Schlaganfall: Symptome, Anzeichen & Vorboten

Schlaganfall / Apoplex Symptome und Anzeichen

Mancher Schlaganfall (Apoplex) kündigt sich langsam an, die meisten Schlaganfälle treten jedoch plötzlich auf. Bei einem Apoplex werden Hirnregionen aufgrund einer Mangeldurchblutung nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff versorgt. In der Folge sterben Hirnzellen ab. Nach einem Apoplex zählt daher jede Minute. Umso wichtiger ist es, die Symptome bei Schlaganfall als solche möglichst schnell wahrzunehmen und sofortige Hilfe zu alarmieren. Welche Schlaganfall-Vorboten gibt es? Was sind typische Symptome und Anzeichen für einen Schlaganfall? Unterscheiden sich die Schlaganfall-Symptome zwischen Mann und Frau? Und wie sieht die Erste Hilfe bei einem Schlaganfall aus? In diesem Ratgeber beantwortet pflege.de genau diese Fragen und gibt Ihnen praktische Tipps an die Hand.

Inhaltsverzeichnis

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Vorboten / Vorzeichen für einen Schlaganfall

Für die meisten Menschen kommt ein Schlaganfall völlig unerwartet. Was viele jedoch nicht wissen – es gibt bestimmte Vorzeichen, die bereits im Voraus auf einen Schlaganfall hindeuten können.
Wenn bei Ihnen oder einem Menschen aus Ihrem Umfeld ein erhöhtes Schlaganfall-Risiko bekannt ist, sollten Sie diese Warnzeichen kennen. Je früher die Vorboten eines Schlaganfalls bemerkt werden, desto schneller und effektiver kann ein Schlaganfall vorgebeugt werden.

Folgende Warnzeichen können Vorboten für einen schweren Schlaganfall sein:

  • Plötzlich verändertes Sehvermögen: Plötzliche Sehstörungen, Doppelbilder, kurzzeitige Erblindung
  • Plötzlich veränderte Motorik: Halbseitige Lähmungserscheinungen, Kribbeln oder Taubheitsgefühle (meist an Händen, Beinen, Armen oder einer Gesichtshälfte), Schwindel, Gleichgewichtsstörungen, Gangunsicherheit
  • Plötzlich verändertes Sprachvermögen: Sprechstörungen wie etwa Wortfindungs-Störungen, verwaschene Sprache

Wenn diese Warnzeichen innerhalb von 24 Stunden wieder verschwinden, kann es sich um einen leichten Schlaganfall handeln. Mediziner sprechen in diesem Fall von einer vorübergehenden (transitorischen) ischämischen Attacke (kurz: TIA).(1)

Info
Anzeichen / Symptome eines leichten Schlaganfalls entsprechen den klassischen Schlaganfall-Symptomen

Die Symptome eines leichten Schlaganfalls gleichen den Symptomen eines schweren beziehungsweise großen Schlaganfalls. Der einzige Unterschied liegt in der Dauer der Beschwerden: die Vorboten äußern sich meist nur wenige Minuten (jedoch maximal 24 Stunden), während die Symptome bei einem großen Schlaganfall über dieses maximale Zeitfenster hinaus andauern.

Leichter / kleiner Schlaganfall als Vorbote für großen Schlaganfall

Ein leichter Schlaganfall wird durch eine Durchblutungsstörung ausgelöst. Hierbei ist allerdings nur ein kleines Gebiet im Gehirn betroffen und in den meisten Fällen stirbt auch kein Gehirngewebe ab. Wissenschaftler vermuten, dass eine leichte TIA sogar eine Art „Schutz“ gegen einen schweren Schlaganfall gewährt. Den bisherigen Forschungen zufolge könnte eine TIA das Hirngewebe dazu bringen, sich auf einen schweren Schlaganfall einzustellen.

Jeder vorübergehende Mini-Schlaganfall kann somit Vorbote eines großen beziehungsweise schweren Schlaganfalls sein. Achten Sie besonders auf leichte Einschränkungen wie zum Beispiel Sehstörungen oder ein kurzes Kribbeln in Arm oder Bein.

