Themenwelt Vollmachten & Verfügungen

War Ihnen bewusst, dass statistisch gesehen jeder zweite Mensch im Alter pflegebedürftig wird? Viele trifft es unerwartet von einem Tag auf den anderen. Wenn es Ihnen wichtig ist, dass Ihre Wünsche auch in dieser Lebensphase berücksichtig werden, sollten Sie entsprechende Vorkehrungen treffen.

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Vollmachten & Verfügungen

Inhaltsverzeichnis


Eine der wichtigsten Fragen, die es zu klären gilt: Welche Details können Sie schon im Voraus für den Fall der Fälle festlegen? Wer soll Sie gegebenenfalls vertreten, um in Ihrem Sinne zu handeln? pflege.de gibt Tipps, welche wichtigen Vollmachten und Verfügungen es gibt, was bei ihrer Gestaltung zu beachten ist und erleichtert Ihnen mit Mustern und Vorlagen die Formulierung.

Was unterscheidet Vollmachten und Verfügungen?

1. Vollmachten

Mit einer Vollmacht ernennen Sie einen Stellvertreter, der in dieser Funktion für Sie Entscheidungen trifft und Handlungen vollzieht – auf Wunsch auch dann, wenn Sie selbst noch entscheidungsfähig sind.

Als Voraussetzung gilt: Sie sind zu dem Zeitpunkt, zu dem Sie eine Person bevollmächtigen, volljährig und geschäftstüchtig. In Deutschland unterscheidet man eine Innenvollmacht, die Sie als Vollmachtgeber gegenüber dem Vertreter erklären, von der Außenvollmacht. Bei dieser erklären Sie als Vollmachtgeber gegenüber einem Dritten, z. B. einer Bank, dass Sie einen Stellvertreter ernennen.

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Vollmacht zur Abholung Ihrer Post durch einen Angehörigen

2. Verfügungen

Im Unterschied dazu tritt eine Verfügung erst dann in Kraft, wenn Sie selbst nicht mehr entscheidungsfähig sind.

So werden etwa Patientenverfügung und Betreuungsverfügung erst wirksam, wenn Sie einer medizinischen und pflegerischen Betreuung dürfen, ohne darüber noch selbst entscheiden zu können. Für diese Zeit legen Sie fest, welche Behandlungen Sie für sich selbst wünschen und wie mit Ihrem Eigentum verfahren werden soll.

Patientenverfügung
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Patientenverfügung – Der große Ratgeber

Vollmacht schreiben: Darauf sollten Sie achten

Wenn Sie als Privatperson eine Vollmacht ausstellen, gibt es für die Gestaltung in den meisten Fällen keine Vorschriften. Dies muss noch nicht einmal schriftlich geschehen, es geht auch mündlich: Etwa, wenn Sie einen Freund bitten, für Sie einen neuen Fernseher zu kaufen. Auch dann erteilen Sie eine Vollmacht, nämlich eine sog. Innenvollmacht. Grundsätzlich ist es aber ratsam, dass Sie für wichtige Entscheidungen eine schriftliche und unterzeichnete Vollmacht erteilen – schließlich könnte sonst jeder behaupten, eine mündliche Vollmacht erhalten zu haben. Zudem hat Ihr Vertreter sonst nichts an der Hand, um seine Vollmacht nachzuweisen.

  • Spezielle Vollmacht, Gattungsvollmacht und Generalvollmacht

Grundsätzlich ist zu unterscheiden, ob die Vertretung in einem speziellen Rechtsgeschäft erfolgen soll – ob Ihr Bevollmächtigter etwa einmalig einen Vertrag für sie schließen soll – (spezielle Vollmacht), oder ob Sie eine Generalvollmacht erteilen. Durch eine solche befähigen Sie einen Vertreter zum Abschluss aller Rechtsgeschäfte für Sie – sie hat also eine sehr umfassende Wirkung. Die Gattungsvollmacht gilt für eine bestimmte Art von Rechtsgeschäften, z. B. wiederkehrende Geschäfte oder Geschäfte innerhalb eines bestimmten Tätigkeitsbereichs.

Vollmacht Muster / Vordruck einer Vollmacht

Und wie schreibt man eine Vollmacht für bestimmte Rechtsgeschäfte? Bei der inhaltlichen Gestaltung sollten Sie darauf achten, die einzelnen Teile der Vollmacht klar zu gliedern. Ein möglicher Einstieg einer speziellen Vollmacht oder Gattungsvollmacht könnte lauten:

„Ich, (Name, Anschrift, Geburtsdatum und Geburtsort des Vollmachtgebers), ernenne hiermit Herrn/Frau (Name, Anschrift, Geburtsdatum und Geburtsort des Vollmachtnehmers) zu meinem Vertreter für den Abschluss (Benennung des Rechtsgeschäftes). Herr/Frau x ist mit dieser Vollmacht befugt, alle im Zusammenhang mit o. g. Rechtsgeschäft notwendigen und zweckmäßigen Handlungen vorzunehmen und Erklärungen abzugeben. Ebenso ist Herr/Frau x zur Entgegennahme von Unterlagen berechtigt.

