Hautkrebsvorsorge: Screening, Untersuchung & Erkennung

Hautkrebsvorsorge

Manchmal entdeckt man auf der Haut eine Stelle, sei es ein Fleck oder eine Wölbung, die zuvor noch nicht da war. Dann entsteht vielleicht schnell die Sorge, dass es sich um Hautkrebs handeln könnte. Damit Sie solche Hautveränderungen zukünftig besser einschätzen können, stellt pflege.de Ihnen die ABCDE-Regel vor. Zögern Sie den Besuch beim Hausarzt oder Hautarzt (Dermatologen) nicht hinaus, wenn Sie eine verdächtige Hautveränderung feststellen.

Dermatologen und viele Hausärzte bieten Versicherten ab dem 35. Lebensjahr ein sog. Hautkrebsscreening im Rahmen der Krebsvorsorge an. Lesen Sie in diesem Ratgeber, wie die Untersuchung abläuft und wie es nach einem auffälligen Befund weitergeht.

Inhaltsverzeichnis

Hautkrebs erkennen: Aussehen von Hautkrebs

Wie bei anderen Krebserkrankungen auch können sich die Symptome bei Krebs vielfältig äußern: Die verschiedenen Hautkrebsarten sehen sehr unterschiedlich aus. Genau das macht es für einen Laien so schwer, Hautkrebs zu erkennen. Er kann bspw. aussehen wie eine Warze oder ein Pickel, dunkel wie ein Pigmentfleck oder aber auch schuppig-rot sein. Deshalb ist es ratsam, regelmäßig zur Hautkrebsvorsorge zu gehen – und ggf. die Erkrankung in einem frühen Krebsstadium zu entdecken.

Weißer Hautkrebs: Die häufigsten Formen des weißen Hautkrebses sind das sog. Basalzellkarzinom und das Plattenepithelkarzinom, das in der oberen Hautschicht entsteht. Weißer Hautkrebs äußert sich häufig in Form von schuppigen, geröteten Stellen auf der Haut. Er kann aber auch aussehen wie eine helle Narbe oder sogar dunkel pigmentiert sein – und damit dem schwarzen Hautkrebs optisch sehr ähneln.

Schwarzer Hautkrebs: Ein sog. malignes Melanom ist typischerweise flach, dunkel und ungleichmäßig gefärbt. Die Farbe dieses bösartigen Hauttumors kann von grau über braun bis schwarz variieren (s. Quelle 1). Auf den ersten Blick ähnelt der schwarze Hautkrebs oftmals einem Muttermal/einem Leberfleck. Ein Unterschied ist, dass sich beim schwarzen Hautkrebs die Farbe, Größe und Form im Laufe der Zeit verändern (s. Quelle 2).

Info

Das hässliche Entlein unter den Pigmentmalen

Ein guter Anhaltspunkt kann auch sein, Ausschau nach dem „hässlichen Entlein“ unter den Pigmentflecken zu halten. Es besagt, dass alle Pigmentflecke eines Menschen ähnlich aussehen. Schwarzer Hautkrebs – das sog. „hässliche Entlein“ – hingegen sieht anders aus und passt damit nicht in das einheitliche Bild der gesunden Pigmentflecke. Sollten Sie so ein „hässliches Entlein“ bei sich oder Ihrem zu pflegenden Angehörigen feststellen, suchen Sie einen Dermatologen auf und lassen das Pigmentmal abklären.

Hautkrebs durch Muttermal: Aus welchen Flecken kann Hautkrebs entstehen?

Jeder Mensch hat Pigmentflecke, die sich durch Farbe und ggf. einer kleinen Wölbung vom Rest der Haut abheben. Es wird unterschieden zwischen angeborenen und erworbenen Pigmentflecken. Gleichbedeutend zum Begriff Pigmentfleck wird von Leberflecken oder Muttermalen gesprochen.

Angeborene Pigmentflecke sind seit der Geburt oder kurze Zeit später auf der Haut sichtbar.

Erworbene Pigmentflecke entstehen, wenn es zu einer punktuellen Überproduktion des Hautfarbstoffs Melanin kommt. Grund dafür kann Sonneneinstrahlung sein – aber auch das Alter, der Hormonhaushalt und die genetische Veranlagung spielen dabei eine Rolle. Neben Sommersprossen und Altersflecken zählen auch u. a. Leberflecke/ Muttermale zu den Pigmentflecken.

Grundsätzlich sollten alle Pigmentflecke regelmäßig selbst und von einem Arzt bei der Hautkrebsvorsorge beobachtet werden. Von ihnen geht eine erhöhte Gefahr aus, dass Krebszellen entstehen.

