Parkinson

Parkinson ist durch das symptomatische Ruhezittern bekannt. Welche anderen Symptome auftreten und welche Behandlungsmaßnahmen möglich sind, können Sie hier nachlesen.

Hände eines alten Mannes

Die Parkinson-Krankheit - auch Morbus Parkinson oder Schüttellähmung genannt - ist eine der häufigsten neurologischen Erkrankungen. Sie tritt vorwiegend im späten Lebensalter auf, in der Regel zwischen dem 50. und 60. Lebensjahr. Nur etwa zehn Prozent der Patienten sind jünger als 40 Jahre. Die Häufigkeit nimmt mit dem Alter zu. Männer sind häufiger betroffen als Frauen.
 

Symptome

Das klassische Krankheitszeichen der Parkinson-Erkrankung ist die Bewegungsarmut bzw. die Verlangsamung der Bewegung bis hin zur Bewegungsunfähigkeit. Hinzu kommen Muskelsteifheit (Rigor), -zittern (Tremor) und Gleichgewichtsstörungen. Die Symptome entwickeln sich sehr langsam. Meist beginnen die Bewegungseinschränkungen an einer Körperhälfte und breiten sich weiter aus. Die Bewegungseinschränkungen werden von weiteren Symptomen begleitet:

  • Persönlichkeitsveränderungen wie Zwangsverhalten
  • Leise, eintönige Sprache
  • Erhöhter Speichelfluss
  • Schluckstörungen
  • Depressionen
  • Störungen von Blutdruck, Temperaturregulation, Harnblasenfunktion und sexuellen Funktionen
  • Gefühlsstörungen und Schmerzen
  • Schlafstörungen
  • im fortgeschrittenen Stadium Demenz

Ursachen

Bei der Parkinson-Erkrankung entsteht ein Mangel des Botenstoffs Dopamin. Dieser Botenstoff ist wichtig für die Übertragung von Impulsen im Gehirn und steuert unter anderem die Bewegungen des Körpers. Parkinson zerstört die Nervenzellen im Gehirn, die den Botenstoff Dopamin produzieren. Warum diese Zellen sterben, ist nach heutigem Forschungsstand noch nicht bekannt.

Behandlung

Es gibt bis heute keine Heilung für Parkinson. Therapien können lediglich eine Linderung der Symptome bewirken. Die medikamentöse Behandlung soll dabei vor allem die reduzierte Dopamin- Produktion ausgleichen. Wichtig ist eine individuell angepasste Behandlungsstrategie, da die Krankheit verschiedene Symptome zeigt und unterschiedlich schnell fortschreitet. Es gilt als sinnvoll, die medikamentöse Behandlung durch andere Therapiemaßnahmen zu ergänzen. Krankengymnastik, Schluck- und Sprachtraining sowie psychologische Behandlung fördern die Selbstständigkeit der Patienten. Informieren Sie sich bei Ihrem Arzt welche Therapien für Sie geeignet sind.

Wie bereits erwähnt, bedarf die Bewertung Ihres Einzelfalls unbedingt der ärztlichen Beratung.

Selbsthilfegruppen

  • In Selbsthilfegruppen lernen die Betroffenen mit der Erkrankung umzugehen.
  • Bleiben Sie außerdem körperlich aktiv, um Ihre Beweglichkeit so lang wie möglich zu erhalten.
  • Es können erschwerende Symptome wie das sogenannte "Einfrieren“ auftreten. Der Betreffende kann sich nicht mehr bewegen und verharrt auf einer Stelle. Hier helfen visuelle Reize auf dem Boden, beispielsweise aufgeklebte Fußabdrücke, oder akustische Rhythmusgeber. Vermeiden Sie Stress und Hektik. Es macht keinen Sinn, den Patienten zur Eile zu drängen.

Wie im oberen Absatz bereits erwähnt, bedarf die Bewertung Ihres Einzelfalls unbedingt der ärztlichen Beratung. Für weitere Fragen kontaktieren Sie doch einfach unser Beratungs-Team per Telefon oder füllen unser Kontaktformular aus.

Quellen:

Deutsche Gesellschaft für Neurologie: Leitlinie Parkinson. Stand 2008. Download unter http://www.dgn.org/images/stories/dgn/leitlinien/LL2008/ll08kap_009.pdf

Kompetenznetz Parkinson,
Deutsche Parkinson Vereinigung e.V.

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Bitte beachten Sie, dass diese Ausführungen lediglich einen ersten, abstrakten Überblick bieten sollen. Die Inhalte ersetzen jedoch unter keinen Umständen die erforderliche rechtliche oder medizinische Prüfung Ihres Einzelfalls, die stets durch einen Rechtsanwalt bzw. Arzt erfolgen muss.