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„Erweiterter Hausnotruf“: Intelligente Notrufsysteme für Senioren

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Intelligenter Notruf

Wenn Senioren allein in ihrem Zuhause wohnen, fragen sich ihre Angehörigen oft „Geht es Mama gut?“ Oder: „Was ist, wenn Oma hingefallen ist und den Hausnotrufknopf nicht am Handgelenk hat?“. Diese Frage ist leider berechtigt: Es kommt immer wieder vor, dass Senioren den Hausnotrufknopf nicht umlegen, sei es aus Vergesslichkeit oder weil sie denken, dass sie ihn gerade nicht brauchen. Manchmal spielt auch Angst vor Stigmatisierung eine Rolle. Damit steigt das Risiko, dass im Notfall keine Hilfe kommt. Abhilfe schaffen können intelligente Notrufsysteme, die bspw. über dezente Bewegungssensoren kritische Situationen erkennen und an den Angehörigen übermitteln. Erfahren Sie, welche intelligenten bzw. erweiterten Notrufsysteme für Senioren es gibt und welche Vorteile sie bieten.

Inhaltsverzeichnis

Der Intelligente Notruf für Alleinlebende
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Der Anteil älterer Menschen in unserer Gesellschaft nimmt bekanntlich zu. Gleichzeitig steigt auch die Anzahl jener Senioren, die allein leben oder über längere Strecken allein zuhause sind. Damit erhöht sich leider auch das Risiko, dass mehr Menschen in einer Notsituation oder bei einem Schwächeanfall nicht schnell genug Hilfe erhalten.

Der klassische Hausnotruf, bei dem der Senior aktiv einen Knopf drückt, um auf seine Notsituation hinzuweisen, ist bereits in vielen Haushalten Alleinlebender Standard. Doch was ist, wenn der Knopf nicht gedrückt werden kann oder der Benutzer schlichtweg vergessen hat, das Armband umzulegen? Gibt es auch Lösungen für Senioren, die grundsätzlich keinen „Knopf“ am Körper tragen wollen?

Intelligente Notrufsysteme, auch „passive Hilfen“ oder „passives Notrufsystem“ genannt, können eine Lösung sein. Dabei ist der Senior nicht mehr gezwungen, aktiv den Notrufknopf zu drücken, sondern das System selbst erkennt eine Situation als kritisch oder auffällig und gibt die Information automatisch, z. B. an einen Angehörigen, weiter.

Intelligente Notrufsysteme für Senioren: Definition

Ein „intelligentes Notrufsystem für Senioren“ ist ein Produkt des sog.  „AAL“ (englisch „Ambient Assisted Living“, zu Deutsch etwa „Assistenz- oder Notrufsysteme in der Umgebung“.) Unter AAL werden gemeinhin Produkte und Dienstleistungen verstanden, die mit neuen Technologien die Lebensqualität von Senioren oder Menschen mit Behinderung verbessern sollen. Ein intelligentes Notrufsystem für Senioren ist ein solches AAL-Produkt. Es gibt Notrufsysteme, die speziell für den „Gesundheitsstandort Zuhause“ entwickelt wurden (auch „Smart Home für Senioren“ genannt), aber auch solche, die außerhalb des häuslichen Wohnumfeldes zum Einsatz kommen.

Ob zuhause oder unterwegs: Beim intelligenten Hausnotrufsystemen geht es wie bei allen ambient assisted living (AAL)-Produkten um das Zusammenwirken von zwei Komponenten:

  1. Die technischen Elemente (wie Bewegungsmelder, Sturzsensoren, Rauchmelder oder Fenstersensoren).
  2. Das soziale Umfeld (Automatisierte Benachrichtigung und Hilfestellung, z. B. eines Pflegedienstes oder eines Angehörigen/pflegenden Angehörigen).

Woraus besteht ein intelligentes Notrufsystem für Senioren?