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In jedem Fall sollten Sie bei den oben genannten Warnzeichen schnellstmöglich einen Arzt verständigen.(2)

Info
Nach einem leichten Schlaganfall können bestimmte Medikamente das Risiko eines schweren Schlaganfalls senken

Die ärztliche Abklärung der Beschwerden ist aus zwei Gründen besonders wichtig:

  1. Damit die TIA-Diagnose gesichert werden kann. In den meisten Fällen des TIA-Schlaganfalls ist ein kurzer Klinikaufenthalt nötig. 
  2. Damit eine medikamentöse Behandlung eingeleitet werden kann. Oft folgt nach einem TIA-Schlaganfall eine lebenslange Einnahme von Blutverdünnern, um das Risiko eines schweren Schlaganfalls zu senken.

Anzeichen für einen Schlaganfall

Wie merkt man einen Schlaganfall? Nicht jeder Schlaganfall zeigt die gleichen Symptome. Manchmal gibt es erste Anzeichen für einen Schlaganfall wie ein zartes Kribbeln im kleinen Finger, manchmal tritt vom einen auf den anderen Moment eine Sprachstörung oder halbseitige Lähmung auf, die sowohl dem Betroffenen als auch seiner Umgebung sofort auffällt. Wichtig ist in allen Fällen ein sofortiges und schnelles Handeln!

Info
Nur kurzzeitige Symptome bei stillen / stummen oder unbemerkten Schlaganfällen

Manchmal äußert sich ein Schlaganfall nur durch eine kurzzeitige taube Lippe. In diesem Fall spricht man vom sogenannten stillen oder unbemerkten Schlaganfall. Er kann eine Vorstufe von schweren Schlaganfällen sein. Daher ist auch hier schnelles Handeln gefragt.

Hörsturz / Tinnitus: Anzeichen für Schlaganfall?

Die Ergebnisse einer großen kanadischen Vergleichsstudie aus 2020 deuten darauf hin, dass ein plötzlicher Hörverlust, gerade bei Männern ab einem Alter von 50 Jahren, als möglicher Risikofaktor für einen Schlaganfall eingestuft werden kann.(3) Bei einem Hörsturz (auch Ohrinfarkt) treten meist plötzliche Hörprobleme auf einem Ohr auf oder es tritt ein vollständiger Hörverlust ein. Begleitend dazu können auch pfeifende Ohrgeräusche (Tinnitus) einsetzen.

Schlaganfall-Symptome beim Mann, bei der Frau und bei Kindern

Die Symptome eines Schlaganfalls hängen zunächst von dem Ort des Schlaganfalls im Gehirn ab. Was aber sind die typischen Symptome eines Schlaganfalls? Welche Anzeichen treten am häufigsten auf und sind damit spezifisch für einen Schlaganfall? Welche Unterschiede bestehen zwischen den Apoplex-Symptomen bei Frauen und Männern?

Spezifische Symptome eines Schlaganfalls betreffen unter anderem die Sprache, das Bewusstsein, die Motorik sowie das Sehvermögen der betroffenen Person.

Nachfolgend gibt Ihnen pflege.de eine Übersicht über die spezifischen Symptome eines Schlaganfalls, die plötzlich auftreten können:

Schlaganfall-Symptome Beispiele
Sehstörungen Flimmern vor den Augen (Augenflimmern), doppelt sehen (Doppelbilder) oder Erblindung auf einem Auge
Sprachstörungen Abgehackte oder verwaschene Sprechweise, Wortfindungs-Störungen, Wortverwechslungen, kompletter Sprachverlust
Schluckstörungen (Dysphagie) Schwierigkeiten beim Schlucken / Schluckbeschwerden
Bewusstseinsstörungen Fehlende Orientierung bis hin zu tagelanger Bewusstlosigkeit
Halbseitige Lähmungserscheinungen (Hemiparese) Im Gesicht: Hängender Mundwinkel oder hängendes Augenlid, ungleichmäßige Gesichtszüge beim Sprechen

Gliedmaßen: Aussetzende Handkraft (Gegenstände fallen aus der Hand), ein Arm oder eine Hand hängt schlaff herab, aussetzende Beinkraft (plötzliches Stürzen)

