Thromboseprophylaxe: Thrombose vorbeugen

Thromboseprophylaxe

Bleibt eine Thrombose unerkannt, kann sie eine gefährliche Lungenembolie auslösen. Nach Herzinfarkt und Schlaganfall ist das die dritthäufigste zum Tode führende Herz-Kreislauf-Erkrankung. Je älter wir werden, desto größer ist unser Thromboserisiko. Auch Menschen, die aufgrund einer Erkrankung oder nach einer Operation länger bettlägerig sind, laufen Gefahr, dass sich ein Blutgerinnsel (Thrombus) in ihrem Gefäßsystem bildet. Die Thromboseprophylaxe soll das verhindern.

pflege.de stellt Ihnen verschiedene Maßnahmen vor, die einer Thrombose vorbeugen sollen.

Inhaltsverzeichnis

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Thromboseprophylaxe: Definition

Zu einer Thromboseprophylaxe gehören sämtliche vorbeugende Maßnahmen, die verhindern sollen, dass sich im Gefäßsystem eines Menschen ein Blutgerinnsel (Thrombus) bildet. Dazu gehört zum einen die medikamentöse Prophylaxe.

Sie kommt etwa nach einer Operation oder bei längerer Bettlägerigkeit zum Einsatz. Zum anderen gibt es nicht-medikamentöse Vorbeugemaßnahmen wie bestimmte Bewegungsübungen und das Tragen von Kompressionsstrümpfen.

Info
Was ist eine Thrombose?

Von einer Thrombose sprechen Fachleute, wenn eine Vene oder Arterie durch ein Blutgerinnsel entweder komplett oder teilweise verschlossen wird. Dadurch kann das Blut nicht mehr ungehindert fließen. Das Ziel der Thromboseprophylaxe ist es, eine Thrombose sowie die damit einhergehenden Komplikationen und Langzeitfolgen zu verhindern.

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Darum ist eine Thromboseprophylaxe wichtig

Eine Thrombose kann gefährliche Komplikationen zur Folge haben. Lebensbedrohlich wird sie, wenn

  • sich ein Blutgerinnsel löst,
  • es durch die Blutbahn zu Lunge, Gehirn oder Herz wandert und
  • sich dort erneut festsetzt.

Dies hat zur Folge, dass das Gewebe dort nicht mehr ausreichend durchblutet wird. In der Lunge kann ein so blockiertes Gefäß zum Beispiel eine Lungenembolie auslösen.

In Deutschland sterben Schätzungen zufolge bis zu 100.000 Menschen an einem Gefäßverschluss durch eine Thrombose (medizinisch: venöse Thromboembolie).(1)

Im Krankenhaus sind tiefe Venenthrombosen besonders häufig. Deshalb wird hier die Thromboseprophylaxe sehr ernst genommen.(2)

Info
Was ist eine Lungenembolie?

Bei einer Lungenembolie blockiert ein Blutpfropf ein Gefäß in der Lunge – das behindert die Atmung und die Sauerstoffversorgung. Wenn wichtige Lungenbereiche plötzlich keinen Sauerstoff mehr bekommen, können Herz und Lunge nicht mehr richtig arbeiten. Es kommt zu Atemnot, Brustschmerzen oder schnellem Puls. So kann eine Lungenembolie innerhalb kurzer Zeit lebensbedrohlich werden.

Thromboseprophylaxe: Für wen ist sie wichtig?

In bestimmten Fällen sind Maßnahmen der Thromboseprophylaxe besonders wichtig. Das individuelle Thrombose-Risiko hängt von verschiedenen Faktoren ab:

  • Hat die Person eine chronische Herz- oder Lungenerkrankung?
  • Liegt eine andere schwere Erkrankung vor?
  • Existiert eine Blutgerinnungsstörung?
  • Ist die Person über 60 Jahre alt?
  • Wie mobil ist sie?
  • Hatte die Person schon einmal eine Thrombose?
  • Hat sie Übergewicht?
  • Raucht die Person?
  • Gibt es hormonelle Besonderheiten wie Schwangerschaft, Wechseljahre oder hormonelle Verhütung?
Tipp
Informieren Sie sich über typische Thrombose-Symptome

Es gibt verschiedene Faktoren, die das Risiko für eine Thrombose erhöhen können. Es ist also von Vorteil, die Thrombose-Symptome zu kennen, um ein Blutgerinnsel rechtzeitig zu erkennen. Wie genau die Anzeichen für eine Thrombose aussehen, erfahren Sie in unserem Ratgeber Thrombose: Symptome erkennen.