Diese Vollmacht ist einmalig (oder bei Bedarf: fortwährend) für o. g. Rechtsgeschäft gültig. Diese Vollmacht ist bis zum (Datum) gültig und verliert dann die Wirksamkeit, ohne dass es einer Rückgabe dieses Dokuments bedarf.“

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6 Tipps für die Gestaltung der Vollmacht

  1. Benennen Sie ausführlich Vollmachtgeber und Vollmachtnehmer mit Vornamen, Nachnamen, Geburtsort und Geburtsdatum und ggf. Personalausweisnummer. Die Adresse können Sie auch angeben, jedoch kann sich diese ändern.
  2. Beschreiben Sie konkret, wofür die Vollmacht gilt – was Ihr Stellvertreter also darf und was nicht.
  3. Fassen Sie die Vollmacht nicht zu kurz, sonst könnten die erteilten Befugnisse für das geplante Geschäft nicht ausreichen.
  4. Halten Sie die Vollmacht nicht zu allgemein, sonst könnten die Befugnisse umfänglicher sein als von Ihnen gewünscht.
  5. Legen Sie die Dauer der Gültigkeit fest.
  6. Nicht fehlen dürfen bei einer Vollmacht Unterschrift und Datum.

Wie umfangreich eine Vollmacht gestaltet sein sollte, hängt davon ab, welchem Zweck sie dient. Soll Ihr Bevollmächtigter lediglich ein Päckchen bei der Post abholen, reicht ein formloses Schriftstück mit wenigen Sätzen. Möchten Sie hingegen jemanden ermächtigen, einen Kauf im Wert von mehreren 1.000 Euro zu tätigen, sollten Sie die wichtigsten Parameter aufnehmen. Bei einem Seniorenmobil könnten das etwa folgende Kriterien sein:

  • Höhe des Preises
  • Alter des Fahrzeugs
  • maximale Leistung/Geschwindigkeit
Tipp

Eine Vollmacht ist nur als Original gültig. Es ist daher sinnvoll, dass Sie die Vollmacht bei einer Person Ihres Vertrauens aufbewahren oder sogar bei einem Notar hinterlegen.

Vollmacht übertragen: Wann und in welcher Form ist das sinnvoll?

Es könnte der Fall eintreten, dass die von Ihnen bevollmächtigte Vertrauensperson Entscheidungen für Sie treffen muss, dies jedoch nicht kann – weil er oder sie abwesend ist oder selbst geschäftsunfähig geworden ist. In einem solchen Falle würde ein Betreuer vom Amtsgericht für Sie bestimmt werden. Wenn Sie das vermeiden wollen, können Sie einen oder auch zwei Ersatz-Bevollmächtigte bestimmen, die Ihr Vertrauen genießen, und ihnen die Vollmacht übertragen. So stellen Sie sicher, dass in jedem Fall jemand für Sie handelt, der Ihre Wünsche kennt.

Eine weitere Frage, die es zu beantworten gilt: Wollen Sie Ihren Bevollmächtigtem in die Lage versetzen, weitere Bevollmächtigte zu berufen? Das kann dann notwendig werden, wenn Ihr Vertreter einen Anwalt beauftragen muss, Ihre Rechte durchzusetzen. Ohne eine anwaltliche Vollmacht kann dieser nicht handeln.

Tipp

Es ist sinnvoll, dass Sie Ihrem Stellvertreter in einer Vollmacht die Möglichkeit einräumen, weitere Bevollmächtigte zu benennen und damit die Vollmacht zu übertragen. Sie können den in Frage kommenden Personenkreis jedoch auf Personen mit besonderen Qualifikationen – wie einen Anwalt – einschränken.

Die wichtigsten Vollmachten zur Vorsorge

Im Falle einer Krankheit, eines Unfalls oder im Alter kann es so weit kommen, dass Sie Ihre Angelegenheiten nicht mehr selber regeln können, sondern Ihre Familie, pflegende Angehörige oder auch weitere Pflegepersonen für Sie Entscheidungen treffen müssen. Deshalb ist es äußerst wichtig, dass Sie rechtzeitig mit folgenden Vollmachten und Verfügungen vorgesorgt haben:

  • Patientenverfügung

Mit der Patientenverfügung sichern Sie sich für den Fall ab, dass Sie nicht mehr in der Lage sind, selbst zu entscheiden, wenn es um medizinische Therapien oder Behandlungsmöglichkeiten geht. Sobald Sie 18 Jahre oder älter sind, können Sie eine solche Verfügung verfassen – und jederzeit ändern oder widerrufen.