Kribbeln / Taubheitsgefühle Taubes Gefühl oder Kribbeln in einer Gesichtshälfte, einem Arm, Bein oder einer ganzen Körperhälfte
Schwindel / Gleichgewichtsstörungen Heftiger Schwindel (oft Drehschwindel oder Schwankschwindel), Gehschwierigkeiten wie Schwanken
Schmerzen im Kopf (seltener) Heftiger, stechender Kopfschmerz
Info
Zwei Arten von Schlaganfall-Schwindel: Drehschwindel und Schwankschwindel

Plötzlich auftretender Schwindel bei einem Schlaganfall tritt in der Regel heftig und kombiniert mit einer Gangunsicherheit auf. Betroffene berichten hierbei meist von einem Drehschwindel oder einem Schwankschwindel. Drehschwindel gleicht dem Schwindelgefühl bei einer Karussellfahrt – die betroffene Person wird gangunsicher. Schwankschwindel ähnelt dem Schwindelgefühl auf einer Schifffahrt bei hohem Wellengang – die betroffene Person verliert das Gleichgewicht und kommt ins Schwanken.(1)

Spezielle Schlaganfall-Symptome / Anzeichen bei der Frau?

Nach bisheriger Studienlage bestätigt sich kein Unterschied zwischen den Schlaganfall-Symptomen bei Mann und Frau.

Wobei das Geschlecht hingegen relevant zu sein scheint, ist das Schlaganfall-Risiko: Studien zeigen, dass Frauen im Vergleich zu Männern häufiger einen Schlaganfall erleiden. Dies hängt mit speziellen Risikofaktoren zusammen, denen in der Regel nur Frauen ausgesetzt sind. Darunter fallen unter anderem eine Schwangerschaft oder hormonelle Verhütungsmethoden wie etwa die Anti-Baby-Pille, die die Entstehung von Blutgerinnseln begünstigen können.(4)

Schlaganfall: Symptome bei Kindern

Ein Schlaganfall gehört nicht nur zu den typischen Krankheiten im Alter, sondern kann auch Kinder treffen, wenngleich ihre Risikofaktoren andere sind als bei Erwachsenen.

Jährlich erleiden rund 300 bis 500 Kinder einen Schlaganfall. Im Alltagsleben ist es daher wichtig, noch vermehrt das Bewusstsein dafür zu stärken, dass auch Kinder einen Schlaganfall erleiden können und somit bei auffälligen Symptomen unabhängig von Alter und Geschlecht stets schnell gehandelt werden sollte.(5)

Wichtiger Hinweis
Schlaganfall in Betracht ziehen – schnell handeln!

Wenn Sie bei sich oder bei einer anderen Person mögliche Symptome eines Schlaganfalls bemerken, sollten Sie unmittelbar handeln. Rufen Sie sofort den ärztlichen Notdienst, der europaweit unter der 112 erreichbar ist.

 

Schnelles Handeln mildert Langzeitfolgen nach einem Schlaganfall – „Time is brain“

Um die Ursachen eines Schlaganfalls schnellstmöglich zu untersuchen und am besten direkt mit der Behandlung zu starten, ist eine schnelle Hilfe beim Schlaganfall so wichtig.

Je mehr Zeit nach dem akuten Schlaganfall verstreicht, umso schwerwiegender können die Folgen sein, da Hirnzellen bei fehlender Sauerstoffversorgung innerhalb weniger Minuten absterben. Daher auch der bekannte Grundsatz „Time is brain“, was übersetzt „Zeit ist Hirn“ bedeutet.

Nur selten treten alle Symptome auf einmal auf. Plötzliche Symptome wie Seh- und Sprachstörungen, heftiger Schwindel, Kribbeln in Armen und Beinen, taube Finger oder Lippen, Schluckbeschwerden und Gesichtslähmungen weisen auf einen Schlaganfall hin. Aus diesem Grund sollten Sie auch bei unauffälligeren Symptomen lieber einmal mehr auf Nummer sicher gehen und einen Notarzt rufen.

Schlaganfall-Symptome: Test

Nur ein Arzt kann die Diagnose Apoplex sicher bestätigen oder ausschließen. Hierzu kommen verschiedene Schlaganfall-Tests zum Einsatz. Eine einfache Test-Methode, mit der Sie einen Schlaganfall schnell erkennen können, ist der sogenannte FAST-Test. Die Buchstaben FAST stehen für:

  • Face (Gesicht)
  • Arms (Arme)
  • Speech (Sprache)
  • Time (Zeit)

Zu jedem dieser Bereiche hält der FAST-Test eine kurze Übung bereit.

