Pflegegrad 5 - Voraussetzungen, Bedingungen und Leistungen

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Pflegegrad 5

Den höchsten Pflegegrad 5 und damit die umfangreichsten Leistungen der Pflegeversicherung vergeben Pflegekassen seit 01.01.2017 an Versicherte, die nachweislich unter einer „schwersten Beeinträchtigung der Selbstständigkeit“ leiden und einen sehr hohen Pflegebedarf haben. Im Zuge des Zweiten Pflegestärkungsgesetzes (PSG II) haben die fünf neuen Pflegegrade zum 01.01.2017 die bisher geltenden drei Pflegestufen abgelöst. pflege.de klärt auf, welche Voraussetzungen für Pflegegrad 5 gelten und welche Leistungen damit im Detail verbunden sind.

Inhaltsverzeichnis

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Definition: Pflegegrad 5

Mit dem neuen Pflegegrad 5 bescheinigen Pflegekassen ihren Versicherten eine

schwerste Beeinträchtigung der Selbstständigkeit mit besonderen Anforderungen für die pflegerische Versorgung

und genehmigen damit die umfangreichsten Leistungen aus der Pflegekasse. Bei Versicherten, die ab dem Jahr 2017 erstmals einen Pflegegrad beantragen, ermitteln Gutachter nach dem neuen Begutachtungsverfahren, wie selbstständig die Antragsteller trotz ihrer Beschwerden noch sind. Je unselbstständiger sie sind, umso mehr Punkte und einen umso höheren Pflegegrad erhalten sie. Erreichen Versicherte bei der Begutachtung 90 bis 100 Punkte, sind die Voraussetzungen für Pflegegrad 5 erfüllt und sie erhalten von ihrer Pflegekasse den Bescheid über die Anerkennung von Pflegegrad 5 und damit verbundene Leistungen.

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Wichtiger Hinweis für Demenzerkrankte mit anerkannter Pflegestufe 3 bzw. Härtefälle

Menschen mit Demenz, die zum 31.12.2016 bereits in Pflegestufe 3 oder als Härtefall mit Pflegestufe 3 anerkannt wurden, wurden automatisch in den neuen Pflegegrad 5 umgewandelt und mussten dafür nicht neu begutachtet werden. Der sog. Bestandsschutz regelt, dass alle Versicherten mindestens die gleichen Leistungen wie bisher weiterhin erhalten und nicht schlechter gestellt wurden.

Kriterien und Voraussetzungen für Pflegegrad 5

Um Pflegegrad 5 zu erhalten, müssen Gutachter bei der Begutachtung des Versicherten mindestens 90 bis 100 Punkte ermitteln. Die beauftragten Gutachter des MDK (bei gesetzlich Versicherten) oder der MEDICPROOF GmbH (bei privat Versicherten) untersuchen die Antragsteller nach dem neuen Prüfverfahren „Neues Begutachtungsassessment (NBA)“ in sechs Modulen auf den Grad ihrer noch vorhandenen Selbstständigkeit:

  1. Mobilität,
  2. Kognitive und kommunikative Fähigkeiten,
  3. Verhaltensweisen und psychische Problemlagen,
  4. Selbstversorgung,
  5. Bewältigung und selbstständiger Umgang mit krankheits- oder therapiebedingten Anforderungen und Belastungen und
  6. Gestaltung des Alltagslebens und sozialer Kontakte.
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Pflegegradrechner von pflege.de

Wer sich auf die Pflegebegutachtung vorbereiten möchte und schon mal prüfen möchte, ob die Voraussetzungen für Pflegegrad 5 erfüllt sind, kann den kostenlosen Pflegegradrechner von pflege.de nutzen. Das Ergebnis kann Ihnen auch dabei helfen, den Unterstützungsbedarfs Ihres Angehörigen vor dem Gutachter zu erklären.


