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Dranginkontinenz / Urgeinkontinenz

Dranginkontinenz

Die Dranginkontinenz (auch Urgeinkontinenz oder Reizblase genannt) gehört neben der Belastungsinkontinenz zu den häufigsten Formen der Harninkontinenz. Laut der Deutschen Kontinenz Gesellschaft leiden rund 15 bis 20 Prozent der Menschen in Europa unter der sogenannten Reizblase.(1)

pflege.de informiert über die typischen Symptome, Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten einer Dranginkontinenz.

Inhaltsverzeichnis

Dranginkontinenz: Definition

Bei der Dranginkontinenz handelt es sich um eine Blasenspeicherungsstörung. Obwohl der Blasenschließmuskel hier grundsätzlich intakt ist, reagiert er bei dieser Inkontinenz-Form überempfindlich. Das führt dazu, dass sich der Blasenmuskel bereits bei geringer Füllmenge unwillkürlich zusammenzieht, sodass es zum plötzlichen Harnabgang kommt, ohne dass Betroffene dies beeinflussen können.

Bei dieser Form der Inkontinenz haben Betroffene einen starken und plötzlichen Harndrang mit Urinverlust, da sie den Druck nicht mehr kontrollieren können. Ursächlich ist eine Überfunktion des Blasenmuskels, die umso häufiger auftritt, je älter eine Person ist. Nach einer ärztlichen Untersuchung lassen sich die Symptome einer Dranginkontinenz in vielen Fällen deutlich lindern.

Wichtiger Hinweis Dranginkontinenz = überaktive Blase (ÜAB)

Die Internationale Inkontinenz Gesellschaft hat im Jahr 2002 die überaktive Blase als offizielle Krankheitsbezeichnung eingeführt. Dadurch können Ärzte bei Beschwerden des Harndrangs Patienten schnell dem Krankheitsbild der überaktiven Blase zuordnen und damit eine Therapie medizinisch indizieren und einleiten. Wobei das Syndrom der überaktiven Blase auch ohne begleitende Inkontinenz auftreten kann, genau wie die sogenannte Reizblase. Dennoch setzt pflege.de die drei Begrifflichkeiten im Folgenden gleich. 

Symptome der Reizblase

Eine Dranginkontinenz kann ganz verschiedene Symptome hervorrufen. Grundsätzlich werden die folgenden drei typische Dranginkontinenz-Symptome unterschieden:

  1. Pollakisurie: Der Betroffene muss innerhalb von 24 Stunden mehr als acht Mal Wasser lassen.
  2. Imperativer Harndrang: Der Betroffene verliert Urin, da er den ausgeprägten und plötzlichen Harndrang nicht kontrollieren kann.
  3. Nykturie: Der Betroffene wacht in der Nacht in Folge von Harndrang auf und muss zur Toilette.

Dabei schließt das eine Anzeichen nicht das andere aus. Die verschiedenen Symptome einer Dranginkontinenz können auch kombiniert aufkommen. Die Beschwerden treten sowohl bei Frauen als auch bei Männern auf, zumeist mit zunehmendem Alter.

Info
Reizblase bei der Frau

Frauen unter 50 Jahren sind seltener von einer reinen Dranginkontinenz betroffen. Vielmehr leiden jüngere Frauen vorrangig unter der Belastungsinkontinenz. Mit zunehmendem Alter tritt allerdings häufig eine Mischform aus Stress- und Dranginkontinenz bei Frauen auf. Die Reizblase bei der Frau, ob mit oder ohne Inkontinenz, wird meist ausgelöst durch hormonelle Veränderungen in der Schwangerschaft oder den Wechseljahren. Darüber hinaus scheint die Harnblase der Frau anfälliger für Störungen zu sein als die der Männer.

Dranginkontinenz: Ursachen

Es gibt eine ganze Reihe an Ursachen, die zu dieser Form der Harninkontinenz führen können. Je nachdem, welche Ursache der Urgeinkontinenz zugrunde liegt, werden zwei Formen unterschieden:

Motorische Dranginkontinenz 

Bei der motorischen Dranginkontinenz fehlt eine Hemmung der Nervenimpulse des für die Blasenentleerung zuständigen Blasenmuskels zum Gehirn. Das hat zur Folge, dass sich dieser immer wieder unkontrolliert krampfhaft zusammenzieht, wodurch schwallartig kleine Mengen von Urin abgehen. Ursache der motorischen Dranginkontinenz sind meist neurologische Krankheiten wie Multiple Sklerose oder auch Parkinson.