  • Vorsorgevollmacht

Mit der Vorsorgevollmacht können Sie bestimmen, wer für Sie handeln soll, wenn Sie es selbst nicht mehr können, weil Sie z. B. an Demenz erkrankt sind. Das bedeutet aber auch: Sie müssen sich wirklich sicher sein, dass die Person, die Sie als Ihren Bevollmächtigten einsetzen, auch Ihr unbegrenztes Vertrauen genießt.

  • Betreuungsverfügung

Auch mit einer Betreuungsverfügung legen Sie Ihre Angelegenheiten in die Hände einer vertrauenswürdigen Person. Im Gegensatz zur Vorsorgevollmacht wird eine Betreuungsverfügung aber vom Betreuungsgericht kontrolliert. Außerdem kann der von Ihnen benannte Betreuer nicht sofort handeln – er braucht zunächst die Bestellung durch ein Betreuungsgericht.

Betreuungsvollmacht
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Betreuungsverfügung / Betreuungsvollmacht
  • Testament

Nicht immer ist ein Testament nötig, denn es gilt ja die gesetzliche Erbfolge. Im Einzelfall, z. B. wenn Sie eine bestimmte Person bedacht wissen möchten, ist ein Testament sinnvoll. Sie können das Testament handschriftlich verfassen oder einen Notar damit beauftragen. Die Begriffe „Verfügung von Todes wegen“ und „letztwillige Verfügung“ werden oftmals als Synonym für das Testament gebraucht. Bei beiden handelt es sich jedoch um Oberbegriffe für Verfügungsarten, durch die ein Erblasser seinen Nachlass nach seinem Ableben regeln kann. Unter die Oberbegriffe fallen klassische Testamente, aber auch sog. Nottestamente und Erbverträge.

  • Letztwillige Verfügung & Vollmacht über den Tod hinaus

Eine „Vollmacht über den Tod hinaus“ – auch transmortale Vollmacht genannt – gilt bereits zu Lebzeiten des Vollmachtgebers, aber eben auch nach dessen Ableben. Insofern ist sie von einer „Vollmacht auf den Tod hinaus“, der sog. postmortalen Vollmacht, zu unterscheiden. Diese wird erst nach dem Tod des Vollmachtgebers wirksam. Beide Varianten sind nicht mit Testament bzw. letztwilliger Verfügung zu verwechseln: Durch diese regelt der Verfasser seinen Nachlass nach seinem Ableben. Mit transmortaler oder postmortaler Vollmacht erwirbt der Bevollmächtigte jedoch keine Rechte am Nachlass. Vielmehr fungiert er nach dem Tod des Vollmachtgebers als Vertreter der Erben und hat damit teilweise die Funktion eines Testamentsvollstreckers einnehmen. Für solche weitreichenden Vollmachten ist eine notarielle Beurkundung sinnvoll.

  • Generalvollmacht

Mit einer Generalvollmacht befähigen Sie eine Vertrauensperson, sich um alle Ihre persönlichen rechtlichen und finanziellen Belange zu kümmern – sie ist also grundsätzlich nicht auf bestimmte Befugnisse oder Aufgaben beschränkt. Ihrer Zustimmung zu risikoreichen medizinischen Eingriffen, der Unterbringung in einem Pflegeheim/Altenheim oder der Haushaltsauflösung bedarf es aber auch dann, wenn eine Generalvollmacht vorliegt. Im Gegensatz zur Vorsorgevollmacht greift eine Generalvollmacht auch dann, wenn es Ihnen als Vollmachtgeber noch gut geht und Sie Ihre Belange eigentlich selbst regeln können.

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Haushaltsauflösung: Checklisten, Kosten & mehr

Eine erteilte Generalvollmacht können Sie jederzeit widerrufen. Sie können eine solche umfassende Vollmacht sogar über den Tod hinaus erteilen, so dass Ihr Stellvertreter auch nach Ihrem Ableben Entscheidungen treffen kann.

Info

Generalvollmacht oder Vorsorgevollmacht?

Sowohl mit einer Generalvollmacht und die Vorsorgevollmacht übertragen Sie einem Bevollmächtigten sehr umfassende Befugnisse. Wollen Sie jedoch erst für die Zeit einen Bevollmächtigten ernennen, wenn Sie selbst nicht mehr entscheidungsfähig sind, ist eine Vorsorgevollmacht sinnvoller als eine Generalvollmacht. Denn die Vorsorgevollmacht ist genau für diese Situation vorgesehen und überträgt dem Bevollmächtigten alle notwendigen Rechte: Wenn eine Vertrauensperson über Aufenthalt und Wohnungsangelegenheiten, über Gesundheitsvorsorge und Pflegebedürftigkeit oder über ärztliche Behandlungen für Sie entscheiden soll.

Welche Vollmachten sind wirklich unabdingbar um vorzusorgen?

