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Thrombose

In unserem Körper strömt täglich eine riesige Menge Blut durch ein weitgefächertes Netz aus Blutgefäßen. Es versorgt zuverlässig Organe und Gewebe mit Sauerstoff und Nährstoffen. Ein Blutgerinnsel (Thrombus) kann diesen Fluss ins Stocken bringen. Eine oft schmerzhafte Thrombose ist die Folge.

pflege.de informiert Sie über die Ursachen sowie Arten einer Thrombose, klärt über verschiedene Therapieansätze auf und gibt Ihnen einen Überblick über weitere Thrombose-Ratgeber auf unserer Seite.

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Thrombose: Definition, Arten, Ursachen und Therapie

Inhaltsverzeichnis

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Thrombose: Definition

Von einer Thrombose spricht man, wenn ein Blutgefäß teilweise oder vollständig durch ein Blutgerinnsel (Thrombus) verschlossen wird. Es sind die Blutplättchen (Thrombozyten), die sich dabei an der Gefäßwand festsetzen und miteinander verklumpen.

Die Folge: Das Blut kann nicht mehr ungehindert fließen. Je nachdem wo eine Thrombose auftritt, kann das schwerwiegende Konsequenzen haben, beispielsweise wenn sich ein Teil des Blutgerinnsels ablöst und über die Blutbahn in Herz, Lunge oder Gehirn gelangt.

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Hintergrundwissen: Das Gefäßsystem

Unser Körper ist durchzogen von einem dichten Netz aus Adern: das Gefäßsystem. Es versorgt alle Zellen selbst in den abgelegensten Körperregionen mit Sauerstoff und Nährstoffen.

Der Motor dieses Transportsystems ist das Herz. Es pumpt sauerstoffreiches Blut in die Arterien und nimmt es über die Venen wieder in Empfang. Das ist der sogenannte große Blutkreislauf. Auf seinem Weg gibt es den Sauerstoff und die Nährstoffe nach und nach ab und nimmt gleichzeitig Kohlendioxid (CO2) und Abfallstoffe auf.

Zurück im Herzen, geht es weiter über den kleinen Blutkreislauf in die Lunge. Dort wird das Blut wieder mit dem Sauerstoff aus der Atemluft angereichert und das CO2 abgegeben, wo es mit dem Ausatmen aus dem Körper befördert wird.

Wie entsteht eine Thrombose?

Die Blutgerinnung ist ein Segen. Wenn wir uns verletzen, verhindert sie, dass das Blut ungehindert nach außen fließt – mit der Bildung eines Thrombus.

Bei einer Thrombose setzt dieser Vorgang allerdings innerhalb eines Gefäßes ein. Das geschieht insbesondere dort, wo die Gefäßwand nicht mehr voll intakt ist.

Auch wenn das Blut langsamer fließt, etwa aufgrund von Bewegungsmangel, oder es eine besonders hohe Gerinnungsneigung hat, kann sich ein Blutgerinnsel bilden. Dann gerät der Blutstrom ins Stocken oder wird sogar unterbrochen. Eine Thrombose ist die Folge.

Thrombose: Ursachen

Dass ein Thrombus in einem der Blutgefäße entsteht, kann also drei unterschiedliche Ursachen haben: Schäden an der Gefäßwand, verlangsamter Blutfluss und eine Blutgerinnungsstörung – die sogenannte Virchow-Trias.(1)

Je nachdem, ob es sich um eine arterielle oder eine venöse Thrombose handelt, können darüber hinaus unterschiedliche Faktoren den Blutfluss stören:

  • Für eine arterielle Thrombose ist eine Veränderung der Arterie, meist aufgrund von Ablagerungen (Arteriosklerose), die häufigste Ursache.
  • Eine Venenthrombose kommt dagegen häufig durch Krampfadern, Tumore und nach großen (orthopädischen) Operationen vor.
Info
Volkskrankheit Arteriosklerose

Arteriosklerose ist vor allem bekannt unter der Bezeichnung Gefäßverkalkung. Schuld an dieser Verkalkung ist sogenannte Plaque, die sich im Laufe eines Lebens je nach Lebenswandel mal mehr und mal weniger in den Arterien festsetzt. Nimmt sie weniger als die Hälfte des Raumes ein, wird der Blutfluss nicht weiter gestört. Verursacht sie aber eine Thrombose, weil sich Blutgerinnsel an der Plaque bilden, sind Herzinfarkt, Schlaganfall oder eine periphere arterielle Verschlusskrankheit, kurz pAVK, die Folge.