Experten-Info

„Stroke Units“ sind spezielle Schlaganfall-Abteilungen im Krankenhaus
In vielen Kliniken gibt es spezielle Abteilungen für Schlaganfall-Patienten, sogenannte „Stroke Units“, die auf die multidisziplinäre Behandlung von Schlaganfällen spezialisiert sind.

Dr. med. Christian  Saß
Facharzt für Neurologie

Erste Hilfe nach einem Schlaganfall

Was soll man tun, wenn man bei sich oder bei einer anderen Person typische Symptome eines Schlaganfalls erkennt? Welche Schlaganfall-Hilfe ist wichtig und welche Maßnahmen müssen sofort getroffen werden?

Erste-Hilfe-Maßnahmen eines Schlaganfalls bei anderen

Wenn Sie den Verdacht haben, dass eine Person in Ihrer Nähe einen Schlaganfall erlitten hat, sollten Sie folgende Maßnahmen ergreifen:

Erste-Hilfe-Checkliste: Schlaganfall bei anderen
  • Verständigen Sie sofort den Rettungsdienst und gewinnen Sie damit Zeit. Sagen Sie ausdrücklich, dass Sie einen Schlaganfall befürchten.
  • Kontrollieren Sie die Atmung der Person. Hat sie ausgesetzt, beginnen Sie sofort mit Wiederbelebungsmaßnahmen.
  • Bleiben Sie beim Betroffenen und lassen Sie ihn nicht allein. Sprechen Sie mit ihm und beruhigen Sie ihn.
  • Setzen Sie den Betroffenen hin. Wenn möglich, lagern Sie den Oberkörper etwa 30 Grad hoch.
  • Geben Sie dem Betroffenen nichts zu essen oder zu trinken. Es kann eine Schluckstörung vorliegen, außerdem sollte die betroffene Person für die Behandlung im Krankenhaus nüchtern bleiben.
  • Lockern Sie beengende Bekleidung der Personen und entfernen Sie gegebenenfalls Zahnprothesen.
  • Legen Sie den Betroffenen in die stabile Seitenlage, wenn er bewusstlos ist oder erbricht.
  • Überprüfen Sie regelmäßig Atmung und Puls der betroffenen Person.
Experten-Tipp

Wenn der Notarzt eintrifft, sind für ihn drei Dinge besonders wichtig. Diese sollten Sie ihm genaustens schildern: 

1. Die genauen Symptome.

2. Die Uhrzeit, zu der die Symptome erstmals auftraten – oder die Zeit, zu der der Patient das letzte Mal gesund gesehen wurde. 

3. Werden Blutverdünner eingenommen?

Diese Informationen sind relevant für die Auswahl der richtigen Therapie nach einem Schlaganfall.

Dr. med. Christian  Saß
Facharzt für Neurologie

Erste-Hilfe-Maßnahmen eines Schlaganfalls bei sich selbst

Sofern Sie selbst einen Schlaganfall erlitten haben und Maßnahmen in die Wege leiten können, sollten Sie Folgendes tun:

Erste-Hilfe-Checkliste: Schlaganfall bei einem selbst
  • Verständigen Sie sofort den Rettungsdienst. Äußern Sie ausdrücklich Ihre Vermutung, dass Sie einen Schlaganfall erlitten haben.
  • Fahren Sie auf keinen Fall mehr selbst zum Arzt, wenn Sie befürchten, einen Schlaganfall erlitten zu haben.
  • Setzen Sie sich auf den Boden und lassen Sie Ihren Oberkörper aufgerichtet.
  • Verschweigen Sie keine Symptome, auch wenn sie nach kurzer Zeit wieder verschwinden. Informieren Sie sofort Ihre Familie oder einen Nachbarn, wenn Sie plötzliche einsetzende Beschwerden verspüren, die auf einen Schlaganfall hindeuten.
  • Essen und trinken Sie nichts mehr. Mit einem Schlaganfall gehen häufig Schluckstörungen (Dysphagien) einher.
Tipp
Vorbereitet sein bei Schlaganfall

Wenn Sie wissen, dass Sie ein erhöhtes Schlaganfall-Risiko haben, sollten Sie immer einen aktuellen Medikamentenplan, die Adresse Ihres Arztes und eine kurze Auflistung Ihrer Vorerkrankungen bereitliegen haben. All das kann dann dem Notarzt mitgegeben werden.

