Elektromobile / Seniorenmobile: Mehr Mobilität im Alltag

Elektromobil / Seniorenmobil

Wenn Sie im Alter oder aufgrund einer leichten Gehbehinderung nur unter Anstrengung länger laufen können, kann ein Elektromobil den Alltag stark erleichtern und Ihre Selbstständigkeit erhalten. Denn es ermöglicht Menschen, die noch nicht auf den Rollstuhl angewiesen sind, auch längere Wegstrecken zügig zurückzulegen und sogar Gepäck zu transportieren. pflege.de gibt Tipps, was bei der Anschaffung und Nutzung eines Elektromobils zu beachten ist.

Inhaltsverzeichnis

Elektromobil  / Seniorenmobil: Definition

Ein Elektromobil, auch Seniorenmobil genannt, ist ein offenes Fahrzeug, das elektrisch angetrieben wird und Menschen mit Gehbehinderung ermöglicht, sich schneller fortzubewegen. Die meisten Elektromobile gelten bis maximal 15 km/h als Krankenfahrstühle und unterliegen deswegen anderen gesetzlichen Bestimmungen als viele andere motorisierte Fahrzeuge.

Die Elektromobile sind mehrspurig, das heißt, sie verfügen über drei oder vier Räder und – im Gegensatz zu einem Rollstuhl – über einen Lenker, ähnlich dem eines Fahrrads. Sie haben einen großen Wendekreis und sind für den Einsatz in der Wohnung eher selten geeignet. Falls ein solches Fahrzeug doch in Innenräumen genutzt werden soll, sollte die Umgebung barrierefrei und dementsprechend ausgerichtet sein – etwa durch extrabreite Türen mit elektrischem Türöffner.

Seniorenmobile sind für Menschen geeignet, die noch weitgehend selbstständig gehen können und nur kleinere Gehhilfe, wie etwa einen Gehstock, nutzen. Selbstständiges Ein- und Aussteigen sollte für den Nutzer noch möglich sein, wird bei vielen Modellen aber durch einen arretierbaren – also in unterschiedlichen Positionen feststellbaren – Drehsitz erleichtert. Zudem sollte der Betroffene noch beide Arme und Hände gut nutzen können, um auf- und abzusteigen und das Seniorenmobil zu lenken.

Elektromobil-Varianten im Überblick

Dreirad oder Vierrad, Einsitzer oder Zweisitzer – Es gibt unterschiedliche Varianten von Elektromobilen, die den Alltag von Menschen mit eingeschränkter Mobilität erleichtern sollen. pflege.de gibt einen Überblick über die gängigsten Modelle:

Dreirad-Elektromobil:

Dreirad-Elektromobile sind schlanker als Vierrad-Modelle. Weil das dreirädrige Modell einen kleineren Wendekreis hat, eignet sich ein solches Elektromobil häufig besser für den Einsatz in einer barrierefreien und entsprechend geräumigen Wohnung. Sie können die dreirädrigen Elektromobile auch besser durch Supermarkt-Gänge lenken.

Vierrad-Elektromobil:

Diese Seniorenmobile sind passend, wenn Sie lange Strecken zügig überwinden wollen. Die Modelle sind sportlicher, häufig auch schneller und eignen sich dank ihrer größeren Räder auch für sehr unebenes Gelände.

Elektromobil-Zweisitzer:

Sind zwei oder mehrere Personen innerhalb eines Haushaltes auf ein Elektromobil angewiesen, kann sich die Anschaffung eines Zweisitzers lohnen. Die Modelle sind besonders für Paare oder Freunde geeignet, deren Gehfähigkeit eingeschränkt ist, die aber Spaß an gemeinsamen Unternehmungen haben. Allerdings ist ein Elektromobil für zwei Personen auch sperriger als ein Einsitzer und benötigt einen deutlich größeren Stellplatz.

Elektromobile: Ausführungen nach Höchstgeschwindigkeit

Je nach Modell kann ein Elektromobil Geschwindigkeiten bis zu sechs km/h oder 15 km/h erreichen. Welche Geschwindigkeit erwünscht oder notwendig ist, hängt von den Bedürfnissen der Nutzer, aber auch von den Umgebungsbedingungen ab.

