Die Alzheimerkrankheit ist die häufigste Form der Demenz. Lesen Sie mehr über die Symptome und Ursachen.

Die Alzheimer-Demenz ist eine langsam fortschreitende Erkrankung des Gehirns, in deren Verlauf Nervenzellen absterben. Sieist mit einem Anteil von 60-65 Prozent die häufigste Form von Demenz. Alzheimer ist keine typische Erscheinung des Alters, sondern eine Krankheit, die mit zunehmendem Alter häufiger auftreten kann. Rund zwei Prozent der 65 bis 69-Jährigen und 15 Prozent der 80- bis 84 -Jährigen sind von einer Alzheimer-Demenz betroffen. Die Krankheitsdauer schwankt zwischen 5 und 20 Jahren. Die erste Definition dieser Krankheit formulierte 1906 der deutsche Neurologe Alois Alzheimer.
Symptome
Die Alzheimerkrankheit durchläuft in der Regel drei verschiedene Stadien. Jeder Patient durchlebt die Stadien mit unterschiedlichen Symptomen. Auch die Dauer der einzelnen Phasen variiert ganz individuell.
Der Beginn der Alzheimer -Demenz wird in der Regel nicht bemerkt. Erkrankte haben anfangs Probleme mit der Erinnerung, leiden unter Stimmungsschwankungen und können neue Informationen schwer verarbeiten. Diese Symptome werden jedoch häufig nicht als Problem wahrgenommen. Treten Wortfindungsstörungen, Orientierungsprobleme und eine zunehmende Vergesslichkeit auf, reagieren Betroffene oft wütend, ängstlich oder beschämt.
Im zweiten Stadium, der mittelgradig schweren Demenz, ist der Patient auf erhebliche Hilfe im Alltag angewiesen. Einfach Handlungsabläufe wie die Körperpflege und das Anziehen werden zum Problem. So wird das Unterhemd auch mal über den Pullover gezogen. Auch Gedächtnis- und Orientierungsprobleme treten in den Vordergrund. Viele Patienten mit Alzheimer entwickeln einen erhöhten Bewegungsdrang und wandern auch nachts durch die Wohnung oder sogar im Freien herum. Für die Pflege bedeutet dies eine erhöhte Aufmerksamkeit und Kontrolle der Patienten. Ab einem bestimmten Punkt nimmt der Patient die hohen Anforderungen selbst wahr und reagiert darauf z.B. mit aggressivem Verhalten und depressiven Stimmungsschwankungen.
Spätestens im dritten Stadium der Erkrankung ist eine Betreuung der Betroffenen unabdingbar. Das Gedächtnis ist stark eingeschränkt, so dass Angehörige nicht mehr erkannt werden. Die Sprache reduziert sich auf wenige Worte. Hinzu kommt der Verlust von motorischen Funktionen: Das Kauen und Schlucken von Nahrung wir schwieriger. Die Patienten können nicht mehr laufen oder aufrecht sitzen.
Wie bereits erwähnt, bedarf die Bewertung Ihres Einzelfalls unbedingt der ärztlichen Beratung.
Ursachen
Die Alzheimer-Krankheit beginnt meist schon lange, bevor die ersten Symptome auftreten. Für die Ursachen der Alzheimer-Demenz gibt es noch keine genaue Erklärung. Erforscht sind hingegen die Veränderungen, die im Gehirn passieren. Im Gehirn entstehen Eiweißablagerungen, die den Kontakt der Nervenzellen untereinander behindern. Im Laufe der Zeit sterben die Nervenzellen ab. Davon sind vor allem die Hirnregionen betroffen, die das Gedächtnis, die Sprache und Denkfähigkeit steuern. Für die Entstehung der Alzheimer-Demenz werden unterschiedliche Risikofaktoren genannt:
- Hauptrisikofaktor ist das Lebensalter
- Herz- und Gefäßerkrankungen, durch Bluthochdruck, Diabetes mellitus, starkes Übergewicht oder Rauchen verursacht
- Nur in seltenen Fällen entsteht eine familiäre Form der Alzheimer-Krankheit (weniger als 5%), die schon in jungen Lebensjahren auftritt. Mehr als 95% der Alzheimer-Erkrankungen entstehen nach dem 65. Lebensjahr und haben keine eindeutige genetische Ursache.
Gerade oben genannt, bedarf die Bewertung Ihres Einzelfalls unbedingt der ärztlichen Beratung
Behandlung
Alzheimer ist wie andere Formen der Demenz bis heute nicht heilbar. Je früher die Diagnose Alzheimer gestellt wird, desto besser sind die Behandlungsmöglichkeiten. Neben der medikamentösen Therapie ist es wichtig, die Betroffenen durch besondere Behandlungs- und Pflegekonzepte zu betreuen. Diese beinhalten z.B. Ergo- und Physiotherapie, Beschäftigung- und Kunsttherapie sowie Krankengymnastik. Wichtig ist das Lebensumfeld und die Angehörigen des Patienten aktiv in die Therapie einzubinden. So können Patienten und Angehörige therapeutische Maßnahmen auch zu Hause umsetzen, um die Aktivität des Betroffenen so lange wie möglich zu fördern. Für die Pflege bedeutet dies: viel Bewegung, gesunde Ernährung, geistige Herausforderungen suchen und soziale Kontakte pflegen.
Wie bereits erwähnt, bedarf die Bewertung Ihres Einzelfalls unbedingt der ärztlichen Beratung. Für weitere Informationen können Sie auch gerne auch unser Pflege-Beratungs-Team anrufen!
Selbsthilfe
Informieren Sie sich über Unterstützungs- und Betreuungsangebote in Ihrer Umgebung.
Lesen Sie mehr zum Thema Alzheimer: http://www.deutsche-alzheimer.de/index.php?id=5
Quellen:
Deutsche Gesellschaft für Neurologie (DGN): S3-Leitlinie Demenzen: Eine integrative Leistung zwischen Neurologie und Psychiatrie. Stand: November 2009. Download unter: http://www.dgn.org/images/stories/dgn/leitlinien/ll_demenz/ll-demenz-lang-170210.pdf
Deutsche Alzheimer Gesellschaft ev.: http://www.deutsche-alzheimer.de/
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