Thrombose: Risikofaktoren

Es gibt verschiedene Faktoren, die das Risiko einer Thrombose erhöhen. Das sind zum einen Erkrankungen oder Gegebenheiten, die die Betroffenen nicht beeinflussen können. Zum anderen kann ein ungesunder Lebensstil die Gefäßgesundheit negativ beeinträchtigen.

In der Regel kommen mehrere Risikofaktoren zusammen, bevor sich ein Blutgerinnsel bildet.

Zu den häufigsten Thrombose-Risikofaktoren gehören:(2)

  • Größere Operationen
  • Akute Infektionen
  • Gipsverbände
  • Frühere Venenthrombose
  • Höheres Lebensalter
  • Krampfadern
  • Gerinnungsstörungen
  • Krebserkrankungen
  • Herzschwäche
  • Diabetes mellitus
  • Niedriger Blutdruck
  • Hormonpräparate (zum Beispiel Anti-Baby-Pille)
  • Bewegungsmangel
  • Übergewicht
  • Nikotin- und Alkoholkonsum
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Thrombose und Sauna

„Bei Thrombose nicht in die Sauna.“ Das ist tatsächlich ein guter Rat. Zum einen, weil der Saunagang dem Körper viel Flüssigkeit entzieht, was das Blut noch „dicker“ macht, es also noch langsamer fließt. Zum anderen, weil sich bei Menschen mit einem postthrombotischen Syndrom die Beschwerden verstärken können. Insbesondere für ehemalige Thrombose-Patienten empfiehlt es sich daher, vorab Rücksprache mit dem behandelnden Arzt zu halten.

Thrombose-Selbsttest: Haben Sie ein erhöhtes Thrombose-Risiko?

Fragen Sie sich, ob sie anfällig dafür sein könnten, an einer Thrombose zu erkranken? Mit diesem kurzen Fragebogen können Sie eine erste Einschätzung bekommen, ob Sie ein erhöhtes Thrombose-Risiko haben:(3)

  • Sind Sie an Krebs erkrankt?
  • Hatten Sie eine Lähmung oder Unbeweglichkeit der Beine?
  • Waren Sie kürzlich länger als drei Tage bettlägerig?
  • Haben Sie Schmerzen oder Verhärtungen im Bein?
  • Ist Ihr Bein geschwollen?
  • Haben Sie Schwellungen im Unterschenkel?
  • Haben Sie ein eindrückbares Ödem (Schwellung) am Bein?
  • Zeichnen sich die Venen an einem Bein verstärkt ab?
  • Hatten Sie schon einmal eine Venenthrombose?

Falls Sie einen Großteil der Fragen mit „Ja“ beantwortet haben, haben Sie vermutlich ein erhöhtes Thrombose-Risiko.

Wichtiger Hinweis
Selbsttests ersetzen keinen Arztbesuch

Selbsttests geben nur eine grobe Orientierung vor, ersetzen allerdings keinen Arztbesuch. Suchen Sie bei Beschwerden bitte immer einen Arzt auf.

Thrombose: Formen und Arten

Je nachdem, in welchem Blutgefäß sich ein Thrombus gebildet hat, unterscheidet die Medizin zunächst zwischen zwei Thrombose-Formen:(4)

  • Ist er in einer Arterie, handelt es sich um eine arterielle Thrombose, auch Arteriothrombose.
  • Befindet er sich in einer Vene, sprechen Fachleute von einer venösen Thrombose, auch Venenthrombose.

Je nachdem, wo genau das Blutgerinnsel im Körper sitzt, definieren Fachleute dann die verschiedenen Thrombose-Arten. Es gibt für beide Formen mehrere Thrombose-Arten.