Sensorische Dranginkontinenz 

Eine sensorische Dranginkontinenz liegt vor, wenn die Fühler in der Blasenwand (sogenannte sensorische Rezeptoren) dem Gehirn einen falschen Füllstand übermitteln. Vergleichbar mit der defekten Tankanzeige bei einem Auto signalisieren diese Fühler dem Gehirn fälschlicherweise einen vollen Füllstand, obwohl die Blase noch fast leer ist. Das Gehirn bringt daraufhin die Blasenmuskulatur dazu, sich zusammenzuziehen und die vermeintlich volle Blase zu entleeren. Ursache für eine Überempfindlichkeit der Blase können unter anderem Blasenentzündungen, Blasensteine, Tumore, Östrogenmangel bei Frauen oder auch eine Verengung der Harnröhre durch die Vergrößerung der Prostata beim Mann sein.

Info
Plötzlicher Harndrang beim Mann

Eine Dranginkontinenz beim Mann wird häufig durch gut- und bösartige Erkrankungen der Prostata verursacht. Auch eine Prostatavergrößerung, die meist bei Männern ab 50 Jahren vorliegt, kann die Entstehung einer überaktiven Blase begünstigen. Die Vergrößerung der Prostata engt die Harnröhre ein, was sich negativ auf die Blasenfunktion auswirkt. Die Störung kann beispielsweise dazu führen, dass sich sie Blase nicht mehr vollständig entleert. Das kann zum einen Auslöser einer Überlaufinkontinenz sein. Zum anderen begünstigt der Restharn Harnwegsinfektionen oder Blasensteine. Diese Erkrankungen verursachen in vielen Fällen eine Dranginkontinenz beim Mann.

Dranginkontinenz: Behandlung & Therapie

Wenn konkrete Ursachen der Dranginkontinenz festgestellt wurden, wie etwa Entzündungen, Blasensteine oder Tumore, müssen diese entsprechend zuerst behandelt werden. Oft bessern sich die Symptome dann bereits deutlich oder verschwinden ganz. Nicht immer können die genauen Ursachen der Urgeinkontinenz identifiziert werden und nicht immer lassen sich die Vorerkrankungen heilen. Dann kommen verschiedene Möglichkeiten der Dranginkontinenz-Therapie zum Einsatz, die die Symptome lindern oder die Reizblase gar heilen sollen.

Info
Negative Auswirkungen von Medikamenten auf Dranginkontinenz

So manche Arzneimittel können negative Auswirkungen auf die Dranginkontinenz haben und die Beschwerden verschlechtern. Dazu gehören zum Beispiel:(3)

  • Digitaliswirkstoffe, Herzglykoside (vor allem bei Herzrhythmusstörungen und Herzschwäche)
  • Betablocker (vor allem bei Herzrhythmusstörungen, Bluthochdruck und Herzschwäche)
  • Cholinergika und Cholinesterase-Hemmer (zum Beispiel bei Demenz und neuromuskulären Erkrankungen)
  • Prostaglindin E1 und E2 (zum Beispiel zur Förderung der Durchblutung)
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Nicht-medikamentöse Therapien der Urgeinkontinenz

Zu Beginn der Dranginkontinenz-Therapie empfehlen die meisten Ärzte zunächst eine nicht-medikamentöse Behandlung. Hilfreich sind hier insbesondere ein Miktionsprotokoll sowie ein Toiletten- und Beckenbodentraining.

Miktionsprotokoll bei Dranginkontinenz

Beim Miktionsprotokoll, auch Toiletten- und Trinktagebuch genannt, werden über einige Tage Uhrzeit und Trinkmenge sowie Harnmenge, Harndrang und Urinverlust schriftlich festgehalten. Diese Dokumentation hilft Betroffenen dabei, sich die eigenen Toilettengewohnheiten bewusster zu machen. Zudem ist sie Grundlage für das Toilettentraining. Darüber hinaus ist ein Miktionsprotokoll auch eine konkrete Hilfe für den Arzt, damit er die tatsächlich vorliegende Form der Urgeinkontinenz noch konkreter eingrenzen und die Wahl der Therapie damit noch feiner anpassen kann.