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Leistungen bei Pflegegrad 5

Pflegegrad 5 – Wieviel Geld und welche Leistungen stehen Pflegebedürftigen mit Pflegegrad 5 zu? Mit anerkanntem Pflegegrad 5 sind Pflegebedürftige stark auf fremde Hilfe angewiesen und dementsprechend umfangreich sind auch die Pflegeleistungen, die ihnen seitens der Pflegekasse zustehen. pflege.de zeigt den umfangreichen Anspruch auf Leistungen für Versicherte mit Pflegegrad 5 im Folgenden im Detail auf:

Pflegegeld und Pflegesachleistungen bei Pflegegrad 5

Bei häuslicher Versorgung stehen Pflegebedürftigen mit Pflegegrad 5 Pflegegeld (bei häuslicher Versorgung durch Angehörige oder Freunde) oder Pflegesachleistungen (bei professioneller Pflege durch einen ambulanten Pflegedienst) zur Verfügung:

  • Pflegegeld bei Pflegegrad 5: 901 Euro pro Monat

Zum Vergleich: Bis 2016 erhielten demenzkranke Pflegebedürftige mit vergleichbarer Pflegestufe 3 bzw. „Härtefälle“ 728 Euro Pflegegeld bei der häuslichen Versorgung durch Angehörige, Freunde oder Nachbarn.

  • Pflegesachleistungen bei Pflegegrad 5: 1.995 Euro pro Monat

Zum Vergleich: Bisher erhielten Pflegebedürftige mit Pflegestufe 3 und Demenz 1.612 Euro Pflegesachleistungen pro Monat und sog. „Härtefälle“ 1.995 Euro, wenn sie durch einen ambulanten Pflegedienst versorgt wurden.

Betreuungs- und Entlastungsleistungen bei Pflegegrad 5

Hilfs- und Pflegebedürftigen mit Pflegegrad 5 steht seit Januar 2017 der vereinheitlichte neue „Entlastungsbeitrag“ von monatlich 125 Euro für Betreuungs- und Entlastungsleistungen zur Verfügung (bisher in der Regel 104 Euro, in besonderen Fällen 208 Euro). Mit diesem „Entlastungsbeitrag“ können Pflegebedürftige mit Pflegegrad 5

Eine detaillierte Auflistung der möglichen Betreuungsleistungen finden Sie im Artikel über die zusätzlichen Betreuungs- und Entlastungsleistungen.

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Mehr Budget für Betreuungs- und Entlastungsleistungen

Wer mit Pflegegrad 5 die Pflegesachleistungen von monatlich 1.995 Euro nicht voll ausnutzt, kann bis zu 40 Prozent davon für weitere Betreuungs- und Entlastungsleistungen verwenden. Diese Möglichkeit kennen bisher noch nicht viele, doch stehen dadurch bis zu 798 Euro mehr Budget für Betreuung und Entlastung zur Verfügung.

Kurzzeitpflege bei Pflegegrad 5

Benötigt ein Pflege- und Hilfsbedürftiger mit Pflegegrad 5  Kurzzeitpflege z. B. nach einem Krankenhausaufenthalt, erhält er einen Zuschuss von maximal 1.612 Euro pro Jahr für bis zu 28 Tage.

Bei der Kurzzeitpflege mit Pflegegrad 5 gilt es Folgendes zu beachten:

  • Wer im laufenden Jahr keine Verhinderungspflege (s. u.) durch einen Pflegedienst bei Krankheit oder Urlaub von pflegenden Angehörigen nutzt, kann sogar bis zu 3.224 Euro Zuschuss für bis zu acht Wochen Kurzzeitpflege im Jahr beanspruchen.
  • Pflegebedürftige mit Pflegegrad 5 erhalten während ihrer Kurzzeitpflege zusätzlich die Hälfte ihres Pflegegeldes weiterhin, also 450,50 Euro pro Monat.

Verhinderungspflege bei Pflegegrad 5

Sind pflegende Angehörige einmal selbst krank oder im Urlaub, erhalten Pflegebedürftige mit Pflegegrad 5 Verhinderungspflege. Jedes Jahr erhalten sie dafür einen Zuschuss in Höhe von 1.612 Euro für bis zu 28 Tage im Jahr.

Wissenswertes zur Verhinderungspflege bei Pflegegrad 5:

  • Wenn Versicherte im laufenden Jahr keine Kurzzeitpflege (s. o.) genutzt haben, können sie den nicht genutzten Anteil auf die Verhinderungspflege umlegen und erhalten für bis zu sechs Wochen im Jahr maximal 2.418 Euro.
  • Während der Verhinderungspflege erhalten Versicherte weiterhin die Hälfte ihres Pflegegeldes für bis zu sechs Wochen im Jahr. Das sind monatlich immerhin 450,50 Euro.