Ein intelligentes Notruf- bzw. Alarmsystem für unterwegs oder draußen sind bspw. GPS-Ortungssysteme für demenzerkrankte Menschen. Dabei wird virtuell ein Bereich festgelegt (sogenanntes Geo-Fencing), in dem sich der an Demenz Erkrankte frei bewegen kann. Verlässt der Betroffene diesen Bereich, wird die betreuende Person benachrichtigt. Ein anderes Beispiel für intelligente Notrufsysteme sind Sturzsensoren, die in einem Gürtel oder Armband eingefasst sind. Diese bemerken ruckartige Bewegungen und falls im Anschluss keine Bewegung mehr verzeichnet wird, geht der Sensor von einem Sturz aus.

Intelligente Notrufsysteme für das Zuhause von Senioren: Intelligente Notrufsysteme für das Zuhause von Senioren (auch „Smart Home für Senioren“) bestehen je nach Produkt aus mehreren Komponenten und können i. d. R. auf die individuellen Bedürfnisse des Kunden erweitert und angepasst werden.

Komponenten eines intelligenten Notrufsystems

  • Basisstation
    Wesentlicher Bestandteil eines intelligenten Notrufsystems ist meist eine Basisstation: eine kleine Box, die an einem zentralen Platz im Zuhause des Senioren aufgestellt wird.
  • Sensoren
    Sensoren wie Bewegungsmelder oder Tür- und Fenstersensoren werden an mehreren Standorten im Zuhause des Seniors positioniert. Diese Sensoren „bemerken“ kritische Situationen wie bspw., dass die Haustür länger als zehn Minuten geöffnet ist oder dass seit einigen Stunden keine Bewegung in der Wohnung verzeichnet wurde.
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Kamera- und Geräuscherkennung

Auch Systeme, die Geräusche erkennen oder kameragestützt sind, können zu den intelligenten Notrufsysteme gezählt werden. Stürze haben bspw. einen typischen „Sound“, den Geräuschsysteme wiedererkennen können. Auch der Ausdruck von Schmerz (bspw. „aua“) kann identifiziert werden. Kameras, die den Alltag von Senioren aufzeichnen und problematische Situationen „erkennen“, werden allerdings oft als Überwachung angesehen und haben sich daher in Deutschland (bislang) nicht durchgesetzt. Systeme mit Geräuscherkennung befinden sich noch in der Erforschung.

  • Handy-App für Angehörige
    Über eine App auf ihrem Handy werden Angehörige stets über die häusliche Situation des Seniors informiert, z. B. per Pushnachricht im Notfall. Welche Daten an den Angehörigen übertragen werden, wird vorab in den Einstellungen festgelegt. Optional können Angehörige auch per E-Mail oder telefonisch benachrichtigt werden.
  • Hausnotruf
    Manchmal ist auch ein klassischer Hausnotruf bzw. der klassische Notrufknopf Bestandteil eines intelligenten Notrufsystems fürs Senioren. Durch diese Komponente haben Senioren die Möglichkeit, selbst per Knopfdruck Hilfe zu rufen oder per Freisprechanlage im Notfall einen Hilferuf abzusetzen.
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Erweiterter Hausnotruf

Ein intelligentes Notrufsystem für Senioren sorgt im Ernstfall dafür, dass automatisch und nicht erst auf Knopfdruck Hilfe für den Bewohner gerufen wird. Das System wird deshalb manchmal auch als „erweiterter Hausnotruf“ oder „intelligentes Alarmrufsystem“ bezeichnet.    

Voraussetzung für das Funktionieren eines intelligenten Hausnotrufsystems für Senioren ist eine durchgängige Internetverbindung.