Pflegestandard zur Thromboseprophylaxe

In Pflegeeinrichtungen leben viele Menschen, die über einen längeren Zeitraum oder dauerhaft bettlägerig sind. Deshalb gehört dort in der Regel eine Thromboseprophylaxe zum Pflegestandard. Aber auch in der häuslichen Pflege geben Pflegestandards eine gute Orientierung. Pflegestandards sind Empfehlungen von Fachgesellschaften, die die Qualität der Pflege sichern sollen.(3)

Die Thromboseprophylaxe ist eine von mehreren Prophylaxen in der Pflege.

Frühmobilisierung, Bewegungsübungen und die Anleitung, sie selbstständig durchzuführen, gehören zu den Basismaßnahmen der Thromboseprophylaxe in der Pflege.

Besteht ein besonders hohes Thromboserisiko, verordnet das Behandlungsteam zusätzlich eine medikamentöse Thromboseprophylaxe.

Thromboseprophylaxe: Maßnahmen und Ziele

Das Hauptziel der Thromboseprophylaxe ist es, schwere Folgen eines Blutgerinnsels, wie beispielsweise eine Lungenembolie, zu verhindern.

Bestenfalls bildet sich gar nicht erst ein Blutgerinnsel, sodass das Blut ungehindert durch den Körper fließen kann.

Um dieses Ziel zu erreichen, setzt die Thromboseprophylaxe auf drei Maßnahmen:

  1. Frühmobilisation beziehungsweise Bewegung
  2. Kompression
  3. Medikamente

Ob nur eine, zwei oder all drei Maßnahmen zum Einsatz kommen, entscheidet das Behandlungsteam je nach Risikofaktoren, die der Patient mitbringt.

Thromboseprophylaxe: Frühmobilisation und Bewegung

Frühmobilisation, Bewegungsübungen und die Anleitung zu Eigenübungen gehören zu den Basismaßnahmen einer Thromboseprophylaxe. Deshalb werden Sie zum Beispiel im Krankenhaus nach einer Operation schon bald aufgefordert, aufzustehen und das Bett zu verlassen.(1)

Aber auch gezielte Bewegungsübungen mit einem Physiotherapeuten sowie Übungen, die Sie eigenständig durchführen können, sind förderlich für Ihr Herz-Kreislaufsystem, die Atmung und den Bewegungsapparat. Die sogenannte Muskelpumpe wird aktiviert und das Blut kann besser durch Ihren Körper fließen.

Info
Die Muskelpumpe – Antrieb für den Blutfluss

Um das Blut vom kleinen Zeh zurück zum Herzen zu befördern, nimmt sich der Körper die Muskulatur zu Hilfe. Diese sogenannte Muskelpumpe, also das An- und Entspannen der Muskeln, übt Druck auf die Venen aus, was den Rückfluss des Blutes zum Herzen verbessert. Die Venenklappen verhindern, dass es wieder absackt. Deshalb ist das Aktivieren der Muskelpumpe – sprich: Bewegung – eine wichtige Säule der Thromboseprophylaxe.

Übungen im Bett

Doch was ist, wenn es der betroffenen Person nicht möglich ist, aufzustehen? Wie kann ein bettlägeriger Mensch seinen Kreislauf und die Muskelpumpe aktivieren? Für solche Fälle gibt es Übungen, die sich ebenso gut im Liegen durchführen lassen.

Die folgende Darstellung zeigt vier Fuß-Übungen, die den Blutstrom verbessern können:(4)

 

Wer mehr Bewegung möchte, für den könnten folgende Übungen sinnvoll sein:(4)

  • Beine anheben: Dazu stellen Sie Ihre Beine zunächst angewinkelt auf. Dann strecken Sie sie nach oben weg. Eine Betreuungsperson unterstützt Sie dabei. Jetzt die Beine wieder anwinkeln und aufstellen. Nach der Übung können Sie Ihre Beine wieder lang ausstrecken.
  • Fahrradfahren: Eine Steigerung zum Beine anheben ist das Fahrradfahren in der Luft. Dazu behalten Sie die Beine in der Luft und winkeln abwechselnd ein Bein nach dem anderen an und strecken es wieder – so, also würden Sie tatsächlich Fahrrad fahren.
Wichtiger Hinweis
Nur unter Anleitung

Damit die Betroffenen die Übungen korrekt ausführen, brauchen sie eine fachkundige Anleitung, zum Beispiel durch einen Physiotherapeuten oder eine entsprechend angeleitete Pflegekraft.

