Elektromobile für Senioren: Mehr Mobilität im Alltag

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Elektromobil

Wenn ältere Menschen nicht mehr so gut zu Fuß sind wie in jungen Jahren, kann ein Elektromobil den Alltag stark erleichtern und ihre Selbstständigkeit erhalten. Die leisen, mit Elektromotor betriebenen Gefährte ermöglichen körperlich eingeschränkten Menschen, die noch nicht vollständig auf einen Rollstuhl angewiesen sind, auch längere Wegstrecken zügig zurückzulegen und sogar Gepäck zu transportieren. pflege.de gibt Tipps, für wen sich ein Elektromobil lohnt und was bei der Anschaffung und Nutzung zu beachten ist.

Inhaltsverzeichnis

Elektromobil  / Seniorenmobil: Definition

Ein Elektromobil, auch Seniorenmobil genannt, ist ein kleines, offenes Leichtfahrzeug, das elektrisch angetrieben wird und Menschen mit Gehbehinderung ermöglicht, sich schneller fortzubewegen.

Die Elektromobile sind mehrspurig, das heißt, sie verfügen über drei oder vier Räder und – im Gegensatz zu einem Rollstuhl – über einen Lenker. Dadurch nehmen sie mehr Platz ein, so dass sie nur bedingt für den Einsatz in der Wohnung geeignet sind. Ist die Wohnumgebung jedoch barrierefrei und geräumig und damit für Rollstuhlfahrer zugänglich, können Bewohner gemeinhin auch ein Elektromobil nutzen.

Seniorenmobile sind für Menschen geeignet, die noch selbstständig ohne Gehhilfe gehen können – wenn auch eingeschränkt. Der Fahrer sollte also noch selbstständig ein- und aussteigen können. Das wird bei vielen Modellen durch einen arretierbaren – also in unterschiedlichen Positionen feststellbaren – Drehsitz erleichtert. Zudem sollte der Betroffene noch beide Arme und Hände gut nutzen können, um auf- und abzusteigen und das Seniorenmobil zu lenken.

Elektromobil-Varianten im Überblick

Dreirad oder Vierrad, Einsitzer oder Zweisitzer – Es gibt unterschiedliche Varianten von Elektromobilen, die den Alltag von Senioren erleichtern sollen. pflege.de gibt einen Überblick über die gängigsten Modelle:

Dreirad-Elektromobil:

Dreirad-Elektromobile sind schlanker als ein Vierrad, bei wenig Platz spricht das für sie. Weil das Dreirad einen kleineren Wendekreis hat, eignet sich ein solches Elektromobil häufig besser für den Einsatz in der Wohnung. Die Modelle sind leicht zu fahren, so dass auch Teppichkanten und Türschwellen innerhalb der Wohnräume kein Hindernis darstellen.

Vierrad-Elektromobil:

Diese Seniorenmobile sind geeignet, wenn es lange Strecken zu überwinden gilt. Die Modelle sind sportlicher, häufig auch schneller und eignen sich dank ihrer größeren Räder auch für unebenes Gelände im Freien.

Elektromobil-Zweisitzer:

Sind zwei oder mehrere Personen innerhalb eines Haushaltes auf ein Elektromobil angewiesen, kann sich die Anschaffung eines Zweisitzers lohnen. Die Modelle sind besonders für Paare oder Freunde geeignet, deren Gehfähigkeit eingeschränkt ist, die aber Spaß an gemeinsamen Unternehmungen haben. Allerdings ist ein Elektromobil für zwei Personen auch sperriger als ein Einsitzer und benötigt einen deutlich größeren Stellplatz.

 

Info

Entscheidungshilfe: Welches Elektromobil-Modell ist das richtige?

Beziehen Sie bestenfalls folgende Fragen in Ihre Überlegung mit ein, ehe Sie sich für ein Elektromobil-Modell entscheiden:

  • Wer nutzt das Seniorenmobil regelmäßig? Eine Person oder zwei Personen?
  • Kommt das Elektromobil drinnen und draußen zum Einsatz?
  • Wird das Seniorenmobil auch auf unebenen Boden genutzt oder sollen auch Steigungen überwunden werden?
  • Werden mit dem Elektromobil regelmäßig auch lange Wegstrecken zurückgelegt?
  • Welches Gewicht sollte das Elektromobil für Senioren tragen können?
  • Welches Zubehör ist nötig?
  • Wie groß darf das Elektromobil sein, damit es gegebenenfalls auch in der Wohnung genutzt und sicher untergestellt werden kann?

