Brustkrebsvorsorge: Diagnose & Früherkennung

Brustkrebsvorsorge

Die regelmäßigen Untersuchungen zur Brustkrebsvorsorge können eine Erkrankung zwar nicht verhindern – dafür können Tumore frühzeitig erkannt und behandelt werden. Das ist wichtig für eine gute Prognose: Brustkrebs im Frühstadium kann schonender und erfolgsversprechender behandelt werden als Krebs in einem fortgeschrittenen Stadium. pflege.de informiert Sie in diesem Ratgeber über die Untersuchungsangebote in den verschiedenen Altersstufen sowie das Mammographie-Screening für Frauen zwischen 50 und 69 Jahren. Weil Brustkrebs keine reine Frauenkrankheit ist, informiert pflege.de Sie auch über die Untersuchungsmethoden beim Mann.

Inhaltsverzeichnis

Brustkrebsvorsorge: Diagnose & Erkennen

In Deutschland besteht ein gesetzlicher Rahmen für die Brustkrebsvorsorge. Um Brustkrebs bei der Frau möglichst früh zu erkennen, gehören je nach Lebensalter verschiedene Vorsorge-Untersuchungen in diesen gesetzlichen Rahmen. Die Teilnahme ist freiwillig und für gesetzlich und privat Versicherte kostenlos.

Die Brustkrebsvorsorge zur Früherkennung beinhaltet die Tastuntersuchung und die bildgebende Mammographie. Die folgende Tabelle gibt einen Überblick zu den Ansprüchen und der Häufigkeit der Brustkrebsvorsorge.

Untersuchungsmethode Ab wann? Wie oft?
Tastuntersuchung beim Frauenarzt Frauen ab 30 Jahren Einmal pro Jahr
Mammographie in einer Mammographie-Einheit Frauen zwischen 50 und 69 Jahren Alle zwei Jahre (zusätzlich zur Tastuntersuchung)
Tipp
Treffen Sie Maßnahmen zur Gesundheitsvorsorge!

Die Früherkennung von Brustkrebs ist nur ein Teil eines größeren Früherkennungsprogramms: Der Anspruch auf Krebsvorsorge ist im fünften Sozialgesetzbuch (§ 25a SGB V) gesetzlich verankert. Nutzen Sie Ihren Anspruch auf Gesundheitsvorsorge! Ab welchem Lebensalter Ihnen weitere Untersuchungen zur Krebsfrüherkennung zustehen, lesen Sie im Ratgeber Krebsvorsorge.

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Tastuntersuchung als Vorsorge von Brustkrebs

Laut der Richtlinie des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) über die Früherkennung von Krebserkrankungen haben Frauen ab 30 Jahren einmal jährlich Anspruch auf eine Brustkrebs-Vorsorgeuntersuchung beim Frauenarzt. Ziel dabei ist, Veränderungen der Brust zu ertasten, die auf Brustkrebs hinweisen können.

Diese Untersuchung umfasst

  • die Befragung zu Vorerkrankungen und zu Krebserkrankungen in der Familie,
  • das Abtasten der Brustdrüsen und der nahegelegenen Lymphknoten,
  • die Anleitung zur Selbstuntersuchung der Brust,
  • das Untersuchen der Hautregion und
  • die Beratung zum Untersuchungsergebnis.(1)
Tipp
Vereinbaren Sie bei Auffälligkeiten einen Termin

Während der täglichen Körperpflege können Sie bei sich oder Ihrer zu pflegenden Angehörigen auf Veränderungen der Brust achten. Sollte ein ambulanter Pflegedienst die Grundpflege übernehmen, können Sie die Pflegefachkraft bitten, Ihnen bei folgenden Auffälligkeiten Bescheid zu geben: Hat sich die Brust oder Brustwarze auffällig verändert? Scheint eine Brust seit kurzem größer zu sein? Gibt es Entzündungsanzeichen wie Rötung, Wärme oder Schwellung?