Thromboseprophylaxe: Kompressionstherapie

Die zweite Säule der Thromboseprophylaxe sind sogenannte physikalische Maßnahmen, die unter dem Begriff Kompressionstherapie zusammengefasst werden.

Dazu gehören vor allem folgende Hilfsmittel:(1)

  • Medizinische Thromboseprophylaxe-Strümpfe, kurz MTPS
  • Intermittierende pneumatische Kompression, kurz IPK

Die vorbeugende Kompressionstherapie wird an den Beinen angewendet. Sie sorgt dafür, dass das Blut in den Venen schneller fließt, und senkt auf diese Weise das Thrombose-Risiko.

Eine Kompressionstherapie trägt auch zur Heilung nach einer Thrombose-Erkrankung bei.

 

Medizinische Thromboseprophylaxe-Strümpfe (MTPS)

Medizinische Thromboseprophylaxe-Strümpfe (MTPS) sind besonders feste, enganliegende und meist wadenlange Strümpfe, die einen kontrollierten Druck auf die (erweiterten) Venen in den Beinen erzeugen.

Auf diese Weise fließt zum einen das Blut schneller zurück zum Herzen. Zum anderen können sich die Venenklappen in den komprimierten Venen wieder besser schließen. Das Blut versackt nicht mehr in den Beinen.(5)

Kompressionsstrümpfe gibt es in vier Stärkegraden beziehungsweise Klassen. Um einer Thrombose vorzubeugen, reicht in der Regel die Kompressionsklasse II.(6)

Sie erhalten Ihre MTPS auf Rezept im Sanitätshaus. Dort werden Sie individuell angepasst, denn sie müssen perfekt sitzen, damit sie optimal wirken.

Tipp
Lassen Sie Ihre Thrombosestrümpfe morgens anpassen

Weil die Beine grundsätzlich über den Tag anschwellen, ist es sinnvoll, dass Sie Ihre Kompressionsstrümpfe morgens anpassen lassen. Auch anziehen sollten Sie sie gleich nach dem Aufstehen. Über Nacht brauchen Sie Ihre Kompressionsstrümpfe nicht tragen.

Intermittierende pneumatische Kompression (IPK)

Für bewegungsunfähige Menschen eignet sich auch die sogenannte intermittierende pneumatische Kompression (IPK). Sie kommt zum Beispiel auf Intensivstationen zum Einsatz.

Dazu werden die Beine des Patienten in eine große Manschette gelegt. Diese füllt sich automatisch mit Luft und entleert sich wieder. Dieser wechselnde Druck auf das Bein stimuliert die Muskelpumpe in den Waden, was den Rückfluss des Blutes fördert.

Thromboseprophylaxe: Medikamente

Haben Sie ein mittleres bis hohes Thrombose-Risiko oder ist eine Kompressionstherapie nicht möglich, kann das Ärzteteam Ihnen auch eine medikamentöse Thromboseprophylaxe vorschlagen.(1)

Bestimmte Medikamente hemmen mit unterschiedlichen Strategien die Blutgerinnung. Sie sollen das Blut sozusagen verdünnen und so der Bildung von Thromben vorbeugen. Deshalb werden sie umgangssprachlich auch Blutverdünner genannt.

Je nachdem, welches Medikament verordnet wird, spritzt ein Arzt oder eine qualifizierte Pflegekraft es entweder unter die Haut oder Sie nehmen es als Tablette über den Mund ein.

Die Dauer der medikamentösen Thromboseprophylaxe richtet sich nach den individuellen Risikofaktoren, die eine Thrombose begünstigen.

Thrombose-Spritze

Im Rahmen der Thromboseprophylaxe werden sogenannte Thrombose-Spritzen (auch Anti-Thrombose-Spritzen genannt) vor allem im Krankenhaus verordnet, wenn Personen für einen längeren Zeitraum immobil sind oder einzelne Körperteile ruhiggestellt werden müssen. Das kann beispielsweise der Fall sein, wenn das Bein nach einer Verletzung oder Operation eingegipst wird.

Aber auch bettlägerige Patienten zuhause können mitunter mit einer Thrombose-Spritze behandelt werden. Nach entsprechender ärztlicher Einweisung können Sie oder ein Angehöriger das sogar selbst erledigen.