Tagespflege bei Pflegegrad 5

Für die Tagespflege und Nachtpflege in einer teilstationären Einrichtung steht Pflegebedürftigen mit Pflegegrad 5 ein Zuschuss von 1.995 Euro pro Monat zu.

Zum Vergleich: Auch bis 31.12.2106 erhielten „Härtefälle“ nach dem alten System bereits 1.995 Euro pro Monat für die Tages- und Nachtpflege, Demenzkranke mit Pflegestufe 3 hingegen 1.612 Euro.

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Anspruch auf Tages- und Nachtpflege

Auch wenn Pflegebedürftige mit Pflegegrad 5 zuhause durch Angehörige oder Freunde gepflegt werden und Pflegegeld beziehen, haben sie zusätzlich Anspruch auf die Zuschüsse für die Tages- und Nachtpflege. Sie werden nicht mehr wie früher auf das Pflegegeld angerechnet.

Weitere Leistungen bei häuslicher Pflege und Pflegegrad 5

Pflegegrad 5 – Welche Leistungen haben Versicherte mit Pflegegrad 5, wenn sie zuhause versorgt werden? Neben Pflegegeld oder Pflegesachleistungen, dem Entlastungsbeitrag und den Zuschüssen für Kurzzeit-, Verhinderungs-, Tages- und Nachtpflege haben Pflegeversicherte mit Pflegegrad 5, die zuhause versorgt werden, weitere Leistungsansprüche:

1. Zuschuss für altersgerechten Wohnraumumbau

Für die altersgerechte Wohnraumanpassung zahlen Pflegekassen einen einmaligen Zuschuss von bis zu 4.000 Euro für alle Maßnahmen der Barrierereduzierung. Einzelne Maßnahmen zur Wohnraumanpassung können bspw. der Umbau einer Wanne zur Dusche oder die Installation eines Treppenlifts sein. Ändert oder verschlechtert sich der Zustand des Pflegebedürftigen und werden neue Maßnahmen notwendig, so kann die Pflegekasse ggf. erneut einen Zuschuss gewähren.

2. Medizinische Hilfsmittel und Pflegehilfsmittel

Pflegebedürftige mit Pflegegrad 5 erhalten auch notwendige medizinische Hilfsmittel und Pflegehilfsmittel. So bekommen sie

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Seit Januar 2017: Keine gesonderten Anträge auf Hilfsmittel notwendig

Seit 01.01.2017 müssen Betroffene bzw. Sie als pflegender Angehöriger keine Extra-Anträge mehr auf medizinische Hilfsmittel und Pflegehilfsmittel bei der Pflegekasse stellen. Sofern die Gutachter von MDK oder MEDICPROOF bei der Begutachtung Hilfsmittel empfehlen, gelten diese automatisch als beantragt. Das regeln die neuen Begutachtungsrichtlinien des GKV-Spitzenverbands.

3. Förderung für Bewohner von Wohngruppen oder WGs:

Leben Versicherte mit Pflegegrad 5 in einer ambulant betreuten Wohngruppe oder einer Wohngemeinschaft, so erhalten maximal vier Bewohner den Zuschuss für die Wohnraumanpassung in Höhe von bis zu 4.000 Euro. Zusätzlich können höchstens vier Bewohner einen einmaligen Gründungszuschuss von jeweils 2.500 Euro und einen monatlichen Zuschuss zur Beschäftigung einer Organisationskraft von jeweils 214 Euro pro Kopf beanspruchen.

4.  Pflegekurse für Angehörige und ehrenamtliche Pflegepersonen:

Seit Januar 2017 müssen Pflegekassen Pflegekurse für pflegende Angehörige und ehrenamtlich Pflegende kostenfrei anbieten (vgl. § 45 SGB XI).