Sollten Sie eine Veränderung in Ihrer Brust oder in der Brust Ihrer pflegebedürftigen Angehörigen feststellen, warten Sie nicht bis zum nächsten regulären Vorsorgetermin, sondern vereinbaren Sie kurzfristig einen Termin beim Frauenarzt.

Mammographie zur Brustkrebsvorsorge

Die Mammographie ist eine Röntgenuntersuchung der Brust. Mit dieser Untersuchung können schon sehr kleine und noch nicht tastbare Tumore erkannt werden. Sie gilt derzeit als verlässlichste Untersuchungsmethode bei der Brustkrebs-Früherkennung und -Diagnostik.(2)

Einerseits wird die Mammographie angewendet, wenn der Verdacht auf Brustkrebs besteht – zum Beispiel dann, wenn ein Knoten ertastet wurde. Im Rahmen der Diagnostik nennt man diese Untersuchung „Abklärungs-Mammographie“.(3)

Andererseits ist die Mammographie aber auch Bestandteil des deutschlandweiten gesetzlichen Rahmens zur Krebsfrüherkennung bei Frauen in einer bestimmten Altersspanne. Hier wird die Mammographie zur Früherkennung eingesetzt, ohne dass ein konkreter Verdacht auf Brustkrebs besteht. In diesem Fall spricht man vom „Mammographie-Screening“. Screening bedeutet, dass flächendeckend allen gesetzlich und privat versicherten Frauen im gleichen Alter die gleiche Untersuchung angeboten wird.(4)

Mammographie-Screening: Ab welchem Alter?

In Deutschland haben Frauen erstmalig ab 50 Jahren einen gesetzlichen Anspruch auf eine Mammographie zur Brustkrebsvorsorge – neben der jährlichen Tastuntersuchung beim Frauenarzt. Die Mammographie kann fortan alle zwei Jahre in Anspruch genommen werden. Der gesetzliche Anspruch zur Teilnahme am Mammographie-Screening gilt für Frauen bis 69 Jahre.

Info

Mammographie dient der Diagnosestellung

Die „Abklärungs-Mammographie“ wird in jedem Alter empfohlen, wenn der Verdacht auf Brustkrebs besteht.

Mammographie: Ablauf, Dauer & Befund

Wer vor seiner ersten Mammographie steht, dem gehen womöglich viele Fragen durch den Kopf. pflege.de erläutert Ihnen, wie eine Mammographie abläuft, wie lange die Untersuchung dauert und welche Besonderheiten Sie beachten sollten.

Einladung zur Mammographie

Grundsätzlich benötigen Sie keine Überweisung des Frauenarztes für eine Mammographie: Frauen zwischen 50 und 69 Jahren erhalten eine Einladung zur Untersuchung per Post von der sogenannten Zentralen Stelle. In dem Anschreiben wird Ihnen ein Termin in der nächstgelegenen Screening-Einheit vorgeschlagen. Eine Screening-Einheit ist eine Praxis oder Klinik, die Mammographien durchführt. Diesen Termin können Sie entweder bestätigen, verschieben oder absagen.

Außerdem enthält die Einladung eine Entscheidungshilfe. Darin werden die Hintergründe, Ziele, Vorgehensweisen sowie Vor- und Nachteile der Mammographie erläutert. Wenn Sie Fragen dazu haben, können Sie einen Beratungstermin vereinbaren. Die Kontaktdaten, unter denen Sie den Aufklärungstermin vereinbaren können, stehen im Einladungsschreiben.

Tipp
Weisen Sie bei Terminvergabe auf körperliche Einschränkungen hin

Im Regelfall wird die Mammographie im Stehen durchgeführt. Einige Geräte können allerdings so eingestellt werden, dass die Untersuchung im Sitzen möglich ist. Sollten Sie beispielsweise nicht lange stehen können oder auf einen Rollstuhl angewiesen sein, informieren Sie die Zentrale Stelle bei der Terminvergabe darüber. Dann bekommen Sie einen Termin in einer Mammographie-Einheit, in der das Gerät höhenverstellbar ist.