Auf eine Vorsorgevollmacht, eine Betreuungsverfügung und eine Patientenverfügung sollten Sie auf keinen Fall verzichten – denn diese gelten dann, wenn Sie keine Entscheidungen mehr treffen können. Wenn auch in dieser Zeit Ihre Wünsche berücksichtig werden sollen, sollten Sie Vorsorgevollmacht, Betreuungsverfügung und Patientenverfügung anfertigen. Sie werden benötigt, wenn es darum geht, wie Sie im Pflegefall betreut werden oder im Krankheitsfall ärztlich behandelt werden möchten.

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Alle anderen Vollmachten gelten für Zeiten, in denen Sie selbst noch selbst entscheiden können, eine Bevollmächtigung jedoch den Alltag erleichtert. Sie können daher auch kurzfristig erstellt werden.

Tipp
Vorsorgedokumente online erstellen

Wenn Sie sich nicht sicher sind, wie Sie Betreuungsverfügung, Vorsorgevollmacht & Co. anfertigen sollen, helfen ihnen auch einige Online-Tools bei der Erstellung. Diese können dabei helfen, alle relevanten Bereiche abzudecken und ein rechtssicheres Vorsorgedokument zu formulieren.

Vollmacht: Behörden & Institutionen

Wollen Sie jemandem eine Vollmacht für Behörden erteilen, sollten Sie Ihrem Stellvertreter unbedingt eine schriftliche Ermächtigung ausstellen. Die Sachbearbeiter in den Behörden werden höchstwahrscheinlich ein solches Dokument verlangen.

  • Vollmacht Jobcenter und Sozialamt

Für eine Vollmacht für Jobcenter, Sozialamt und Co. gilt: Benennen Sie darin die Aufgaben und Befugnisse des Stellvertreters so konkret wie möglich. Denken Sie auch an eine zeitliche Begrenzung der Vollmacht. Möglicherweise nimmt Ihr Bevollmächtigter Geld oder Gutscheine für Sie entgegen – deshalb sollten Sie für diese Aufgabe unbedingt eine Person Ihres Vertrauens einsetzen. Denn wenn etwa das Sozialamt Zahlungen an Sie – in Person Ihres Stellvertreters – vornimmt, dann hat das Amt damit seine Pflicht erfüllt. Sollte das Geld nicht bei Ihnen ankommen, haben Sie keine weiteren Ansprüche gegen das Sozialamt.

  • Vollmacht Finanzamt

Wollen Sie jemanden bevollmächtigen, Sie gegenüber dem Finanzamt zu vertreten, handelt es sich dabei meist um einen Steuerberater. Aber natürlich können Sie auch andere befähigte Personen – etwa vom Lohnsteuerhilfeverein – per Vollmacht beauftragen.

Bei der Bevollmächtigung für den Steuerberater sollten Sie eines beachten: Die allgemeine Bevollmächtigung berechtigt ihn zur Vertretung, so dass das Finanzamt den Schriftverkehr mit dem Steuerberater führt – jedoch werden ihm keine Steuerbescheide zugestellt. Denn dazu braucht es zusätzlich eine Empfangsvollmacht. Ohne diese kann der ungünstige Fall eintreten, dass Sie – und nicht ihr Steuerberater – den Steuerbescheid erhalten und damit die Einspruchsfrist in Gang gesetzt wird. Erfährt der Steuerberater erst nach Ablauf der Rechtsbehelfsfrist von dem Steuerbescheid, hat er keine Handhabe mehr. Das Bundesministerium für Finanzen selbst stellt ebenfalls eine Vorlage für eine Vollmacht zur Vertretung in Steuersachen zur Verfügung, die auch eine Entgegennahme von Steuerbescheiden umfasst.

  • Vollmacht Krankenkasse

Wenn Sie in eine Notsituation geraten – durch Unfall oder Krankheit – und jemand anders für Sie Entscheidungen treffen und mit Ihrer Krankenkasse kommunizieren soll, ist dafür am besten eine Vorsorgevollmacht oder auch eine Generalvollmacht geeignet.

  • Vollmacht Rechtsanwalt

Info

Konto nicht überziehen lassen

Die Vollmacht zur Verfügung über ein Konto sollte Ihren Stellvertreter nicht in die Lage versetzen, das Konto zu überziehen oder es in ein eigenes Konto umzuwandeln.

Wenn Sie einen Rechtsanwalt einschalten, benötigt dieser häufig Informationen von Dritten: etwa von Ärzten oder vom Verkehrszentralregister, wenn es um einen Unfall geht. Solche oft sensiblen Daten kann der Anwalt nur mit einer Vollmacht von Ihnen einholen. Normalerweise legt Ihnen ein Anwalt eine entsprechende Vollmacht selbst vor, damit Sie das Dokument unterschreiben.