 

Tipp
Zuschuss für Umbauarbeiten

Wussten Sie, dass die Pflegekasse einen Zuschuss von bis zu 4.000 Euro für sog. Maßnahmen zur Wohnraumanpassung bezahlt? Voraussetzung dafür ist, dass dem Bewohner bzw. Mitbewohner ein Pflegegrad zuerkannt wurde und derjenige zuhause gepflegt wird. Falls mehrere Pflegebedürftige zusammenwohnen, dürfen bis zu vier Personen ihre Zuschüsse für einen Umbau zusammenlegen. Sie erhalten dann als Gruppe bis zu 16.000 Euro. Dieses Geld können Sie bspw. für den Umbau von der Wanne zur Dusche oder den Einbau eines Treppenlifts oder anderer Liftsysteme verwenden.

Was ist eigentlich so intelligent an einem Notrufsystem?

Intelligente Notrufsysteme für Senioren sorgen dafür, dass bestimmte Daten im Notfall an eine externe Person bzw. einen Dienstleister weitergegeben werden, damit dieser möglichst rasch Hilfestellung leisten kann. „Intelligent“ bedeutet in diesem Fall, dass das System unterscheiden kann zwischen einem „normalen“ und einem „abweichenden“ Zustand, z. B. der Tagesroutine des Seniors.


Intelligentes Notrufsystem für Senioren: Kosten

Meist zählen intelligente Notrufsysteme nicht zu den klassischen Notrufsystemen. Sie sind daher nicht als Hilfsmittel im Hilfsmittelverzeichnis gelistet, weshalb sie i. d. R. auch nicht von der Pflegekasse bezuschusst werden (für klassische Hausnotrufsysteme werden bis zu 23 Euro von der Pflegekasse übernommen).

Häufig gestellte Fragen

Für wen eignet sich ein intelligentes Notrufsystem?

Für alleinlebende Senioren, die im Alter weiterhin zuhause wohnen bleiben wollen. Für Menschen, die auf Sicherheit nicht verzichten möchten und die die Freiheit haben wollen, ihr gewohntes Leben auch im späteren Lebensabschnitt weiterzuführen.

Werden die Kosten für ein intelligentes Notrufsystem übernommen?

Ist ein klassischer Hausnotruf Bestandteil des intelligenten Assistenzsystems, sollten Sie unbedingt bei Ihrer Pflegekasse nach dem Zuschuss für Hausnotrufsysteme fragen. Bis zu 23 Euro pro Monat können die Kosten übernommen werden. Voraussetzungen für einen Zuschuss:

  1. Das Gerät ist als Hilfsmittel im Hilfsmittelverzeichnis
  2. Es muss eine 24-Stunden-Notrufzentrale gebucht werden.

Was passiert mit den gesammelten Daten eines intelligenten Notrufsystems für Senioren?

Die Messdaten sollten in einer sicheren Cloud auf einem Server in Deutschland gespeichert werden, damit die in Deutschland besonders strengen Datenschutzrichtlinien angewendet werden. Es ist ratsam, sich beim Hersteller zu versichern, dass die Daten auf einem Server in Deutschland gespeichert werden.

Welche Vorteile bietet ein intelligentes Notrufsystem einem alleinlebenden Senioren?

Ein intelligentes Notrufsystem bietet alleinlebenden Senioren die Möglichkeit, länger zuhause wohnen zu bleiben und mit einem sicheren Gefühl ihren Alltag in der Häuslichkeit zu bewältigen.

Was bringt ein intelligentes Notrufsystem einem Angehörigen?

Ein intelligentes Notrufsystem kann helfen, Vertrauen zu schaffen, ohne Kontrolle ausüben zu müssen. Es gibt ein beruhigendes Gefühl, dass auf den Angehörigen aufgepasst wird. Angehörigen wird die Sorge genommen, dass unbemerkt etwas passiert sein könnte und der Senior hilflos auf Rettung wartet.

 

 

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Interview

Intelligenter Notruf für Zuhause: "Seelenfrieden für alle Beteiligten"

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Edgar Schollmeyer
Im Interview
Edgar Schollmeyer
Leiter Produktcenter smart care, Gigaset

Edgar Schollmeyer ist Leiter des Produktcenters smart care bei Gigaset und verantwortet die Bereiche „intelligente Notrufsysteme für Zuhause“ und „AAL“. In seiner beruflichen Laufbahn war er in den Fachgebieten Telekommunikation und Smart Home für verschiedene internationale Konzerne tätig.