Ablauf am Tag der Mammographie

Am Tag der Untersuchung können Sie vorher duschen. Verzichten Sie aber auf Cremes, Deo oder Puder im Brust- und Achselbereich. Diese Produkte können die Untersuchungsergebnisse verfälschen. Ziehen Sie sich am besten ein Oberteil an, mit dem Sie leicht Ihren Oberkörper entkleiden können. Ihre restliche Kleidung behalten Sie bei der Untersuchung an.(2)

Durchführung der Mammographie

Bei einer Mammographie werden von jeder Brust zwei Aufnahmen gemacht. Dazu stellen Sie sich vor das Gerät. Die jeweilige Brust wird zwischen zwei durchsichtigen Plexiglasscheiben möglichst flach zusammengedrückt. Das kann je nach Brustbeschaffenheit unangenehm bis schmerzhaft sein. Es ist allerdings notwendig, die Brust zusammenzudrücken, damit sie so exakt wie möglich im Röntgenbild dargestellt werden kann. In dieser Position müssen Sie nur wenige Sekunden verharren. Rechnet man die Positionierung der Patientin und die Einstellung des Geräts ein, dauert eine Mammographie rund 15 Minuten.(5)

Befundmitteilung nach der Mammographie-Untersuchung

Es kann einige Tage dauern, bis Ihnen der Befund per Post mitgeteilt wird. Die Mammographie-Bilder werden von zwei Ärzten unabhängig voneinander beurteilt, was die Qualität der Diagnose erhöht.(2)

Auffälliger Befund einer Mammographie

Sollte die Mammographie einen auffälligen Befund ergeben, werden Sie ebenfalls per Post darüber informiert. Sie erhalten vom zuständigen Arzt der Screening-Stelle eine erneute Einladung. Es werden weitere Untersuchungen veranlasst, um die auffällige Stelle näher zu untersuchen. Beachten Sie: Ein auffälliger Befund bedeutet nicht gleich Brustkrebs. In den meisten Fällen wird in weiteren Untersuchungen festgestellt, dass es sich um eine gutartige Gewebsveränderung handelt.

Sollte es wiederum nicht möglich sein, den Krebsverdacht mit Sicherheit auszuschließen, wird empfohlen, eine Gewebeprobe unter örtlicher Betäubung zu entnehmen. Dieses Vorgehen wird Biopsie genannt. Das entnommene Brustgewebe wird dann im Labor auf Krebszellen untersucht. Danach kann die Diagnose Brustkrebs entweder ausgeschlossen oder bestätigt werden.(4) Bestätigt sich der Verdacht auf Brustkrebs nach der Biopsie, bespricht Ihr Arzt gemeinsam mit Ihnen die Optionen zur Brustkrebs-Behandlung.

Mammographie-Screening: Kosten

Die Kosten, die für die Untersuchung im Rahmen des Mammographie-Screenings anfallen, übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen. Bei privat Versicherten richtet sich die Kostenübernahme nach dem jeweiligen Versicherungsvertrag.(4)

Mammographie-Mobil

Die Mammographie findet in sogenannten Screening-Einheiten statt. Das sind entweder nahegelegene Praxen oder Kliniken. Es gibt aber auch mobile Mammographie-Einheiten, die auch „Mammographie-Mobil“ oder „Mammobil“ genannt werden. Dabei handelt es sich um ein speziell umgebautes und mit allen nötigen Untersuchungsmaterialien ausgestattetes Fahrzeug, in dem die Mammographie-Untersuchung stattfinden kann.

Das Mammographie-Mobil kommt hauptsächlich in ländlichen Regionen zum Einsatz, damit die Frauen ohne weite Fahrwege nah an ihrem Wohnort am Mammographie-Screening teilnehmen können. Der Ablauf, die technische Ausstattung und die Untersuchungsqualität sind identisch mit den Screening-Einheiten in Praxen oder Kliniken.(6)

