Was ist ambulante Pflege?
Ambulante Pflege ist die professionelle Pflege von hilfsbedürftigen Menschen in ihrem eigenen Zuhause. Dazu gehören neben der pflegerischen Versorgung auch Betreuung, Beratung und hauswirtschaftliche Unterstützung.
In der Regel übernehmen diese Aufgaben die sogenannten ambulanten Pflegedienste. (1) Es ist aber auch möglich, eine einzelne Fachkraft zu beauftragen. Dafür muss die Person ebenfalls eine Kassenzulassung haben. (2)
Was ist ein ambulanter Pflegedienst?
Ein ambulanter Pflegedienst ist ein Unternehmen, das die ambulante Pflege für eine Vielzahl von Personen organisiert und durchführt. So wird eine dauerhafte Versorgung gewährleistet, auch wenn einzelne Pflegekräfte mal verhindert sind. (3)
Die Mitarbeiter von ambulanten Pflegediensten fahren nacheinander zu den verschiedenen pflegebedürftigen Personen und kümmern sich dort um die vorab vereinbarten Aufgaben. Außerdem gibt es eine Rufbereitschaft für akute pflegerische Notfälle.
Neben ausgebildeten Pflegefachkräften können bei Pflegediensten auch Personen arbeiten, die nicht pflegen, sondern ausschließlich für Betreuung oder hauswirtschaftliche Versorgung zuständig sind. Durch diese Form der Arbeitsteilung können die Fachkräfte mehr Menschen versorgen.
Aufgaben und Leistungen der ambulanten Pflege
Ambulante Pflege soll Menschen so unterstützen, dass sie trotz ihrer Einschränkungen ein möglichst selbstbestimmtes Leben führen können. Deshalb gehört nicht nur die körperbezogene Pflege zum Aufgabengebiet, sondern zum Beispiel auch die Unterstützung bei der Alltagsgestaltung.
Grundsätzlich sollte sich die Unterstützung durch die ambulante Pflege immer an der individuellen Situation orientieren. Heißt: Unterstützung nur da, wo sie sinnvoll ist. Und am besten so, dass vorhandene Fähigkeiten weiter gefördert und unterstützt werden, statt diese zu übergehen.
Zum Aufgabenbereich der ambulanten Pflege gehört: (1)
- Körperbezogene Pflege
- Pflegerische Betreuung
- Häusliche Krankenpflege
- Hauswirtschaftliche Versorgung
- Pflegefachliche Anleitung
Leider ist eine vollumfassende ambulante Versorgung für viele Betroffene zu teuer. Oder die Pflegedienste haben gar nicht genug Kapazitäten für eine weiterführende Betreuung. Dann beschränkt sich die ambulante Pflege leider oft auf die notwendigsten Bereiche.
Körperbezogene Pflege
Zur körperbezogenen Pflege gehört vor allem die Unterstützung bei der Körperpflege, der Nahrungsaufnahme und der Mobilisation. Oft wird hier auch von Grundpflege gesprochen, weil dieser Bereich besonders grundlegende Bedürfnisse des Menschen umfasst, wie Hygiene und Ernährung.
Zur körperbezogenen Pflege gehört:
- Körperpflege und Hautpflege
- Mund- und Zahnpflege
- Aus- und Ankleiden
- Mobilisation und Positionierung („Lagerung“)
- Hilfe bei der Nahrungsaufnahme
- Hilfe bei der Ausscheidung
- Vorbeugende Maßnahmen: Zum Beispiel zur Verhinderung von Druckgeschwüren, Gelenkversteifungen oder Lungenentzündungen
Pflegerische Betreuung
Zur pflegerischen Betreuung können die unterschiedlichsten Tätigkeiten gehören. Denn es geht darum, der pflegebedürftigen Person zu helfen, ihren Alltag möglichst selbständig zu bewältigen und aktiv zu gestalten. Und was das bedeutet, kann sich von Person zu Person komplett unterscheiden.