Elektromobile bis 15 km/h: Ausführungen

Je nach Modell kann ein Elektromobil Geschwindigkeiten bis zu sechs km/h oder 15 km/h erreichen. Welche Geschwindigkeit erwünscht oder notwendig ist, hängt von den Bedürfnissen der Nutzer, aber auch von den Umgebungsbedingungen ab.

  • Elektromobil sechs km/h: Kommt das Seniorenmobil nur in der Wohnung oder der Innenstadt zum Einsatz, sind sechs km/h in der Regel völlig ausreichend. Diese Modelle sind günstiger als die Seniorenmobile mit mehr PS. Zudem müssen die Halter für sie keine Versicherung abschließen.
  • Elektromobil 15 km/h: Elektromobile mit 15 km/h eignen sich gut, um längere Strecken und Steigungen zu überwinden – und damit besonders für unternehmungslustige Nutzer. Im Gegensatz zu den Modellen, die nur sechs km/h erreichen, besteht für Elektromobile mit 15 km/h eine Versicherungspflicht.
Info

Elektromobile auf Fußwegen und Fahrbahn

Mit Schrittgeschwindigkeit dürfen Elektromobile auf allen Fußwegen fahren. Ist hier zu wenig Platz, können auch Fahrradwege und Straßen befahren werden. Empfehlenswert ist das jedoch erst ab einer Geschwindigkeit von zehn km/h, da sonst andere Verkehrsteilnehmer behindert werden könnten.

Elektromobile für Senioren: Zulassung und Betriebserlaubnis

Für Elektromobile mit einem Sitz, die maximal 15 km/h erreichen, sind weder Führerschein noch eine Zulassung notwendig. Seniorenmobile gelten nicht als Kraftfahrzeuge wie Motorrad und Auto, sondern als sogenannte Krankenfahrstühle. Für solche müssen die Halter nicht – wie für Kraftfahrzeuge – eine Zulassung zum Straßenverkehr in Form eines amtlichen Kennzeichens bei der Behörde beantragen.

Mit der Betriebserlaubnis wird einem Fahrzeug bescheinigt, dass es den nationalen Bauvorschriften genügt. Elektromobil-Einsitzer, die maximal sechs km/h erreichen, bedürfen keiner Betriebserlaubnis – schnellere Gefährte allerdings schon. Teil einer Betriebserlaubnis ist ein TÜV-Gutachten und ein Vermerk in Form eines Stempels durch die Zulassungsstelle, dass das Elektromobil am Straßenverkehr teilnehmen darf. Der Hersteller kann jedoch auch eine Allgemeine Betriebserlaubnis (ABE) mitliefern, so dass ein Vermerk der Zulassungsstelle nicht notwendig ist.

Elektromobil: Versicherungspflicht & Versicherung

Fährt ein Elektromobil maximal sechs km/h schnell, ist keine Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherung notwendig. Verpflichtend hingegen ist eine Seniorenmobil-Versicherung für alle Gefährte, die mehr als sechs km/h erreichen. Solche Elektromobile benötigen ein Versicherungskennzeichen, das hinten am Fahrzeug angebracht werden muss.

Damit eine Versicherung im Schadensfall auch tatsächlich greift, sollte das Seniorenmobil sicher untergebracht und vor Witterung geschützt sein. Viele Versicherer verlangen sogar Angaben darüber, wie und wo das Elektromobil untergestellt ist.

Elektromobil für Senioren: Preise & Kosten

Es gibt viele unterschiedliche Elektromobile – Preise und Unterhaltskosten variieren deshalb ebenfalls stark: Einsteigermodelle gibt es ab etwa 1.500 Euro, für überdachte oder besonders schnelle Elektromobile mit viel Reichweite müssen Versicherte mit bis zu 10.000 Euro rechnen.

Neben dem reinen Anschaffungspreis gilt es zusätzliche Kosten für den Unterhalt zu bedenken: für die Versicherung, das Aufladen der Batterie, für Pflegemittel und Reparatur. Wenn bei Platzmangel im Haus etwa ein Stellplatz oder eine Garage beschafft werden muss, können weitere Kosten anfallen.

