Formulare

Antrag bei Pflegekassen

Hier finden Sie Informationen zum Antrag bei der Pflegekasse zur Feststellung der Pflegestufe.

Health Benefits Claim

Wenn Unterstützung bei der Grundpflege und hauswirtschaftlicher Versorgung benötigt wird, kann bei der Pflegekasse ein Einstufungsantrag für eine Pflegestufe gestellt werden. Der Weg zur Pflegekasse führt in den meisten Fällen über die Krankenversicherung. Nach Eingang des Antrags wird die Pflegebedürftigkeit noramlerweise durch den Medizinischen Dienst der Krankenversicherung (MDK) kostenlos geprüft.
Der Antrag muss nicht vom Betroffenen selbst gestellt werden, sondern kann auch durch Angehörige mündlich oder schriftlich übermittelt werden. Ein schriftlicher Nachweis ist für etwaige Streitpunkte zu empfehlen. Formulare oder ärztliche Einschätzungen sind für diesen Gesuch meist nicht nötig.
Spätestens 5 Wochen nach Eingang des Antrags würde dann der MDK den Betroffenen besuchen und  im Anschluss eine schriftliche Einschätzung der Pflegestufe schicken. Mit dieser Einschätzung erhält der Pflegebedürftige auch eine Empfehlung über eine geeignete Pflegeform und einen Überblick, welche Zahlungen von der Pflegekasse getroffen werden.

Wie bereits erwähnt, bedarf die Bewertung Ihres Einzelfalls unbedingt der rechtsanwaltlichen Prüfung.

Hier finden Sie ein Beispiel für einen Antrag auf Leistungen der Pflegekasse.

Widerspruch einlegen

Wie Sie sich im Falle einer Fehleinschätzung seitens der Pflegekasse gegen die Falscheinstufung wehren können, erfahren Sie hier.

Wird der Antrag bei der Pflegekasse abgelehnt oder die Korrektheit der Pflegestufeneinschätzung angezweifelt, kann theoretisch bei gesetzlichen Pflegeversicherungen innerhalb eines Monats nach Zustellung des Bescheids Widerspruch bei der Pflegekasse eingelegt werden.
Für die eigene Begründung kann bei der Pflegekasse eine Kopie des Gutachtens des MDK beantragt werden, die dann mit eigenen Erfahrungen und den Richtlinien der Begutachtung abgeglichen werden kann. In dieser Situation hilft ein vor dem Besuch des MDK geführtes Pflegetagebuch (Ein Beispiel finden Sie hier: Pflegetagebuch) , das den Umfang der Hilfsbedürftigkeit dokumentiert. Es sollten sich auch zusätzliche Meinungen von behandelnden Ärzten eingeholt werden und diese dort erhaltenen Unterlagen dem Widerspruch beigelegt werden. Dieser muss schriftlich erfolgen und sollte so ausführlich wie möglich begründet werden. Die Prüfung des Widerspruchs erfolgt üblicherweise durch die Pflegekasse. Wird der Widerspruch abgelehnt, ist die nächste Anlaufstation das zuständige Sozialgericht.

Wie oben genannt, bedarf die Bewertung Ihres Einzelfalls unbedingt der rechtsanwaltlichen Prüfung.

Höherstufungsantrag

Die erneute Prüfung der Pflegestufe ist notwendig, weil mehr Hilfe benötigt wird? – So funktioniert’s.

Ein Antrag auf Anhebung der Pflegestufe wird normalerweise über ein Wiederholungsgutachten gestellt. Die nochmalige Überprüfung durch den Medizinischen Dienst der Krankenversicherung (MDK) erfolgt im Normalfall spätestens 5 Wochen nach Antragstellung

Antrag auf Sozialhilfe

Wenn die Kosten der Pflege über andere Leistungen nicht gedeckt sind, kann ein Antrag auf Sozialhilfe gestellt werden.

Sozialhilfe beim zuständigen Sozialamt können Menschen beantragen, die gesetzlich nicht versichert oder versicherungspflichtig sind und wenn die Leistungen der Pflegekasse sowie eigenes Einkommen und Vermögen nicht ausreichen, um die Kosten der Pflege zu zahlen. Sozialhilfe wird in diesen Fällen für die häusliche, ambulante, teilstationäre und vollstationäre Pflege gezahlt. Auch der Anspruch auf Pflegehilfsmittel kann durch die Sozialhilfe abgedeckt werden.
Die Antragsstellung sollte so früh wie möglich erfolgen, da rückwirkend keine Kosten übernommen werden. Folgende Dokumente sollten Sie dem Antrag beifügen:

  • Bankbescheinigungen
  • Kopien von Einkommens- und Vermögensnachweisen
  • Gutachten des MDK, zusätzliche ärztliche Bescheinigungen
  • Adressen von Ehepartner und Kindern
  • Informationen über die Wohnsituation wie Mietverträge und Wohngeldbescheide
  • Versicherungspolicen
  • evtl. Schwerbehindertenausweis, Mutterpass

Vordrucke für den Antrag auf Sozialhilfe erhalten Sie bei den Sozialämtern.

Wie gerade oben erwähnt, bedarf die Bewertung Ihres Einzelfalls unbedingt der rechtsanwaltlichen Prüfung.

Schwerbehindertenausweis

Ab wann ist eine psychische oder körperliche Beeinträchtigung eine Schwerbehinderung? Und wie beantragt man einen Schwerbehindertenausweis?

Ein Schwerbehindertenausweis kann nachweisen, dass besondere Rechte und Nachteilsausgleiche in Anspruch genommen werden dürfen. Der Schwerbehindertenausweis wird normalerweise ausgestellt, wenn der Grad der Behinderung über 50 Prozent liegt. Dies kann durch einen Arzt festgestellt werden.
Der formlose oder mit Formular gestellte Antrag sollte bei der zuständigen Kommunalverwaltung oder dem Versorgungsamt eingereicht werden. Die Beilage einer ärztlichen Bescheinigung ist hilfreich. Der Antrag kann oftmals auch durch Bevollmächtigte erfolgen.
Der Ausweis ist fünf Jahre gültig, für bestimmte Vergünstigungen ist eine zusätzliche Wertmarke notwendig, die jährlich erneuert werden muss. Diese muss beim Versorgungsamt erworben werden, in bestimmten Fällen ist sie kostenlos. Auf dem Beiblatt des Ausweises sind Buchstabencodes aufgeführt, die bestimmte Merkmale der Behinderung nennen. Je nach Buchstabencode stehen dem Ausweisträger weitere Vergünstigungen zu. Daraus ergibt sich beispielsweise die Möglichkeit, öffentliche Verkehrsmittel kostenlos zu nutzen .
Für Inhaber eines Schwerbehindertenausweises gilt zudem im Normalfall ein besonderer Kündigungsschutz und verminderter Eintritt bei vielen Kultur- und Freizeiteinrichtungen .

Es wurde bereits erwähnt, dass die Bewertung Ihres Einzelfalls unbedingt der rechtsanwaltlichen Prüfung bedarf. Um nähere Informationen speziell für Ihren Einzelfall zu erhalten, kontaktieren Sie einfach unser Beratungs-Team unter folgender kostenloser Nummer: 0800 24 24 12 12

Quellen:

www.sozialversicherung-kompetent.de

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Bitte beachten Sie, dass diese Ausführungen lediglich einen ersten, abstrakten Überblick bieten sollen. Die Inhalte ersetzen jedoch unter keinen Umständen die erforderliche rechtliche oder medizinische Prüfung Ihres Einzelfalls, die stets durch einen Rechtsanwalt bzw. Arzt erfolgen muss.