Hilfsmittel bei Demenz: Alltags- und Orientierungshilfen

Hilfsmittel bei Demenz

Manchen Demenzerkrankten fällt es mit fortschreitender Krankheit immer schwerer, sich zurechtzufinden und mögliche Gefahren richtig einzuschätzen. Alltagshilfen und Hilfsmittel können sehr hilfreich sein, damit Demenzerkrankte möglichst lange in ihren eigenen vier Wänden wohnen und ein selbstbestimmtes Leben führen können. Die Vielfalt an Hilfsmitteln für Demenzerkrankte ist groß und deckt unterschiedliche Aspekte ab. Dazu gehören die Sicherheit im eigenen Zuhause und außerhalb der Wohnung, die Gestaltung des Wohnraums, der Erhalt der Selbstständigkeit, die Aktivierung der Motorik und die Förderung des Gedächtnisses von Demenzerkrankten. pflege.de gibt Ihnen einen Überblick, welche Alltagshilfen es gibt und klärt, ob sie sinnvoll sind.

Inhaltsverzeichnis

Alltagshilfen für Demenzerkrankte

Zu Beginn einer Demenz steht meist die Vergesslichkeit im Vordergrund der Erkrankung: Betroffene verlegen oft Gegenstände, vergessen Termine und können sich in ihrer Umgebung nicht mehr gut orientieren. Es wird immer schwieriger, den Alltag selbst zu organisieren und zu bewältigen – was auch Herausforderungen für Angehörige und deren Umgang mit Demenzerkrankten bedeuten kann. Alltagshilfen für Demenzerkrankte können in vielen Situationen helfen. Sie sollten jedoch immer auf ihren tatsächlichen Nutzen hin überprüft werden.

Tipp
Anschaffung von Hilfsmitteln besprechen

Einige Hilfsmittel zur Verbesserung kognitiver Einschränkungen können von der Pflegekasse bezahlt werden. Besprechen Sie vor dem Kauf eines Hilfsmittels Ihr Vorhaben mit allen Beteiligten – auch mit der demenzerkrankten Person selbst. Nur so können Sie das Interesse für die neue Alltagshilfe wecken, die schließlich auch genutzt werden soll. Hier erfahren Sie mehr dazu, was es für die Kostenübernahme von Hilfsmitteln zu beachten gibt.

Alltagshilfen für Demenzerkrankte: Telefonieren leicht gemacht

Zu viele Tasten und Funktionen, dazu noch ein unübersichtliches Menü: Die Gründe, warum Menschen mit Demenz ein normales Festnetztelefon oder Handy schlecht bedienen können, sind vielfältig. Deshalb gibt es Telefone mit extra großen Tasten, in die die wichtigsten Rufnummern eingespeichert werden können. Bei manchen Telefonen wird sogar nur eine feste Nummer hinterlegt und angerufen, egal welche Taste gedrückt wird. Bei einigen Modellen können die Tasten zusätzlich mit Bildern der Personen versehen werden, deren Nummer eingespeichert ist.

Alltagshilfen für Demenzerkrankte: Esshilfen

Regelmäßige Mahlzeiten strukturieren den Tag und fördern die zeitliche Orientierung. Funktioniert das selbstständige Essen anfangs noch problemlos, kann es im Laufe der Erkrankung jedoch immer schwieriger werden, weil Demenzerkrankte beispielsweise das Geschirr als solches nicht wahrnehmen. Hier hilft spezielles Demenz-Geschirr in klaren Formen und Signalfarben, das zudem verschiedene Hilfsfunktionen bietet: Die Teller haben oft eine Warmhaltefunktion, einen erhöhten Rand und einen geneigten Boden. Sie gibt es je nach Größe ab 16 Euro zu kaufen.

Tipp
Stundenplan als Erinnerungshilfe

Damit Demenzerkrankte Frühstück, Mittag- und Abendessen nicht vergessen, können Sie als angehörige Person die Zeiten in einer Art Stundenplan für den Betroffenen eintragen. Mit einer Magnettafel können Sie den Plan auch visuell gestalten.

Manchmal haben Demenzerkrankte Schwierigkeiten, Messer, Gabel und Löffel zu greifen. Auch hierfür gibt es spezielle Produkte, die sich vor allem durch dicke, ergonomische und rutschfeste Griffe – oft in auffälligen Farben – von herkömmlichem Besteck unterscheiden. Sie liegen gut in der Hand und helfen, die Mahlzeiten selbstständig einzunehmen. Sie kosten rund 10 Euro.