Preise & Kosten für Elektromobile im Überblick:

pflege.de gibt einen Überblick über die Kosten, die bei der Nutzung eines Elektromobils anfallen können:

Aufwand Kosten
Anschaffungspreis ca. 1.500 Euro bis 10.000 Euro einmalig
Versicherung  ca. 48 bis 64 Euro pro Jahr
Reparatur abhängig von Pflege und Zustand beim Kauf
Batterie neun bis 30 Euro pro Monat (bei täglicher Ladung der Batterie:  ca. 0,30 Euro bis 1 Euro)

Elektromobil kaufen – Tipps zum Kauf

Vor dem Kauf eines Elektromobils, sollten sich Interessierte unbedingt genau über die Funktionen und Eigenschaften des Modells informieren, damit die elektrische Gehhilfe optimal auf ihre Bedürfnisse abgestimmt ist. Daher gilt es beim Anbieter folgende Aspekte zu klären:

  • Reichweite und Ladezeiten der Batterie: Für kurze Einkaufsfahrten genügt eine Reichweite von 12 km. Jedoch ist eine Kilometerleistung von 30 km ratsam, damit das Seniorenmobil auf unvorhergesehen langen Strecken nicht stehen bleibt. Für Nutzer, die längere Ausflüge machen wollen, eignen sich Modelle mit 60 km Reichweite. Die Batterien sollten sich innerhalb einer Nacht vollständig aufladen lassen.
  • Höchstgeschwindigkeit des Modells: Geschwindigkeiten von sechs bis 15 km/h sind bei Seniorenmobilen möglich. Welche Variante die richtige ist, hängt vom Nutzerverhalten, von den Umgebungsbedingungen und dem Budget ab.
  • Faltbarkeit und Zerlegbarkeit des Modells: Sinnvoll ist das besonders für Nutzer, die ihr Elektromobil mit in den Urlaub nehmen und im Auto transportieren wollen.
  • Ausreichende Tragfähigkeit: Nicht alle Modelle sind auch für schwergewichtige Fahrer geeignet – die Tragfähigkeit gilt es deshalb beim Händler zu erfragen. Zudem wirkt sich das Gewicht des Nutzers auch auf die Reichweite des Seniorenmodells aus.
  • Neues oder gebrauchtes Modell: Entscheidendes Kriterium ist bei dieser Frage meist das Budget des Nutzers. Bezuschusst die Krankenkasse ein Elektromobil, müssen Nutzer damit rechnen, ein gebrauchtes Modell zu erhalten.

Ob das Elektromobil den Anforderungen des Betroffenen entspricht, kann er bei einer Probefahrt testen. Hier kann der Senior beispielsweise auf Folgendes achten:

  • Einfache Lenkbarkeit
  • Bequemer Sitz
Tipp
Testen Sie verschiedene Geräte

Wer ein Seniorenmobil kaufen möchte und sich für eine Variante entschieden hat, sollte vor der Anschaffung eine Probefahrt mit dem Wunsch-Modell machen. So stellen Nutzer sicher, dass sie gut mit dem Gefährt umgehen können und sich sicher fühlen. Es lohnt sich daher, vorher telefonisch beim Elektromobile-Anbieter anzufragen, ob eine Probefahrt möglich ist.

Anspruch auf ein Elektromobil: Zuschuss der Krankenkasse

Seniorenmobile gelten als anerkanntes Hilfsmittel und sind im Hilfsmittelverzeichnis der gesetzlichen Krankenversicherungen gelistet.(1) Das heißt: Seniorenmobile sind verordnungsfähig und können bei medizinischer Notwendigkeit von den Krankenkassen oder anderen sozialen Trägern bezuschusst werden.

Tipp
Sprechen Sie mit Ihrer Krankenkasse über eine mögliche Kostenübernahme der Versicherungsbeiträge

Die Versicherer zeigen sich bei der Bewilligung von Seniorenmobilen unterschiedlich kulant: Während ein Elektromobil von einer Krankenkasse umstandslos bewilligt wird, kann eine andere Versicherung Schwierigkeiten machen oder die Kostenübernahme sogar ablehnen. Auch wer sicher glaubt, einen Anspruch zu haben, sollte vor der Anschaffung unbedingt mit seiner Krankenkasse sprechen. Lehnt diese die Kostenübernahme ab, ist es möglich, dagegen Widerspruch einzulegen. Voraussetzung für ein Elektromobil auf Rezept ist grundsätzlich, dass ein Arzt die Gehbehinderung des Betroffenen und die Notwendigkeit des Hilfsmittels attestiert.