  • Vollmacht Bank & Konto

Mit einer Bankvollmacht gewähren Sie jemand anderem Zugriff auf Ihre Konten, Schließfächer und Depots. Grundsätzlich können Sie eine eigene Vollmacht schreiben – Bank und Sparkasse bestehen jedoch häufig darauf, dass ihre bankeigenen Formulare als Vollmacht verwendet werden. Wenn Sie eine selbst formuliere Vollmacht jedoch notariell beglaubigen lassen, akzeptieren Kreditinstitute auch diese. Zudem kann es sein, dass die Bank eine Unterschriftenprobe vom Bevollmächtigten haben möchte. Falls es Ihnen möglich ist, gehen Sie am besten zur Erteilung der Vollmacht mit Ihrem Stellvertreter zu Ihrer Bank.

Tipp

Sollten Sie Konten und Depots bei mehreren Banken haben, lohnt sich eine vom Notar beglaubigte Vollmacht. Dann müssen Sie nicht auf die Vorlagen mehrerer Banken zurückgreifen und sparen sich viel Papierkram.

  • Vollmacht: Post & Abholung

Damit jemand für Sie einen Brief oder ein Paket abholen kann, reicht eine formlose Vollmacht aus. Allerdings sollten Sie unterscheiden, für welche Art der Sendung Sie die Vollmacht zur Abholung ausstellen: ob für Paket oder Brief. Idealerweise schreiben Sie die Sendungsnummer dazu. Der Abholer der Sendung sollte außerdem einen Personalausweis oder ein anderes Dokument zum Identifikationsnachweis sowie die Abholkarte mitnehmen.

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Postvollmacht zur Abholung in der Filiale
  • Ermächtigen Sie eine Person Ihres Vertrauens
  • Auch für eigenhändige Sendungen (z.B. Einschreiben) geeignet
  • Ausdrucken, ausfüllen und Post abholen lassen

Eine Postvollmacht, mit der z. B. auch „eigenhändige“ Post entgegengenommen werden darf, bedarf eines besonderen Abschnitts, in dem diese Art der Sendung eingeschlossen ist. Diesen Abschnitt müssen Sie noch einmal gesondert unterschreiben. Damit soll sichergestellt werden, dass Sie sich als Vollmachtgeber bewusst sind, in welcher Tragweite Sie die Vollmacht erteilen.

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Wenn bei Ihnen eine Pflegebedürftigkeit vorliegt, kann es außerdem sinnvoll sein, dass Sie Pflegepersonen oder Mitarbeiter Ihrer Pflegeeinrichtung bevollmächtigen, an Sie gerichtete Briefe zu öffnen. Denn häufig betreffen Schreiben von Behörden oder Arztbriefe auch die pflegerische Versorgung und solche Informationen sollten Pflegepersonen möglichst schnell und aus erster Hand erfahren.

Vollmachten für Verträge

Wenn jemand anders für Sie Verträge abschließen soll, können Sie eine Person durch eine formlose Vollmacht dazu ermächtigen. Wie grundsätzlich bei jeder Vollmacht sollten Sie darauf achten, dass sie die Bevollmächtigung auf ein bestimmtes Projekt und/oder auf einen bestimmten Zeitraum beschränken.

  • Vollmacht Handyvertrag

Wenn jemand anders für Sie einen Vertrag mit einem Mobilfunkanbieter abschließen oder kündigen soll, braucht er eine Vollmacht. Und zwar braucht Ihr Vertreter für jeden einzelnen Vertragsschluss und jede einzelne Kündigung eine Vollmacht oder, wenn eine Vorsorgevollmacht existiert, eine beglaubigte Kopie von dieser. Wollen Sie jemanden beauftragen, bei Telekom & Co. in Ihrem Namen Verträge abzuschließen oder zu verändern, reicht ebenfalls eine formlose Vollmacht für den jeweiligen Auftrag. Die Vollmacht schicken Sie als Vollmachtgeber dem entsprechenden Anbieter per E-Mail, Fax oder Brief mit Ihren Kundendaten und den Daten des weiteren Ansprechpartners, inklusive Name, Adresse und Geburtsdatum zu.

  • Vollmacht Hausverkauf

Wollen Sie jemandem eine Vollmacht für den Verkauf einer Immobilie erteilen, gilt eine Besonderheit: Sie müssen die Vollmacht notariell beurkunden lassen, andernfalls kann der Stellvertreter nicht in Ihrem Namen handeln. Beim Hausverkauf sind zwei Varianten der Stellvertretung möglich: Sie können jemanden beauftragen, für das Haus oder die Wohnung einen Käufer zu finden – etwa einen Makler. Außerdem könnte es Ihnen als Verkäufer unmöglich sein, mit dem Käufer an einem Tisch beim Notar zu sitzen. Auch für diesen notariellen Termin können Sie per Vollmacht einen Vertreter bestimmen.