Tipp
Trinkerinnerung

Neben dem Essen ist vor allem regelmäßiges Trinken wichtig. Das wird gerade von älteren Menschen vergessen. Hier kann es hilfreich sein, an verschiedenen Stellen in der Wohnung Flaschen und Becher bereitzustellen. 

Alltagshilfen für Demenzerkrankte: Kleine Helfer in der Küche

Solange Demenzerkrankte ihre Mahlzeiten eigenständig zubereiten können, sollten sie dabei unterstützt werden. Mit speziellen Helfern für die Küche gelingt das Kochen noch besser und die Freude am anschließenden Essen ist umso größer. Oft sind es alltägliche Küchenhelfer wie Dosenöffner, Sparschäler, Knoblauchpresse oder Flaschenöffner, die Menschen mit Demenz nicht richtig greifen können. Hier schaffen Geräte mit breiten und ergonomisch geformten Griffen Abhilfe. Einzelne Küchenhelfer gibt es ab 10 Euro, sie können aber auch im Set gekauft werden.

Checkliste für Angehörige von Demenzerkrankten

Die Diagnose Demenz bringt viele Veränderungen mit sich, die wegen der sich ändernden Bedürfnisse und Fähigkeiten besonders in der Wohnung der betroffenen Person nötig sind. Als angehörige Person müssen Sie auf viele Dinge achten und verschiedene Bereiche in die Planung mit einbeziehen. Hier sind Checklisten eine hervorragende Hilfe, um bei der Gestaltung des Umfeldes nicht den Überblick zu verlieren.

Schlüsselfinder & Diktiergerät: Kleine Helfer, große Wirkung

Manche Alltagshelfer sind speziell für Menschen mit Demenz konzipiert. Nicht immer muss das Rad allerdings neu erfunden werden. Auch Gegenstände und Geräte aus dem Alltag können Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen unterstützen.

Schlüsselfinder: Menschen mit Demenz verlegen häufig ihre Sachen, insbesondere Schlüssel, und finden sie nicht wieder. Um das zu verhindern, können Schlüssel in einem Gürtel-Etui am Hosenbund oder an der Handtasche befestigt werden. Sind sie doch mal weg, helfen Schlüsselfinder als Anhänger oder Chip bei der Suche, indem sie per Funk oder Bluetooth auf ein elektronisches Signal antworten. Schlüsselfinder gibt es ab 20 Euro zu kaufen.

Medikamentenbox: Für die Einnahme von Medikamenten gibt es Medikamentenboxen, die entweder optisch oder akustisch an die Einnahme erinnern. Die Zeit kann beliebig eingestellt werden. Solche Boxen sind ab 15 Euro erhältlich.

Diktiergerät: Eine nützliche Alltagshilfe bei Demenz ist ein Aufnahme- beziehungsweise Erinnerungsgerät. Zumindest im Anfangsstadium einer Demenz, wenn ein solches Gerät noch benutzt werden kann, kann dies dabei helfen, wichtige Termine oder Aufgaben nicht zu vergessen.

Orientierungshilfen bei Demenz

Wie die meisten Menschen wollen auch viele Demenzerkrankte so lange wie möglich in ihrem vertrauten Umfeld leben. Mit fortschreitender Krankheit kann es jedoch passieren, dass sich Orientierung und Wahrnehmung von Betroffenen verändern. In dieser Situation bietet sich eine Wohnraumanpassung an.

Räumliche Orientierungshilfen für Demenzerkrankte: Klare Strukturen und Ordnung

Für eine gute Orientierung ist es wichtig, Ordnung zu schaffen und die Wohnung übersichtlich einzurichten. Es reicht aus, wenn in den Räumen nur das steht, was der Demenzerkrankte zum Leben braucht. Je mehr „Schnickschnack“ vorhanden ist, desto mehr überfordert es den Betroffenen. Dennoch sollten Sie ein paar Erinnerungsstücke, die der Person viel bedeuten, möglichst an ihrem Platz lassen.

Tipp
Praktische Tipps für die räumliche Orientierung von Demenzerkrankten

Mehr praktische Tipps erhalten Sie im Ratgeber demenzgerechte Raumgestaltung. Lesen Sie dort, was Sie beispielsweise bei der Wand- und Bodengestaltung sowie bei der Beleuchtung beachten können.