Elektromobil auf Rezept – Voraussetzungen

Ein Arzt kann ein Elektromobil medizinisch verordnen, wenn eine oder mehrere der folgenden Voraussetzungen erfüllt sind:

  • Das Elektromobil beugt einer drohenden Behinderung vor, gleicht sie aus und/oder behebt oder mildert die Auswirkungen einer Behinderung.
  • Die Gehfähigkeit des Antragstellers ist so eingeschränkt, dass er seine Grundbedürfnisse innerhalb und außerhalb der Wohnung nicht mehr wie gewohnt befriedigen kann.
  • Die körperliche Behinderung macht es unmöglich, dass handgetriebene Rollstühle bedient werden. Rollatoren und andere Hilfsmittel reichen nicht aus, um die Mobilität herzustellen.
  • Das Bedienen eines Elektromobils muss körperlich und geistig möglich sein.
  • Es wird eine Unterbringungsmöglichkeit (zum Beispiel Garage) benötigt, in der das Elektromobil vor Wetter und Diebstahl geschützt ist.
Tipp
Achten Sie beim Kauf auf die Hilfsmittelnummer

Damit Versicherte einen Zuschuss von der Krankenkasse zum Elektromobil erhalten oder die Kosten erstattet werden, benötigt das Seniorenmobil eine Hilfsmittelnummer – darauf ist beim Kauf unbedingt zu achten. Krankenkassen tragen normalerweise die Kosten für den Kauf eines Elektromobils, das bis zu sechs km/h fährt. Wer ein schnelleres Modell haben möchte, muss dafür eventuell selbst aufkommen oder aber die Mehrkosten tragen. Im Hilfsmittelverzeichnis finden Versicherte mehr als 30.000 Hilfsmittel, die ihnen bei Krankheit oder Pflegebedarf zur Verfügung stehen.

Antrag auf einen Zuschuss stellen

Einen Antrag auf einen Zuschuss der Krankenversicherung für ein Elektromobil stellen Interessierte wie folgt:

  1. Der Arzt bescheinigt die medizinische Notwendigkeit für ein Elektromobil.
  2. Der Betroffene geht damit ins Fachgeschäft und sucht sich ein passendes Modell mit Hilfsmittelnummer aus.
  3. Der Betroffene teilt dem Arzt die Hilfsmittelnummer seines gewünschten Modells mit. Der Arzt stellt daraufhin eine Verordnung für das konkrete Modell mit entsprechender Hilfsmittelnummer aus. Damit steigt die Wahrscheinlichkeit, dass das gewünschte Modell von der Krankenkasse genehmigt wird.
  4. Die Verordnung sollte im Fachgeschäft noch einmal vorgelegt werden um zu prüfen, ob das Elektromobil für den Nutzer geeignet ist. Die Mitarbeiter des Fachgeschäftes leiten Verordnung und Kostenvoranschlag an die Krankenkasse weiter.
  5. Im Idealfall wird das gewünschte Seniorenmobil genehmigt und die Kosten für ein Elektromobil gänzlich getragen oder anteilsmäßig bezuschusst. Die Antragssteller müssen damit rechnen, ein gebrauchtes, jedoch gewartetes Modell zu erhalten.
Wichtiger Hinweis

Vertragspartner der Krankenkassen
Krankenkassen haben Verträge mit Sanitätshäusern, so dass Betroffene an diese Partnergeschäfte gebunden sind und sich nicht in jedem Sanitätshaus ihrer Wahl ein Modell aussuchen können.

Elektromobil gebraucht kaufen: Vorteile & Nachteile

Klar ist: Wer ein Seniorenmobil gebraucht kauft, spart einiges an Kosten. Dies lohnt sich deshalb besonders für Personen, die keine Zuschüsse von der Krankenversicherung oder einem anderen Kostenträger erhalten. Einen sogenannten Shoprider gebraucht etwa im Internet zu kaufen, birgt jedoch auch Risiken. Denn nicht immer geben Anbieter von gebrauchten Seniorenmobilen eine Garantie. Im schlechtesten Falle hat ein Gefährt sogar Mängel, über die der Anbieter die Interessenten nicht aufklärt.

Eine Übersicht der Vorteile und Nachteile folgt hier:

  • günstiger Preis
  • Professionelle Anbieter geben Garantie und übernehmen die Wartung
  • höheres Risiko von Mängeln
  • keine Garantie von privaten Anbietern
  • nicht alle Modelle stehen zur Auswahl
Tipp
Begutachten Sie das gebrauchte Modell vorher

Ist ein interessantes Modell im Internet gefunden, sollten Sie nicht gleich auf „kaufen“ klicken, sondern mit dem Anbieter Kontakt aufnehmen und einen Termin zur Begutachtung des Elektromobils vereinbaren. Wenn Sie sich selbst nicht zutrauen, die Funktionsfähigkeit eines Elektromobils einzuschätzen, nehmen Sie am besten jemanden mit, der sich auskennt.