Tipp
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pflege.de hat eine Vorlage für ein Miktionsprotokoll erstellt, die Sie ganz einfach kostenlos herunterladen und anschließend ausfüllen können. Das kann Ihnen viel Zeit ersparen.

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Toilettentraining verhindert plötzlichen Harndrang

Ein Toilettentraining hilft Betroffenen dabei, den optimalen Zeitpunkt für die Blasenentleerung zu ermitteln. Dabei wird die Toilette nach einem konkreten Zeitplan aufgesucht, und zwar bevor Harndrang spürbar wird. Beispielsweise kann festgelegt werden, dass der Patient alle zwei Stunden etwas trinkt und anschließend 30 Minuten später die Toilette aufsucht, auch wenn er zu diesem Zeitpunkt noch gar nicht muss. In der Folge werden die Zeiträume weiter ausgedehnt. Dadurch erhöht sich allmählich das Blasenvolumen und der Patient bekommt wieder mehr Kontrolle über die Entleerung seiner Blase.

Tipp
Trinken Sie genug

Schränken Sie die Aufnahme von Flüssigkeit bloß nicht ein. Damit könnten Sie die Symptome der sogenannten Reizblase nur verschlimmern, denn konzentrierter Urin reizt den Blasenmuskel. Vermeiden Sie jedoch Koffein- und kohlensäurehaltige Getränke, da sie häufigen Harndrang begünstigen. Greifen Sie besser auf Tees, Säfte oder stilles Wasser zurück.

Übungen bei Dranginkontinenz

Anders als bei der Belastungsinkontinenz, ist der Schließmuskel bei der Dranginkontinenz zwar intakt, trotzdem kann regelmäßiges Beckenbodentraining auch bei dieser Inkontinenz-Form helfen. Die Übungen stärken nicht nur den Beckenboden, sondern helfen auch, ein Gespür für den Beckenboden zu entwickeln und den plötzlichen Harndrang damit besser zu beherrschen.

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Dranginkontinenz: Medikamente

Falls die oben genannten nichtmedikamentösen Therapien keine ausreichende Besserung erzielen, können zur Behandlung der Urgeinkontinenz verschiedene Medikamente gegen Dranginkontinenz die Beschwerden lindern. Hier haben sich vor allem urologische Spasmolytika bewährt. Das sind Medikamente aus der Gruppe der Anticholinergika.(4) Sie können positive Auswirkungen auf die Entspannung der überaktiven Blasenmuskulatur haben, sodass die Blase wieder mehr Urin speichern kann.

Bei weiblichem Östrogenmangel können auch lokal in die Scheide eingebrachte östrogenhaltige Zäpfchen- oder Cremes für eine bessere Durchblutung der Blase sorgen, was die Blasenkapazität erhöht.

Tipp
Nutzen Sie Hilfsmittel

Um Ihre Dranginkontinenz zu versorgen und Ihnen ein sicheres Gefühl im Alltag zu geben, gibt es heutzutage eine ganze Reihe an diskreten Inkontinenzmaterialien. Dazu gehören beispielsweise Vorlagen, Inkontinenz-Pants oder auch Inkontinenzeinlagen. Diese Hilfsmittel halten Feuchtigkeit und mögliche unangenehme Gerüche zuverlässig zurück. So haben Sie stets ein angenehmes Tragegefühl und können sich bei Ihren Alltagsaktivitäten sicher fühlen. Liegt ein Rezept Ihres Arztes vor, übernimmt die Krankenkasse unter gewissen Voraussetzungen die Kosten für Inkontinenzmaterial. Inkontinenzmaterial selbst wird nicht von der Pflegekasse, sondern ab einer mittleren Inkontinenz von der Krankenkasse bezuschusst.

Darüber hinaus stehen Ihnen mit anerkanntem Pflegegrad Monat für Monat kostenlose Pflegehilfsmittel zum Verbrauch für die Versorgung der Inkontinenz zu. Dazu gehören unter anderem waschbare Bettschutzeinlagen, Desinfektionsmittel für Hände und Flächen sowie Einmalhandschuhe. Hier übernimmt die Pflegekasse monatliche Kosten bis zu 40 Euro. 

