruch auf einen Teil der Erbschaft.
  • Der Vermächtnisnehmer hat hingegen nur einen Anspruch auf einen bestimmten Gegenstand aus dem Nachlass (z. B. ein Auto), aber keinen grundsätzlichen Erbanspruch.

Für den Vermächtnisnehmer hat das die Konsequenz, dass er – in Unterschied zum Erben – das Vermächtnis vom rechtmäßigen Erben einfordern muss. Zu Problemen kann es führen, wenn der Erblasser nicht genau festgelegt hat, wann der Erbe das Vermächtnis an den Vermächtnisnehmer herausgeben soll. Denn dann kann der Erbe den Zeitpunkt selbst bestimmen – und die Herausgabe ggf. verzögern.

Info

Schuldrechtliches Verhältnis

Da ein Vermächtnisnehmer auf die Herausgabe des vermachten Gegenstandes durch die Erben angewiesen ist (es sei denn, er ist als ein Verwandter ohnehin erbberechtigt), handelt es sich um ein schuldrechtliches Verhältnis: Der Vermächtnisnehmer ist dabei der Gläubiger, der Erbe ist der Schuldner.

Ein gesetzlicher Erbe kann zusätzlich mit einem Vermächtnis bedacht werden. Das ist dann sinnvoll, wenn der Erblasser einen speziellen Gegenstand einem bestimmten Erben vermachen möchte – z. B. seinem Enkel eine Briefmarkensammlung. Der vermachte Gegenstand wird dann nicht als Teil der Erbquote verrechnet, sondern kommt in der Regel zusätzlich zum Erbanteil hinzu.

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Wenn Ihr Testament nicht den gesetzlich vorgeschriebenen Anforderungen genügt, ist es unwirksam und die gesetzliche Erbfolge tritt ein. Ihr Vermögen wird dann nicht nach Ihren persönlichen Wünschen, sondern nach Verwandtschaftsgrad aufgeteilt. Ist die Sachlage komplexer, wie Sie etwa auch etwas vermachen wollen, lohnt sich der Gang zum Notar.

Handschriftliches Testament / Privates Testament schreiben: Muster und Vorlage

Folgende Vorlage bzw.  Muster-Texte für ein privates Testament können Sie nutzen und nach Ihren Wünschen anpassen.

Info

Muster: Handschriftliches Testament / Privates Testament

Mein Testament

Ich berufe zu meinem Alleinerben / meiner Alleinerbin (Vor- und Nachname, Geburtsdatum und -ort, wohnhaft). Sollte er/sie nicht mein/e Alleinerbe/in sein wollen oder können, berufe ich zu meinem Alleinerben / meiner Alleinerbin (Vor- und Nachname, Geburtsdatum und -ort, wohnhaft).

………………………………….

(Ort und Datum)

…………………………………..

(Unterschrift des Erblassers, Vor- und Nachname)

Berliner Testament schreiben: Muster / Vorlage

Folgende Vorlage bzw. folgenden Muster-Text für ein Berliner Testament können Sie nutzen und nach Ihren Vorstellungen anpassen.

Info

Muster: Berliner Testament

Unser Testament

Wir, die Eheleute (Vor- und Nachname, Geburtsdatum und -ort der Ehepartner) setzen uns gegenseitig als Alleinerben unseres gesamten Vermögens ein.

Der Überlebende von uns wird unsere gemeinsamen Kinder zu den alleinigen Schlusserben einsetzen. Die Kinder sollen zu gleichen Teilen erben.

Wir widerrufen alle älteren Verfügungen, die wir von Todes wegen bereits getroffen haben.

Ist eine der in diesem Testament enthaltenen Anordnungen unwirksam, so bleiben alle übrigen Verfügungen wirksam.

………………………………….
(Ort und Datum)

………………………………….
(Unterschrift des 1. Erblassers, Vor- und Nachname)

………………………………….

(Ort und Datum)
………………………………….

(Unterschrift des 2. Erblassers, Vor- und Nachname)

Tipp

Beim gegenseitigen Testament nach dem Berliner Modell reicht es aus, wenn ein Partner das Berliner Testament handschriftlich aufsetzt. Der andere muss nur noch unterschreiben.

Testament ändern

Sie können Ihr privates Testament jederzeit ändern. Dabei gilt es jedoch Folgendes zu beachten:

  • Ergänzungen zu Ihrem privaten Testament müssen Sie handschriftlich hinzufügen, Ort und Datum angeben und mit Vor- und Zunamen unterschreiben.
  • Sie dürfen in Ihrem Testament nichts streichen oder Randnotizen machen. Das könnte Ihr Testament ungültig machen.
  • Es gelten stets die jüngsten Texte des Testaments, daher ist das aktuelle Datum einzufügen.
  • Achten Sie darauf, dass Sie beim Amtsgericht das aktuelle Testament hinterlegen.