Intelligente Notrufsysteme für das Zuhause von Senioren sollen helfen, alleinlebenden Senioren und ihren Angehörigen ein sicheres Gefühl zu geben. Der Unterschied zum klassischen Hausnotruf: Ein Alarm wird nicht nur beim aktiven Drücken eines Notrufknopfs ausgelöst, sondern ein intelligenter Notruf alarmiert den Angehörigen automatisch über das Handy, wenn bspw. über einen längeren Zeitraum keine Bewegung in dessen Zuhause verzeichnet wurde. Wir sprachen mit Edgar Schollmeyer über die Vor- und Nachteile intelligenter Notrufsysteme und über smart care, das intelligente Notrufsystem der Firma Gigaset.

Herr Schollmeyer, Gigaset kennen viele als Hersteller von Telefonen. Wie kam es dazu, nun auch Notruflösungen für Senioren ins Angebot zu nehmen?

Notruflösungen sind ein Thema, das mit dem demografischen Wandel einhergeht. Eine längere Lebenserwartung ist auf der einen Seite erfreulich, aber körperliche Gebrechen lassen sich im Alter nicht ausschließen.

Gigaset hat schon Anfang der 2000er Jahre erste entsprechende Produkte auf den Markt gebracht, z. B. Telefone mit besonders großen Tasten oder lauten Klingeltönen. Mit dem Voranschreiten technischer Entwicklungen ist Gigaset auch in den Smart Home-Markt eingestiegen und hat dort seit 2012 umfangreiche Erfahrungen im Bereich Sensorik und Alarm-Systeme gesammelt.

Es war für uns naheliegend, die Themen „Hilfe im Alter“ und „Smart Home“ zusammenzubringen.

Wie haben Sie das intelligente Notrufsystem für das Zuhause von Senioren entwickelt?

Wir haben uns zum einen mit Studien auseinandergesetzt und viel zum Thema geforscht. Zusätzlich haben wir Gespräche mit Betroffenen und Pflegeunternehmen geführt.

Es war für uns naheliegend, die Themen „Hilfe im Alter“ und „Smart Home“ zusammenzubringen.
Edgar Schollmeyer

Und was haben Sie gelernt?

Dass ein zentrales Thema für Angehörige die Belastung ist. Der Wunsch zu helfen ist bei vielen vorhanden, er wird aber von Stress und Überlastung überschattet. Grund ist die dauernde Sorge, die Ungewissheit, ob es dem Senior gutgeht. Warum? Weil kein ausreichender Informationsaustausch über den Zustand des Seniors zwischen dem Betroffenen und den Angehörigen stattfindet.

Wir haben schnell erkannt, dass im Umfeld der Hausnotrufsysteme der Einsatz von intelligenter Technologie einen erheblichen Mehrwert für alle Beteiligten bietet – ein Alarm nur im Alarmfall und somit auch mehr „Seelenfrieden“ für die Angehörigen.

Was ist denn der Unterschied zu einem klassischen Hausnotruf?

Die klassischen Hausnotrufsysteme sind auf die manuelle Auslösung des Alarms angewiesen, d. h. der Senior muss den Alarm aktiv auslösen.

Ein Alarm nur im Alarmfall und somit auch mehr „Seelenfrieden“ für die Angehörigen.
Edgar Schollmeyer

Die Gigaset smart care-Lösungen nutzen Sensoren, wie z. B. Bewegungssensoren und Fenster-/Tür-Sensoren, um zu erkennen, ob die Person in ihrer Wohnung aktiv und somit alles in Ordnung ist. Falls die Person also morgens nicht wie gewohnt aufsteht oder keine Aktivität ermittelt wird (Bewegung im Raum, Öffnen von Türen oder Fenstern), obwohl die Person zu Hause ist, so wird automatisch ein Alarm ausgelöst.