Arterielle Thrombosen

Bei einer arteriellen Thrombose bildet sich ein Blutgerinnsel in einer Schlagader (Arterie). Meist passiert das dort, wo sich die Gefäße verzweigen oder enger werden, wie im Herzen, in Armen oder Beinen und im Gehirn:

  • Bei einer Koronarthrombose sind die Herzkranzgefäße betroffen. Mögliche Folge ist ein Herzinfarkt.
  • Bei einer peripheren arteriellen Thrombose sind Arme und Beine betroffen. Mögliche Folge ist eine akute und chronische Minderdurchblutung, die auch als periphere arterielle Verschlusskrankheit (pAVK) bezeichnet wird.
  • Bei einer zerebralen Thrombose sind die hirnversorgenden Arterien betroffen. Mögliche Folge ist ein Schlaganfall.

Eine Thrombose in einer Arterie kündigt sich nicht langsam im Voraus an. Erst wenn das Gefäß tatsächlich verstopft ist, tauchen die Probleme auf, die zu den in der Tabelle beschriebenen Folgen führen.

Venenthrombosen

Von einer venösen Thrombose wird gesprochen, wenn ein Blutgerinnsel in einer Vene entsteht. In den meisten Fällen erfolgt der Gefäßverschluss in den Beinvenen, manchmal in den Beckenvenen.

Grundsätzlich unterscheidet man zwischen zwei Varianten der Venenthrombose:(1)

  1. Oberflächliche Venenthrombose, kurz OVT
  2. Tiefe Venenthrombose, kurz TVT

Oberflächliche Venenthrombose

Bei der oberflächlichen Venenthrombose verstopft der venöse Thrombus eine oberflächliche Vene, die direkt unter der Haut liegt.

Die Folge ist eine schmerzhafte Venenentzündung. Der medizinische Begriff lautet daher auch Thrombophlebitis  „itis“ ist die medizinische Bezeichnung für eine Entzündung.

Meist sind Venen in den Beinen, seltener in den Armen betroffen.

Tiefe Venenthrombose

Bei der tiefen Venenthrombose steckt der venöse Thrombus in einer tiefen Vene. Häufig sind die Beinvenen, seltener die Beckenvenen betroffen. Die Medizin spricht auch von einer Phlebothrombose.

Sonderfall Reisethrombose

Langes Sitzen, zum Beispiel im engen Flugzeug, kann den Blutfluss in den Beinvenen beeinträchtigen. Wenig Flüssigkeit und die geringe Luftfeuchtigkeit verringern die Blutströmungsgeschwindigkeit zusätzlich. Das Blut sammelt sich in den Unterschenkeln. Auf diese Weise kann sich ein Blutgerinnsel bilden und eine Thrombose auslösen.

Das Risiko für diese sogenannten Reisethrombose ist allerdings bei den meisten Reisenden gering. Lediglich, wenn Sie ohnehin ein erhöhtes Thromboserisiko haben, sollten Sie sich vor einer Reise mit Ihrem Arzt beraten, ob eine Maßnahme zur Thromboseprophylaxe notwendig ist.

Weitere Arten der Venenthrombosen

Neben der OVT und TVT gibt es weitere Arten von Venenthrombosen, die aber eher selten vorkommen:

  • Hirnvenenthrombose: Betrifft den Kopf und führt möglicherweise zu einem Druckanstieg im Gehirn, wodurch es zu epileptischen Anfällen, neurologischen Ausfällen wie Sprachstörungen oder Lähmungen kommen kann.
  • Paget-von-Schroetter-Syndrom (Anstrengungsthrombose): Betrifft die oberen Extremitäten oder den Schultergürtel und führt möglicherweise zu Schmerzen und langfristig zu einer verminderten Leistungsfähigkeit der betroffenen Körperstelle.
  • Pfortaderthrombose: Betrifft ein Blutgefäß im Bauch, das die Leber mit Blut aus dem Darm versorgt. Ist sie verstopft, kann es zu einer vergrößerten Milz, Blutungen in der Speiseröhre und Flüssigkeitsansammlungen im Bauch kommen.
  • Analthrombose: Betrifft Venen im oder am Rand des Anus und geht meist mit starken Schmerzen am After einher.
Info
Warum haben vermehrt Frauen Venenerkrankungen?