Mammographie beim Mann

Brustkrebs beim Mann kommt zwar selten vor, sollte aber mit jährlich rund 710 Fällen in Deutschland nicht unterschätzt werden.(7) Aufgrund dieser Seltenheit gibt es jedoch kein gesetzliches Programm zur Brustkrebsfrüherkennung für Männer. Die sogenannte S3-Leitlinie wird von Fachexperten entwickelt, um eine angemessene Gesundheitsversorgung nach aktuellen Erkenntnissen zu empfehlen. Eine Mammographie beim Mann wird laut dieser Leitlinie erst dann empfohlen, wenn ein konkreter Verdacht auf Brustkrebs besteht.(8)

Mammographie: Spätfolgen

Die Mammographie durchleuchtet die Brust mit Röntgenstrahlen. Die Dosierung der Röntgenstrahlung hängt davon ab, wie dicht das Brustgewebe ist: Je dichter das Brustgewebe, desto höher die Strahlendosis. Auch bei einer höheren Strahlendosis ist die Strahlenbelastung für den Körper dennoch so gering, dass sie normalerweise keine Spätfolgen verursacht. Es kann jedoch nicht ausgeschlossen werden, dass eine regelmäßige Röntgenbestrahlung über einen Zeitraum von 20 Jahren bei einer von 1.000 Frauen zur Brustkrebsentstehung beiträgt.(4)

Info

Kritik an der Mammographie: Überdiagnose und Überbehandlung

Es gibt auch kritische Stimmen zur Mammographie im Rahmen der Brustkrebsvorsorge. Die Kritik bezieht sich auf die Gefahr von „Überdiagnose“ und infolgedessen der „Überbehandlung“:
Mit Überdiagnose ist gemeint, dass bei der Mammographie auch Brusttumore festgestellt werden, die den Betroffenen keine Beschwerden verursachen und auch keine Verkürzung der Lebenszeit mit sich gebracht hätten. Das können Tumore sein, die so klein bleiben, dass sie ohne Mammographie nicht entdeckt worden wären. Welchen Verlauf der Tumor jedoch nimmt, ist zum Zeitpunkt der Diagnose nicht sicher zu sagen. Deshalb wird eine Therapie empfohlen, auch wenn die Betroffene rückwirkend betrachtet ohne Therapie keine Einbußen gehabt hätte. In diesem Fall spricht man von Überbehandlung.(9)

Neben den körperlichen Belastungen der Krebstherapie gibt es auch seelische Belastungen, die mit einer Krebsdiagnose einher gehen können. In diesen Lebenslagen können Betroffene und Angehörige psychoonkologische Betreuung in Anspruch nehmen.

Alternative Untersuchungsmethoden zur Mammographie

Die Mammographie gilt nach dem aktuellen medizinischen Stand als verlässlichste Untersuchung zur Früherkennung und Diagnostik von Brustkrebs. Sie trägt dazu bei, die Sterblichkeitsrate von Brustkrebs zu senken.(3) Alle weiteren bildgebenden Untersuchungsverfahren – wie Ultraschall oder MRT (Magnet-Resonanz-Tomographie) – werden im Einzelfall ergänzend zur Mammographie durchgeführt.

Ultraschall zur Brustkrebsvorsorge

Eine Ultraschalluntersuchung kann ergänzend zur Mammographie wichtige Informationen über das Brustgewebe liefern. So können nach einem auffälligen Mammographie-Befund auch Zysten – das sind mit Flüssigkeit gefüllte Hohlräume – besonders gut mit dem Ultraschallgerät erkannt und von Knoten in der Brust unterschieden werden. Bei jungen Frauen und Frauen vor den Wechseljahren kann es wegen einem hohen Anteil an Bindegewebe in der Brust schwieriger sein, die Mammographie-Bilder zu beurteilen. In diesem Fall wird gegebenenfalls zusätzlich ein Ultraschall durchgeführt.(8)

Info

Mammographie oder Ultraschall?

Ultraschall als alleinige Untersuchung zur Brustkrebsfrüherkennung wird nicht empfohlen.(8) Die Mammographie gilt im Vergleich zum Ultraschall als verlässlichere Methode. Deshalb werden die Kosten für einen Ultraschall als Brustkrebs-Vorsorgeuntersuchung nicht von den Krankenkassen übernommen. Wenn es allerdings darum geht, einen konkreten Verdacht abzuklären, werden die Kosten von den Krankenkassen getragen.