Wie wird der Angehörige benachrichtigt?

Der Alarm wird dann als Push-Benachrichtigung auf das Smartphone des Angehörigen gesendet. Neben diesen Push-Benachrichtigungen können im Alarmfall noch, wenn gewünscht, bis zu vier Nummer automatisch angerufen werden. Für das Sprechen mit dem Senior wird dann eine Freisprech- und Freihörfunktion des Telefons aktiviert. Auch der klassische Alarmknopf ist als Option verfügbar.

Tipp
Notruflotse: Passendes Notrufsystem in drei Minuten finden

Manchmal fragen sich alleinlebende, ältere Menschen: Was ist, wenn ich stürze und keiner kriegt es mit? Auch Angehörige treibt oft die Angst um, dass ein geliebter Mensch unbemerkt zu Schaden kommt. Abhilfe schaffen können Notrufsysteme, die es als mobile Version gibt, mit App für Angehörige oder als klassischen oder intelligenten Hausnotruf inkl. Verbindung zu einer 24h-Notrufzentrale. Welches das für Sie passende Modell ist, können Sie in nur drei Minuten über den kostenlosen Notruflotsen von pflege.de herausfinden.

Wer zeigt stärkeres Interesse an Ihrem Produkt: der Senior oder sein Angehöriger?

Unsere Befragungen zeigen, dass die Entscheidung für die Anschaffung eines solchen Systems gemeinsam getroffen wird.

Wir glauben, dass auf beiden Seiten erhebliches Interesse besteht. 93 Prozent der Senioren möchten laut einer forsa-Umfrage im Alter weiterhin zuhause wohnen bleiben. Dabei kann das intelligente Notrufsystem helfen. Ebenso haben Angehörige den Wunsch, dass sie einerseits mehr Sicherheit bezüglich des Zustandes ihrer Angehörigen haben, auf der anderen Seite aber nicht mehr permanent in Alarmbereitschaft sein müssen. Die zwei involvierten Parteien erhalten ganz klar einen Vorteil.

Mit welchen Bedürfnissen treten Ihre Kunden an Sie heran?

Sicherheit und Sorgenfreiheit sind die Kernbedürfnisse, an denen wir unsere smart care-Lösungen orientieren. Auch die Punkte „einfache Installation“, und „selbsterklärende Handhabung“ sind wichtig. Die Anforderungen an die Installation und Handhabung wurden bei der Produktgestaltung stark berücksichtigt. Die Einrichtung des Systems wird in der App mit Bild und Text begleitet. Es ist nahezu unmöglich, während der Installation einen Fehler zu machen. Die Nutzung der App ist ebenfalls intuitiv.

Wie sieht es mit dem Schutz der erhobenen Daten aus?

Das augenscheinlichste Argument für Gigaset smart care ist die Tatsache, dass unsere Produkte „Made in Germany“ sind. Die Daten befinden sich ausschließlich auf Servern in Deutschland. Das heißt, die Sensordaten werden ausnahmslos in Deutschland verarbeitet und nicht auf ausländische Server transferiert. Das strenge deutsche Datenschutzgesetz stellt einen großen Sicherheitsaspekt dar.

Können Ihre Kunden den Nutzen des Systems bestätigen? Gibt es vielleicht sogar konkrete Rückmeldungen, von denen Sie uns berichten wollen?

Besonders im Kopf geblieben ist mir der Fall einer Nutzerin, die das Gigaset smart care-System bei Ihrem alleinlebenden 81-jährigen Vater installiert hat.

Eines Morgens erhielt sie die Benachrichtigung, dass dieser nicht wie gewohnt aufgestanden sei. Da die Entfernung zur Wohnung des Vaters zu groß war, benachrichtigte sie eine Nachbarin. Diese sollte mit einem Ersatzschlüssel nachsehen, ob alles in Ordnung sei. Tatsächlich war es das nicht!