Zur pflegerischen Betreuung gehört insbesondere:
- Hilfe bei der Orientierung und der Strukturierung des Tages
- Unterstützung bei der Kommunikation und beim Erhalt sozialer Kontakte
- Bedürfnisgerechte Beschäftigung und kognitive Aktivierung (zum Beispiel bei Demenz)
- Beistand bei der Bewältigung psychosozialer Probleme und Gefährdungen
Häusliche Krankenpflege
Die häusliche Krankenpflege oder „Behandlungspflege“ umfasst im weitesten Sinne pflegerische Tätigkeiten, die im Zusammenhang mit einer ärztlichen Behandlung notwendig sind. Also zum Beispiel die Versorgung einer Wunde nach einer Operation.
Voraussetzungen: Die Pflegefachkraft muss für die jeweilige Tätigkeit entsprechend ausgebildet sein. Und vor allem muss die häusliche Krankenpflege ärztlich verordnet werden. Denn dann übernimmt die Krankenversicherung die Kosten dafür, nicht die Pflegeversicherung. (5)
Bei Personen mit einem Pflegegrad ist es oft so, dass die Pflegekraft bei einem Besuch sowohl Leistungen der Pflege- als auch der Krankenversicherung erbringt – je nachdem, was pflegerisch und medizinisch erforderlich ist. Bei der Abrechnung werden die Tätigkeiten dann wieder aufgeschlüsselt.
Zur häuslichen Krankenpflege gehören unter anderem:
- Wundversorgung und Verbandswechsel
- Versorgung von Kathetern oder Stoma
- Medikamentengabe und Injektionen (Verabreichen von Spritzen oder Infusionen)
- An- und Ausziehen von Kompressionsstrümpfen
- Dekubitus-Behandlung
- Messung von Blutzucker und Blutdruck
Hauswirtschaftliche Versorgung
Zur hauswirtschaftlichen Versorgung gehört alles, was zur Haushaltsführung gehört: Einkaufen, Kochen, Putzen, Wäsche machen und so weiter. Theoretisch kann ein ambulanter Pflegedienst auch diese Aufgaben übernehmen.
In vielen Fällen ist es aber besser, bei diesen Themen andere Hilfen in Anspruch zu nehmen. Etwa bei Haushaltshilfen, Einkaufshelfern, Mahlzeitenservices oder anderen Dienstleistungen für Senioren und Menschen mit Pflegebedard. Diese spezialisierten Angebote sind meistens preiswerter.
Pflegefachliche Anleitung
Zur ambulanten Pflege gehört auch die Wissensvermittlung zur praktischen Pflege, damit pflegebedürftige und pflegende Personen besser mit der Pflegesituation umgehen können. Der Vorteil: Tipps von beteiligten Pflegekräften beziehen sich direkt auf den individuellen Pflegealltag der Person.
Typische Themen bei der pflegefachlichen Anleitung:
- Rückenschonendes Heben und Umpositionieren
- Einhaltung von Hygienestandards (Infektionsschutz)
- Effektive Unterstützung bei der Mobilisierung
- Beratung zu Hilfsmitteln
Kosten für die ambulante Pflege
Was kostet ein ambulanter Pflegedienst? Diese häufig gestellte Frage lässt sich nicht pauschal beantworten. Denn Pflegedienste rechnen nach Art und Dauer verschiedener Tätigkeiten ab – und das unterscheidet sich je nach den individuellen Einschränkungen der Person stark.
Die Stundensätze für die Vergütung der Pflegedienste legen die Anbieter gemeinsam mit den Pflegekassen und anderen Vertragspartnern fest. Diese Kosten müssen per Gesetz für alle Pflegebedürftigen gleich sein. Sie können deshalb keine Preisnachlässe bekommen. (6)
Klar ist aber: Sie beauftragen den Pflegedienst selbst und sollten dabei immer auf einen schriftlichen Pflegevertrag bestehen. Neben einem Kostenvoranschlag sollten darin unbedingt die jeweiligen Regelungen bei kurzfristigen Absagen und die Voraussetzungen für eine Kündigung enthalten sein.