Zeitliche Orientierungshilfen bei Demenz

Einige Demenzerkrankte haben Schwierigkeiten, zeitliche Angaben einzuordnen. Damit sie ihren Tag dennoch strukturieren können, sind zeitliche Orientierungshilfen ein guter Wegweiser.

Ein Wochenplan bringt Struktur

Ein Wochenplan bietet sowohl Ihnen als pflegende Angehörige als auch Demenzerkrankten eine gute Orientierung und bringt Struktur in den Alltag. Sie sehen beim Blick auf den Plan direkt, welche Aktivität an welchem Tag ansteht oder wer zu Besuch kommt – für Menschen mit Demenz eignen sich hierfür Bilder. Ein solcher Plan gibt Sicherheit und weckt Vorfreude. Sie als pflegende Person können für sich zusätzlich notieren, wie der jeweilige Tag verlaufen ist und ob es möglicherweise Auffälligkeiten im Verhalten gab.

Kalender & Zeitplaner

Eine Möglichkeit zur zeitlichen Strukturierung bietet ein großer und einfacher Kalender, der an einem gut sichtbaren Ort der Wohnung hängt. Achten Sie darauf, dass die Wochentage ausgeschrieben sind. Kommt an bestimmten Tagen Besuch, sollten Sie ein Foto der Person in den Kalender kleben. Es gibt zudem digitale Kalender, die neben Uhrzeit, Datum und Tag auch eine Erinnerungsfunktion für die Medikamenteneinnahme bieten und als digitales Fotoalbum fungieren. Eine andere zeitliche Orientierungshilfe sind sprechende Zeitplaner. Auf ihnen können Menschen mit Demenz sehen oder sich vorspielen lassen, welche Aktivitäten an jedem Tag anstehen. Sprechende Zeitplaner sind ab etwa 45 Euro erhältlich.

Info

Demenz-Uhren mit Ortungssystem

Demenz-Uhren, die Betroffene als Armbanduhr verwenden können, sind oft mit einem Ortungssystem ausgestattet. Der Träger kann einerseits einen „Notfallknopf“ drücken. Andererseits können Angehörige ihn orten. Notfallsysteme werden von der Pflegekasse bezuschusst. Prüfen Sie, ob Ihre Pflegekasse sich an den Anschaffungskosten beteiligt.

Wichtiger Hinweis Beschränkung der Selbstbestimmung? Wirkung des Hilfsmittels abwägen

Betroffene und ihre Angehörigen sollten abwägen, ob das Selbstbestimmungsrecht der Demenzerkrankten gewahrt bleibt, wenn beispielsweise elektronische Sicherungssysteme wie Kameras oder intelligente Notrufsysteme zum Einsatz kommen sollen. Die Entlastung des Angehörigen ist dabei aber ein ebenso wichtiger Punkt. Wer sich als Angehöriger stets um die Sicherheit des Demenzerkrankten sorgt, sollte Ortungssysteme in Betracht ziehen.(1)

Wanduhr & Biorhythmus

Eine große Wanduhr mit gut sichtbaren Zeigern und einem einfachen Ziffernblatt steigert die zeitliche Orientierung. Von großem Vorteil sind zudem Räume mit Fenstern nach verschiedenen Seiten hin. So nehmen Demenzerkrankte den Sonnenstand wahr und bekommen ein Gefühl dafür, wann Morgen, Mittag und Abend ist. Das unterstützt auch den Schlaf-Wach-Rhythmus.

Tipp
Dekorieren Sie nach Jahreszeit

Um die jahreszeitliche Orientierung zu steigern, helfen dezente saisonale Dekorationen – beispielsweise für Weihnachten und Ostern. Sie sollten jedoch immer an derselben Stelle angebracht sein.

Alltagshilfen für Demenzerkrankte: Sicherheit erhöhen

Die mitunter zunehmende räumliche Desorientierung und Vergesslichkeit kann Gefahren im Alltag erhöhen. Für einige gefährliche Situationen gibt es Sensorsysteme, die sich immer dann einschalten, wenn eine mögliche Gefahr droht.

Herdsicherung: Eine gefährliche Situation kann zum Beispiel dann entstehen, wenn der Herd nach dem Kochen nicht ausgeschaltet oder ohne Grund eingeschaltet wird. Hier schützen Sicherungen vor einem möglichen Brand, indem sie den Herd nach einer voreingestellten Zeit automatisch abschalten. Moderne Herde besitzen oftmals bereits eine Abschaltautomatik. Es gibt aber auch spezielle Herdschutzknöpfe, die das Einschalten des Herds verhindern.