Unser ganzer Körper steckt voller Bindegewebe. Es füllt die Hohlräume zwischen den Organen, speichert Wasser und gibt auch den Blutgefäßen Halt. Wird das Bindegewebe schwächer – was bei Frauen unter anderem an den Hormonen liegt – lässt auch der Druck auf die Venen nach. Die Folge können Krampfadern sein, was wiederum das Risiko für eine Thrombophlebitis erhöht.

Thrombose: Symptome

Während eine arterielle Thrombose sofort starke Schmerzen verursacht, die auch bei Ruhe nicht vergehen, können manche Venenthrombosen fast schmerzfrei verlaufen und lange unentdeckt bleiben. Hier spricht die Medizin auch von einer stummen Thrombose“. Die Symptome einer Thrombose können sich also stark voneinander unterscheiden.

Außerdem gibt es je nach Größe und Ort des Blutgerinnsels typische Symptome. Der pflege.de-Ratgeber Thrombose: Symptome erkennen geht ausführlich auf sämtliche Anzeichen aller Formen einer Thrombose ein.

Tipp
Nehmen Sie erste Anzeichen ernst

Wenn Sie Schmerzen verspüren und Hautveränderungen am Bein feststellen, sollten Sie immer auch an eine mögliche Thrombose im Bein denken. Obwohl unser Körper selbst in der Lage ist, Verklumpungen aufzulösen, sollten Sie bei Beschwerden trotzdem unbedingt einen Arzt aufsuchen.

Thrombose: Tests und Diagnose

Bei einem Verdacht auf Thrombose gilt es, rechtzeitig den Arzt aufzusuchen.

Der Ablauf der Thrombose-Diagnostik folgt in der Regel einem klaren Schema, um die Erkrankung möglichst sicher zu erkennen oder auszuschließen.

So kann die Diagnostik ablaufen:(5)(6)

  • Anamnese: Zuerst fragt das Ärzteteam nach den Beschwerden, dem zeitlichen Verlauf und möglichen Vorerkrankungen oder anderen Risikofaktoren.
  • Körperliche Untersuchung: Es folgt eine genaue Untersuchung der betroffenen Stelle. Eine oberflächliche Venenthrombose ist in der Regel auf den ersten Blick zu erkennen (OVT). Bei Verdacht auf eine tiefe Beinvenenthrombose (TBVT) können bestimmte Thrombosedruckpunkte Aufschluss geben.
  • Wells-Score: Mittels eines Thrombose-Fragebogens kann das Ärzteteam darüber hinaus die Wahrscheinlichkeit für eine TVBT ermitteln.
  • Blutuntersuchung: Erhärtet sich der Verdacht einer Thrombose, werden im Labor die sogenannten D-Dimere bestimmt. Das sind Biomarker, die sich im Blut zeigen, wenn irgendwo in den Blutgefäßen eine Gerinnung stattgefunden hat. Außerdem werden die Entzündungswerte ermittelt, auch um andere Erkrankungen auszuschließen.
  • Ultraschall: Spezielle Ultraschalluntersuchungen wie die Kompressionssonographie oder die Duplex-Sonographie gehören zum Standardverfahren, um eine Thrombose nachzuweisen.
  • Computertomographie: Dieses bildgebende Verfahren wird erwogen, wenn das Ärzteteam die exakte Ausdehnung der Thrombose beispielsweise in der Beckenvene bestimmen möchte.
  • Magnetresonanztomographie (MRT): Auch das MRT zeigt die genaue Lage und Ausbreitung der Thrombose. Es wird vor allem vorbereitend vor einem Eingriff eingesetzt.

Erst wenn die Diagnose feststeht, kann die geeignete Behandlung eingeleitet werden.

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Thrombose: Therapie

Egal ob ein arterieller Gefäßverschluss, eine oberflächliche Venenthrombose oder eine tiefe Venenthrombose – jede Thrombose-Erkrankung erfordert eine schnelle medizinische Behandlung.