93 Prozent der Senioren möchten laut einer forsa-Umfrage im Alter weiterhin zuhause wohnen bleiben. Dabei kann das intelligente Notrufsystem helfen.
Edgar Schollmeyer

Es stellte sich heraus, dass der Vater aus dem Bett gefallen war und hilflos auf dem Boden lag. Die Nachbarin informierte umgehend den Rettungsdienst. Ohne das smart care-System hätte der Vater wahrscheinlich noch weitere Stunden im Schlafzimmer gelegen, bevor etwas aufgefallen wäre.

Eine schreckliche Vorstellung! Sie sprechen einen wichtigen Punkt an, nämlich sturzgefährdete Menschen. Für wen ist smart care aus Ihrer Sicht noch geeignet?

Das System ist besonders geeignet für Senioren, die auf der einen Seite noch aktiv sind, auf der anderen Seite aber mehr Sicherheit zuhause wollen, ohne einen Notrufknopf mit sich zu führen. Grundsätzlich kann der intelligente Notruf dann Unterstützung leisten, wenn leichte körperliche Defizite in der Motorik, z. B. Sturzgefahr, oder auch mentale Einschränkungen, z. B. Vergesslichkeit, vorliegen.

Und für wen ist ein intelligentes Notrufsystem nicht (mehr) die richtige Lösung?

Ich würde sagen, Personen mit starken körperlichen Einschränkungen oder einer erheblich nachlassenden Gedächtnisleistung haben Bedürfnisse, die allein mit einem intelligenten Notrufsystem in der heutigen Ausprägung sicherlich noch nicht gestillt werden können. Außerdem kann das Notrufsystem natürlich nie den sozialen Kontakt ersetzen.

Grundsätzlich kann der intelligente Notruf dann Unterstützung leisten, wenn leichte körperliche Defizite in der Motorik, z. B. Sturzgefahr, oder auch mentale Einschränkungen, z. B. Vergesslichkeit, vorliegen.
Edgar Schollmeyer

Könnte die Verwendung von intelligenten Notrufsystemen auch zu Konflikten zwischen Senioren und ihren Angehörigen führen? Beispielsweise dann, wenn die Tochter den Vater ermahnt, öfter durchzulüften…

Sie sprechen das Thema Überwachsungsangst an. Oft ist das eine subjektive und mitunter irrationale Angst. Wir reagieren selbstverständlich darauf, indem wir unsere Systeme konstant auf diesen Aspekt überprüfen. Letztlich geht es den Angehörigen um das Wohlergehen ihrer Liebsten. Es geht nicht um Überwachung, sondern um Unterstützung.

Bei smart care kann der Kunde selbst festlegen, welche Daten erhoben werden. Ein Beispiel: Wenn jemand entscheidet, dass er nicht informiert werden will, wenn der Senior das Haus verlässt, dann wird diese Funktion nicht installiert. In den reinen Alarmszenarien wird nur erhoben, ob ein Bewegungssensor eine Bewegung erfasst oder ein Tür-/Fenstersensor eine Öffnung bzw. Schließung erkannt hat. In beiden Fällen lassen diese Daten keinen Rückschluss darüber zu, was die Person im Detail macht.

Wird smart care von Gigaset noch weiterentwickelt? Mit welchen Produkten können wir in den nächsten Jahren rechnen?

Selbstverständlich werden wir das System kontinuierlich weiterentwickeln. Neben der stetigen Optimierung der aktuellen Lösung werden wir auch neue Anwendungsfelder abbilden, z. B. das Thema Sprachsteuerung. Wir haben schon heute ein Produkt, das über Sprache gesteuert werden kann und über ein integriertes Telefon verfügt. Mit Sprache ist es einfacher, ein System zu steuern. Das ist in der Realität auch aus meiner persönlich Erfahrung sehr praktisch: Meine Mutter bspw. konnte keine Telefonate mehr führen, weil sie mit der Handhabung eines Telefons nicht mehr zurechtkam. Nun sagt sie einfach „Ruf Edgar an“ und schon wird meine Nummer gewählt.