  • Elektromobil 6 km/h: Kommt das Seniorenmobil nur in der Wohnung oder der Innenstadt zum Einsatz, sind 6 km/h in der Regel völlig ausreichend. Diese Modelle sind günstiger als die Seniorenmobile mit mehr PS. Zudem müssen die Halter für sie keine Versicherung abschließen.
  • Elektromobil 15 km/h: Elektromobile mit 15 km/h eignen sich gut, um längere Strecken und Steigungen zu überwinden – und damit besonders für unternehmungslustige Nutzer. Im Gegensatz zu den Modellen, die nur sechs km/h erreichen, besteht für Elektromobile mit 15 km/h eine Versicherungspflicht.
Info
Verkehrsregeln und Geschwindigkeiten

Mit Schrittgeschwindigkeit dürfen Elektromobile auf allen Fußwegen fahren. Ist hier zu wenig Platz, können auch Fahrradwege und Straßen befahren werden. Dabei sollten Sie jedoch möglichst zügig fahren und darauf achten, den Straßenverkehr nicht zu behindern.

Entscheidungshilfe: Welches Elektromobil-Modell ist das richtige?

Folgende Fragen können Ihnen dabei helfen, das passende Elektromobil für sich zu finden

  •  Wer nutzt das Seniorenmobil regelmäßig? Bei zwei Personen eignet sich vielleicht ein Zweisitzer.
  • Kommt das Elektromobil vornehmlich zum Einkaufen und gelegentlich auch drinnen zum Einsatz? Modelle mit drei Rädern sind wendiger und platzsparender.
  • Wird das Seniorenmobil auch auf unebenem Boden genutzt oder sollen auch Steigungen überwunden werden? Die Modelle mit vier Rädern sind häufig geländetauglicher.
  • Werden mit dem Elektromobil regelmäßig auch lange Wegstrecken zurückgelegt? Ein vierrädriges Modell ist dann oft bequemer. Außerdem sollte das Elektromobil eine Höchstgeschwindigkeit von 15 km/h statt 6 km/h vorweisen.
  • Welches Gewicht sollte das Elektromobil für Senioren tragen können? Modelle haben ein zulässiges Höchstgewicht, dass Sie tragen können. Informieren Sie sich über Ihr bevorzugtes Modell.
  • Ist das Elektromobil wendig genug? Darauf sollten Sie vor allem Wert legen, wenn sie auch in einer behindertengerechten Wohnung oder in Supermärkten fahren möchten, wo meistens weniger Platz ist.
  • Können Sie das Elektromobil irgendwo sicher unterstellen? Ein Stellplatz oder eine Garage, wenn Sie Ihr Fahrzeug gerade nicht nutzen, ist auch wichtig für die Versicherung und damit die Krankenkasse ggf. die Kosten übernimmt.

Gesetzliche Bestimmungen für Elektromobile

Wenn Sie sich ein Elektromobil anschaffen, sollten Sie sich vorher über die gesetzlichen Bestimmungen informieren. Wichtige Punkte hat pflege.de für Sie zusammengefasst.

Führerschein für Elektromobile

Elektromobile die maximal 15 km/h fahren, können Sie ohne Führerschein fahren. Entscheiden Sie sich für ein Modell, welches schneller fährt, etwa 20 km/h, dann benötigen Sie einen Führerschein der Klasse AM.

Zulassung für Elektromobile

Für Elektromobile mit einem Sitz, die maximal 15 km/h erreichen, ist eine Zulassung nicht notwendig. Seniorenmobile gelten nicht als Kraftfahrzeuge wie Motorrad und Auto, sondern als sogenannte Krankenfahrstühle. Für solche müssen die Halter nicht – wie für Kraftfahrzeuge – eine Zulassung zum Straßenverkehr in Form eines amtlichen Kennzeichens bei der Behörde beantragen.

Betriebserlaubnis für Elektromobile

Mit der Betriebserlaubnis wird einem Fahrzeug bescheinigt, dass es den nationalen Bauvorschriften genügt. Elektromobil-Einsitzer, die maximal sechs km/h erreichen, bedürfen keiner Betriebserlaubnis – schnellere Gefährte allerdings schon.

Teil einer Betriebserlaubnis ist ein TÜV-Gutachten und ein Vermerk in Form eines Stempels durch die Zulassungsstelle, dass das Elektromobil am Straßenverkehr teilnehmen darf. Der Hersteller kann jedoch auch eine Allgemeine Betriebserlaubnis (ABE) mitliefern, so dass ein Vermerk der Zulassungsstelle nicht notwendig ist.

Elektromobil: Versicherungspflicht & Versicherung

Fährt ein Elektromobil maximal 6 km/h schnell, ist keine Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherung notwendig. Verpflichtend hingegen ist eine Seniorenmobil-Versicherung für alle Gefährte, die mehr als 6 km/h erreichen. Solche Elektromobile benötigen ein Versicherungskennzeichen, das hinten am Fahrzeug angebracht werden muss.