Eine solche Liste können Sie auch erarbeiten, wenn Sie einfach auf Nummer sicher gehen wollen. Mit dem Alter steigt das Risiko, einen Schlaganfall zu erleiden. Frühzeitige Vorsorge kann im Notfall Leben retten. 

Herzinfarkt & Schlaganfall: Unterschied

Schlaganfall oder Herzinfarkt? Es gibt Unterschiede zwischen beiden Erkrankungen, die Sie kennen sollten. Der Unterschied zwischen einem Herzinfarkt und Schlaganfall liegt unter anderem in der Schmerzsymptomatik.

Andere Symptome bei Herzinfarkt als bei Schlaganfall

Zu den klassischen Symptomen eines Herzinfarktes im Vergleich zu einem Schlaganfall zählen:

  • Plötzlicher, heftiger Schmerz in der Brust, der bis in Schulter, Hals, Unterkiefer, Arme, Rücken und/oder Oberbauch ausstrahlt
  • Unruhe, Angst
  • Blasse, schweißnasse Haut
  • Kalte Hände
  • Niedriger Blutdruck

Darüber hinaus äußern sich Herzinfarkt-Symptome bei bestimmten Personengruppen nochmals anders. Bei Frauen, älteren Menschen und Menschen mit Diabetes kommt es beispielsweise weniger zu dem typischen Schmerz in der Brust, sondern eher zu einem Druckgefühl in Brust und Bauch. Weitere Symptome bei dieser Personengruppe sind häufig:

  • Übelkeit und Erbrechen
  • Kurzatmigkeit
  • Schmerzen in Kiefer, Nacken, Rücken oder Armen
  • Schmerzen im Oberbauch

All diese Symptome treten bei einem Herzinfarkt plötzlich und heftig auf.

Info
Schmerzen im Arm / Taubheitsgefühle bei Schlaganfall und Herzinfarkt?

Heftige, ziehende Schmerzen im rechten Arm deuten eher auf einen Herzinfarkt hin. Beim Schlaganfall kann es hingegen eher zu unangenehmen Taubheitsgefühlen oder Kribbeln auf einer bestimmten Armseite kommen. Auch ein gelähmter Arm zählt zu den spezifischen Symptomen eines Schlaganfalls.

Häufig gestellte Fragen

Was sind die Vorboten für einen Schlaganfall?

Folgende Warnzeichen können Vorboten für einen schweren Schlaganfall sein:

  • Plötzlich verändertes Sehvermögen: Plötzliche Sehstörungen, Doppelbilder, kurzzeitige Erblindung
  • Plötzlich veränderte Motorik: Halbseitige Lähmungserscheinungen, Kribbeln oder Taubheitsgefühle (meist an Händen, Beinen, Armen oder einer Gesichtshälfte), Schwindel, Gleichgewichtsstörungen, Gangunsicherheit
  • Plötzlich verändertes Sprachvermögen: Sprechstörungen wie etwa Wortfindungs-Störungen, verwaschene Sprache

Welche ersten Anzeichen warnen vor einem Schlaganfall?

Nicht jeder Schlaganfall zeigt dieselben Symptome. Manchmal gibt es erste Anzeichen für einen Schlaganfall wie ein zartes Kribbeln im kleinen Finger, manchmal tritt eine plötzliche Sprachstörung oder halbseitige Lähmung auf, die sowohl dem Betroffenen als auch seiner Umgebung unmittelbar auffällt.

Wie fühlt sich ein Schlaganfall an?

Wie genau sich ein Schlaganfall anfühlt, lässt sich nicht genau beschreiben, da jeder Schlaganfall verschiedene Symptome hervorrufen kann. Auch je nach Schweregrad und Hirnschaden, können die Symptome von jedem Betroffenen anders empfunden werden. Obwohl es für den Schlaganfall häufig „leise Vorboten“ gibt, kommt ein Schlaganfall für die meisten Menschen ganz plötzlich beziehungsweise „schlagartig“.