  • Angeborene Pigmentflecke & Hautkrebs: Schwarzer Hautkrebs, der aus angeborenen Muttermalen hervorgeht, tritt häufiger bei jüngeren Menschen auf (s. Quelle 3). Sie sollten regelmäßig beobachtet werden, denn rund ein Drittel aller Hautkrebserkrankungen gehen aus einem angeborenen Muttermal hervor.
  • Erworbene Pigmentflecke & Hautkrebs: Maligne Melanome aus Pigmentflecken, die der Mensch im Laufe seines Lebens erwirbt, treten häufiger bei älteren Menschen auf (s. Quelle 3). Mit dem Alter entstehen i. d. R. mehr neue Leberflecke als bei jüngeren Menschen.
Info

Haut im Alter bedarf besonderer Aufmerksamkeit

Die Haut wird über die Lebensjahre vielen Umwelteinflüssen ausgesetzt, wodurch die Wahrscheinlichkeit für Krebs im Alter grundsätzlich steigt. Viele Sonnenbäder ohne Sonnenschutz führen außerdem dazu, dass wir schneller Falten bekommen und sich mit der Zeit Pigmentflecke auf der Haut zeigen. Mehr Pigmentflecke und Altersflecke wiederum bedeuten ein höheres Risiko für schwarzen Hautkrebs.

Haut im Alter verändert sich – nicht nur äußerlich mit einer zunehmenden Anzahl von Falten, Pigment- und Altersflecken, sondern auch innerlich. Sie wird mit der Zeit dünner, rissiger und somit anfälliger für Infektionen. Sorgsame Hautpflege bei Pflegebedürftigen bzw. älteren Menschen und ein hygienischer Umgang in der Pflege sind dabei enorm wichtig.

Mit Pflegehilfsmitteln zum Verbrauch können Sie die hygienische Pflege zuhause sicherstellen. Mit der curabox können Sie Ihren Anspruch bequem und einfach nutzen: Sie erhalten jeden Monat kostenfrei Pflegehilfsmittel nach Hause, die sowohl pflegenden Angehörigen als auch Pflegebedürftigen sicheren Schutz vor Infektionen bietet. Die Pflegekasse trägt die Kosten, wenn ein Pflegegrad vorliegt und die Pflege zuhause stattfindet.

Hautkrebs-Selbstuntersuchung: Mit der ABCDE-Regel bösartige Hautveränderungen erkennen

Dermatologen empfehlen eine regelmäßige Selbstuntersuchung der Haut. Mit Hilfe der ABCDE-Regel können Sie bösartige Veränderungen an Pigmentflecken erkennen. Diese Regel ist ein erster Hinweis auf eine krankhafte Veränderung. Wenn Sie ein oder mehrere Kriterien aus der Checkliste bei den betroffenen Pigmentflecken feststellen, stellen Sie keine Selbstdiagnose, sondern wenden Sie sich bitte an Ihren Dermatologen.

A = Asymmetrie: Die Form eines neu gewachsenen und bereits vorhandenen Pigmentflecks ist ungleichmäßig und asymmetrisch. Gesunde Pigmentflecke sind hingegen gleichmäßig rund, oval oder länglich.

B = Begrenzung: Der Pigmentfleck hat unregelmäßige Ausfransungen oder Ausläufer. Das bedeutet, die Ränder sehen gezackt oder verwaschen aus und wachsen wie ausgefranst in die Umgebungshaut ein.

C = Colorierung: Der Pigmentfleck hat unterschiedliche Färbungen und Punkte, von rosa über grau bis schwarz. Auch Verkrustungen auf einem Pigmentfleck sind verdächtig und sollten ärztlich abgeklärt werden.

D = Durchmesser: Der Pigmentfleck hat die Form einer Halbkugel oder einen Durchmesser von mehr als 5 mm. Vorsicht: Es gibt auch kleinere Melanome, deshalb ist dieses Kriterium allein nicht ausschlaggebend.

E = Erhabenheit: Der Pigmentfleck wächst mehr als 1 mm in die Höhe.

