Wie sieht eine Armthrombose aus?
Eine Armthrombose zeigt sich oft durch eine deutliche Schwellung des betroffenen Arms sowie Schmerzen und ein Spannungsgefühl.
In ausgeprägten Fällen schwillt der ganze Arm an, und alltägliche Bewegungen werden erschwert.(1)
Da ähnliche Beschwerden auch bei Entzündungen, Blutergüssen oder Verletzungen auftreten können, ist zur sicheren Diagnose immer ein Ultraschall (Doppler-Untersuchung) beim Arzt notwendig.
Thrombose im Arm: Schmerzen
Die Schmerzen bei einer Armthrombose können sehr unterschiedlich sein: dumpf, stechend oder ziehend. Viele Betroffene berichten über Druck-, Spannungs- oder Bewegungsschmerzen.(1)
Sie treten meist entlang der betroffenen Vene auf und verstärken sich, wenn der Arm bewegt oder belastet wird. In Ruhe lassen sie häufig nach, verschwinden aber nicht vollständig.
Begleitend kann der betroffene Arm sich warm anfühlen und sehr empfindlich sein – besonders an der Innenseite des Oberarms.
Bei älteren oder pflegebedürftigen Menschen kann das Schmerzempfinden abgeschwächt sein. Deshalb ist hier die tägliche Beobachtung von Pflegepersonen besonders wichtig.
Anfangsstadium einer Thrombose im Arm
Im frühen Stadium sind die Anzeichen oft sehr dezent – und genau deshalb leicht zu übersehen.
Erste Hinweise können sein:(2)
- Ein leichtes Spannungsgefühl im Ober- oder Unterarm
- Dumpfe, ziehende oder ungewohnte Schmerzen
- Eine leichte Schwellung
- Minimale Farbveränderungen der Haut
Auf Bildern sind diese frühen Veränderungen meist nur schwach erkennbar. Für pflegende Angehörige gilt daher: Wenn sich der Arm „anders anfühlt“ oder sich untypische Beschwerden zeigen, sollte frühzeitig ärztlicher Rat eingeholt werden.
Thrombose in der Achselhöhle
Eine Thrombose in der Achselhöhle betrifft eine große Vene, die das Blut aus dem Arm zurück zum Herzen transportiert.
Mögliche Anzeichen sind:
- Deutliche Schwellung im oberen Arm- und Schulterbereich
- Ziehende Schmerzen in der Achsel
- Sichtbar hervortretende Venen
- Spannungsgefühl
- Taubheitsgefühl
Diese Form der Thrombose gilt als besonders ernst, da sich das Gerinnsel lösen und eine Lungenembolie verursachen kann. Eine schnelle medizinische Abklärung ist daher unbedingt notwendig.
Thrombose in der Ellenbeuge
In der Ellenbeuge verlaufen sowohl oberflächliche als auch tiefere Venen, die empfindlich auf Belastung oder Reizung reagieren.
Nach Blutabnahmen, Venenpunktionen oder Verletzungen kann es in seltenen Fällen zu einer Thrombose kommen.
Mögliche Symptome sind:
- Eine begrenzte Schwellung
- Verhärtete, knotige oder deutlich tastbare Venenstränge
- Schmerzen beim Beugen oder Strecken des Arms
- Rötliche oder bläuliche Hautverfärbungen
Diese Beschwerden ähneln oft einer Venenentzündung. Nur eine Ultraschalluntersuchung kann sicheren Aufschluss geben.
Thrombose im Arm nach Blutabnahme?
Nach einer Blutabnahme entstehen häufig kleine Hämatome oder leichte Verhärtungen – das ist meist unbedenklich.
In seltenen Fällen kann sich jedoch an der Einstichstelle eine oberflächliche Venenentzündung mit Thrombosebildung entwickeln.(3)
Mögliche Warnzeichen sind:
- Zunehmende Schwellung
- Gerötete, warme oder berührungsempfindliche Haut
- Stärker werdende Schmerzen – vor allem einige Tage nach der Blutabnahme
Wenn diese Beschwerden nicht abklingen oder sich ausbreiten, sollten Sie zeitnah eine Ärztin oder ein Arzt aufsuchen. Ein Ultraschall hilft, eine tieferliegende Thrombose auszuschließen.(4)
Häufig gestellte Fragen
Welche Symptome treten bei einer Armthrombose auf?
Häufige Anzeichen sind: Schwellung des Arms oder einzelner Armabschnitte, rötliche, bläuliche oder glänzende Haut, Spannungsgefühl oder Druckschmerzen, sichtbar hervortretende Venen und Wärmegefühl oder erhöhte Empfindlichkeit der Haut.
Wo im Arm kann eine Thrombose auftreten?
Eine Thrombose kann in verschiedenen Bereichen auftreten: Im Oberarm oder Unterarm, in der Ellenbeuge oder in der Achselhöhle.
Können Armthrombosen ohne Symptome auftreten?
Ja, bei manchen Betroffenen sind die Symptome sehr mild oder fehlen ganz. Deshalb ist bei auffälligen Veränderungen oder neuem Spannungsgefühl eine ärztliche Abklärung sinnvoll, besonders bei pflegebedürftigen Personen.
Wie unterscheidet sich eine Armthrombose von einer Prellung?
Die Symptome können ähnlich sein. Eine eindeutige Diagnose ist nur durch eine ärztliche Untersuchung, meist mit Ultraschall (Doppler), möglich.
Welche Schmerzen treten bei einer Armthrombose auf?
Die Schmerzen sind oft dumpf, ziehend oder stechend. Sie treten entlang der betroffenen Vene auf, verstärken sich bei Bewegung und können von einem Spannungs- oder Wärmegefühl begleitet sein.
Wie erkenne ich eine Thrombose im Arm nach einer Blutabnahme?
Nach Blutabnahmen kann es zu Hämatomen kommen. Zu einer Thrombose im Arm kommt es nur sehr selten. Warnsignale für eine Armthrombose sind eine zunehmende Schwellung, Rötung oder Wärme an der Einstichstelle und stärker werdende Schmerzen, die nicht abklingen.
Ist eine Armthrombose gefährlich?
Ja, besonders eine Thrombose in der Achselhöhle kann lebensgefährlich werden, wenn sich das Blutgerinnsel löst und eine Lungenembolie verursacht. Daher ist eine schnelle medizinische Abklärung notwendig.
Was sollte ich tun, wenn ich eine Thrombose im Arm vermute?
Suchen Sie umgehend ärztliche Hilfe auf. Eine Ultraschalluntersuchung kann die Diagnose bestätigen und die richtige Behandlung einleiten. Verzögerungen können das Risiko schwerer Komplikationen erhöhen.