Notarielle Vollmacht

Grundsätzlich können Sie eine formlose Vollmacht ohne größeren Aufwand selbst erstellen. Denn: Eine Vollmacht erfordert keine Beglaubigung. Geregelt ist das in den §§ 164ff. BGB und hier insbesondere in § 167 Abs. 2 BGB. Häufig empfiehlt es sich jedoch eine Notar-Vollmacht auszustellen, also ein Dokument, das durch einen Notar beglaubigt und auf Wunsch auch erstellt wird. Denn besonders, wenn es sich um eine weitreichende Vollmacht handelt – etwa eine Vorsorgevollmacht oder Generalvollmacht –, wird Ihr Stellvertreter seine Befugnisse immer wieder nachweisen müssen. Die vom Notar beglaubigte Vollmacht ermöglicht ihm dies ohne dass Zweifel beim Gegenüber bleiben. Besonders wenn man die Vollmacht Banken, Behörden und anderen Institutionen vorlegt, erleichtert die Beglaubigung durch einen Notar die Aktivitäten Ihres Stellvertreters erheblich.

  • Wer darf eine Vollmacht beglaubigen?

Rechtsanwälte und Behörden können eine Vollmacht „amtlich“ beglaubigen. Damit wird bestätigt, dass Ihre Unterschrift „echt“ ist oder dass der Inhalt einer Kopie identisch mit dem des Originals ist. Eine solche amtliche Beglaubigung durch Unterschrift und Stempel reicht in vielen Fällen aus. Noch mehr Beweiskraft hat jedoch eine „öffentliche“ Beglaubigung, die durch einen Notar vorgenommen wird.

  • Wann ist eine beglaubigte Vollmacht Pflicht?

Die Beglaubigung durch einen Notar ist oft hilfreich, in einigen wenigen Fällen jedoch sogar Pflicht. Dazu gehören folgende Vollmachten:

  • zur Übertragung oder Belastung von Immobilien unter Lebenden
  • zur Aufnahme von Krediten
  • zum Verfassen oder Verändern von Gesellschaftsverträgen
  • für Anmeldungen im Handelsregister
  • Was kostet eine Beurkundung beim Notar?

Die Kosten eines Notars sind im Bundesnotargesetz geregelt (§ 98 Abs. 3 S. 2 GNotKG) und bestimmen sich nach dem Wert Ihres Vermögens. Für die Kostenermittlung wird die Hälfte Ihres Gesamtvermögens herangezogen und auf dieser Basis die Kosten berechnet. Bei Vorsorgevollmachten, die erst im Krankheits- oder Pflegefall gültig werden und erst zukünftig dem Bevollmächtigten ausgehändigt werden, werden ca. 30 Prozent des Vermögens herangezogen. Bei Patientenverfügungen ist ein Standardsatz von 60 Euro vorgeschrieben. Hinzu kommen Post- und Schreibauslagen sowie Mehrwertsteuer. Die Kosten für die Beglaubigung einer Vorsorgevollmacht können je Notar leicht variieren, je nach Vermögenswert können Sie jedoch mit folgenden Beträgen rechnen:

  • 10.000 Euro Vermögen: 75 Euro Gebühr
  • 50.000 Euro Vermögen: 165 Euro Gebühr
  • 200.000 Euro Vermögen: 435 Euro Gebühr
  • 500.000 Euro Vermögen: 935 Euro Gebühr

Die Maximalgebühr beträgt 1.735 Euro.

Richterliche Verfügung: Die Grenzen einer Vollmacht

Sollte der Fall eintreten, dass über freiheitsentziehende Maßnahmen entschieden werden muss, haben vom Betroffenen ernannte Bevollmächtige keine Entscheidungsbefugnisse mehr. Um das Wohl des Patienten zu gewährleisten, braucht es dafür eine richterliche Verfügung. Es gibt nur wenige Ausnahmen, wann eine gerichtliche Verfügung in solchen Fällen nicht notwendig ist: So sind etwa kurzzeitig nach einer Operation freiheitsentziehende Maßnahmen erlaubt, um den Patienten in der Aufwachzeit zu schützen. Wenn der Betroffene selbst solchen Maßnahmen zugestimmt hat, bedarf es ebenfalls nicht eines richterlichen Beschlusses.

Info

Wo kann man Vollmachten und Verfügungen hinterlegen?

  • Im Zentralen Vorsorgeregister der Bundesnotarkammer können Sie Vorsorgevollmachten und Betreuungsverfügungen registrieren. Damit wird vermerkt, dass es eine Vollmacht gibt, jedoch kann das Dokument selbst nicht hinterlegt werden. Für die Registrierung müssen Sie mit Kosten zwischen zehn und 20 Euro zu rechnen.
  • Die Vollmachten können Sie beim jeweiligen Amtsgericht, Abteilung Vormundschaftsangelegenheiten, hinterlegen.