Betroffene sollten daher umgehend eine Arztpraxis aufsuchen. Dort kann eine sichere Diagnose gestellt und die Ursache für den Thrombus geklärt werden.

Anhand ihrer Befunde wird das behandelnde Ärzteteam gemeinsam mit dem Patienten je nach Art der Thrombose verschiedene Behandlungsmöglichkeiten besprechen:

  • Medikamentöse Therapie
  • Kompressionstherapie
  • Operation
  • Bewegung
Info
Folgen einer unbehandelten Thrombose

Wird eine Thrombose nicht behandelt, kann das ernst zu nehmende Folgen haben. Denn löst sich ein Teil des Thrombus und gelangt über die Blutbahn in Herz, Lunge oder Gehirn, kann dies lebensbedrohlich werden.

 

Medikamente bei Thrombose

Um den Thrombus zu verkleinern oder sogar aufzulösen, kann das Ärzteteam sogenannte Blutverdünner verabreichen. Dabei handelt es sich um Medikamente, die die Gerinnungsneigung des Blutes hemmen. Das geschieht zur akuten Behandlung meist mit einer Heparin-Spritze, auch Thrombose-Spritze genannt.(5)

Ist der Blutpfropf beseitigt, ist zunächst die Thrombose-Gefahr vorüber. Aber das Risiko eines neuen Blutgerinnsels besteht womöglich weiterhin. Deshalb müssen Patienten mit einem erhöhten Thrombose-Risiko weiterhin über Monate oder Jahre gerinnungshemmende Medikamente einnehmen.

Info
Was Sie bei der Einnahme von Blutverdünnern beachten sollten

Wenn Sie regelmäßig blutverdünnende Medikamente einnehmen, schränkt das Ihr Leben eigentlich in keiner Weise ein. Sie müssen aber immer bedenken, dass Ihr Blut weniger gut gerinnt. Sollten Sie sich also verletzen, so können Wunden heftiger und länger bluten. Auch blaue Flecken entstehen schneller. Außerdem sollten Sie vor Operationen rechtzeitig mit Ihrem Arzt absprechen, wann Sie die Medikamente absetzen sollten.

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Kompressionstherapie bei Thrombose

Mit der Kompressionstherapie wird ein gleichmäßiger Druck auf die Venen ausgeübt. Das verbessert den Rückfluss des Blutes zum Herzen. Auch Schmerzen und Schwellungen nehmen dank der Kompression ab.

In der Regel kommen dazu Kompressionsstrümpfe der Klasse II zum Einsatz. Sie brauchen allerdings nur tagsüber getragen werden, oft über einen Zeitraum von drei bis sechs Monaten.(5)

Bewegung bei Thrombose

Insbesondere bei der Thrombophlebitis ist Bewegung neben der Kompressionstherapie ein fester Bestandteil der Therapiemaßnahmen. Aber auch zur Behandlung eines postthrombotischen Syndroms ist Bewegungstherapie geeignet, um die Symptome zu reduzieren.(5)

Thrombose-Operation

Verkleinert sich der Thrombus trotz gerinnungshemmender Medikamente nicht und behindert weiterhin den Blutstrom, kann er mittels einer Operation beseitigt werden.

Verschiedene operative Eingriffe können hier möglich sein: So kann das Gefäß direkt operativ geöffnet werden oder der Thrombus wird mithilfe eines Katheters in der Blutbahn erfasst und entfernt.

Thromboseprophylaxe: Vorbeugende Maßnahmen

Eine Thromboseprophylaxe kommt nicht nur zum Einsatz, nachdem ein Patient bereits an einer Thrombose erkrankt ist. Sie kann schon früher eingesetzt werden – und zwar bei Menschen, die ein erhöhtes Thromboserisiko haben. Dazu gehören unter anderem Personen, die frisch operiert wurden oder aus anderen Gründen bettlägerig sind.

Zur Thromboseprophylaxe gehören sowohl medikamentöse als auch nicht-medikamentöse Vorbeugemaßnahmen wie bestimmte Bewegungsübungen und das Tragen von Kompressionsstrümpfen. Aber auch ein gesunder Lebensstil unterstützt die Venengesundheit.