Zusätzlich empfehlenswert ist eine Diebstahlversicherung. Damit eine solche Versicherung im Schadensfall auch tatsächlich greift, sollte das Seniorenmobil sicher untergebracht und vor Witterung geschützt sein. Viele Versicherer verlangen sogar Angaben darüber, wie und wo das Elektromobil untergestellt ist.

Elektromobil für Senioren: Preise & Kosten

Es gibt viele unterschiedliche Elektromobile – Preise und Unterhaltskosten variieren deshalb ebenfalls stark: Einsteigermodelle gibt es ab etwa 1.500 Euro, für überdachte oder besonders schnelle Elektromobile mit viel Reichweite müssen Sie mit bis zu 10.000 Euro rechnen.

Neben dem reinen Anschaffungspreis gilt es zusätzliche Kosten für den Unterhalt zu bedenken: für die Versicherung, das Aufladen der Batterie, für Pflegemittel und Reparatur. Wenn bei Platzmangel im Haus etwa ein Stellplatz oder eine Garage beschafft werden muss, können weitere Kosten anfallen.

Preise & Kosten für Elektromobile im Überblick:

pflege.de gibt einen Überblick über die Kosten, die bei der Nutzung eines Elektromobils anfallen können:

Aufwand Kosten
Kaufpreis ca. 1.500 Euro bis 10.000 Euro einmalig
Versicherung  ca. 48 bis 64 Euro pro Jahr
Reparatur abhängig von Pflege und Zustand beim Kauf
Strom neun bis 30 Euro pro Monat (bei täglicher Ladung der Batterie:  ca. 0,30 Euro bis 1 Euro)

Elektromobile bis 15 km/h: Ausführungen

Je nach Modell kann ein Elektromobil Geschwindigkeiten bis zu sechs km/h oder 15 km/h erreichen. Welche Geschwindigkeit erwünscht oder notwendig ist, hängt von den Bedürfnissen der Nutzer, aber auch von den Umgebungsbedingungen ab.

  • Elektromobil sechs km/h: Kommt das Seniorenmobil nur in der Wohnung oder der Innenstadt zum Einsatz, sind sechs km/h in der Regel völlig ausreichend. Diese Modelle sind günstiger als die Seniorenmobile mit mehr PS. Zudem müssen die Halter für sie keine Versicherung abschließen.
  • Elektromobil 15 km/h: Elektromobile mit 15 km/h eignen sich gut, um längere Strecken und Steigungen zu überwinden – und damit besonders für unternehmungslustige Nutzer. Im Gegensatz zu den Modellen, die nur sechs km/h erreichen, besteht für Elektromobile mit 15 km/h eine Versicherungspflicht.
Info
Elektromobile auf Fußwegen und Fahrbahn

Mit Schrittgeschwindigkeit dürfen Elektromobile auf allen Fußwegen fahren. Ist hier zu wenig Platz, können auch Fahrradwege und Straßen befahren werden. Empfehlenswert ist das jedoch erst ab einer Geschwindigkeit von zehn km/h, da sonst andere Verkehrsteilnehmer behindert werden könnten.

Elektromobile für Senioren: Zulassung und Betriebserlaubnis

Für Elektromobile mit einem Sitz, die maximal 15 km/h erreichen, sind weder Führerschein noch eine Zulassung notwendig. Seniorenmobile gelten nicht als Kraftfahrzeuge wie Motorrad und Auto, sondern als sogenannte Krankenfahrstühle. Für solche müssen die Halter nicht – wie für Kraftfahrzeuge – eine Zulassung zum Straßenverkehr in Form eines amtlichen Kennzeichens bei der Behörde beantragen.

Mit der Betriebserlaubnis wird einem Fahrzeug bescheinigt, dass es den nationalen Bauvorschriften genügt. Elektromobil-Einsitzer, die maximal sechs km/h erreichen, bedürfen keiner Betriebserlaubnis – schnellere Gefährte allerdings schon. Teil einer Betriebserlaubnis ist ein TÜV-Gutachten und ein Vermerk in Form eines Stempels durch die Zulassungsstelle, dass das Elektromobil am Straßenverkehr teilnehmen darf. Der Hersteller kann jedoch auch eine Allgemeine Betriebserlaubnis (ABE) mitliefern, so dass ein Vermerk der Zulassungsstelle nicht notwendig ist.

