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| Morbus Parkinson |
Seite 1 von 6 Morbus Parkinson muss, ähnlich wie Alzheimer, wegen eines einzigen, markanten Symptoms stets für schlechte Witze herhalten. Bei Alzheimer ist es die Vergesslichkeit, bei Parkinson das unkontrollierte Schütteln. Jeder weiß: Parkinson ist die Krankheit mit den Zuckungen. Aber was genau dahinter steckt, wissen die wenigsten. 1817 beschrieb der englische Arzt und Paläontologe James Parkinson als erster diese Krankheit, weshalb sie auch nach ihm benannt wurde (morbus, lat.: Krankheit). Zwar hat Parkinson seine Entdeckung „Schüttellähmung“ (Shaking Palsy) genannt, doch das trifft nicht den Punkt, denn mit einer Lähmung hat diese Krankheit nichts zu tun. Auch das Schütteln kommt nicht bei jedem Betroffenen vor. Die wissenschaftliche Bezeichnung lautet „Idiopathisches Parkinson-Syndrom“ (kurz: IPS), weil die Krankheit meistens – in etwa 75 % der Fälle – ohne erkennbare Ursachen ausbricht.
Derzeit geht man von etwa 250.000 Parkinson-Patienten in Deutschland aus, überwiegend Ältere zwischen 55 und 65 Jahren. Generell lässt sich sagen, dass das Risiko mit jedem Lebensjahr weiter ansteigt. Während unter den 60-Jährigen etwa 1 % an Morbus Parkinson erkranken, sind es bei den 70-Jährigen schon 2 %, bei den über 80-Jährigen 3 %, und so weiter. Doch es kann auch jüngere Menschen treffen, wie der amerikanische Schauspieler Michael J. Fox am eigenen Leib zu spüren bekam. Er wurde bereits mit 30 Jahren Morbus Parkinson diagnostiziert. Weitere bekannte Parkinson-Patienten sind Boxlegende Muhammad Ali, Papst Johannes Paul II., sowie die Politiker Mao Zedong und Leonid Breschnew, um nur ein paar zu nennen. |
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