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| Diabetes - Diabetes mellitus |
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Diabetes mellitus Typische Symptome der Zuckerkrankheit (lateinisch mellitus = honigsüß) sind ein starkes Durstgefühl, Heißhungerattacken, erhöhter Harndrang, Müdigkeit, nächtliche Wadenkrämpfe und Juckreiz. Des Weiteren ist man anfälliger für Infektionen. Auch Augenerkrankungen können Folge von Diabetes sein. Das wichtigste Symptom jedoch ist ein erhöhter Blutzuckerspiegel. Das Hormon Insulin, welches in der Bauchspeicheldrüse produziert wird, ist für die Verwertung des Zuckers in der Nahrung sowie für seine Verteilung auf die Zellen zuständig. Der überschüssige Zucker gelangt in den Urin und wird ausgeschieden. Häufigkeit: Etwa 8 % der deutschen Bevölkerung; allerdings gibt es auch viele Fälle, in denen der Diabetes noch nicht erkannt wurde, weil die Betroffenen noch beschwerdefrei waren. Dies ist vor allem bei Diabetikern des Typs II der Fall. a) Typ I Dieser Diabetes betrifft häufig Kinder und Jugendliche, weshalb er auch als „jugendlicher Diabetes“ bezeichnet wird. Etwa 5 bis 7 % aller Diabetiker haben diesen Typ. Er zeichnet sich durch Insulinmangel aus. Dieser kommt daher zustande, weil körpereigene Abwehrkräfte diejenigen Zellen in der Bauchspeicheldrüse zerstören, die das Hormon produzieren. Deshalb gilt der Typ I-Diabetes als Autoimmunkrankheit. Zur Behandlung müssen die Betroffenen sich ihr Leben lang jeden Tag Insulin unter die Haut spritzen. Eine gesunde und ausgewogene Ernährung ist ebenfalls wichtig, damit der Blutzuckerspiegel keinen allzu hohen Schwankungen unterliegt. Aus dem selben Grund sollte man auch fünf bis sieben kleine Mahlzeiten über den Tag verteilt zu sich nehmen, anstelle von drei großen. Mögliche Folgeerscheinungen:
Dem Diabetes Typ II liegt eine Unempfindlichkeit gegenüber Insulin vor, eine so genannte Insulinresistenz. Diese ist entweder angeboren oder entwickelt worden. Die Bauchspeicheldrüse muss also höhere Mengen Insulin produzieren, um den Blutzuckerspiegel konstant zu halten und die Zellen ausreichend zu versorgen. Auf Grund dieser starken Belastung sterben die Zellen nach einiger Zeit ab, und es entsteht Diabetes. Der entscheidende Risikofaktor für diesen Typ ist Übergewicht, weshalb er als Wohlstandskrankheit gesehen wird. Doch auch Vererbung ist eine Hauptursache für den Ausbruch der Krankheit. Wer mindestens einen Elternteil mit Diabetes Typ II hat, wird zu 50 % selbst daran erkranken. Das Risiko eines eineiigen Zwillings, dessen andere Hälfte Diabetiker des Typs II ist, selbst daran zu erkranken liegt sogar bei 100 %. Bei Diabetes Typ I ist die Wahrscheinlichkeit „nur“ 35 %. In vielen Fällen reicht es schon, die Ernährung umzustellen, das Übergewicht – falls vorhanden – zu reduzieren und Sport zu treiben. Man bleibt am besten Nichtraucher, beziehungsweise hört mit dem Rauchen auf. Anders als Diabetes Typ I kann Typ II durch diese Maßnahmen vorgebeugt werden. Sollten diese Maßnahmen nicht ausreichen, werden erst Medikamente eingesetzt, zum Beispiel Metformin. Wenn die körpereigene Insulinproduktion jedoch erschöpft ist, muss das Hormon zugeführt werden. Mögliche Folgeerscheinungen:
Das tägliche Spritzen von Insulin ist zwar mit Hilfe neuerer Techniken sanfter geworden, doch vielen Patienten wäre eine andere Methode lieber. Tabletten lösen sich in der Magensäure auf, das Insulin gelangt auf diese Weise gar nicht erst in den Darm und von dort aus ins Blut. In Taiwan haben Forscher zwar einen Weg gefunden, das Insulin so zu verpacken, dass es unbeschadet den normalen Verdauungsweg gehen kann. Doch die Tests laufen noch, daher ist nicht damit zu rechnen, in nächster Zeit das Präparat kaufen zu können.
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