Elektromobil mieten oder kaufen?

Wer sich überlegt, ein Elektromobil zu mieten statt zu kaufen, sollte sich fragen, in welchen Fällen er es benötigt. Ist es nur ab und zu im Einsatz, lohnt sich häufig das Mieten. Schließlich ist der Kaufpreis nicht unerheblich, besonders, wenn kein Anspruch auf einen Zuschuss durch die Krankenkasse besteht. Wird das Elektromobil jedoch so gut wie für jede Strecke im Alltag benötigt – für den Einkauf oder den Arztbesuch –, kann sich ein Kauf lohnen.

Vor der Entscheidung für ein gemietetes oder gekauftes Elektromobil lohnt eine genaue Kalkulation, in welchem Fall welche Kosten anfallen. Bedenken Sie bei der Kalkulation, dass beim gelegentlichen Mieten auch Kosten für den Transport anfallen. Beim Kauf gilt es zudem eventuelle Kosten für die Unterbringung zu beachten.

Info

Elektromobil: zerlegbar, faltbar, klappbar

Wenn wenig Platz zum Unterstellen verfügbar ist oder der Betroffene für Reisen ein platzsparendes Elektromobil benötigt, können zerlegbare oder klappbare Seniorenmobile eine gute Lösung sein. In der Regel sind sie mit wenigen Handgriffen klappbar oder faltbar – ohne dass technisches Know-how von Nöten wäre.

Wer ein zerlegbares Seniorenmobil mit auf Reisen nimmt, sollte vorher abklären, ob dies auch in Bahn oder Flugzeug problemlos möglich ist und welche Voraussetzungen zu erfüllen sind. So müssen bei der Mitnahme im ICE eventuell Stellplätze reserviert werden. Im Flugzeug müssen die Batterien auslaufsicher verpackt oder sogar versiegelt sein.

Elektromobil-Zubehör

Wie sinnvoll die Anschaffung von Zubehör ist, hängt von den Bedürfnissen und Gewohnheiten der Nutzer ab:

  • Tasche, Korb oder Anhänger: Wer etwa längere Strecken zurücklegt oder häufig Einkäufe mit dem Seniorenmobil erledigt, für den kann sich eine am Elektromobil anzubringende Tasche oder ein Korb lohnen. Für größere Anschaffungen kann man auch zusätzlich einen Anhänger am Seniorenmobil befestigen.
  • Regenschutz: Ein Regenschutz ist ein praktisches Zubehör, wenn das Elektromobil häufig einmal ohne Überdachung abgestellt wird. Solche Regenschutz-Überzüge sind teilweise sogar so robust, dass sie als mobile Garage für das Elektromobil genutzt werden können.
  • Zusätzliche Spiegel: Ein zusätzlicher Spiegel sorgt für mehr Sicherheit im Straßenverkehr.
  • Dach: Wer über kein Elektromobil mit Dach verfügt, aber auch bei Regen gut geschützt sein möchte, kann den Scooter mit einem Wetterdach aufrüsten.

Elektromobile im Test

Bisher hat die Stiftung Warentest Elektromobile noch keinem umfangreichen Test unterzogen. Wer nach Testergebnissen im Internet recherchiert, findet einige Tests – jedoch ist bei vielen nicht ganz deutlich, wie unabhängig sie sind. Dennoch können auch solche Ergebnisse Aufschluss über die Qualität eines Seniorenmobils geben. Wer das Internet nicht als Quelle nutzen möchte, greift am besten auf die Informationen eines professionellen Anbieters zurück – und testet die empfohlenen Modelle dann selbst aus.

Tipp
Schaffen Sie zusätzliche Sicherheit mit einem mobilen Notruf

Falls Sie viel unterwegs, aber nicht mehr so sicher auf den eigenen Beinen sind, können Sie mit einem mobilen Notruf vorsorgen. Der kleine Sender, den Sie immer bei sich tragen, verschafft Ihnen selbst, aber auch Ihren Angehörigen ein sicheres Gefühl im Alltag.

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Erstelldatum: 7102.40.21|Zuletzt geändert: 1202.70.12
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