Wichtiger Hinweis Weitere Warnsignale bei Hautkrebs

Wenn Sie im Rahmen der Selbstuntersuchung folgende Auffälligkeiten an den Pigmentflecken feststellen, sollten Sie ebenfalls Ihren Dermatologen kontaktieren:

  • Der Fleck verändert seine Farbe.
  • Der Fleck verändert seine Größe und Form.
  • Der Fleck blutet.
  • Der Fleck juckt (s. Quellen 4 & 5).
Tipp
Praxistipps für die Untersuchung zuhause
  1. Achten Sie auf eine gute Beleuchtung, um alle Körperpartien gut sehen zu können.
  2. Überprüfen Sie die gesamte Haut. Vergessen Sie dabei nicht die Kopfhaut, die Mundschleimhaut und die Zwischenräume zwischen den Zehen.
  3. Wenn Sie die Untersuchung bei sich selbst durchführen, nehmen Sie einen Spiegel zur Hilfe. Sollten Sie die Haut Ihres Familienangehörigen untersuchen, können Sie nacheinander erst den Oberkörper und dann den Unterkörper entkleiden. Die Untersuchung der Haut können Sie ggf. auch während der Körperpflege durchführen.
  4. Schenken Sie vor allem den Hautpartien Aufmerksamkeit, die der Sonnenstrahlung besonders ausgesetzt sind. Anfällige Körperstellen für Hautkrebs sind nämlich die sog. Sonnenterrassen des Körpers.

Vorsorgeuntersuchung: Das Hautkrebsscreening

Dermatologen und Hausärzte, die entsprechend qualifiziert sind, bieten Untersuchungen zur Hautkrebsvorsorge an. Besteht der Verdacht auf Hautkrebs, überweist Ihr Hausarzt Sie zur weiteren Abklärung an einen Dermatologen.

Für die Hautkrebsvorsorgeuntersuchung, auch Hautkrebsscreenings genannt, gibt es einen gesetzlichen Rahmen. In der Regel sind diese Verfahren für Versicherte ab einem Alter von 35 Jahren im Abstand von zwei Jahren vorgesehen (s. Quelle 5). Patienten, die Risikofaktoren für Hautkrebs ausgesetzt sind und somit ein erhöhtes Erkrankungsrisiko haben, wird der Dermatologe zu häufigeren Kontrollen anraten, bspw. im jährlichen oder halbjährlichen Abstand (s. Quelle 6).

Info

Krebsvorsorge ist gesetzlich geregelt

Der Anspruch auf Krebsvorsorge ist nach § 25a SGB V geregelt. Das Ziel ist es, Hautkrebs in einem möglichst frühen Krebsstadium zu entdecken.

Kosten der Hautkrebsvorsorge

Die Teilnahme an der Hautkrebsvorsorge ist freiwillig. Die Kosten werden von den gesetzlichen bzw. privaten Krankenkassen sowohl für Männer als auch für Frauen übernommen. Bitte beachten Sie, dass die meisten Krankenkassen nur die einfache Untersuchung der gesamten Hautoberfläche mit dem bloßen Auge bezahlen. Wenn der Arzt eine beleuchtete Lupe, ein sog. Dermatoskop (auch: Auflichtmikroskop) oder ein videogestütztes Dermatoskop verwendet, handelt es sich dabei um eine individuelle Gesundheitsleistung (sog. IGeL-Leistung). Die Kosten für IGeL-Leistungen müssen Versicherte selbst tragen. Dazu können Sie sich vom behandelnden Arzt beraten lassen.

Tipp
Erkundigen Sie sich im Vorfeld bei Ihrer Krankenkasse nach zusätzlichen Leistungen

In manchen Fällen lohnt es sich, bei Ihrer Krankenkasse vorab nach weiteren möglichen Leistungen zu fragen. Einige gesetzliche Krankenkassen übernehmen nämlich auch zusätzliche Leistungen für die Hautkrebsvorsorge (s. Quelle 5).

Bei privat Versicherten richtet sich die Kostenübernahme der zusätzlichen Leistungen nach dem jeweiligen Versicherungsvertrag. Bitte erkundigen Sie sich bei Ihrer Krankenkasse.

Hautkrebsvorsorge: Ablauf der Untersuchung

Die Untersuchung beim Dermatologen oder entsprechend qualifizierten Hausarzt dauert i. d. R. etwa 20 Minuten und umfasst die drei folgenden Schritte.

1. Befragung zur Krankengeschichte

Der Haut- oder Hausarzt wird sich bei Ihnen zunächst nach vorhandenen Erkrankungen erkundigen und fragen, ob es Hautkrebserkrankungen in Ihrer Familie gibt. Von Interesse ist auch, ob Hautveränderungen festgestellt wurden, wie z. B. eine nicht heilende Verletzung der Haut (sog. Läsion) und die Häufigkeit von Sonnenbränden in der Vergangenheit (s. Quelle 6).