Rauchmelder: Zwar gesetzlich vorgeschriebener Standard, aber immer noch oft vergessen: Rauchmelder. Sie sind eine Sicherheitsmaßnahme, die unbedingt in jeder demenzgerechten Wohnung installiert werden sollte.

Gefährliches außer Reichweite lagern: Reinigungsmittel, Kerzen, Feuerzeuge, Messer, Medikamentenvorräte und andere gefährliche Gegenstände sollten verschlossen, Kanten und Ecken bei Bedarf abgeklebt werden. Türschlüssel können außer Reichweite gelegt werden, damit sich der Bewohner nicht einsperren kann. Dabei kann auch eine Schubladensicherung helfen.

Hilfsmittel bei Demenz mit Hinlauftendenz

Manche Betroffene entwickeln im Laufe der Demenzerkrankung eine sogenannte Hinlauftendenz (früher wurde auch von Weglauftendenz gesprochen). Sie möchten an einen Ort gelangen, an den sie in ihrer Wahrnehmung unbedingt hinmüssen. Dabei werden Aspekt der Sicherheit oft außer Acht gelassen, zum Beispiel das angepasste Verhalten im Straßenverkehr. Für demenzerkrankte Menschen mit Laufdrang gibt es mittlerweile gute digitale Lösungen, um die Sicherheit des Betroffenen zu erhöhen.

Tipp
Tipp für Menschen mit Demenz: Gehen Sie offen mit Ihrer Erkrankung um

Die Deutsche Alzheimer Gesellschaft e.V. bietet das kostenlose Verständniskärtchen Ich habe Demenz an. Es soll dabei helfen, bei Bedarf Unterstützung zu bekommen. Auch ein Notfall-Armband oder eine Notfallkarte mit den Personalien, die der Betroffene immer dabeihat, können hilfreich sein, Außenstehende über die Erkrankung zu informieren. 

Kontaktmatten: Es gibt Kontaktmatten, die beispielsweise vor das Bett oder unter die Fußmatte vor der Haustür gelegt werden können. Sie lösen einen Funkalarm aus, sobald sie betreten werden und leiten das Signal an die Pflegeperson weiter. Kontaktmatten sind ab 20 Euro erhältlich.

Lichtschranken: Es gibt die Möglichkeit, Systeme mit Lichtschranken zu installieren, die mit Infrarotlicht arbeiten. Dies kann zum Beispiel über dem Bett des Betroffenen installiert und beim Zubettgehen aktiviert werden. Steht die Person auf, wird der über der Bettkante befindliche Strahl unterbrochen und ein Signal für den Angehörigen ausgelöst.

Haustüralarm: Problematisch wird es vor allem dann, wenn Demenzerkrankte allein die Wohnung verlassen und nicht mehr zurück nach Hause finden. Das können Sie verhindern, indem Sie zum Beispiel die Haustür durch einen Alarm sichern, der an Sie geleitet wird.

GPS-Tracker: Hilfreich für Sie als Angehörige sind auch Ortungssysteme für Demenzerkrankte wie GPS-Sender, die unter anderem in der Schuhsohle, als Kette und an der Kleidung getragen oder – für Hundebesitzer besonders geeignet – an die Hundeleine installiert werden können. So können Sie den Standort des Demenzerkrankten jederzeit auf dem Handy verfolgen.

Notfalluhr: Eine Alternative zum GPS-Tracker ist eine Notfalluhr, mit dem der Demenzerkrankte aktiv einen Notruf an eine eingestellte Nummer senden kann.

Tipp
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Tablets für Demenzerkrankte

Neben Brettspielen und Puzzles gibt es auch Tablets, die für die Beschäftigung von Demenzerkrankten eingerichtet sind. Demenzgerechte Spiele, kurze Filme und Rätsel können Demenzerkrankte individuell fördern und wecken Erinnerungen.

Kostenübernahme von Hilfsmitteln bei Demenz

Sowohl die gesetzlichen als auch die privaten Krankenkassen bezuschussen Hilfsmittel für Demenzerkrankte. Voraussetzung hierfür ist, dass die Gegenstände im Hilfsmittelverzeichnis beziehungsweise Hilfsmittelkatalog aufgeführt sind. Sogar Stromkosten für technische Hilfsmittel können übernommen werden, wenn diese vom Arzt verordnet worden sind. Wurde das Hilfsmittel hingegen komplett aus eigener Tasche bezahlt, besteht kein Anspruch auf Kostenerstattung.