Tipp
Prüfen Sie, ob Ihnen Leistungen zustehen

Bettlägerige Menschen können ihren Alltag meist nicht mehr selbstständig bewältigen. Trifft dies auf Sie oder einen Angehörigen zu, hat die Person Anspruch auf einen Pflegegrad. Mit diesem stehen Ihnen verschiedene Leistungen der Pflegeversicherung zu, die den Alltag erleichtern sollen. Finden Sie mit dem kostenlosen Pflegegradrechner von pflege.de heraus, ob und welcher Pflegegrad in Ihrem Fall voraussichtlich vorliegt.

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Thrombose-Tabletten statt Spritze

Tabletten zur Thromboseprophylaxe werden insbesondere dann verschrieben, wenn eine längerfristige Blutverdünnung nötig ist, etwa nach einer Venenthrombose oder wenn individuelle Risiken fortbestehen.

Im Gegensatz zu den klassischen Thrombose-Spritzen, die meist kurzfristig zum Beispiel nach einer Operation genutzt werden, wirken Tabletten für die Prävention längerfristig. Sie sind außerdem gut zu dosieren und einfach einzunehmen.

Ein Nachteil ist, dass alle gerinnungshemmenden Medikamente das Blutungsrisiko erhöhen können. Deshalb muss das Ärzteteam die Auswahl des Präparates, die Dosis und die Dauer der Therapie stets individuell anpassen.

Was Sie zusätzlich für Ihre Venengesundheit tun können

Abgesehen von den drei wichtigen Säulen der medizinischen Thromboseprophylaxe – Bewegung, Kompression und Medikamente – können Sie in Ihrem Alltag selbst einiges tun, um einem Blutgerinnsel vorzubeugen:

  1. Positionierung der Beine um 20 Grad erhöht: Wer die Beine höher legt, tut seine Venen etwas Gutes. Liegen Ihre Beine höher, entsteht ein Gefälle und Ihre Venen haben es leichter, das Blut zurück zum Herzen zu transportieren. Diese Übung ist allerdings nicht für Menschen mit Herzinsuffizienz geeignet.
  2. Ausreichend viel trinken: Trinken Sie über den Tag verteilt genug? Flüssigkeit am besten Wasser oder ungesüßter Tee – sorgt dafür, dass Ihr Blut möglichst dünnflüssig bleibt und ungehindert durch Ihren Körper strömen kann.
  3. Thrombose vorbeugen durch gesunde Ernährung: Eine ausgewogene Ernährung ist die perfekte Vorsorge für viele Erkrankungen, auch jenen, die eine Thrombose begünstigen..
  4. Bewegung tut gut: Bewegen Sie sich. Das ist nicht nur gut für das allgemeine Wohlbefinden, sondern bringt auch Ihr Herz-Kreislaufsystem in Schwung.
  5. Übergewicht vermeiden: Übergewicht ist ein Risikofaktor für Thrombose. Denn zu viel Körperfett belastet Ihr Herz, Ihren Kreislauf und Ihre Gefäße.
Tipp
Führen Sie Blutdrucktagebuch?

Eine Venenschwäche geht oft mit Herz-Kreislauferkrankungen einher. In diesem Fall kann es Sinn machen, seinen Blutdruck im Blick zu behalten. Ein Blutdruck-Tagebuch unterstützt Sie dabei. Der Vorteil: Sie können gemeinsam mit Ihrem Ärzteteam die notierten Werte besprechen. pflege.de hält eine kostenlose Vorlage für Sie bereit.

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Häufig gestellte Fragen

Was versteht man unter Thromboseprophylaxe?

Eine Thromboseprophylaxe umfasst alle Maßnahmen, die die der Bildung eines Blutgerinnsels vorbeugen sollen. Dazu gehören neben Medikamenten das Tragen von Kompressionsstrümpfen und körperliche Bewegung.

Was sind die Ziele einer Thromboseprophylaxe?

Vornehmliches Ziel der Thromboseprophylaxe ist das Verhindern von Blutgerinnseln (Thromben) und damit die Verringerung des Risikos für lebensbedrohliche Folgen (zum Beispiel eine Lungenembolie).

Welche Maßnahmen gehören zur Thromboseprophylaxe?