Bringen Ihre Kunden auch selbst Ideen ein, wie das intelligente Notrufsystem weiterentwickelt werden kann?

Ja. Es wird häufig der Wunsch geäußert, dass das System bitte auch die Wohnungssicherheit mit abdeckt. Aus diesem Grunde haben wir als Option einen Rauchwarnmelder und einen Wassersensor ins Angebot aufgenommen.

Es geht nicht um Überwachung, sondern um Unterstützung.
Edgar Schollmeyer

In erster Linie ist das System auf die persönliche Sicherheit und körperliche Unversehrtheit des Seniors ausgerichtet: Der Angehörige soll die Möglichkeit haben, mit einem Blick auf das Handy zu erfahren, dass es dem Senior gutgeht. Darüber hinaus kann man dann auch sehen, ob Wasser aus der Waschmaschine austritt oder Rauch zu verzeichnen ist. Der Alarm wird in dem Fall nicht nur im Zuhause des Seniors ausgelöst, sondern auch bei dem Angehörigen via App.

Vielen Dank für die interessanten Einblicke, Herr Schollmeyer. Wir sind gespannt, wie die Entwicklung weitergeht.

 

Erstelldatum: .5.909102|Zuletzt geändert: .6.909102
Seniorenumfrage
Umfrage „Altern in Deutschland“ – durchgeführt von forsa. Gesellschaft für Sozialforschung und statistische Analysen mbH im Auftrag von Körber-Stiftung und stern, Mai 2012
Erfahrungsbericht

„Einmal hat mir der intelligente Notruf schon geholfen“

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Albert Lange
 
Albert Lange
Nutzer eines intelligenten Notrufsystems (Symbolbild)

Albert Lange ist 81 Jahre alt und Seefahrer in Rente. Er wohnt allein und ist seit drei Jahren verwitwet. Er hat Pflegegrad eins und nutzt auf Anraten seiner Tochter seit einem Jahr ein intelligentes Notrufsystem für Zuhause.

 

Albert Lange ist 81 Jahre alt, hat Pflegegrad 1 und lebt allein. Seit einem Jahr nutzt er ein intelligentes Notrufsystem, das seine Tochter automatisch informiert, wenn etwas nicht stimmt. Anfangs war ihm das suspekt. Doch das System konnte ihm bereits einmal aus einer gefährlichen Situation helfen. Heute ist der Rentner vom Nutzen des Systems überzeugt. Für das pflege.de-Magazin hat er seine Erfahrung mit dem smart-care-System von Gigaset aufgeschrieben.

Erstelldatum: .6.909102|Zuletzt geändert: .6.909102
Bildquelle
©deagreez - stock.adobe.com
Erfahrungsbericht

„Mir ist wichtig, dass es meinem Vater gut geht — aber mir als Angehörige eben auch“

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Amelie Lange
 
Amelie Lange
Mitbenutzerin eines intelligenten Notrufsystems

Amelie Lange ist 35 Jahre alt und Marketing Managerin. Sie wohnt im Herzen des Rheinlands in Düsseldorf und kümmert sich um alle Belange ihres 81-jährigen Vaters.

Amelie Lange ist 35 Jahre alt und wohnt in Düsseldorf. Ihr 81-jähriger Vater lebt allein in einem großen Einfamilienhaus, eine gute halbe Autostunde von ihr entfernt. Oft wurde Amelie Lange von der Sorge geplagt, dass ihrem Vater vielleicht unbemerkt etwas zugestoßen sein könnte. Deshalb überzeugte sie ihn von einem intelligenten Notrufsystem für Zuhause. Im pflege.de-Magazin berichtet sie von ihren Erfahrungen mit dem smart care-System von Gigaset.

Erstelldatum: .6.909102|Zuletzt geändert: .6.909102
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Amelie Lange
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