Hygienemanagement und Maßnahmen zur Prävention
Mit zunehmendem Bedarf an Pflegeleistungen steigt die Wahrscheinlichkeit, auf einen Katheter angewiesen zu sein. Allerdings kann der Einsatz nicht selten zu Harnwegsinfektionen führen. Die sogenannten nosokomialen Harnwegsinfektionen gehören zu den häufigsten Infektionen auf der Allgemeinstation, den dritthäufigsten Infektionen auf den deutschen Intensivstationen und sind bis zu 90% auf den Einsatz eines Katheters zurückzuführen. Als nosokomiale Infektionen bezeichnet man Infektionen, die durch den Aufenthalt in einer Klinik oder in einer Pflegeeinrichtung hervorgerufen wurden.
Das Risiko eine Harnwegsinfektion zu bekommen, steigt pro Tag um 3-10%, so dass bei der Mehrheit der Patienten nach einer längeren Verweildauer eine Bakteriurie nachzuweisen ist. Die Prävention (nosokomialer) Harnwegsinfektionen ist daher von großer individueller Bedeutung, da es zu einer Verlängerung der Liegedauer von 5-11 Tagen führen kann (SENIC 1985).
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Ein Transurethraler Katheter
Ein transurethaler Kather ist ein Katheter, der durch die Harnröhre eingeführt wird. In Deutschland erhalten 12,6% aller Krankenhauspatienten im Verlauf ihres Klinikaufenthaltes einen transurethralen Blasenverweilkatheter (TBK). Harnwegsinfektionen wiederum zählen mit einem Anteil von 30 – 40 % zu den häufigsten nosokomialen Infektionen und sind zumeist auf einen Katheter zurückzuführen.
Der transurethrale Blasenverweilkatheter ist damit einer der bedeutendsten Risikofaktoren für eine Urethritis mit der Möglichkeit des Entstehens zahlreicher Krankheitsbilder wie einer Prostatitis, Epididymitis, Harnröhrenstriktur, Pyelonephritis, Bakteriämie, Urosepsis sowie einer Zystitis.
Infektionsprophylaxe
Um das Risiko einer Harnwegsinfektion zu minimieren, sollte der Infektionsprophylaxe eine größere Bedeutung zugeschrieben werden. Positiv auf die Harnwegsinfektionsrate wirken sich zum Beispiel der Einsatz von ausreichend Fachpersonal sowie eine fachkompetente, praxisorientierte und kontinuierliche Beratung durch Hygienefachpersonal auf der Intensivstation aus. Weiterhin kann sich der Einsatz von qualitativ hochwertigen Medizinprodukten einerseits positiv auf die nosokomiale Harnwegsinfektion und andererseits auf Prozess- und Ablaufoptimierung auswirken.
Studien belegen, dass durch effektive Präventionsmaßnahmen Harnwegsinfektionen deutlich gesenkt werden können.
Die Daten und die Zahlen machen deutlich, dass die Infektionsprophylaxe in Deutschland einen höheren Stellenwert bekommen muss. Eine Optimierung der Präventivmaßnahmen ist daher vor allem im Sinne der Patienten.
Empfohlen wird daher auch häufig, bei einer längerfristigen Verweildauer einen suprapubischen Blasenkatheter anzulegen. Bei dieser Anlage ist ein weitaus geringeres Infektionsrisiko für die Patienten zu erwarten.
Suprapubische Blasenkatheter
Die Vorteile des Suprapubischen Blasenkatheters
Suprapubische Blasenkatheter werden anders als transurethale Katheter nicht durch die Harnröhre, sondern durch die Bauchdecke in die Blase gelegt. Das Einführen von suprapubischen Kathetern ist gleichbedeutend mit einer Operation, die von einem Arzt durchgeführt wird. Das Einführen muss aber nicht unbedingt in einem Operationssaal durchgeführt werden. Angemessene Verfahren und Untersuchungsräume, die aseptische Anforderungen erfüllen, sowie eine korrekte Positionierung des Patienten sind hierfür meist ausreichend.
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Bitte beachten Sie, dass diese Ausführungen lediglich einen ersten, abstrakten Überblick bieten sollen. Die Inhalte ersetzen jedoch unter keinen Umständen die erforderliche rechtliche oder medizinische Prüfung Ihres Einzelfalls, die stets durch einen Rechtsanwalt bzw. Arzt erfolgen muss.


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