2. Untersuchung der gesamten Körperoberfläche

Im nächsten Schritt steht die Untersuchung der Haut vom Scheitel bis zur Sohle an. Dazu ist es notwendig, dass Sie sich zunächst bis auf die Unterwäsche ausziehen, sodass Ihr Arzt auch wirklich jede Hautpartie kann. Demnach untersucht er auch die Hautfalten und Schleimhäute. Zwar tritt Hautkrebs häufig an offensichtlichen Stellen auf, die der direkten Sonne stärker ausgesetzt sind, genauso kann er aber auch an versteckteren Stellen entstehen – wie etwa im Mund, zwischen den Zehen oder unter dem Fingernagel. Im Anschluss wird der Arzt Sie bitten, sich ganz auszuziehen, damit er auch die äußeren Genitalschleimhäute und die Analregion untersuchen kann. Dies mag für den einen oder anderen vielleicht etwas unangenehm sein, dennoch ist es für die vollständige Vorsorge enorm wichtig.

Tipp
Überdecken Sie am Hautkrebsvorsorge-Termin keine Körperstellen

Tragen Sie am Tag der Hautkrebsvorsorgeuntersuchung keinen Nagellack. Das gilt für Finger- und Fußnägel. In seltenen Fällen kann Hautkrebs auch unterhalb der Nägel wachsen. Entfernen Sie ebenfalls Schmuck und Make-up vor dem Screening, sodass alle Hautstellen für den Arzt gut sichtbar sind (s. Quelle 5).

3. Befundmitteilung und Beratung

Nach der körperlichen Untersuchung können Sie Ihre Kleidung wieder anziehen, denn dann bespricht der Arzt mit Ihnen schon das Untersuchungsergebnis.

Viele Dermatologen nutzen die Gelegenheit auch zur Aufklärung, wie Sie Hautkrebs bzw. Krebs vorbeugen können. Dazu zählen folgende Ratschläge:

  • Mittagssonne meiden: Vermeiden Sie die Mittagssonne von 11 bis 15 Uhr und ggf. das Solarium.
  • Schützende Kleidung: Tragen Sie Kleidung, Kopfbedeckung und eine Sonnenbrille, die Sie vor UV-Strahlen schützt. Achten Sie bei der Sonnenbrille auf das CE-Zeichen, das z. B. Sicherheit und Gesundheitsschutz nachweist.
  • Lichtschutzfaktor: Cremen Sie unbedeckte Körperstellen etwa 30 Minuten vor dem Sonnenbad mit Sonnenschutzmittel ein. Achten Sie im Idealfall auf UVA- und UVB-Schutz, Wasserfestigkeit, mind. Lichtschutzfaktor (LSF) 20, bei hellen Hauttypen LSF 30. Beachten Sie, regelmäßig nachzucremen (s. Quelle 6).

Was passiert, wenn der Befund beim Hautkrebsscreening auffällig ist?

Sollte der Dermatologe einen auffälligen Befund feststellen, werden Sie darüber sowie über die nächsten erforderlichen Schritte umgehend informiert. In den meisten Fällen wird entweder eine Gewebeprobe entnommen oder die betroffene Hautstelle entfernt und im Anschluss im Labor unter dem Mikroskop genauer untersucht (s. Quelle 6).

Bedenken Sie, dass ein auffälliger Befund nicht zwangsläufig Hautkrebs bedeutet. Dafür muss die Probe untersucht werden. Bewahren Sie also Ruhe. Sollte es sich um die Diagnose Hautkrebs handeln, wird Ihr Arzt Ihnen die Diagnose in einem persönlichen Gespräch übermitteln und Ihnen passende Möglichkeiten der Krebstherapie erklären und empfehlen.

Hautkrebs hat unter allen Krebsarten die besten Überlebenschancen. Weißer Hautkrebs ist die Krebsart, die in Deutschland am häufigsten diagnostiziert wird – und am erfolgreichsten behandelt werden kann. Bei schwarzem Hautkrebs stehen die Chancen auf Heilung gut, wenn er in einem frühen Stadium erkannt und behandelt wird, der Krebs also noch nicht gestreut hat.

Häufig gestellte Fragen

Wie sieht Hautkrebs aus?

Die Erscheinungsform von Hautkrebs, egal ob schwarzer oder weißer Hautkrebs, ist sehr unterschiedlich. Das macht das Erkennen von Hautkrebs für einen Laien so schwer. Deshalb ist es ratsam, regelmäßig zur Hautkrebsvorsorge zu gehen. Schwarzer Hautkrebs ist typischerweise flach, dunkel und unregelmäßig gefärbt. Die Farbe des bösartigen Hauttumors variiert meist von grau über braun bis schwarz. Auf den ersten Blick ähnelt der schwarze Hautkrebs einem Muttermal oder einem Leberfleck. Schwarzer Hautkrebs verändert seine Farbe, Größe und Form im Laufe der Zeit.