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5. Beratung und Beratungsbesuche:

Pflegekassen übernehmen die Kosten für die Beratung von Versicherten mit Pflegegrad 5 und deren Angehörigen z. B. zur besseren pflegerischen Versorgung oder zum altersgerechten Wohnraumumbau. Zudem finanziert die Pflegekasse die gesetzlich verpflichtenden regelmäßigen Beratungsbesuche durch geschulte Pflegekräfte (vgl. § 37 Abs. 3 Pflegeversicherungsgesetz).

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Stationäre Pflege bei Pflegegrad 5

Für die vollstationäre Versorgung in einem Pflegeheim mit Pflegegrad 5 erhalten Pflegebedürftige monatlich 2.005 Euro aus der Pflegekasse.

Zum Vergleich: Versicherte, die zum 01.01.2017 aus der Pflegestufe 3 mit Demenz bzw. „Härtefälle“ in den Pflegegrad 5 umgewandelt werden, erhielten bisher 1.612 Euro (bei Pflegestufe 3 und Demenz) bzw. 1.995 Euro (als „Härtefall“).

Die Leistungen für die stationäre Pflege bei Pflegegrad 5 reichen jedoch nicht aus, um die Heimkosten komplett zu decken. Der pflegebedingte Eigenanteil, der sog. „einrichtungseinheitliche Eigenanteil“ (kurz: EEE), hat sich im Zuge der Pflegereform geändert und ist seit 01.01.2017 für alle Bewohner gleich hoch und nicht mehr abhängig von ihrem Pflegebedarf. Neben diesem einheitlichen Anteil variieren die Kosten für Verpflegung und Unterkunft sowie die anteiligen Investitionskosten jedoch weiterhin von Bewohner zu Bewohner (z. B. je nach Zimmergröße).

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Kurz erklärt: Der „einrichtungseinheitliche Eigenanteil“ (EEE)

Der Begriff „einrichtungseinheitlicher Eigenanteil“ führt leicht zu Missverständnissen, da damit nicht der komplette monatliche Eigenanteil der Bewohner gemeint ist, sondern lediglich die pflegebedingten Kosten, die nach Abzug der Kassenleistungen auf die Bewohner umgelegt werden. Alle weiteren Kosten wie Unterkunft, Verpflegung und Investitionskosten variieren weiterhin von Bewohner zu Bewohner und fallen zusätzlich zum EEE an.

Bisherige Pflegestufe 3 mit Demenz oder Härtefälle: Keine Leistungsverluste bei Pflegegrad 5

Ohne eine erneute Begutachtung erhalten alle bislang anerkannten Leistungsempfänger der Pflegeversicherung ihre bisherigen Pflege- und Betreuungsleistungen weiterhin in vollem Umfang. Durch die Neuerungen seit 01.01.2017 wurde niemand schlechter gestellt – das regelt der sog. Bestandsschutz.

Umwandlung von Pflegestufe in Pflegegrad

  • Demenzkranke Pflegebedürftige mit früherer Pflegestufe 3 und Demenz sowie sog. „Härtefälle“ wurden zum Jahreswechsel 2016/2017 automatisch in den Pflegegrad 5 überführt.

 

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Wichtiger Hinweis für rein körperlich Pflegebedürftige

Durch das neue System seit 01.01.2017 wurde es für rein körperlich eingeschränkte Menschen schwieriger, Pflegegrad 5 zu erhalten. Dies stellt insbesondere für körperlich schwerbehinderte Menschen ein Problem dar. pflege.de nennt Ihnen beispielhaft einige Patientengruppen, denen Fachleute die umfangreichsten Leistungen der Pflegeversicherung zugestehen würden (Stand: 10/2016):

  • Intensivpflegebedürftige mit dauerhaftem pflegerischen und medizinischen Unterstützungs- und Überwachungsbedarf z. B. mit Krebserkrankungen, Amyotropher Lateralsklerose (ALS), Multipler Sklerose (MS), neuromuskulären Erkrankungen oder regelmäßigem Beatmungsbedarf in der letzten Lebensphase.
  • Mehrfach erkrankte hochbetagte Patienten mit hohem dauerhaften medizinisch-pflegerischem Unterstützungs- und Überwachungsbedarf, die z. B. gleichzeitig unter schweren Herz- und Kreislauferkrankungen, Diabetes und Niereninsuffizienz leiden.
  • Menschen mit Behinderungen, die sich z. B. nach Amputation mehrerer Gliedmaßen oder weit fortgeschrittenen Behinderungen wie Musikeldystrophie oder Tetraplegie nicht mehr ohne fremde Hilfe versorgen können.