Reizblase und Homöopathie

Neben den Medikamenten der klassischen Schulmedizin können bei einer Dranginkontinenz unterstützend auch homöopathische Mittel zum Einsatz kommen. Bei Symptomen der Reizblase, Harnwegs- und Nierenerkrankungen wird die Einnahme des homöopathischen Mittels Petrosilinum empfohlen. Petrosilinum kann dabei unterstützen, die überaktive Blase zu beruhigen und plötzlichen Harndrang zu lindern. Die homöopathischen Globuli werden mithilfe frischer Petersilie hergestellt und sind in der Apotheke in unterschiedlichen Potenzen (Verdünnungsgrade) erhältlich. Für die Selbstbehandlung werden meist die Potenzen D6 bis D12 empfohlen.(5) Jedoch sollten sich Interessierte zuvor mit dem behandelnden Arzt darüber austauschen und den Rat eines Homöopathen einholen.

Botox-Injektion

Wenn alle genannten Möglichkeiten nachweislich keine Besserung bringen, kann eine Botox-Injektion in Betracht gezogen werden. Botox ist den meisten vor allem im Zusammenhang mit Antifaltenbehandlungen bekannt. Die lähmende Wirkung des Nervengifts kann aber auch erfolgreich gegen die Symptome der Dranginkontinenz eingesetzt werden. Dazu wird Botox bei örtlicher Betäubung in den Harnblasenmuskel gespritzt. In der Regel lässt die Wirkung nach neun Monaten nach, sodass die diese Art der Behandlung wiederholt werden muss.(6)

Häufig gestellte Fragen

Was ist eine Dranginkontinenz?

Bei dieser Form der Harninkontinenz verspüren Betroffene ganz plötzlich das Bedürfnis, Wasser lassen zu müssen und können dem Druck nicht mehr standhalten. So verlieren sie in vielen Fällen schon Urin, bevor sie die Toilette erreichen. Als offizielle Krankheitsbezeichnung wurde im Jahr 2002 der Begriff der „überaktiven Blase“ eingeführt, obwohl dieses Syndrom auch ohne begleitende Inkontinenz auftreten kann.
Je nach Ursache werden die folgenden zwei Formen der Dranginkontinenz unterschieden:

  1. Sensorische Dranginkontinenz: Hier vermitteln die sensorischen Rezeptoren in der Blasenwand einen falschen Füllstand der Blase. Ursächlich sind in vielen Fällen Blasenerkrankungen, ein Östrogenmangel bei Frauen oder eine vergrößerte Prostata beim Mann.
  2. Motorische Dranginkontinenz: Hier funktioniert der Blasenmuskel nicht mehr einwandfrei und zieht sich übermäßig oft zusammen, ohne dass der Betroffene dies beeinflussen kann. Dieser Art liegen meist neurologische Ursachen oder psychosomatische Auffälligkeiten zu Grunde.

Was tun bei Dranginkontinenz?

Grundsätzlich empfiehlt es sich, zunächst einen Arzt aufzusuchen und über seine Beschwerden zu sprechen. Zunächst muss die Ursache gefunden werden, um weitere Behandlungsschritte einleiten zu können. Dazu kann es hilfreich sein, wenn Betroffene ein sogenanntes Miktionstagebuch führen, welches in der Regel auch ein Trinkprotokoll umfasst. In einem Miktionsprotokoll halten Betroffene fest, wie viel Flüssigkeit sie zu welcher Uhrzeit zu sich genommen und wann sie diese wieder ausgeschieden haben. Das Trink- und Miktionsprotokoll kann Betroffenen dabei helfen, ihre eigenen Gewohnheiten kennenzulernen. Gleichzeitig hilft es dem Arzt bei der Diagnose und Therapie der Dranginkontinenz. Die Behandlung einer Reizblase reicht vom Toiletten- und Beckenbodentraining, über die Medikamentengabe bis hin zu einer Botoxinjektion oder einem operativen Eingriff. Die Maßnahmen müssen ganz individuell auf den Patienten abgestimmt werden.

Welche Medikamente helfen bei Dranginkontinenz?

