Depressionen

Viele ältere Menschen müssen mit Depressionen kämpfen. Hier erfahren Sie, welche Symptome typisch für Depressionen sind und welche Ursachen gerade im Alter verantwortlich sind.

Definition

nachdenkliche Frau

Rund fünf Prozent der Bevölkerung leiden derzeit an einer Depression – das sind etwa vier Millionen Menschen. Frauen sind doppelt so häufig betroffen wie Männer. Depressionen treten häufiger im Alter auf und können lebensbedrohlich sein. Menschen, die einmal eine Depression erlebt haben, haben ein erhöhtes Risiko, dass die Erkrankung erneut auftritt.

 

Symptome

Eine normale Stimmungsschwankung ist von einer Depression klar zu unterscheiden. Nicht immer gibt es einen Auslöser für die Erkrankung. Die wichtigsten Symptome einer Depression sind:

  • Niedergeschlagenheit, häufig besonders morgens ("Morgentief").
  • Antriebslosigkeit und Interessensverlust: keine Freude an Aktivitäten.
  • Keine Fähigkeit auf Ereignisse emotional zu reagieren
  • Appetitlosigkeit und Gewichtsverlust
  • Schlafstörungen, vor allem in der zweiten Nachthälfte und frühes erwachen
  • Neigung zum Rückzug
  • Gehemmtes Denken und Handeln, Konzentrationsprobleme, Unentschlossenheit.
  • Verringertes sexuelles Interesse
  • Müdigkeit.
  • Geringes Selbstbewusstsein, übertriebene Schuldgefühle
  • Wiederkehrende Gedanken über den Tod, Suizidgedanken und -versuche.
     

Ursachen

Chronische körperliche Erkrankungen können eine Depression auslösen. Auch Gehirnerkrankungen wie z.B. Parkinson und Hormonstörungen (Schilddrüsenerkrankungen) können auf die Stimmung schlagen. Die Einnahme bestimmter Medikamente nimmt ebenfalls Einfluss die Gefühlswelt. Psychische Belastungen durch Trauer oder Konflikte können den Ausbruch einer Depression auslösen. Man nimmt außerdem an, dass eine Depression vererbbar ist. Bei älteren Menschen spielen auch Verlusterlebnisse eine Rolle:

  • Verlust der körperlichen (manchmal auch geistigen) Fähigkeiten
  • Verlust des Lebenspartners
  • Verlust der beruflichen und sozialen Aufgaben durch Rentenalter
  • Einsamkeit, soziale Isolation

Schwere Schicksalsschläge verursachen häufig Trauer und Niedergeschlagenheit, jedoch nicht unbedingt eine Depression.

Wie oben genannt, bedarf die Bewertung Ihres Einzelfalls unbedingt der ärztlichen Beratung. Für weitere Fragen stehen Ihnen außerdem unsere Pflege-Beraterinnen jederzeit zur Verfügung.

Behandlung

Die Behandlung von Depressionen erfolgt häufig in einer Kombination aus Psychotherapie und Medikamenten. Bei leichten Depressionen ist eine Gesprächstherapie oder Psychotherapie sinnvoll. Durch die Psychotherapie werden langfristig die Ursachen der Erkrankung herausgearbeitet und behandelt. Ob eine Therapie mit antidepressiv wirkenden Medikamenten eingesetzt wird, entscheidet der Arzt ganz individuell nach dem Befinden des Patienten.

erschöpfter alter Mann

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Keine Rechts-/Medizinberatung

Bitte beachten Sie, dass diese Ausführungen lediglich einen ersten, abstrakten Überblick bieten sollen. Die Inhalte ersetzen jedoch unter keinen Umständen die erforderliche rechtliche oder medizinische Prüfung Ihres Einzelfalls, die stets durch einen Rechtsanwalt bzw. Arzt erfolgen muss.