Elektromobil: Versicherungspflicht & Versicherung

Fährt ein Elektromobil maximal sechs km/h schnell, ist keine Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherung notwendig. Verpflichtend hingegen ist eine Seniorenmobil-Versicherung für alle Gefährte, die mehr als sechs km/h erreichen. Solche Elektromobile benötigen ein Versicherungskennzeichen, das hinten am Fahrzeug angebracht werden muss.

Damit eine Versicherung im Schadensfall auch tatsächlich greift, sollte das Seniorenmobil sicher untergebracht und vor Witterung geschützt sein. Viele Versicherer verlangen sogar Angaben darüber, wie und wo das Elektromobil untergestellt ist.

Elektromobil für Senioren: Preise & Kosten

Es gibt viele unterschiedliche Elektromobile – Preise und Unterhaltskosten variieren deshalb ebenfalls stark: Einsteigermodelle gibt es ab etwa 1.500 Euro, für überdachte oder besonders schnelle Elektromobile mit viel Reichweite müssen Versicherte mit bis zu 10.000 Euro rechnen.

Neben dem reinen Anschaffungspreis gilt es zusätzliche Kosten für den Unterhalt zu bedenken: für die Versicherung, das Aufladen der Batterie, für Pflegemittel und Reparatur. Wenn bei Platzmangel im Haus etwa ein Stellplatz oder eine Garage beschafft werden muss, können weitere Kosten anfallen.

Preise & Kosten für Elektromobile im Überblick:

pflege.de gibt einen Überblick über die Kosten, die bei der Nutzung eines Elektromobils anfallen können:

Aufwand Kosten
Anschaffungspreis ca. 1.500 Euro bis 10.000 Euro einmalig
Versicherung  ca. 48 bis 64 Euro pro Jahr
Reparatur abhängig von Pflege und Zustand beim Kauf
Batterie neun bis 30 Euro pro Monat (bei täglicher Ladung der Batterie:  ca. 0,30 Euro bis 1 Euro)

Elektromobil kaufen – Tipps zum Kauf

Vor dem Kauf eines Elektromobils sollten sich Interessierte unbedingt genau über die Funktionen und Eigenschaften des Modells informieren, damit das Fahrzeug optimal auf ihre Bedürfnisse abgestimmt ist. Daher gilt es beim Anbieter folgende Aspekte zu klären:

  • Reichweite und Ladezeiten der Batterie: Für kurze Einkaufsfahrten genügt eine Reichweite von 12 km. Jedoch ist eine Kilometerleistung von 30 km ratsam, damit das Seniorenmobil auf unvorhergesehen langen Strecken nicht stehen bleibt. Für Nutzer, die längere Ausflüge machen wollen, eignen sich Modelle mit 60 km Reichweite. Die Batterien sollten sich innerhalb einer Nacht vollständig aufladen lassen.
  • Höchstgeschwindigkeit des Modells: Geschwindigkeiten von 6 bis 15 km/h sind bei Seniorenmobilen möglich. Welche Variante die richtige ist, hängt vom Nutzerverhalten, von den Umgebungsbedingungen und dem Budget ab.
  • Ausreichende Tragfähigkeit: Nicht alle Modelle sind auch für schwergewichtige Fahrer geeignet – die Tragfähigkeit gilt es deshalb beim Händler zu erfragen. Zudem wirkt sich das Gewicht des Nutzers auch auf die Reichweite des Seniorenmodells aus.
  • Neues oder gebrauchtes Modell: Entscheidendes Kriterium ist bei dieser Frage meist das Budget des Nutzers. Bezuschusst die Krankenkasse ein Elektromobil, müssen Nutzer damit rechnen, ein gebrauchtes Modell zu erhalten.
  • Faltbarkeit und Zerlegbarkeit des Modells: Sinnvoll ist das besonders für Nutzer, die ihr Elektromobil mit in den Urlaub nehmen und im Auto transportieren wollen. Manche Modelle sind mit wenigen Handgriffen faltbar oder klappbar oder zerlegbar.
Info
Mit dem Elektromobil auf Reisen

Wer ein zerlegbares Seniorenmobil mit auf Reisen nimmt, sollte vorher abklären, ob dies auch in Bahn oder Flugzeug problemlos möglich ist und welche Voraussetzungen zu erfüllen sind. So müssen bei der Mitnahme im ICE eventuell Stellplätze reserviert werden. Im Flugzeug müssen die Batterien auslaufsicher verpackt oder sogar versiegelt sein.