Wichtigster Kostenfaktor: Wie oft kommt der Pflegedienst?
Wie oft ein häuslicher Pflegedienst kommt, hängt nicht etwa vom Pflegegrad, sondern vom Umfang und der Art der benötigten Unterstützung ab. Bei manchen Personen muss der Pflegedienst zwei- bis dreimal täglich kommen. In anderen Fällen reicht ein Besuch zwei- bis dreimal wöchentlich.
Häufig ist die Pflege zuhause ein Zusammenspiel von ambulanter Pflege und pflegenden Angehörigen. In diesem Fall sollten Sie gemeinsam mit dem Pflegedienst die Versorgung planen und die Aufgaben verteilen. Dann zeigt sich schnell, wofür und wie oft der ambulante Dienst kommen muss.
Investitionskosten beim Pflegedienst
Die sogenannten Investitionskosten sind Kosten für notwendige Anschaffungen und Instandhaltungen, etwa für die Autos und Computer des Pflegedienstes. Die Pflegeversicherung bezahlt dafür nicht. Deshalb muss dafür meistens die pflegebedürftige Person aufkommen.
Die Investitionskosten für die Pflegeinfrastruktur können eigentlich auch von den Bundesländern oder Kommunen übernommen werden. Aber sie sind dazu nicht verpflichtet und sparen deshalb meistens an dieser Stelle. Dann können Pflegedienste diese Kosten den Betroffenen in Rechnung stellen.
Finanzierung der ambulanten Pflege
Die ambulante Pflege wird in erster Linie über die sogenannten Pflegesachleistungen von der Pflegeversicherung finanziert. Allerdings ist dieser monatliche Anspruch auf einen Höchstbetrag begrenzt, je nach Pflegegrad. Die tatsächlichen Kosten können diesen Höchstbetrag übersteigen.
Unter bestimmten Voraussetzungen können Sie auch den Entlastungsbetrag oder den gemeinsamen Jahresbetrag der Verhinderungspflege zur Finanzierung der ambulanten Pflege verwenden. Und wenn Sie teilweise medizinische Krankenpflege erhalten, zahlt dafür Ihre Krankenversicherung.
Bleibt am Ende trotzdem noch ein Restbetrag übrig, müssen Sie diesen als Eigenanteil selbst bezahlen.
Pflegesachleistungen
Pflegesachleistungen sind ausdrücklich für die Finanzierung der ambulanten Pflege vorgesehen. Sie stehen ab Pflegegrad 2 zur Verfügung und steigen mit höheren Pflegegraden an. Sie können damit alle pflegerischen Leistungen der ambulanten Pflege finanzieren, außer die häusliche Krankenpflege.
Pflegesachleistungen nach Pflegegrad:
- Pflegegrad 2: 796 Euro pro Monat
- Pflegegrad 3: 1.497 Euro pro Monat
- Pflegegrad 4: 1.859 Euro pro Monat
- Pflegegrad 5: 2.299 Euro pro Monat
Beachten Sie, dass Sie nur entweder Pflegegeld oder Sachleistungen oder eine anteilige Kombination aus beidem (Kombinationsleistung) bekommen können. Sie können also nicht die vollen Pflegesachleistungen und gleichzeitig das volle Pflegegeld erhalten.
Entlastungsbetrag
Der Entlastungsbetrag von monatlich 131 Euro steht ab Pflegegrad 1 zur Verfügung und ist für alle Pflegegrade gleich. Ungenutzte Ansprüche verfallen nicht sofort am Monatsende, sondern können später bis zu einer bestimmten Frist rückwirkend genutzt werden.
