Vielleicht nimmt jemand die Treppe immer seltener, braucht beim Aufstehen öfter die Tischkante oder bewegt sich nach einem Sturz aus Angst kaum noch. Oft sind es kleine Veränderungen, die zeigen: Der Alltag zu Hause wird unsicherer.
In dieser Podcastfolge sprechen wir mit drei Gästen darüber, woran sich ein erhöhtes Sturzrisiko früh erkennen lässt und welche Unterstützung im Alltag helfen kann.
Es geht um Stolperfallen und bessere Beleuchtung, Hausnotruf und mobilen Notruf, Treppenlift, kleine Hilfsmittel sowie Finanzierung und Zuschüsse. Im Mittelpunkt steht die große Frage: Was braucht es, damit Menschen auch im Alter möglichst sicher in ihrem Zuhause leben können?
Unsere Gäste
- Marc-André Hofheinz ist Pflegeberater und Pflegesachverständiger. In der Folge erklärt er, welche Veränderungen im Alltag auf ein erhöhtes Sturzrisiko hindeuten können und welche Beratungsmöglichkeiten es gibt.
- Stefan Dietzel ist CMO von libify und Vorstandsvorsitzender des Bundesverbandes Hausnotruf e. V. Er erklärt, wie ein Hausnotruf funktioniert, welche Varianten es gibt und was im Notfall passiert.
- Doris Schaub lebt mit Multipler Sklerose und hat sich zu Hause einen Hublift einbauen lassen. Sie erzählt uns, warum sie sich dafür entschieden hat und was sich dadurch in ihrem Alltag verändert hat.
Was kann wann helfen?
In der Folge wird schnell deutlich: Sicherheit zu Hause beginnt nicht erst nach einem Sturz. Oft zeigen sich vorher kleine Veränderungen – etwa wenn Wege gemieden werden, die Treppe zunehmend schwerfällt oder die Unsicherheit im Alltag wächst.
Deshalb geht es nicht um die eine große Lösung, sondern um die Frage: Was hilft in welcher Situation?
- Wenn erste Stolperfallen auffallen, lohnt sich ein Blick auf das Wohnumfeld. Lose Teppiche, Kabel, schlechte Beleuchtung oder Dinge im Laufweg lassen sich oft mit wenigen Handgriffen entschärfen. Unser kostenloser Zuhause-Check hilft hier weiter.
- Wenn Unsicherheit beim Gehen oder Aufstehen zunimmt, kann eine Pflegeberatung helfen, die Situation besser einzuschätzen und passende Unterstützung zu finden – zum Beispiel Hilfsmittel, Wohnraumanpassungen oder weitere Anlaufstellen.
- Wenn nach einem Sturz niemand erreichbar wäre, kann ein Hausnotruf sinnvoll sein. Er sorgt dafür, dass im Notfall Hilfe organisiert wird – auch wenn gerade keine Angehörigen in der Nähe sind. Unser Hausnotruf-Lotse hilft dabei, ein passendes Angebot zu finden.
- Wenn einzelne Wege zu Hause gemieden werden, können kleine Hilfsmittel helfen: Haltegriffe, Duschhocker, rutschhemmende Matten, bessere Beleuchtung oder Alltagshilfen, die Bewegungen sicherer machen.
- Wenn Treppen zur Barriere werden, kann ein Treppenlift, Plattformlift oder Hublift infrage kommen – je nachdem, welche Treppe vorhanden ist und wie mobil die Person noch ist.
Mehr zur Aktion „Zu Hause (mobil) bleiben“
Diese Spezialfolge ist Teil unseres Aktionsmonats „Zu Hause (mobil) bleiben“.
Auf der Aktionsseite finden Sie weitere Informationen, praktische Tipps und kostenlose Downloads rund um Sturzrisiken, Wohnraumanpassung, Hilfsmittel und Sicherheit im Alltag.