Probefahrten sind sinnvoll

Ein bequemer Sitz, eine einfache Lenkbarkeit, eine unkomplizierte Bedienung – das alles sind wichtige Kriterien, wenn Sie ein Elektromobil kaufen oder mieten wollen. Ob Sie und Ihr Wunschmodell gut miteinander harmonieren können Sie am besten bei einer Probefahrt feststellen.

Rufen Sie am besten bei Ihrem Sanitätshaus oder dem Hersteller des Elektromobils an, um zu fragen, ob eine Probefahrt möglich ist. Kaufen Sie ein Elektromobil gebraucht von privat ist eine Probefahrt unabdinglich, auch um die Fahrtauglichkeit zu überprüfen – schließlich haben Sie hier keine Garantieleistung.

 

Anspruch auf ein Elektromobil: Zuschuss der Krankenkasse

Seniorenmobile gelten als anerkanntes Hilfsmittel und sind im Hilfsmittelverzeichnis der Krankenversicherungen gelistet.(1) Das heißt: Seniorenmobile sind verordnungsfähig und können bei medizinischer Notwendigkeit von den Krankenkassen oder anderen sozialen Trägern bezuschusst werden. Die medizinische Notwendigkeit kann zum Beispiel der Arzt mit einem Rezept bestätigen.

Tipp
Sprechen Sie mit Ihrer Krankenkasse über eine mögliche Kostenübernahme

Auch wer sicher glaubt, einen Anspruch auf ein Elektromobil zu haben, sollte vor der Anschaffung unbedingt mit seiner Krankenkasse sprechen. Lehnt diese die Kostenübernahme ab, ist es möglich, dagegen Widerspruch einzulegen. Voraussetzung für ein Elektromobil auf Rezept ist grundsätzlich, dass ein Arzt die Gehbehinderung des Betroffenen und die Notwendigkeit des Hilfsmittels attestiert.

Elektromobil auf Rezept – Voraussetzungen

Ein Arzt kann ein Elektromobil medizinisch verordnen, wenn dem Patienten das Bedienen des Fahrzeugs körperlich und geistig möglich ist und eine oder mehrere der folgenden Voraussetzungen erfüllt sind:

  • Das Elektromobil beugt einer drohenden Behinderung vor, gleicht sie aus und/oder behebt oder mildert die Auswirkungen einer Behinderung.
  • Die Gehfähigkeit des Antragstellers ist so eingeschränkt, dass er seine Grundbedürfnisse innerhalb und außerhalb der Wohnung nicht mehr wie gewohnt befriedigen kann.
  • Die körperliche Behinderung macht es unmöglich, dass manuelle Rollstühle bedient werden. Rollatoren und andere Hilfsmittel reichen nicht aus, um die Mobilität herzustellen.
Tipp
Achten Sie beim Kauf auf die Hilfsmittelnummer

Damit Versicherte einen Zuschuss von der Krankenkasse zum Elektromobil erhalten oder die Kosten erstattet werden, benötigt das Seniorenmobil eine Hilfsmittelnummer. Krankenkassen tragen normalerweise die Kosten für den Kauf eines Elektromobils, das bis zu sechs km/h fährt. 

Antrag auf einen Zuschuss stellen

Einen Antrag auf einen Zuschuss der Krankenversicherung für ein Elektromobil stellen Interessierte wie folgt:

  1. Der Arzt bescheinigt Ihnen die medizinische Notwendigkeit für ein Elektromobil.
  2. Anschließend gehen Sie damit ins Fachgeschäft und suchen sich ein passendes Modell mit Hilfsmittelnummer aus. Beachten Sie, dass manche Krankenkassen bestimmte Sanitätshäuser als Vertragspartner haben. Sie sind dann an diese gebunden.
  3. Teilen Sie Ihrem Arzt dann die Hilfsmittelnummer Ihres gewünschten Modells mit. Der Arzt stellt daraufhin eine Verordnung für das konkrete Modell mit entsprechender Hilfsmittelnummer aus. Damit steigt die Wahrscheinlichkeit, dass das gewünschte Modell von der Krankenkasse genehmigt wird.
  4. Die Verordnung sollte im Fachgeschäft noch einmal vorgelegt werden, um zu prüfen, ob das Elektromobil für den Nutzer geeignet ist. Die Mitarbeiter des Fachgeschäftes leiten Verordnung und Kostenvoranschlag an die Krankenkasse weiter.
  5. Im Idealfall wird das gewünschte Seniorenmobil genehmigt und die Kosten für ein Elektromobil gänzlich getragen oder anteilsmäßig bezuschusst. Sie müssen allerdings damit rechnen, ein gebrauchtes, jedoch gewartetes Modell zu erhalten.