Sie können mit dem Entlastungsbetrag unter anderem die ambulante Pflege finanzieren. Allerdings nur Leistungen, die nicht zur Selbstversorgung gehören. Also zum Beispiel nicht für Hilfen bei: Körperpflege, An- und Auskleiden, Ernährung oder Ausscheidung.
Eine Ausnahme gilt bei Pflegegrad 1: Da Sie damit noch keinen Anspruch auf Pflegesachleistungen haben, können Sie den Entlastungsbetrag uneingeschränkt für alle Leistungen der ambulanten Pflege verwenden.
Verhinderungspflege
Mit der Verhinderungspflege kann eine vorübergehende Ersatzpflege finanziert werden, wenn eine Pflegeperson zeitweise nicht pflegen kann. Zum Beispiel wegen eines Urlaubs oder einer Erkrankung. Diese Ersatzpflege kann entweder eine Privatperson oder ein Pflegedienst übernehmen.
Finanziert wird das über den gemeinsamen Jahresbetrag für Kurzzeit- und Verhinderungspflege. Dieser beträgt aktuell 3.539 Euro pro Kalenderjahr. Wenn ein ambulanter Pflegedienst die Verhinderungspflege übernimmt, kann er die Pflegekosten über diesen Jahresbetrag abrechnen.
Häusliche Krankenpflege auf Rezept
Wenn zur Sicherstellung einer ärztlichen Behandlung häusliche Krankenpflege verordnet wird, kommt für diese Kosten die Krankenversicherung auf. Wichtig ist dafür, dass stets ein gültiges Rezept (ärztliche Verordnung) vorliegt. Sprechen Sie darüber rechtzeitig mit dem behandelnden Arzt.
Der Versicherte muss dann nur die gesetzliche Zuzahlung leisten. Die beträgt 10 Prozent der Kosten pro Kalendertag, allerdings für höchstens 28 Tage pro Kalenderjahr. Außerdem 10 Euro pro Verordnung (Rezept). Prüfen Sie gerne die Voraussetzungen für eine Zuzahlungsbefreiung.
Pflegedienst finden und beauftragen
Die meisten Pflegedienste haben wenig bis gar keine freien Kapazitäten. Es ist deshalb leider gar nicht so einfach, schnell einen passenden Pflegedienst in der Nähe zu finden. Manche Dienste führen sogar Wartelisten. Und selbst wenn Sie darauf stehen bleibt unklar, wann überhaupt Kapazitäten frei werden.
Im ersten Schritt sollten Sie sich deshalb einen Überblick über die vorhandenen Pflegedienste in Ihrer Nähe verschaffen. Dann können Sie diese einzeln kontaktieren und nach konkreten Angeboten fragen. Danach bleibt wahrscheinlich – wenn überhaupt – nur eine kleine Auswahl übrig.
Ambulante Pflegedienste in Ihrer Nähe finden Sie am besten:
- auf persönliche Anfrage bei Ihrer Pflegeversicherung,
- bei einem Pflegestützpunkt in Ihrer Nähe,
- über die AOK-Pflegeheimsuche,
- über den Pflegelotsen des VDEK
- oder über den PflegeFinder der BKK.
Alternativ können Sie auch bei Ihrer Kommunalverwaltung nachfragen oder über klassische Suchmaschinen im Internet recherchieren. Auch Pflegeberater können Ihnen dabei helfen.
Der Pflegevertrag mit dem ambulanten Dienst
Das Wichtigste ist, dass Sie überhaupt einen Vertrag abschließen. Es kommt leider immer wieder vor, dass die ambulante Pflege ohne schriftlichen Vertrag beginnt. Das birgt große Nachteile: Sie haben keine Kostentransparenz und der Pflegedienst kann Ihnen von heute auf morgen kündigen.