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Erstelldatum: .02.407102|Zuletzt geändert: .51.809102
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Erfahrungsbericht

Patientenverfügung und Vollmachten - So konnte ich meinem Vater mit diesem schwierigen Thema helfen

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Dorothee Bluhm
 
Dorothee Bluhm
Pflegende Angehörige

Dorothee Bluhm ist 45 Jahre alt, verheiratet und hat zwei Kinder im Alter von 13 und 15 Jahren. Sie wohnt 8 km von ihrem Vater entfernt, so dass sie öfter mal nach dem Rechten sehen kann und sich auch mit um seine rechtliche Vorsorge gekümmert hat. Im Gespräch mit pflege.de teilt sie ihre Erfahrung.

Als Jugendliche und junge Erwachsene habe ich meine Eltern, besonders meinen Vater, ab und zu gebeten, mir beim Ausfüllen wichtiger Dokumente zu helfen oder finanzielle Entscheidungen zu beurteilen – vielleicht kennen Sie das auch. Irgendwann kommt im Alter dann der Zeitpunkt, an dem die eigenen Eltern mit bestimmten Informationen oder Entscheidungen überfordert sind und nun die ‚Kinder‘, die ja mittlerweile auch zwischen 40 und 50 Jahren sind, zu Rate ziehen.

Bei meinen Eltern und mir war das der Fall, als es um die Patientenverfügung, Betreuungsverfügung und Vorsorgevollmacht ging. Diese Themen beschäftigten meine Eltern schon länger, aber alle Gedanken gingen eher in Richtung „Ach ja, das müssten wir auch irgendwann mal machen …“, und konkrete Schritte schienen nicht notwendig. Auch das kennen viele von uns: Man ist gut zurecht, Gedanken an Krankheit oder gar den Tod werden weit von sich gewiesen.

Auf einmal wurde meine Mutter schwer krank

Mitte 2014 wurde meine Mutter schwer krank und nach einigen Monaten waren die Ärzte mit Weisheit und Behandlungsmöglichkeiten am Ende. So holte mein Vater meine Mutter zu sich nach Hause und gemeinsam ermöglichten wir ihr eine möglichst gute Zeit, bis sie schließlich friedlich zuhause starb. Die folgenden Wochen und Monate standen ganz im Zeichen der Trauer, des Verlusts und der schweren Aufgabe meines Vaters, sein Leben als Witwer neu zu ordnen. Über kurz oder lang rückte jedoch das Thema Patientenverfügung wieder in den Fokus, denn meinem Vater war nun klar, dass das Lebensende auch ganz anders aussehen kann als bei meiner Mutter.

Das Schlimmste wäre für mich, von Maschinen abhängig zu sein, nicht mehr selbstständig atmen oder essen zu können und trotzdem nicht sterben zu dürfen.
Wolfgang Beck

„Das Schlimmste wäre für mich, von Maschinen abhängig zu sein, nicht mehr selbstständig atmen oder essen zu können und trotzdem nicht sterben zu dürfen“ war eine seiner Aussagen, als mein Vater sich mit dem eigenen Tod auseinandersetzte. Auch die Möglichkeit, seine Zurechnungsfähigkeit zu verlieren und andere Menschen über sich bestimmen lassen zu müssen, ängstigte ihn. Er wollte natürlich, dass meine Schwestern und ich in so einem Fall für ihn zuständig wären und die Entscheidungen treffen könnten, zu denen er nicht mehr in der Lage wäre. Somit wurde eines immer deutlicher: Es musste eine Patientenverfügung her, und am besten auch gleich eine Pflegevollmacht und eine Vorsorgevollmacht.

Zu viele Informationen führten zu Hilflosigkeit

Also versorgten meine Schwestern und ich unseren Vater in den folgenden Wochen mit unterschiedlichsten Informationen zu den Vorsorgevollmachten. Offizielle Leitfäden verschiedener Verlage, seitenweise Hilfestellungen aus dem Internet, Telefonnotizen nach Gesprächen mit Ärzten oder Bekannten … der Stapel auf dem Wohnzimmertisch wurden immer höher. Und bei jedem Besuch war dessen Position nach wie vor unverändert.

„Papa, sollen wir das mal gemeinsam machen? Wir helfen dir gern dabei!“ boten wir abwechselnd und zunehmend drängend an. Doch Papas Gründe, warum er sich nicht mit der Thematik beschäftigt hatte, waren abwechslungsreich:

  • Es gab so viel anderes zu tun, es blieb einfach keine Zeit.
  • Er hatte begonnen, sich einzulesen, doch dann kam etwas dazwischen.
  • Die offizielle und trockene Sprache machte das Lesen schwer.
  • Eigentlich würde er das lieber mit seinem Arzt besprechen.
  • Und überhaupt: Er rechnete gar nicht wirklich damit, einer langen Leidenszeit entgegenzusehen, sondern würde sehr wahrscheinlich einfach im Schlaf sterben.