Weißer Hautkrebs hingegen ist häufig eine schuppige, gerötete Hautstelle. Er kann aber auch aussehen, wie eine helle Narbe. In einigen Fällen kann er auch dunkel pigmentiert sein und damit aussehen wie schwarzer Hautkrebs.

Kann Hautkrebs jucken?

Ein juckender Pigmentfleck kann ggf. auf Hautkrebs hinweisen.

Was ist ein Hautkrebsscreening?

Das Hautkrebsscreening ist das in Deutschland gesetzlich verankerte Programm zur Hautkrebsfrüherkennung. Der Anspruch auf Krebsvorsorge ist nach § 25a SGB V geregelt. Das Ziel ist es, Hautkrebs in einem möglichst frühen Krebsstadium zu entdecken, um die Heilungschancen zu verbessern.

Welcher Arzt führt das Hautkrebsscreening durch?

Dermatologen und qualifizierte Hausärzte führen das Hautkrebsscreening durch.

Ab welchem Alter wird das Hautkrebsscreening durchgeführt?

Der gesetzliche Anspruch besteht ab dem 35. Lebensjahr. Einige Krankenkassen zahlen das Hautkrebsscreening auch schon früher. Fragen Sie daher bei Ihrer Krankenkasse nach.

Was wird bei der Hautkrebsvorsorge gemacht?

Der Arzt erkundigt sich zunächst nach Vorerkrankungen und Hautkrebserkrankungen in der Familie sowie auffällige Hautveränderungen. Im Anschluss findet die Untersuchung der gesamten Körperoberfläche statt. Zum Schluss berichtet der Arzt über die Befunde und berät ggf. darüber, wie Sie Hautkrebs vorbeugen können.

Wie oft findet die Hautkrebsvorsorge statt?

Die gesetzliche Regelung sieht eine Hautkrebsvorsorge im Abstand von zwei Jahren vor. Patienten mit einem erhöhten Risiko für Hautkrebserkrankungen wird der Dermatologe zu häufigeren Untersuchungen raten, bspw. zu jährlichen Untersuchungen.

Wie erkennt man, ob aus einem Muttermal Hautkrebs geworden ist?

Pigmentflecken, die zu Hautkrebs entartet sind, sehen i. d. R. anders aus als alle anderen Pigmentflecken (Zeichen des „hässlichen Entleins“). Die ABCDE-Regel kann helfen, bösartige Veränderungen im Rahmen der Selbstuntersuchung festzustellen. Damit werden Pigmentflecke auf Symmetrie, Begrenzung, Farbe, Durchmesser und Erhabenheit überprüft. Wenn Abweichungen zu gesunden Pigmentflecken festgestellt werden, sollte ein Dermatologe zur weiteren Untersuchung kontaktiert werden.

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Erstelldatum: 0202.21.4|Zuletzt geändert: 1202.20.9
(1)
Quelle 1: Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) (Hrsg.) (2018)
www.gesundheitsinformation.de/wie-laesst-sich-schwarzer-hautkrebs-erkennen.2096.de.html?part=symptome-vp#4iug (letzter Abruf am 04.12.2020)
(2)
Quelle 2: Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) (Hrsg.) (2018)
www.gesundheitsinformation.de/schwarzer-hautkrebs.2096.de.html (letzter Abruf am 04.12.2020)
(3)
Quelle 3: Deutsche Krebsgesellschaft (DKG) (2020)
www.krebsgesellschaft.de/onko-internetportal/aktuelle-themen/news/maligne-melanome-aus-angeborenen-oder-erworbenen-leberflecken.html (letzter Abruf am 04.12.2020)
(4)
Quelle 4: Deutsche Krebsgesellschaft (DKG) (2020)
www.krebsgesellschaft.de/onko-internetportal/basis-informationen-krebs/krebsarten/hautkrebs/frueherkennung.html (letzter Abruf am 04.12.2020)
(5)
Quelle 5: Krebsinformationsdienst des Deutschen Krebsforschungszentrums (dkfz) (2019)
www.krebsinformationsdienst.de/tumorarten/hautkrebs/frueherkennung.php (letzter Abruf am 04.12.2020)
(6)
Quelle 6: Plötz, S.G.; Hein, R.; Ring, J.; Biedermann, T. (Hrsg.) (2019)
Häufige Hauttumoren in der Praxis. 2. Auflage. Springer-Verlag, Berlin.
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