Elektromobil gebraucht kaufen: Vorteile & Nachteile

Klar ist: Wer ein Seniorenmobil gebraucht kauft, spart einiges an Kosten. Dies lohnt sich deshalb besonders für Personen, die keine Zuschüsse von der Krankenversicherung oder einem anderen Kostenträger erhalten. Je nachdem, ob Sie das Elektromobil von privat oder vom Hersteller kaufen, gibt es sogar eine Garantie.

Eine Übersicht der Vorteile und Nachteile folgt hier:

  • günstiger Preis
  • Professionelle Anbieter geben Garantie und übernehmen die Wartung
  • höheres Risiko von Mängeln
  • keine Garantie von privaten Anbietern
  • nicht alle Modelle stehen zur Auswahl
Tipp
Begutachten Sie das gebrauchte Modell vorher

Ist ein interessantes Modell im Internet gefunden, sollten Sie nicht gleich auf „kaufen“ klicken, sondern mit dem Anbieter Kontakt aufnehmen und einen Termin zur Begutachtung des Elektromobils vereinbaren. Wenn Sie sich selbst nicht zutrauen, die Funktionsfähigkeit eines Elektromobils einzuschätzen, nehmen Sie am besten jemanden mit, der sich auskennt.

Elektromobil-Zubehör

Wie sinnvoll die Anschaffung von Zubehör ist, hängt von den Bedürfnissen und Gewohnheiten der Nutzer ab:

  • Tasche, Korb oder Anhänger: Wer etwa längere Strecken zurücklegt oder häufig Einkäufe mit dem Seniorenmobil erledigt, für den kann sich eine am Elektromobil anzubringende Tasche oder ein Korb lohnen. Für größere Anschaffungen kann man auch zusätzlich einen Anhänger am Seniorenmobil befestigen.
  • Regenschutz: Ein Regenschutz ist ein praktisches Zubehör, wenn das Elektromobil häufig einmal ohne Überdachung abgestellt wird. Solche Regenschutz-Überzüge sind teilweise sogar so robust, dass sie als mobile Garage für das Elektromobil genutzt werden können.
  • Zusätzliche Spiegel: Ein zusätzlicher Spiegel sorgt für mehr Sicherheit im Straßenverkehr.
  • Dach: Wer über kein Elektromobil mit Dach verfügt, aber auch bei Regen gut geschützt sein möchte, kann den Scooter mit einem Wetterdach aufrüsten.
Tipp
Schaffen Sie zusätzliche Sicherheit mit einem mobilen Notruf

Falls Sie viel unterwegs, aber nicht mehr so sicher auf den eigenen Beinen sind, können Sie mit einem mobilen Notruf vorsorgen. Der kleine Sender, den Sie immer bei sich tragen, verschafft Ihnen selbst, aber auch Ihren Angehörigen ein sicheres Gefühl im Alltag.

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Häufig gestellte Fragen

Was zahlt die Krankenkasse für ein Elektromobil?

Die Krankenkasse zahlt grundsätzlich nur Elektromobile, die maximal 6 km/h fahren und eine Hilfsmittelnummer haben. Sollten Sie sich für ein schnelleres Modell interessieren, sprechen Sie vorher ab, ob Sie sich die Kosten mit der Krankenkasse teilen können.

Wie viel Strom verbraucht ein Elektromobil?

Grundsätzlich ist ein Elektromobil sehr sparsam im Verbrauch. Als Faustregel rechnen einige Hersteller, dass sie etwa mit einem Euro Stromkosten pro 100 gefahrenen Kilometer rechnen können. Diese Rechnung ist jedoch nur sehr vage, denn natürlich schwanken die Strompreise und der Verbrauch Ihres Elektromobils ist vielen Schwankungen unterworfen, etwa Ihrem Gewicht, den Wegverhältnissen und sogar dem Wind.

Für wen ist ein Elektromobil geeignet?

Elektromobile sind für Menschen gedacht, die sich im Allgemeinen ohne Hilfsmittel oder nur mit einem Stock fortbewegen können und nur für längere Wege eine Unterstützung brauchen. Sind Sie dauerhaft auf eine Mobilitätshilfe angewiesen, ist ein E-Rollstuhl die bessere Alternative.

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Erstelldatum: 7102.40.21|Zuletzt geändert: 3202.10.01
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