Wie merkt man einen Schlaganfall?

Oft kommt es zu Beginn eines Schlaganfalls zu neuronalen Ausfällen. Dabei können  Symptome folgen, die auf diese Funktionsausfälle in bestimmten Hirnbereichen hinweisen. In den meisten Fällen ist hierbei das Sprachzentrum betroffen. In diesem Ratgeber können Sie die typischen Schlaganfall-Symptome nachlesen.

Wie macht sich ein Schlaganfall im Auge bemerkbar?

Plötzliche Sehstörungen gehören zu den Symptomen eines Schlaganfalls. Hierzu zählen beispielsweise Augenflimmern, Doppelbilder oder die Erblindung auf einem Auge.

Wie erkennt man einen Schlaganfall bei Frauen?

Nach bisheriger Studienlage bestätigt sich kein Unterschied zwischen den Schlaganfall-Symptomen bei Mann und Frau. Es gibt aber spezifische Schlaganfall-Symptome. Spezifische Symptome bei Frau sowie Mann betreffen unter anderem die Sprache, das Bewusstsein, die Motorik sowie das Sehvermögen der betroffenen Person. In diesem Ratgeber klärt pflege.de im Einzelnen dazu auf.

Woran erkennt man einen stillen / versteckten Schlaganfall?

Ein stiller, unbemerkter Schlaganfall kann im Nachgang mithilfe bildgebender Verfahren wie beispielsweise einem CT oder MRT festgestellt werden. Hierüber lassen sich deutliche Zeichen eines Infarktes oder einer Blutung im Gehirn auch noch lange Zeit nach dem Schlaganfall finden.

Was tun bei einem Schlaganfall?

Wenn Sie den Verdacht haben, dass Sie selbst oder eine Person in Ihrer Nähe einen Schlaganfall erleidet, sollten Sie sofortige Maßnahmen ergreifen. Rufen Sie den Notarzt lieber einmal zu viel als zu wenig, denn als Faustregel bei einem Schlaganfall gilt: Je früher gehandelt wird, desto mehr Gehirnzellen können „gerettet“ werden. In diesem Ratgeber können Sie die Erste-Hilfe-Maßnahmen bei einem Schlaganfall nachlesen.

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Erstelldatum: 7102.90.41|Zuletzt geändert: 2202.50.61
(1)
Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe: Schlaganfall-Symptome erkennen (ohne Jahr)
www.schlaganfall-hilfe.de/de/verstehen-vermeiden/schlaganfall-erkennen/symptome (letzter Abruf am 04.11.2021)
(2)
Universitätsklinikum Freiburg: Vorbote eines Schlaganfalls (2019)
www.uniklinik-freiburg.de/presse/publikationen/im-fokus/2019/neurologie-vorbote-eines-schlaganfalls.html (letzter Abruf am 04.11.2021)
(3)
Lammers, Young, Westerberg & Lea: (Hinweis: Englische Studie) Risk of Stroke and Myocardial Infarction After Sudden Sensorineural Hearing Loss: A Meta-Analysis (2020)
https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/33156954/ (letzter Abruf am 18.11.2021)
(4)
Deutsche Schlaganfall-Gesellschaft: Internationaler Frauentag: Experten machen auf erhöhtes „weibliches“ Schlaganfall-Risiko aufmerksam (2018)
www.dsg-info.de/presse/pressemeldungen/486-internationaler-frauentag-experten-machen-auf-erhoehtes-weibliches-schlaganfall-risiko-aufmerksam.html (letzter Abruf am 04.11.2021)
(5)
Ärzteblatt: Schlaganfälle bei Kindern werden zu spät erkannt und behandelt (2019)
www.aerzteblatt.de/nachrichten/106516/Schlaganfaelle-bei-Kindern-werden-zu-spaet-erkannt-und-behandelt (letzter Abruf am 23.07.2021)
(6)
Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe: Der FAST-Test (ohne Jahr)
www.schlaganfall-hilfe.de/de/verstehen-vermeiden/schlaganfall-erkennen/fast-test (letzter Abruf am 23.07.2021)
(7)
Bildquelle
© zinkevych / Fotolia.com
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