Tipp
So beantragen Sie ein Hilfsmittel bei Demenz

Sie möchten ein Hilfsmittel für Demenz anschaffen und hoffen auf eine (anteilige) Kostenübernahme der Krankenkasse? pflege.de zeigt Ihnen Schritt für Schritt, wie Sie ein Hilfsmittel beantragen.

Produkte aus dem Hilfsmittelkatalog

Produkte, die im Hilfsmittelkatalog verzeichnet sind, können unter Umständen von der Pflegekasse übernommen werden. Im Hilfsmittelkatalog sind unter anderem folgende Produkte gelistet (Stand: 08/2021).(2)

Pflegehilfsmittel zur Verbesserung kognitiver und kommunikativer Fähigkeiten

  • Zur örtlichen Orientierung: GPS-Tracker mit GEO-Zaun-Funktion via Alarmkette mit Notruffunktion
  • Zur zeitlichen Orientierung: Geräte, die die Anzeige von Uhrzeit, Tageszeit, wichtigen Ereignissen ermöglichen
  • Erinnerungshilfen für wesentliche Ereignisse: Spezielle Uhren oder lautsprecherähnliche Tischgeräte, die so programmiert werden können, dass sie an wesentliche Ereignisse erinnern, zum Beispiel an die Einnahme von Mahlzeiten oder Arzttermine.
  • Produkte zum Erkennen von Gefahren & Risiken: Herdüberwachungen mit Abschaltautomatik können in den vorhandenen Elektroherd eingebaut werden. Überhitzt sich die Umgebung des Herdes, ertönt ein Alarm und die Stromzufuhr wird unterbrochen.

Pflegehilfsmittel zur Bewältigung von und selbstständiger Umgang mit krankheits- oder therapiebedingten Anforderungen und Belastungen

  • Unterstützung der Medikamenteneinnahme: Medikamentenspender, die durch optische und akustische Signale die pflegebedürftige Person an die selbstständige Einnahme der Medikamente erinnert. Die Medikamente lassen sich zur richtigen Zeit in der richtigen Dosierung leicht entnehmen.

Häufig gestellte Fragen

Welche Alltagshilfen für Demenzerkrankte gibt es?

Die Vielfalt an Alltagshilfen für Demenzerkrankte ist sehr groß. Sie sollen Betroffenen helfen, sich in ihrem Alltag zurechtzufinden. So gibt es Ess- und Trinkhilfen, smarte Küchenhelfer und Medikamentenboxen genauso wie Telefone mit extragroßen Tasten. Welche Alltagshilfe tatsächlich sinnvoll ist, muss immer individuell entschieden werden.

Welche Orientierungshilfen für Demenzerkrankte gibt es?

Es gibt sowohl räumliche als auch zeitliche Orientierungshilfen für Demenzerkrankte. Während Ordnung, die richtige Gestaltung von Wänden und Böden sowie sanfte und helle Farben die räumliche Orientierung fördern können, helfen große Uhren und Kalender sowie saisonale Dekorationen den Betroffenen dabei, die Zeit besser einzuschätzen.

Welche Alltagshilfen erhöhen die Sicherheit von Demenzerkrankten?

Demenzerkrankte können sich schnell in gefährliche Situationen bringen, indem sie vergessen, beispielsweise den Herd auszuschalten oder das Wasser abzudrehen. Hier helfen Sensorsysteme, die sich immer dann einschalten, wenn eine mögliche Gefahr droht. Auch Rauchmelder dürfen in keiner Wohnung fehlen. Außerdem sind gefährliche Gegenstände wie Reinigungsmittel, Kerzen, Feuerzeuge und Messer tabu und sollten außer Reichweite des Betroffenen gelagert werden. Dabei kann auch eine Schubladensicherung helfen.

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Erstelldatum: 1202.90.9|Zuletzt geändert: 1202.90.9
(1)
Deutsche Alzheimer Gesellschaft (2021): Tablets, Sensoren & Co. PRAKTISCHE HILFEN P für den Alltag Technische und digitale Hilfen für das Leben mit Demenz
www.deutsche-alzheimer.de/fileadmin/Alz/pdf/Broschueren/Tablets_Sensoren_Co.pdf (letzter Abruf 18.08.2021)
(2)
Rehadat (29.07.2021): GKV- Hilfsmittelverzeichnis
www.rehadat-gkv.de/info/index.html?pgnr=52&pginfo=true (letzter Abruf 18.08.2021)
(3)
Bildquelle
©Halfpoint - stock.adobe.com
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