Wenn Sie ein notarielles (öffentliches) Testament ändern wollen, können Sie dies nur mit Hilfe des Notars tun. Für Änderungen eines bestehenden Testaments fallen auch erneute Notargebühren an.

Info

Kann ein Testament verjähren?

Ein Testament kann nicht verjähren: Sofern es nicht durch ein neues ersetzt wird, ist es rechtsgültig.

Vollmachten und Verfügungen
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Testament anfechten

Können Erben ein Testament anfechten? Ja, wer als gesetzlicher Erbe mit dem letzten Willen nicht einverstanden ist, kann ein Testament anfechten. Es müssen jedoch gesetzlich anerkannte Gründe vorliegen, damit ein Testament von Erbberechtigten nach dem Ableben des Erblassers angefochten werden kann. Möglich Gründe:

  • Der Erblasser war testierunfähig (z. B. wegen einer Demenz).
  • Der Erblasser wurde beim Verfassen des Testaments unter Druck gesetzt.
  • Das Testament widerspricht früheren Testamenten (z. B. einem gemeinsamen Ehegattentestament).
  • Die Pflichtteilsberechtigten wurden übergangen.
  • Die Ehepartner haben sich scheiden lassen (dann verfällt z. B. das Berliner Testament).­

Testament hinterlegen

Ihr privates Testament können Sie zu Hause aufbewahren oder aber beim Amtsgericht Ihrer Stadt/Kommune verwahren lassen. Das kostet bundesweit einheitlich 75 Euro. Die amtliche Verwahrung sichert die Dokumente vor einem Verlust oder einer Verfälschung. Sie gewährleistet zudem, dass diese im Erbfall durch das Nachlassgericht eröffnet werden können.

Auch notarielle Testamente und Erbverträge werden vom Notar in amtliche Verwahrung gegeben. Dies geschieht nur dann nicht, wenn Sie als Erblasser bei der Errichtung des Testaments etwas anderes bestimmt haben.

Info

Zentrales Testamentsregister (ZTR)

Seit dem 1. Januar 2012 gibt es das Zentrale Testamentsregister (ZTR). Dort werden u. a. alle notariellen Testamente registriert und auch die privaten Testamente vermerkt, die amtlich verwahrt werden. Sobald ein Sterbefall eintritt, kontaktiert das zuständige Standesamt das ZTR. Ist dort registriert, dass ein Testament vorliegt, werden Nachlassgericht und Aufbewahrungsstellen (Gerichte, Notare) verständigt – sie müssen nun das Testament an das zuständige Nachlassgericht schicken.

Letzter Wille zur Bestattung

Sie können in Ihrem Testament auch Ihren letzten Willen für Ihre Bestattung festhalten. Welche Art der Bestattung wünschen Sie sich? In welchem Rahmen soll die Trauerfeier stattfinden? Wenn Sie kein Testament verfassen möchten, reicht auch eine sog. Bestattungsverfügung aus, damit Ihre Wünsche zur Bestattung berücksichtigt werden können.

Hilfreiche Informationen zur Erbschaftssteuer

Wer erbt, muss ggf. auch Steuern zahlen, die sog. Erbschaftssteuer. Allerdings hat der Gesetzgeber Freibeträge in drei verschiedenen Steuerklassen eingeräumt.

Die Freibeträge auf einen Blick (Stand: 10/2017)

Verwandtschaftsgrad Steuerklasse Freibetrag
Ehepaare 1 500.00 Euro
Kinder 1 400.000 Euro
Enkelkinder 1 200.000 Euro
Eltern & Großeltern 1 100.000 Euro
Geschwister (und deren Kinder),
Stiefeltern, Schwiegerkinder/-eltern,
geschiedene Ehepartner
2 20.000 Euro
Alle übrigen Erben 3 20.000 Euro

Die Freibeträge gelten pro Person. Erben also etwa zwei Kinder, steht jedem von Ihnen ein Freibetrag von 400.000 Euro zu.

Fällt ein Erbe höher aus, können die anfallenden Steuern für die Erben erheblich sein. Will ein Vater seinem einzigen Sohn ein Vermögen von 600.000 Euro vermachen, müsste dieser auf rund 200.000 Euro Steuern zahlen. Schenkt der Vater seinem Sohn aber schon zu Lebzeiten einen Vermögenswert von 200.000 Euro (etwa seine Wohnung und lässt sich notariell ein Wohnrecht- oder Nießbrauchrecht einräumen), würde keine Schenkungssteuer und später auch keine Erbschaftssteuer anfallen). Solche Schenkungen sind alle 10 Jahre möglich. Voraussetzung ist allerdings, dass der Schenkende noch mindestens 10 Jahre nach der Schenkung lebt. Sonst kassiert der Fiskus doch noch. Erbschafts- und Schenkungssteuern sind übrigens gleich hoch.

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