MRT zur Brustkrebsvorsorge

Die Kernspintomografie oder auch Magnet-Resonanz-Tomographie (kurz: MRT) gehört nicht zu den Standard-Untersuchungen, die für die Früherkennung von Brustkrebs durchgeführt werden. Deshalb werden die Kosten für ein MRT zur Brustkrebsvorsorge in der Regel nicht von den Krankenkassen übernommen. Eine MRT wird nur in bestimmten Fällen gegebenenfalls als Ergänzung zur Mammographie veranlasst, zum Beispiel bei

  • Frauen mit Brustkrebs: Hierbei wird nach weiteren Tumoren in der Brust gesucht.
  • Frauen nach einer Brustkrebs-Operation: Hierbei kann Narbengewebe von einem erneut auftretenden Tumor (Rezidiv) unterschieden werden.
  • Frauen mit besonders hohem Brustkrebsrisiko: Besonders bei jüngeren Patientinnen ist eine Mammographie wegen des dichteren Drüsengewebes weniger aussagekräftig und sollte durch einen Ultraschall ergänzend untersucht werden.(8)

Blutwerte: Tumormarker bei Brustkrebs

Die Bestimmung der Blutwerte, insbesondere der Tumormarker, finden nicht im regulären Rahmen der Brustkrebsvorsorge statt. Grund dafür ist, dass ein erhöhter Tumormarker CA 15-3, der auf Brustkrebs hinweisen kann, auch bei anderen Erkrankungen erhöht sein kann. Das ist zum Beispiel bei gutartigen Gewebsveränderungen der Brust der Fall, bei einer dialysepflichtigen Nierenschwäche oder einer entzündlichen Lungenerkrankung. Das bedeutet, den Brustkrebs-Tumormarker im Rahmen der Brustkrebsvorsorge zu bestimmen, wäre zu ungenau. Es würde erheblich mehr Brustkrebs-Verdachtsfälle verursachen, die letztlich kein Brustkrebs sind. Zudem ist der Blutwert des Tumormarkers im Brustkrebs-Frühstadium oftmals nicht erhöht, sodass diese Untersuchung einen vorhandenen Brustkrebs nicht sicher feststellen würde.

Den Brustkrebs-Tumormarker zu bestimmen, hat allerdings einen berechtigen Einsatz: Der Tumormarker wird regelmäßig zur Therapiekontrolle bestimmt. In diesem Zusammenhang kann der Tumormarker Anhaltspunkte darüber liefern, ob eine Brustkrebs-Behandlung anschlägt.(9)

Häufig gestellte Fragen

Ab wann sollte man an der Brustkrebsvorsorge teilnehmen?

Frauen ab 30 Jahren haben Anspruch auf eine Vorsorgeuntersuchung auf Brustkrebs beim Frauenarzt. Diese Untersuchung umfasst

  • die Befragung zu Vorerkrankungen und zu Krebserkrankungen in der Familie,
  • das Abtasten der Brustdrüsen und der nahegelegenen Lymphknoten,
  • die Anleitung zur Selbstuntersuchung der Brust,
  • das Untersuchen der Hautregion und
  • die Beratung zum Untersuchungsergebnis.

Ab wann sollte man an der Mammographie teilnehmen?

In Deutschland haben Frauen erstmalig ab 50 Jahren einen gesetzlichen Anspruch auf eine Mammographie zur Brustkrebsvorsorge – neben der jährlichen Brustkrebsvorsorge beim Frauenarzt. Der gesetzliche Anspruch zur Teilnahme am Mammographie-Screening gilt für Frauen bis 69 Jahre.

Ab welchem Alter wird die Mammographie empfohlen?

In Deutschland haben Frauen erstmalig ab 50 Jahren einen gesetzlichen Anspruch auf eine Mammographie zur Brustkrebsvorsorge – neben der jährlichen Brustkrebsvorsorge beim Frauenarzt. Der gesetzliche Anspruch zur Teilnahme am Mammographie-Screening gilt für Frauen bis 69 Jahre.