Wenn Sie einen offiziellen Pflegevertrag abschließen, gibt der Gesetzgeber die Rahmenbedingungen vor. (7) Eine Kündigungsfrist für den Pflegdienst ist nicht vorgegeben und sollte deshalb unbedingt Teil des Vertrags sein. Nutzen Sie gerne unsere übersichtliche Checkliste, um den Vertrag in Ruhe zu prüfen.
Pflegedienst kündigen
Wenn der Pflegebedürftige kündigt: Als Pflegebedürftiger dürfen Sie Ihren Vertrag mit dem Pflegedienst jederzeit ohne besonderen Anlass kündigen. Sie müssen dabei keine Kündigungsfrist einhalten. (7) Es ist aber empfehlenswert, schriftlich zu kündigen.
Wenn der Pflegedienst kündigt: Wenn der Pflegedienst Ihnen kündigt, wird es oft problematisch. Zwar muss der Pflegedienst seinerseits die vertraglich vereinbarte Kündigungsfrist einhalten. Aber es ist trotzdem meistens schwierig, in der Zwischenzeit einen neuen Pflegedienst zu finden.
Vor- und Nachteile der ambulanten Pflege
In manchen Fällen ist die Beteiligung eines Pflegedienstes unumgänglich, solange der Umzug ins Pflegeheim ausgeschlossen ist. Zum Beispiel, wenn die Pflege allein durch Angehörige gar nicht möglich ist. Oder wenn häusliche Krankenpflege von ausgebildeten Fachkräften geleistet werden muss.
Doch oft stehen Betroffene vor der schwierigen Frage, ob die Angehörigen die Pflege alleine meistern können oder ob man nicht doch lieber einen mobilen Pflegedienst einbinden möchte. Mit einer Übersicht über die wichtigsten Vor- und Nachteile möchten wir Ihnen bei dieser Entscheidung helfen.
Häufig gestellte Fragen
Was bedeutet ambulante Pflege?
Ambulante Pflege bedeutet professionelle Pflege zuhause. Meistens durch einen ambulanten Pflegedienst, theoretisch aber auch durch eine qualifizierte und zugelassene Einzelfachkraft. Oft teilen sich ein Pflegedienst und pflegende Angehörige die Aufgaben auf.
Was ist ein ambulanter Pflegedienst?
Ein ambulanter Pflegedienst ist ein professioneller Pflegeanbieter, der Pflegebedürftige zuhause unterstützt. Die Leistungen werden größtenteils von examinierten Pflegekräften oder Pflegehilfskräften erbracht, die mit einem Auto von Einsatzort zu Einsatzort fahren.
Was macht ein ambulanter Pflegedienst?
Ein ambulanter Pflegedienst unterstützt die pflegebedürftige Person bei allen alltäglichen Aufgaben, die ohne Hilfe nicht mehr möglich sind. Dazu gehören körperbezogene Pflege, Betreuung, medizinische Behandlungspflege, hauswirtschaftliche Versorgung und die pflegefachliche Anleitung.
Darf ein Pflegedienst Infusionen geben?
Ja, Infusionen dürfen als medizinische Behandlungspflege von einem ambulanten Pflegedienst verabreicht werden, wenn dafür eine ärztliche Verordnung vorliegt und die Pflegekraft ausreichend qualifiziert ist. Pflegehilfskräfte dürfen das zum Beispiel nicht.
Wie oft kommt ein Pflegedienst?
Wie oft ein Pflegedienst kommt, hängt von den individuellen Einschränkungen ab. Wichtig ist außerdem, ob Angehörige die häusliche Pflege ergänzen oder nicht. Der Pflegegrad allein sagt kaum etwas darüber aus, wie oft der Pflegedienst kommen muss.
Kommt der Pflegedienst auch am Wochenende?
Ja, notwendige Hausbesuche führt ein Pflegedienst auch am Wochenende und an Feiertagen aus. Weniger dringliche Aufgaben werden aber meistens auf Wochentage verschoben, damit die Mitarbeitenden auch mal freie Wochenenden haben.