Unsere Gefühle schwankten zwischen Unverständnis, Ärger und Wut. Bis wir irgendwann merkten, dass mein Vater von der Thematik sowohl inhaltlich als auch emotional sehr herausgefordert war und deshalb zu keinem Ergebnis kam. Wie es der Zufall wollte, hatte ich über ein berufliches Netzwerk eine Rechtsanwältin kennen gelernt, die auf Familienrecht spezialisiert ist und in diesem Rahmen auch die Bereiche Patientenverfügung, Vorsorgevollmacht und Pflegevollmacht abdeckt. „Papa, wie wäre es denn, wenn wir einfach mal mit einer Fachfrau sprechen, die dir alles persönlich erklärt?“ fragte ich meinen Vater. Er sagte nach kurzem Überlegen: „Das wäre wahrscheinlich das einfachste“ – und wirkte sehr erleichtert. Schon ein paar Tage später hatten wir einen Termin bei ihr.

Kompetente und neutrale Abwicklung von Fachanwältin für Familienrecht

Gute zwei Stunden verbrachten wir bei der Rechtsanwältin, die uns Schritt für Schritt durch alle wichtigen Beschlüsse und Entscheidungen führte. Es tat so gut, einen neutralen Blick von jemandem zu erhalten, der sich mit der Materie zu 100 Prozent auskannte. Dennoch gab es auch emotionale Momente, denn die Details, die in der Patientenverfügung oder auch der Pflegevollmacht geklärt werden, schnüren einem teilweise die Kehle zu – sowohl meinem Vater als auch mir selbst. Natürlich war es nicht einfach für Papa, sich so intensiv mit dem eigenen Tod und eventuellem geistigem oder körperlichem Verfall zu beschäftigen, aber die Rechtsanwältin erklärte ihm sehr einfühlsam, dass es nur darum ging, alle Eventualitäten ganz individuell zu seiner Zufriedenheit zu regeln.

Meinem Vater ist damit ein riesiger Stein vom Herzen gefallen!
Dorothee Blum

Als wir die Kanzlei verließen, war mein Vater sichtlich erleichtert und guter Dinge. Ein paar Tage später erhielt er die fertigen Dokumente zum Gegenlesen und hatte bereits einen Termin mit seinem Hausarzt vereinbart, um die vorformulierte Patientenverfügung mit ihm durchzusprechen. Sich auch im Arztgespräch an so einem Leitfaden orientieren zu können, beschleunigte alle Entscheidungen. Die kleinen Änderungsvorschläge des Hausarztes, der meinen Vater ja seit Jahren kennt, wurden von der Rechtsanwältin in die Patientenverfügung eingearbeitet. Nun wurden alle Dokumente, zusammen mit einer Kopie der Kontovollmacht, die mein Vater mir schon vor einigen Monaten erteilt hat, beglaubigt und bei der Anwaltskammer hinterlegt, bevor wir Töchter die Kopien erhielten. Meinem Vater ist damit ein riesiger Stein vom Herzen gefallen.

Und wir Töchter können nun die gemeinsame Zeit mit unserem Vater genießen, ohne andauernd wieder das Thema Patientenverfügung ansprechen zu müssen – daher waren die knapp 500 Euro für die Rechtsanwältin mehr als gut investiert.

Expertenmeinung
Wolfgang Beck
Wolfgang Beck
Wolfgang Beck ist 79 Jahre alt und seit 18 Monaten Witwer. Er wohnt alleine in seinem Haus und kommt mit den täglichen Anforderungen noch gut zurecht. Bei größeren Aufgaben in Haus oder Garten unterstützen ihn seine drei Töchter mit Familien.

„Um viele Dinge, die ich jetzt auf einmal allein erledigen muss, hat sich früher meine Frau gekümmert. Dazu lagen mir meine Töchter ständig mit der Patientenverfügung und Pflegevollmacht in den Ohren. Sie hatten ja Recht, ich wollte das ja auch alles geregelt haben. Aber die vielen Informationen, das schwer verständliche Beamtendeutsch in manchen Broschüren, und dazu das Gefühl, das Gelesene nach ein paar Sätzen schon wieder vergessen zu haben – ich war total überfordert. Als Dorothee mir den Vorschlag mit der Rechtsanwältin machte, dachte ich zuerst, dass das ja auch Geld kostet. Aber durch die persönliche und umfangreiche Beratung fühlte ich mich gut aufgehoben. Alle meine Fragen wurden sofort beantwortet und auch nach dem Termin konnte ich jederzeit anrufen, wenn ich vielleicht etwas vergessen hatte. Jetzt ist alles geregelt und ich weiß, dass auch in den schlimmsten vorstellbaren Fällen meine Töchter für mich sorgen und entscheiden können. Seitdem fühle ich mich richtig erleichtert und bin froh, dass das Thema endgültig vom Tisch und geklärt ist.“

 

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