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Richtiges Bewerben in Pflegeberufen

Richtiges Bewerben in Pflegeberufen

Sich als Pflegefachkraft für eine ausgeschriebene Stelle in der ambulanten oder stationären Pflege, bei Medizinischen Diensten der Krankenversicherung (MDKen), Krankenkassen oder Instituten für Qualität, fachliche Fort- und Weiterbildung etc. richtig zu bewerben, ist der entscheidende Schlüssel dazu, überhaupt zu einem persönlichen Gespräch eingeladen zu werden.

Ein gut formuliertes Anschreiben, ein aussagekräftiger Lebenslauf mit gelungenem Farbportrait der Bewerberin oder des Bewerbers sowie Kopien der Abschlusszeugnisse und Fort- und Weiterbildungsbescheinigungen sind die die drei Bausteine vollständiger Bewerbungen.

Möglichst kurz gehalten(nicht mehr als 1,5 DIN-A4-Seiten), informativ und präzise formuliert sollte das Anschreiben sein. Schließlich erhalten Personalverantwortliche oft viele Bewerbungen, so dass Sie ihnen mit einem kurzen informativen Anschreiben das Lesen erleichtern. Wichtiges Detail: Achten Sie darauf, dass Sie Titel und Namen des für das Personal verantwortlichen Adressaten korrekt wiedergeben und ihn oder sie seiner oder ihrer Position entsprechend ansprechen.

Im Text des Anschreibens gilt es zunächst deutlich zu machen, warum gerade Sie sich für diese Stelle bewerben und warum Sie glauben, dass gerade Sie für diese Position besonders geeignet sind.

Weisen Sie dann auf die Ihrer Meinung nach wesentlichen Berufserfahrungen, Fort- und Weiterbildungen hin, die Sie zur Ausübung der gewünschten Position befähigen. Erwähnen Sie unbedingt Fortbildungen nach ihrem Examen, denn dies bewerten Personaler häufig als Anzeichen für Flexibilität, Fähigkeit und Interesse von Bewerbern, ihr Wissen regelmäßig auf dem aktuellen zu halten.

 

 Bewerbungsgespräch nach richtigem Bewerben 

Alle Stationen ihres beruflichen Werdegangsbenennen Sie besser in ihrem tabellarischen Lebenslaufund nicht bereits im Anschreiben. Ihre Vorzüge, die vorherige oder jetzige Arbeitgeber nachweislich an Ihnen schätzten, können Sie an dieser Stelle des Anschreibens noch erwähnen. Vermeiden Sie in Ihrer Selbstdarstellung übertrieben positive Formulierungen wie „Top-Kraft“ oder „bester Mitarbeiter“, denn der neue Arbeitgeber sucht zumeist eine teamfähige neue Kraft ohne Hang zur Selbstüberschätzung.

Zum Abschluss des Anschreibens nennen Sie in der Regel Ihre Gehaltsvorstellungen, Ihr mögliches Eintrittsdatum und geben ggf. auch an, ob Sie nach der Probezeit an den Ort umziehen würden, wo das Unternehmen die von Ihnen gewünschte Stelle anbietet.

Mit Abschlussformulierungen wie „Über eine baldige Antwort und ein persönliches Gespräch würde ich mich sehr freuen“ lassen sie erkennen, dass Ihnen das Gegenüber wichtig ist und Sie zeitnah auf Antwort hoffen. Vermeiden Sie es, Termine für die erhoffte Antwort zu setzen, denn dies könnte darauf hindeuten, dass Sie dringend den neuen Arbeitsplatz benötigen, da sie arbeitslos sind oder große Probleme am jetzigen Arbeitsplatz haben.

Andererseits sollten Sie nur nachprüfbare wahre Fakten erwähnen. Dabei ist es heutzutage meist kein Makel mehr, dass Sie derzeit arbeitslos sind oder durch eine Krankheit Ihren Beruf länger nicht ausüben konnten. Bei Arbeitslosigkeit sollten Sie aber deutlich machen, dass sie trotzdem nicht untätig blieben und Ihre berufsdienlichen Kenntnisse auf dem Laufenden gehalten haben. Erwähnen Sie z. B. Fortbildungskurse oder andere berufsdienliche Aktivitäten während der Arbeitslosigkeit. Bei längeren, auch im Lebenslauf erwähnten akuten oder chronischen Krankheiten machen Sie deutlich, dass diese der neuen Tätigkeit nicht im Wege stehen.

Ihr Lebenslauf sollte möglichst tabellarisch abgefasst sein und in Ihrem beruflichen Werdegang so wenig wie möglich zeitliche Lücken sowie berufliche Neuorientierungen offenbaren. Anstelle von häufig unfreiwilligen oder krankheitsbedingten Leerlaufzeiten erwähnen Sie besser Fortbildungen, berufsdienliche Reisen, Praktika oder ähnliches. Denn bei Bewerbungsgesprächen führen Lücken im Lebenslauf häufig zu kritischen Nachfragen. Dabei gilt es dann möglichst schlüssige Antworten zu geben, die keinen Zweifel an Ihrer Einsatzfähigkeit und Arbeitsmotivation aufkommen lassen.

Kopien Ihrer Zeugnisse für Aus-, Fort- und Weiterbildungensind als dritter Baustein Ihrer vollständigen Bewerbung zwingend notwendig.

Form der Bewerbung:Heutzutage nehmen Personaler vollständige Bewerbungen am liebsten als pdf-Sammeldokument online per E-Mail oder als pdf-Einzeldokumente über Bewerber-Plattformen auf der jeweiligen Unternehmens-Homepage entgegen.

Schicken Sie Ihre Bewerbung als pdf-Sammeldokument an den Personalverantwortlichen, sollte es nicht größer als 3 MB sein. Damit zeigen Sie Ihrem potenziellen neuen Arbeitgeber auch, dass Sie kompetent mit Computern und EDV-Programmen umgehen können.

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