Wie bekommt man einen Pflegedienst?
Sie können einen Pflegedienst direkt kontaktieren und beauftragen oder sich dabei von Ihrer Pflegekasse helfen lassen. Es gibt auch Online-Portale, auf denen ambulante Dienste gelistet sind. Wenn das Angebot stimmt, schließen Sie einen Pflegevertrag mit dem Dienst ab.
Wieviel kostet ein ambulanter Pflegedienst?
Die Kosten hängen vor allem von der Art und dem Umfang der Leistungen ab, sowie von der Häufigkeit der Einsätze. Außerdem gibt es regionale Preisunterschiede, die sich am Preisniveau der Region orientieren.
Wer bezahlt den ambulanten Pflegedienst?
Wer mindestens Pflegegrad 2 hat, kann einen großen Teil der Kosten als Pflegesachleistungen über die Pflegeversicherung finanzieren. Manche können auch noch weitere Leistungen der Pflegeversicherung verwenden. Für ärztlich verordnete Leistungen kommt die Krankenversicherung auf.
Was sind Investitionskosten beim Pflegedienst?
Investitionskosten bei einem Pflegedienst sind Kosten für notwendige Investitionen oder Instandhaltungen zum Beispiel von Fahrzeugen, Computern oder Büroräumen. Diese Kosten werden nicht von der Pflegeversicherung übernommen und müssen oft von den Klienten gezahlt werden.
Wie rechnen Pflegedienste ab?
Pflegedienste rechnen monatlich direkt mit der Pflegekasse und/oder Krankenkasse ab. Kosten die danach noch offen sind, werden den Betroffenen selbst in Rechnung gestellt. Privatversicherte gehen hingegen in Vorleistung und lassen sich die Kosten hinterher teilweise erstatten.
Wird das Pflegegeld gekürzt, wenn der Pflegedienst kommt?
Ja, denn es ist wirtschaftlich immer sinnvoll, den ambulanten Pflegedienst über die deutlich höheren Pflegesachleistungen zu bezahlen, statt über das Pflegegeld. Wer die Sachleistungen nicht voll nutzt, kann noch anteilig Pflegegeld erhalten über die sogenannte Kombinationsleistung.
Was ist günstiger: Pflegeheim oder Pflegedienst?
In der Regel ist die häusliche Pflege mit dem Pflegedienst günstiger. Wenn der Pflegedienst jedoch dauerhaft mehrmals täglich für längere Zeit nach Hause kommen muss, können die Kosten sich auch stark summieren. Deshalb lohnt sich ein Vergleich im Einzelfall.
Lohnt sich ein ambulanter Pflegedienst?
Ein Pflegedienst sichert die Qualität der Pflege, entlastet Angehörige und ist für viele Menschen die einzige Möglichkeit, trotz Pflegebedürftigkeit zuhause wohnen zu bleiben. Die Frage, ob sich ambulante Pflege „lohnt“ muss also aus verschiedenen Perspektiven individuell betrachtet werden.
Darf ich dem Pflegedienst Geldgeschenke machen?
Es ist keine gute Idee, dem Pflegedienst nennenswerte Geldgeschenke zu machen. Denn oft sind die Mitarbeiter vertraglich verpflichtet, solche Geschenke abzulehnen. So sollen Interessenkonflikte verhindert werden. Kleine Aufmerksamkeiten sind oft schon möglich. Fragen Sie doch einfach mal.
Wie weit im Voraus kann ich einen Termin beim Pflegedienst absagen?
Diese Frage stellt sich früher oder später in jeder ambulanten Pflegesituation. Wichtig ist dann, dass Sie einen schriftlichen Pflegevertrag mit dem ambulanten Dienst geschlossen haben. Darin sollten solche Fragen eindeutig geklärt sein. Bei kurzfristigen Absagen können Ausfallkosten entstehen.




