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Ambulante Pflegedienste

Ambulante Pflegedienste

Eine Definition zur ambulanten Pflege sowie Informationen zu den Dienstleistungen eines mobilen Pflegedienstes erhalten Sie hier.

Ambulante Pflege: Individuell und persönlich

„Pflege“ verbinden viele Menschen Lächelnde Pflegerin steht vor der Türmit Pflegeheimen, Krankenhäusern und einem wenig selbst bestimmten Leben. Dabei gibt es viele Senioren, die lediglich Hilfe im Haushalt oder eine medizinische Grundversorgung brauchen. Unterstützung erhalten sie von sogenannten ambulanten Pflegediensten.

Je älter Männer und Frauen werden, desto eher benötigen sie Hilfe bei Aufgaben des Alltags. Ein plötzlicher Krankheitsfall, eine chronische Erkrankung oder eine Behinderung machen unter Umständen auch eine medizinische Versorgung im eigenen Heim notwendig. Das heißt jedoch nicht, dass Pflegebedürftige ihr Leben nicht mehr selbst bestimmen können. Ganz im Gegenteil, viele möchten so lange wie möglich in ihrem eigenen Haushalt bleiben. An diesem Punkt setzt die ambulante Pflege an. Ihr Ziel ist es, die Eigenständigkeit des Betroffenen zu fördern und zu erhalten.

Mehrheit wird ambulant gepflegt

Die meisten der Pflegebedürftigen werden in Deutschland ambulant versorgt. Das heißt es kümmern sich Angehörige, Nachbarn oder auch ambulante Pflegedienste um die Betroffenen. 2009 wurden über 1,6 Millionen Menschen ambulant betreut. Das entspricht ungefähr zwei Drittel aller Pflegebedürftigen. Die meisten von ihnen werden von ihren Angehörigen versorgt. Etwa ein Drittel greift auf professionelle Pflegekräfte, zum Beispiel Altenpfleger, zurück.

Die Pflege innerhalb der eigenen vier Wände kommt für fast alle Pflegebedürftigen infrage. Denn so individuell wie die Situation und das Umfeld jedes Betroffenen sind, so variabel ist auch das Angebot der ambulanten Pflegedienste. So können sie sowohl Personen mit sogenannter eingeschränkter Alltagskompetenz (Pflegestufe 0) – meist Demente, die sich beispielsweise beim Umgang mit Wasser oder Gas selbst in Gefahr bringen würden – als auch Schwerstpflegebedürftige der Pflegestufe III zu Hause betreuen.

Ambulante Pflege - ein vielfältiger Bereich

In Deutschland zählen zwei Bereiche zur ambulanten Pflege: Auf der einen Seite gibt es  pflegende Angehörige bzw. Pflegebedürftige, die Pflegegeld beantragen und, sofern nötig,  selbst Leistungen einkaufen. Dem gegenüber stehen diejenigen, denen die Pflegekassen Sachleistungen bezahlen. Ihnen hilft beispielsweise ein/e Altenpfleger/in regelmäßig für ein paar Stunden im Haushalt. Wenige entscheiden sich auch für eine Mischform, das heißt sie erhalten ein geringeres Pflegegeld kombiniert mit bestimmten Sachleistungen.

Ambulante Pflegedienste stellen also nur eine mögliche Option für die Betreuung im eigenen Heim dar. Jedoch können die Betroffenen zwischen einer Vielzahl unterschiedlicher Betreuungsangebote wählen. Während die einen Unterstützung bei einfacher Hausarbeit oder der täglichen Körperpflege brauchen, sind andere auf medizinische Dienste wie die tägliche Gabe von Medikamenten angewiesen. Es lohnt sich daher, das vielfältige Angebot auf die eigene Situation abzustimmen.

Was bietet ein ambulanter Pflegedienst?

Pflegedienste können Sie bei häuslichen Tätigkeiten unterstützen, zum Beispiel Einkaufen, Essen liefern lassen, die Wohnung reinigen oder kochen. Die Pflegerin kommt dann ein- oder mehrmals am Tag zu Ihnen nach Hause und bleibt für kurze Zeit oder ein paar Stunden. Sie können für Sie aber auch Fahrdienste beispielsweise zum Arzt organisieren. Den Ausschlag gibt die Pflegebedürftigkeit des Einzelnen, die der Medizinische Dienst der Krankenversicherung (MDK) festgestellt hat. In schweren Fällen ist es sogar möglich, eine Rund-um-die-Uhr-Betreuung zu vereinbaren.

Eventuell benötigen Sie oder Ihre Angehörigen aber auch medizinische Versorgung. Auch dabei kann ihnen eine Pflegeeinrichtung helfen. Einige Anbieter haben sich auf die Betreuung kranker Pflegebedürftiger oder die Versorgung am Lebensende spezialisiert. Der Gesetzgeber unterscheidet dabei zwischen grundpflegerischen Tätigkeiten und häuslicher Krankenpflege:

Erste umfasst zum Beispiel Körperpflege oder Ernährung. Altenpfleger können aber auch daran arbeiten, die Bewegungsfähigkeit des Pflegebedürftigen zu erhalten bzw. zu fördern. Pfleger sprechen von Mobilisation. Sind die Patienten bettlägerig oder können sich selbst nur noch schwer bewegen, so kann der Altenpfleger auch helfen, den Betroffenen zu lagern, also zum Beispiel im Bett zu wenden oder in einen Stuhl zu setzen. Dies ist bei vielen nicht mobilen Patienten erforderlich, damit keine Druckstellen und Geschwüre der Haut entstehen.

Die häusliche Krankenpflege bezieht sich auf medizinische Dienstleistungen im engeren Sinn. Die Pfleger geben den Betroffen ihre Medikamente, wechseln Verbände oder geben Injektionen.

Plötzlich auftretende Krankheiten wie ein Schlaganfall oder Herzinfarkt des Pflegebedürftigen aber auch Erkrankungen der pflegenden Angehörigen können dazu führen, dass ein ambulanter Pflegedienst für eine begrenzte Zeit die Pflege übernehmen muss. Die Krankheit zieht aber möglicherweise auch langfristige Folgen nach sich. Der Pflegebedürftige muss dann dauerhaft medizinisch versorgt werden. So zum Beispiel bei chronisch Kranken, die ihre Behandlung selbst nicht mehr organisiert bekommen.

Ob ambulante Pflege für Sie infrage kommt, müssen Sie selbst entscheiden. Am besten besprechen Sie mit einem Fachmann, welche Pflegevariante für ihre Situation geeignet ist. Dabei helfen Ihnen auch gerne die Berater von pflege.de.

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