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Chronische Niereninsuffizienz
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Chronische Niereninsuffizienz
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Die Niere hat viele lebenswichtige Aufgaben. Sie reinigt und entgiftet das Blut und regelt den Flüssigkeitshaushalt des Körpers, indem sie die Wasserausscheidung bestimmt.

Sie hält sowohl den Säure-Basen- als auch den Elektrolytenhaushalt im Gleichgewicht. Sie geben Hormone ins Blut ab, um dort den Druck und die Bildung roter Blutkörperchen zu regeln. Auch der Knochenstoffwechsel unterliegt ihrer Obhut.

Was ist, wenn es zu einer Unterfunktion dieses lebensnotwendigen Organs kommt? Wenn sich die Arbeit der Niere verschlechtert, scheidet der Körper immer weniger der giftigen Stoffwechselprodukte aus. Auch das Wasser sammelt sich an. Neben dem Hormon- gerät auch der Vitaminhaushalt durcheinander. Der Blutdruck steigt, was sich wiederum schädlich auf die Nierenfunktion auswirkt. Auch die Blutgerinnung ist betroffen.

Bei einem Ausfall von 90 bis 95 % spricht man von schwerem Nierenversagen, eine Behandlung ist zwingend erforderlich weil lebensnotwendig.

Zur Messung der Nierenfunktion verwendet man die so genannte Glomeruläre Filtrationsrate (GFR). Damit wird das Gesamtvolumen des Primärharns errechnet, was beide Nieren innerhalb einer bestimmte Zeit filtern. Mit Hilfe der GFR lässt sich die chronische Niereninsuffizienz in vier Stadien einteilen:

  1. Kompensation:
    Leichte Einschränkung der Filterleistung, aber normaler Kreatininspiegel im Blut
  2. Kompensierte Retention:
    Erhöhte Kreatininwerte, aber keine Beschwerden
  3. Dekompensierte Retention:
    Fortgeschrittener Funktionsverlust der Niere, noch mehr Kreatinin im Blut, erste klinischen Symptome
  4. Urämie:
    Kreatininwerte über 10 mg/dl, klinische Beschwerden, „saures Blut“ (weil saure Stoffe nicht mehr über die Niere ausgeschieden werden können), Beginn der Dialysebehandlung

Jährlich kommen etwa 4 bis 6 neue Nierenpatienten pro 10.000 Einwohner hinzu.

 



 
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