Häufig gestellte Fragen

Was ist eine Thrombose?

Bei einer Thrombose bildet sich ein Blutgerinnsel (Thrombus) in einem Blutgefäß und behindert den Blutstrom. Grundsätzlich werden Thrombosen danach kategorisiert, ob sie in einer Vene oder Arterie vorkommt. Entsprechend unterscheiden Mediziner zwischen einer Venenthrombose und einer arteriellen Thrombose.

Wie entsteht eine Thrombose?

Eine Thrombose entsteht, wenn sich in einem Blutgefäß ein Blutgerinnsel (Thrombus) bildet, das den normalen Blutfluss behindert oder sogar stoppt.

Was ist ein Blutgerinnsel?

Der medizinische Begriff für ein Blutgerinnsel ist Thrombus. Das Wort Thrombus stammt aus dem Griechischen und heißt übersetzt Pfropf oder Klumpen. Ein Blutgerinnsel entsteht, wenn das Blut klumpt und einen Pfropf (Thrombus) bildet. Stört ein Blutgerinnsel in einer Vene oder Arterie den Blutstrom löst es eine Thrombose aus.

Wie wird eine Thrombose behandelt?

Ziel einer jeden Thrombose-Behandlung ist es, den Thrombus aufzulösen. Das kann auf drei verschiedene Arten erfolgen: Durch Medikamente, eine Kompressionstherapie oder durch eine Operation.

Thrombose – was darf man nicht?

Folgende Dinge sollten Sie beispielsweise mit Thrombose beachten: Medikamente nach Anweisung einnehmen, Kompressionsstrümpfe tragen, langes, ununterbrochenes Sitzen vermeiden, keine einschnürende Kleidung tragen, Alkohol, Kaffee und Rauchen meiden, keine Saunabesuche und ausreichend trinken.

Wie lange ist Thrombose gefährlich?

Eine Thrombose ist so lange gefährlich, wie sie unbehandelt bleibt. Daher gilt: Bei ersten Anzeichen, sollten Betroffene unbedingt einen Arzt aufsuchen. Wird eine Thrombose rechtzeitig diagnostiziert und behandelt, bleiben Komplikationen und Folgeschäden in der Regel aus. Gefährlich wird es, wenn die Thrombose unbehandelt bleibt.

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Erstelldatum: 8102.01.42|Zuletzt geändert: 6202.10.6
(1)
Berufsverband Deutscher Internistinnen und Internisten e.V. (2023): Thrombose (venöse): Was ist das?
www.internisten-im-netz.de/krankheiten/venenthrombose/was-ist-eine-venenthrombose.html (letzter Abruf am 17.12.2025)
(2)
Aktionsbündnis Thrombose (ohne Jahr): Thrombose – Die Risikofaktoren
www.risiko-thrombose.de/allgemeine-risikofaktoren.html (letzter Abruf am 17.12.2025)
(3)
Aktionsbündnis Thrombose (ohne Jahr): Testen Sie Ihr Thrombose-Risiko mit unserem Online-Risikocheck!
www.risiko-thrombose.de/online-risikocheck.html (letzter Abruf am 17.12.2025)
(4)
Universitätsspital Zürich (2025): Thrombose
www.usz.ch/krankheit/thrombose/ (letzter Abruf am 17.12.2025)
(5)
Deutsche Gesellschaft für Angiologie – Gesellschaft für Gefäßmedizin (2023): Diagnostik und Therapie der Venenthrombose und Lungenembolie S2k-Leitlinie
https://register.awmf.org/assets/guidelines/065-002l_S2k_Venenthrombose-Lungenembolie_2023-09.pdf (letzter Abruf am 17.12.2025)
(6)
U. Boos (2023): Oberflächliche Venenthrombose (Thrombophlebitis)
https://deximed.de/home/klinische-themen/herz-gefaesse-kreislauf/patienteninformationen/gerinnungserkrankungen/venenthrombose-oberflaechliche-thrombophlebitis (letzter Abruf am 17.12.2025)
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