Gehwagen und Gehgestelle: Was ist zu beachten?

Gehwagen und Gehgestelle eignen sich für stärker Gehbehinderte jeden Alters, für Rehabilitanden nach Beinbrüchen oder stark übergewichtige Menschen. Sie sorgen für Halt, Stabilität und Balance bei der Fortbewegung oder beim Stehen. Je nach Grad der Gehbehinderung bietet der Markt inzwischen passende Gehhilfen für jeden Bedarf.

Gehgestelle und Gehwagensind anerkannte Hilfsmittel der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) und werden somit von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen, wenn sie von einem Arzt verordnet wurden. Besonders häufig werden sie in der medizinischen Rehabilitation von Patienten eingesetzt.

Gehgestelle und Gehrahmen

Als Gehgestelle oder Gehrahmen werden gemeinhin leichte Stützgestelle aus Aluminium mit vier Aufsetzfüßen bezeichnet. Um damit zu gehen, hebt man die Gehgestelle etwas an und setzt sie um eine Schrittweite weiter nach vorn auf.

Zum Einsatz kommen Gehgestelle vor allem bei Menschen mit krankheits- und behinderungsbedingt unsicherem Gang. Allerdings eignen sich Gehgestelle nur für kurze Wege im ebenerdigen Innenbereich. Bei längeren oder unebenen Strecken empfinden viele Nutzer deren Einsatz als zu anstrengend.

Die geeignete Griffhöhe eines Gehgestells lässt sich unkompliziert mit Federknöpfen einstellen und individuell anpassen. Eine stabile und sichere Konstruktion sorgt dafür, dass sich der Patient sicher und ohne Angst vor Stürzen fortbewegen kann.

Kassenfinanzierte Standardmodelle von Gehgestellen aus Aluminium werden derzeit (Stand: 12/2011) von ca. 50 bis 150 Euro z. B. in Sanitätshäusern oder Apotheken angeboten.

Gehwagen

Gehwagen nennt man mit vier Rädern ausgestattete Gehgestelle, die zur Fortbewegung geschoben werden und zumeist mit Bremsen versehen sind.  Im Gegensatz zu Rollatoren oder Rollstühlen eignen sie sich in erster Linie für den Einsatz im ebenerdigen, möglichst barrierefreien Innenbereich – etwa in Krankenhäusern, Rehabilitations-Einrichtungen oder in der eigenen Wohnung. Auch die Griffe kassenfinanzierter Gehwagen lassen sich mit wenigen Handgriffen in der Höhe einstellen.

Ganz nach dem individuellen Bedarf des Patienten kann ein Gehwagen auch mit speziellen orthopädischen Stützen ausgestattet werden. Dies macht den Gehwagen sogar für Patienten mit eingeschränkter Greiffähigkeit tauglich.

Gehwagen-Standardmodelle aus Aluminium werden derzeit (Stand: 12/2011) zu Preisen von ca. 200 bis 450 Euro zum Beispiel in Sanitätshäusern vertrieben.

Gegen eigene Zuzahlung erhalten gehbehinderte Menschen auch Gehwagen, die mit Hilfe einer Gasfeder-Konstruktion (ca. 700 bis 850 Euro, Stand: 12/2011) oder  elektrisch höhenverstellbar (ca. 1600 bis 1800 Euro) sind und sich mit wenigen Handgriffen zusammenklappen lassen. Faustregel: Je leichter und aufwändiger ein Gehwagen konstruiert ist, desto teurer ist er.

Der Tipp Ihres pflege.de-Magazins:

Wie bei der Anschaffung von Rollatoren oder Rollstühlen sollten Verbraucher prüfen, ob Sie den  gewünschten Gehwagen nicht gebraucht günstiger erwerben können. Denn gebrauchte Gehwagen sind oft noch wenig verschlissen und noch voll funktionstüchtig. Im Internet werden diese Hilfsmittel sowohl über  überregionale Auktions-  oder Handelsplattformen als auch über  die Homepages von regionalen Anzeigenblättern angeboten.

Unterzeichnung eines Vertrags

Nächsten Artikel lesen:

>> Alltagsstützen

Die gebührenfreie Telefonberatung

Lassen Sie sich persönlich beraten!

Rückruftermin vereinbaren!

Oder nutzen Sie unsere gebührenfreie Telefonberatung:

0800 2424 1212

Mo-Fr von 8 bis 20 Uhr
und am Wochenende
von 9 bis 19 Uhr für Sie
erreichbar.