Die Thromboseprophylaxe stützt sich auf drei Säulen: 1. Frühmobilisation und Bewegung, 2. Kompressionstherapie und 3. Medikamente.

Wie lange dauert die Thromboseprophylaxe nach einer OP?

Die Dauer der Thromboseprophylaxe nach einer OP ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich. Bei kleinen bis mittleren Eingriffe kann sie oft 7 bis 14 Tage dauern, größere Operationen, einer Krebsbehandlung oder längere Immobilität noch länger (bis zu mehreren Wochen). Besteht ein besonders hohes Thromboserisiko, kann die Prophylaxe darüber hinaus fortgeführt werden.

Wie lange besteht ein Thromboserisiko nach einer OP?

Das Thromboserisiko kann nach einer Operation bis zu mehreren Monaten bestehen bleiben. Besonders kritisch sind aber die ersten 2 bis 10 Tage.

Was bewirken Thrombosespritzen?

Der Wirkstoff, der mit der Spritze verabreicht wird, hemmt die Blutgerinnung des Blutes. Er verdünnt das Blut sozusagen, weshalb diese Präparate auch Blutverdünner genannt werden. Damit verhindert die Thrombosespritze, dass das Blutgerinnsel weiter wächst oder neue Thromben entstehen.

Thrombosespritze – wie lange ist sie nötig?

Wie lange Sie die Thrombosespritze benötigen, hängt von Ihrem individuellen Thromboserisiko ab. Bleiben relevante Risikofaktoren bestehen, werden Sie sie länger nehmen müssen, als wenn Sie viele von ihnen reduzieren können, zum Beispiel indem Sie Ihre Lebensweise gesünder gestalten.

Thrombosespritze – wann am Tag spritzen?

Zur Thromboseprophylaxe wird die Thrombosespritze zwei bis drei Mal über den Tag verteilt verabreicht, also zum Beispiel morgens, mittags und abends.

Thrombosespritze – wohin wird sie gesetzt?

Die Thrombosespritze wird in eine Hautfalte in Ihrem Bauch gesetzt – und zwar mindestens fünf Zentimeter von Ihrem Bauchnabel entfernt.

Wann kann man die Thrombosespritze absetzen?

Wann Sie die Thrombosespritze absetzen, entscheidet das Ärzteteam. Es wägt verschiedene Kriterien ab und wird mit Ihnen besprechen, wann Sie die Prophylaxe mit der Thrombosespritze beenden können. Gegebenenfalls werden Sie weiterhin Medikamente in Tablettenform einnehmen müssen.

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Erstelldatum: 8102.11.7|Zuletzt geändert: 6202.20.91
(1)
Deutsche Gesellschaft für Phlebologie e.V. (DGP) (2025): Thrombose und Lungenembolie
www.dga-gefaessmedizin.de/fileadmin/user_upload/Patienten/Ratgeber/Ratgeber_Thrombose_DGA_2025.pdf (letzter Abruf am 17.12.2025)
(2)
Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF) (2015): S3-Leitlinie Prophylaxe der venösen Thromboembolie (VTE) 2. komplett überarbeitete Auflage (in Überarbeitung)
https://register.awmf.org/assets/guidelines/003-001l_S3_VTE-Prophylaxe_2015-10-abgelaufen_01.pdf (letzter Abruf am 17.12.2025)
(3)
Deutsches Netzwerk für Qualitätsentwicklung in der Pflege (DNQP) (ohne Jahr): Expertenstandards und Auditinstrumente
www.dnqp.de/expertenstandards-und-auditinstrumente/ (letzter Abruf am 17.12.2025)
(4)
pqsg – das Altenpflegemagazin im Internet (2013): Standard "Bewegungsübungen im Rahmen der Thromboseprophylaxe"
https://pqsg.de/seiten/openpqsg/hintergrund-standard-thrombose.htm (letzter Abruf am 17.12.2025)
(5)
Deutsche Gesellschaft für Phlebologie e.V. (DGP) (ohne Jahr): Kompressionstherapie
www.phlebology.de/patienten/behandlung/kompressionstherapie/ (letzter Abruf am 17.12.2025)
(6)
Deutsche Gesellschaft für Angiologie – Gesellschaft für Gefäßmedizin (2025): Thrombose und Lungenembolie
www.dga-gefaessmedizin.de/fileadmin/user_upload/Patienten/Ratgeber/Ratgeber_Thrombose_DGA_2025.pdf (letzter Abruf am 17.12.2025)
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