Doch welche Pflege- und Teilhabeleistungen dieser Personenkreis tatsächlich erhält, ist derzeit (Stand 10/2016) noch nicht endgültig geklärt.

Häufig gestellte Fragen

Was bedeutet Pflegegrad 5?

Personen, die einen hohen Unterstützungsbedarf und eine „schwerste Beeinträchtigung der Selbstständigkeit mit besonderen Anforderungen für die pflegerische Versorgung“ haben, erhalten Pflegegrad 5.

Pflegegrad 5 ist der höchste aller Pflegegrade und bescheinigt den höchsten Schweregrad körperlicher, psychischer und kognitiver Beeinträchtigungen.

Welche Voraussetzungen gelten für Pflegegrad 5?

Pflegegrad 5 erhalten all diejenigen Versicherten, die bei der Begutachtung durch MDK (bei gesetzlich Versicherten) oder MEDICPROOF(bei privat Versicherten) zwischen 90 und 100 Punkte erreichen.

Der Zeitaufwand für die Pflege, der nach dem alten Pflegestufen-System bis zum 31.12.2016 Voraussetzung für eine Pflegestufe war, ist seit Januar 2017 nicht mehr entscheidend.

Welche Leistungen stehen Pflegebedürftigen mit Pflegegrad 5 zu?

Versicherten mit Pflegegrad 5 stehen die höchsten Leistungssätze aus der Pflegekasse zu:

Wie hoch sind die Leistungen für häusliche Pflege bei Pflegegrad 5 (Pflegegeld & Pflegesachleistungen)?

Werden Versicherte in der Häuslichkeit durch Angehörige oder Freunde versorgt, erhalten sie monatlich 901 Euro Pflegegeld bei Pflegegrad 5. Im Falle der professionellen Versorgung durch einen ambulanten Pflegedienst erhalten Versicherte mit Pflegegrad 5 1.995 Euro Pflegesachleistungen pro Monat.

Neben Pflegegeld und Pflegesachleistungen haben Betroffene mit Pflegegrad 5, die in der Häuslichkeit versorgt werden, Anspruch auf weitere Leistungen aus der Pflegekasse: Tages- und Nachtpflege, Kurzzeit- und Verhinderungspflege, Entlastungsleistungen, Zuschüsse zum Hausnotruf, Pflegehilfsmittel zum Verbrauch und Förderung der Wohnraumanpassung.

Wie viel Geld bekommt man bei stationärer Pflege und Pflegegrad 5?

Pflegebedürftige Personen mit Pflegegrad 5 erhalten für die vollstationäre Pflege im Pflegeheim monatlich 2.005 Euro.

Wie hoch sind die Pflegeheimkosten bei Pflegegrad 5?

Neben den Zuschüssen der Pflegekasse für die vollstationäre Pflege müssen Bewohner auch einen Eigenanteil für die Unterkunft, Verpflegung und die sog. Investitionskosten bezahlen. Dieser Eigenanteil liegt bei rund 1.500 Euro pro Monat. Weitere Informationen zu den Pflegeheimkosten bei Pflegegrad 5 erfahren Sie in diesem Beitrag.

Erhalten Pflegebedürftige mit Pflegegrad 5 Kurzzeitpflege oder Verhinderungspflege?

Ja. Pflegebedürftige mit Pflegegrad 5 haben sowohl Anspruch auf Kurzzeitpflege als auch auf Verhinderungspflege. Die Zuschüsse zur Kurzzeit- und Verhinderungspflege sind für alle Versicherten ab Pflegegrad 2 gleich: Für die Kurzzeitpflege gewährt die Pflegekasse 1.612 Euro pro Jahr für maximal acht Wochen, für die Verhinderungspflege gibt es ebenso 1.612 Euro für bis zu sechs Wochen pro Kalenderjahr. Beide Leistungen kann man auch kombinieren. Einzelheiten dazu finden Sie im Beitrag über die Kurzzeitpflege.

 

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Erstelldatum: .31.016102|Zuletzt geändert: .7.809102
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