Ab welchem Alter zahlt die Krankenkasse die Mammographie?

In Deutschland haben Frauen im Alter von 50 bis 69 Jahren einen gesetzlichen Anspruch auf eine Mammographie zur Brustkrebsvorsorge. Die Kosten dafür tragen die gesetzlichen Krankenkassen. Bei privat Versicherten richtet sich die Kostenübernahme nach dem jeweiligen Versicherungsvertrag.

Wie oft findet die Mammographie statt?

Die Mammographie zur Brustkrebsvorsorge kann alle zwei Jahre in Anspruch genommen werden.

Warum wird in manchen Fällen ein Ultraschall nach der Mammographie gemacht?

Ein Ultraschall kann ergänzend zur Mammographie wichtige Informationen über das Brustgewebe liefern. So können nach einem auffälligen Mammographie-Befund Zysten, das sind mit Flüssigkeit gefüllte Hohlräume, besonders gut mit dem Ultraschallgerät erkannt und von Knoten in der Brust unterschieden werden. Bei jungen Frauen und Frauen vor den Wechseljahren kann die Beurteilung der Mammographie-Bilder wegen dem hohen Anteil an Bindegewebe in der Brust manchmal schwierig sein. In diesem Fall wird gegebenenfalls zusätzlich ein Ultraschall durchgeführt.

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Erstelldatum: 1202.30.03|Zuletzt geändert: 1202.40.8
(1)
Gemeinsamer Bundesausschuss (G-BA) (2020)
www.g-ba.de/downloads/62-492-2238/KFE-RL_2020-06-18_iK-2020-08-28.pdf (letzter Abruf am 26.03.2021)
(2)
Krebsinformationsdienst des Deutschen Krebsforschungszentrums (dkfz) (2018)
www.krebsinformationsdienst.de/tumorarten/brustkrebs/mammographie-frueherkennung.php (letzter Abruf am 26.03.2021)
(3)
Deutsche Krebsgesellschaft (DKG) (2017)
www.krebsgesellschaft.de/onko-internetportal/basis-informationen-krebs/krebsarten/brustkrebs/diagnoseverfahren-mammografie.html (letzter Abruf am 26.03.2021)
(4)
Gemeinsamer Bundesausschuss (G-BA) (2017)
www.g-ba.de/downloads/17-98-2232/2019-01-21_G-BA_Entscheidungshilfe_Mammographie_bf.pdf (letzter Abruf am 26.03.2021)
(5)
Krebsinformationsdienst des Deutschen Krebsforschungszentrums (dkfz) (2016)
www.krebsinformationsdienst.de/untersuchung/bildgebung/mammographie-durchfuehrung.php (letzter Abruf am 26.03.2021)
(6)
Kooperationsgemeinschaft Mammographie GbR (o. J.)
www.mammo-programm.de/mammographie-mobil/ (letzter Abruf am 29.03.2021)
(7)
Zentrum für Krebsregisterdaten (ZfKD) & Gesellschaft der Epidemiologischen Krebsregister in Deutschland e. V. (GEKID) (2019)
www.krebsdaten.de/Krebs/DE/Content/Publikationen/Krebs_in_Deutschland/kid_2019/krebs_in_deutschland_2019.pdf?__blob=publicationFile (letzter Abruf am 04.03.2021)
(8)
Leitlinienprogramm Onkologie (Deutsche Krebsgesellschaft, Deutsche Krebshilfe, AWMF) (2020)
www.leitlinienprogramm-onkologie.de/fileadmin/user_upload/Downloads/Leitlinien/Mammakarzinom_4_0/Version_4.3/LL_Mammakarzinom_Langversion_4.3.pdf (letzter Abruf am 26.03.2021)
(9)
A. Margulies, T. Kroner, A. Gaisser, I. Bachmann-Mettler (Hrsg.) (2017)
Onkologische Krankenpflege. 6. Auflage, Springer-Verlag.
Kostenlose Pflegehilfsmittel small
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Kostenlose Pflegehilfsmittel monatlich nach Hause
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