Patienten mit einer Dranginkontinenz erhalten in der Regel ein Medikament, das zur Gruppe der sogenannten Anticholinergika gehört. Dazu gehören beispielsweise Wirkstoffe wie Oxybutynin, Tolterodin oder Propiverin. Anticholinergika reduzieren die Überaktivität des Blasenmuskels. Folglich verspüren Betroffene seltener Harndrang und die Blasenkapazität nimmt zu. Nebenwirkungen äußern sich in Mundtrockenheit, Übelkeit oder Verstopfung.

Bei einer Reizblase: Was hilft sofort?

Viele Betroffene neigen bei häufigem Harndrang dazu, als Sofortmaßnahme weniger zu trinken. Jedoch begünstigt eine unzureichende Flüssigkeitszufuhr, das Betroffene noch öfters zur Toilette müssen. Zudem verstehen sich die Behandlungsmöglichkeiten bei einer Reizblase nicht als Sofortmaßnahmen, da sie alle eine gewisse Wirkungszeit benötigen. Das Wichtigste ist, dass sich Betroffene als erstes an einen Arzt wenden. Bevor überhaupt Maßnahmen ergriffen werden können, muss zunächst die Ursache diagnostiziert werden. Sind beispielsweise Harnwegserkrankungen für die Symptome der überaktiven Blase verantwortlich, muss diese zunächst ärztlich behandelt werden. Darüber hinaus muss die Behandlung der Reizblase ganz individuell auf den Patienten abgestimmt sein und ist abhängig von Faktoren wie Geschlecht, Ursache oder andere Erkrankungen, die der Betroffene hat. In vielen Fällen lindert eine Kombination aus Medikamenten und Verhaltenstherapie die Beschwerden.

Wie geht eine Reizblase wieder weg?

Die Beschwerden einer Reizblase lassen sich mit Hilfe verschiedener Therapiemöglichkeiten lindern oder sogar heilen. Jedoch muss zunächst die Ursache gefunden werden. Dazu müssen Betroffene zuallererst einen Arzt aufsuchen. Mit Hilfe eines Gesprächs und einer klinischen Untersuchung kann er die Ursache ermitteln und geeignete Maßnahmen bei einer Reizblase empfehlen. Zu möglichen Maßnahmen können neben dem Beckenboden- und Toilettentraining auch bestimmte Medikamente gehören, die speziell bei einer Reizblase oder sogar Dranginkontinenz eingesetzt werden. Bei Frauen mit überaktiver Blase kann in einigen Fällen eine Therapie mit östrogenhaltigen Präparaten hilfreich sein. Als Alternative zu den genannten Medikamenten, hilft auch Botox bei einer Reizblase. Botulinumtoxin wird in die Blase gespritzt und schwächt ebenfalls die Aktivität des Blasenmuskels ab.

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Erstelldatum: 7102.50.03|Zuletzt geändert: 2202.50.21
(1)
Deutsche Kontinenz Gesellschaft
https://youtu.be/SCQpJ85gf2A (letzter Abruf am 22.11.2021)
(2)
Reha- und Präventionszentrum, Bad Bocklet Kliniken Bad Bocklet AG
www.rehazentrum-bb.de/information/krankheiten/reizblase-bei-frauen/ (letzter Abruf am 22.11.2021)
(3)
Robert Koch Institut - Gesundheitsberichterstattung des Bundes Heft 39 (2007)
https://edoc.rki.de/bitstream/handle/176904/3191/26Herxag1MT4M_31.pdf?sequence=1 (letzter Abruf am 29.06.2021)
(4)
S2e-Leitlinie - Harninkontinenz bei geriatrischen Patienten, Diagnostik und Therapie 2019
www.awmf.org/uploads/tx_szleitlinien/084-001k_S2e_Harninkontinenz_geriatrische_Patienten_Diagnostik-Therapie_2019-11.pdf (letzter Abruf am 29.06.2021)
(5)
ENB – Europäischer Naturheilbund e.V.
www.globuli.de/einzelmittel/globuli-von-p-bis-q/petroselinum/ (letzter Abruf am 22.11.2021)
(6)
Deutsche Kontinenz Gesellschaft
https://youtu.be/oFwyDgqUshI (letzter Abruf am 22.11.2021)
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